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„Vielversprechendes“ Corona-Medikament: Bald erste Lieferungen - „Covid wird langsam seinen Schrecken verlieren“

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Von: Patrick Mayer

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Nachdenklich: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
Nachdenklich: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). © Omer Messinger / AFP

Die Bundesregierung und Karl Lauterbach beschaffen ein neues Medikament gegen Covid-19. Der Gesundheitsminister hat große Hoffnungen in den Wirkstoff gegen Corona. Und nicht nur das.

München/Berlin - Mit diesem Medikament gegen das heimtückische Coronavirus will die Bundesregierung endlich die Intensivstationen und Kliniken in der Pandemie entlasten. Deutschland hat eine Million Packungen des Medikaments Paxlovid der US-Firma Pfizer gekauft. Es soll besonders wirksam gegen schwere Covid-Verläufe sein. Das sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) an diesem Dienstag (28. Dezember) der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin.

Paxlovid: Deutschland kauft eine Million Packungen von Corona-Medikament

Mit ersten Lieferungen werde noch im Januar gerechnet, erzählte der Ressortchef weiter. „Das Medikament ist extrem vielversprechend, weil es in der frühen Gabe den schweren Verlauf von Covid deutlich abschwächen kann. Ich rechne damit, dass wir damit zahlreiche schwere Verläufe auf den Intensivstationen verhindern können“, erklärte Lauterbach in einer Stellungnahme.

Zunehmend bekomme man so die Perspektive, eine weitere therapeutische Option zu ermöglichen, sagte der SPD-Politiker weiter: „Langsam wird Covid durch eine Kombination von immer wirksameren Impfstoffen und Behandlungsmöglichkeiten zu einer Krankheit, die ihren Schrecken verlieren wird.“ Es werde mit allen Arzneimittelherstellern zusammengearbeitet, die entsprechende Medikamente entwickelten, erklärte der Rheinländer und meinte: „Mir ist es lieber, dass wir mit schnellem Impfen und wirksamen Arzneimitteln, diesen Kampf führen, als dass wir die Schulen schließen müssen.“

Corona-Medikament: Karl Lauterbach (SPD) hat große Hoffnungen in Paxlovid

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte kurz vor Weihnachten eine Notfallzulassung für das Medikament ausgesprochen. Es ist laut FDA das erste Covid-Mittel in den USA, das in Tablettenform eingenommen werden kann. Lauterbach kündigte ebenfalls eine Notfallzulassung an: „Damit Paxlovid sofort bei Lieferung eingesetzt werden kann, habe ich zusammen mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte das Verfahren für die Notfallzulassung in Deutschland eingeleitet“, sagte er.

Das Medikament ist extrem vielversprechend.

Karl Lauterbach (SPD) über Paxlovid

Patienten nehmen nach Angaben des Herstellers über fünf Tage zweimal täglich jeweils drei Tabletten ein. Alle Tabletten sind in einer Packung, die einem Behandlungszyklus entspricht. Bundesregierung und Hersteller sprechen daher nicht von einer Million georderter Packungen, sondern von einer Million „Behandlungseinheiten“ oder „Behandlungszyklen“. Paxlovid besteht unter anderem aus dem Wirkstoff Nirmatrelvir, der ein Sars-CoV-2-Protein hemmt. Damit soll die Vermehrung des Virus gestoppt werden.

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte sich vor kurzem zu dem Medikament geäußert. Demnach könnten mit Paxlovid erwachsene Patienten behandelt werden, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Offiziell zugelassen ist das Medikament in der EU noch nicht, die Prüfung läuft aber. Nach Angaben von Pfizer von Anfang November verhindern die Corona-Pillen sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten.

Im Video: Corona - Gesundheitsminister Lauterbach gegen Strafe für Ungeimpfte

Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen ergab Pfizer zufolge, dass das Medikament das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent senke. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören eine Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Durchfall, Bluthochdruck und Muskelschmerzen. Gesundheitsexperte und Minister Lauterbach zeigte sich zumindest kurz vor Silvester schwer begeistert von dem Wirkstoff. Dem neuen Hoffnungsschimmer in der erneut von strengen Regeln bestimmten Coronavirus-Pandemie? (pm/dpa)

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