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Neues Corona-Medikament Sotrovimab schon im Einsatz – „Aus medizinischer Sicht wirklich dankbar“

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Von: Kai Hartwig

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Intensivpfleger versorgen einen schwer an Covid-19 erkrankten Patienten auf der Corona-Intensivstation im Universitätsklinikum in Halle/Saale
Auf deutschen Intensivstationen ist das Medikament Sotrovimab bei Corona-Patienten schon im Einsatz. © Hendrik Schmidt/dpa

Im Kampf gegen das Coronavirus soll ein neues Medikament helfen, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Ein Experte klärt über den Einsatz von „Sotrovimab“ auf.

Berlin – Bei der wöchentlichen Bundespressekonferenz zur Corona-Lage zeigten sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts, durchaus positiv gestimmt. Man habe die Situation derzeit im Griff, meinte der SPD-Politiker.

„Wir haben derzeit die Omikron-Welle gut unter Kontrolle“, ordnete Lauterbach ein. Er mahnte aber zugleich, dass diese in Deutschland noch nicht ihren „Zenit“ erreicht habe. Auch RKI-Chef Wieler sieht trotz massiv steigender Fallzahlen die Pandemie-Lage „bei weitem nicht so heftig, wie es unter Omikron möglich wäre“. Und fordert einen Kurswechsel: „Krankheitslast und Krankheitsschwere“ sollten ab sofort die zentralen Aspekte der Corona-Strategie sein.

Neues Corona-Medikament Sotrovimab – Experte erklärt „passive Immunisierung“

Neben Lauterbach und Wieler wohnte auch Christian Karagiannidis von der Fakultät für Gesundheit der Uni Witten/Herdecke der Pressekonferenz bei. Der Intensivmediziner erläuterte, dass im Kampf gegen das Coronavirus seit einigen Tagen auch ein neues, äußerst vielversprechendes Medikament, im Einsatz ist.

Es werde „seit dieser Woche in Deutschland nicht nur die aktive Immunisierung mit den Impfstoffen, sondern auch eine passive Immunisierung“ als neue Therapieform bei Corona-Erkrankten durchgeführt, so Karagiannidis. „Wir haben seit dieser Woche auch gegen die Omikron-Variante das Medikament Sotrovimab zur Verfügung, das flächendeckend ausgeliefert worden ist“, ergänzte Karagiannidis.

Neues Corona-Medikament Sotrovimab soll vor allem Risikopatienten helfen

Man sei „aus medizinischer Sicht wirklich dankbar“, dass dieses Medikament ab sofort deutschlandweit eingesetzt werden kann. „Ich halte das für bemerkenswert, weil es in Amerika ausverkauft ist und eigentlich nicht mehr zu bekommen“, erklärte der Mediziner. Das Bundesgesundheitsministerium habe sich um die Beschaffung von Sotrovimab gekümmert. „Es ist vor allen Dingen gut für ungeimpfte Risikopatienten oder für Risikopatienten, die mutmaßlich kein Ansprechen auf die Impfung haben“, sagte Karagiannidis zum genauen Einsatzgebiet des Corona-Medikaments.

Eine ausreichende Menge des Präparats sei vorhanden. „Wir sind gut aufgestellt, man kann es verabreichen. Es wird über die Vene gegeben. Wir haben viele Impfzentren in Deutschland“, führte der Experte aus. „Deswegen ist es wichtig, dass wir dieses Angebot in den nächsten Wochen auch nutzen. (kh)

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