Nach Dänemark: Weiteres europäisches Land hebt Corona-Maßnahmen auf - trotz hoher Zahlen

Nachdem bereits Dänemark und Norwegen die Corona-Regeln erheblich gelockert oder gar aufgehoben haben, zieht nun ein weiteres europäisches Land nach. Obwohl die Zahlen stark steigen.
Stockholm - Die Corona-Pandemie hat in vielen Ländern und auch Deutschland über den Winter noch einmal an Fahrt aufgenommen. Bundesweit wurden hierzulande vom RKI erneut mehr als 200.000 Neuinfektionen verzeichnet. Und auch in Schweden sorgt die Omikron-Welle für ansteigende Infektionszahlen. Trotzdem geht das Land nun einen gewagten Schritt, in der nächsten Woche werden so gut wie alle Corona-Beschränkungen aufgehoben.
Nach Dänemark: Weiteres europäisches Land hebt Corona-Maßnahmen auf - trotz hoher Zahlen
Obwohl auch in Schweden hohe Infektionszahlen gemeldet werden, sei es an der Zeit, Schweden wieder zu öffnen, so die Ministerpräsidentin Magdalena Andersson am Donnerstag in Stockholm. Aufgrund von milderen Krankheitsverläufen bei Omikron-Infektionen und hohen Impfzahlen haben sich die schwedische Regierung und die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten dazu entschlossen, die meisten Corona-Maßnahmen am 9. Februar abzuschaffen. Zuvor hatte bereits Dänemark praktisch alle Beschränkungen im Land aufgehoben, auch Norwegen hatte kurz darauf kräftig gelockert.
Konkret bedeutet das im Fall Schweden nun, dass beispielsweise Teilnehmerobergrenzen verschwinden. Auch Beschränkungen in Restaurants, Kneipen und Cafés werden aufgehoben. Der Ratschlag, im Gedränge in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, fällt ebenfalls weg. Einige Empfehlungen für Ungeimpfte bleiben jedoch bestehen. Zum Schutz der Anfälligsten sei es zudem wichtig, risikoverringernde Maßnahmen im Gesundheits- und Pflegewesen sowie in Altersheimen beizubehalten, erklärte die Gesundheitsbehörde.
Corona-Maßnahmen aufgehoben - doch Pandemie noch nicht vorbei
Die Pandemie sei nicht vorbei, aber auf dem Weg in eine ganz neue Phase, sagte Andersson. Mehrere internationale Studien zeigten, dass Omikron-Infektionen mildere Krankheitsverläufe nach sich zögen. Trotz der hohen Neuinfektionszahlen sei die Zahl der Intensivpatienten stabil geblieben. Die Impfzahlen seien zudem hoch. Dies zusammengenommen bedeute eine neue Lage, sagte die Regierungschefin.
Dass die Beschränkungen aufgehoben werden, bedeute jedoch nicht, dass Covid-19 einfach so aus der Gesellschaft verschwinde, unterstrich Folkhälsomyndigheten-Direktorin Karin Tegmark Wisell. Die wichtigste Maßnahme sei weiterhin, sich impfen zu lassen.