Macht große Sorgen: die britische Corona-Mutation B.1.1.7. (Symbolbild)
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Macht große Sorgen: die britische Corona-Mutation B.1.1.7. (Symbolbild)

In Deutschland weit verbreitet

Studie zu Corona-Mutation: Zahl der Toten auf 1000 Infektionen geschätzt - Briten-Variante noch tödlicher?

  • Patrick Mayer
    vonPatrick Mayer
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Es gibt ganz neue Erkenntnisse zur britischen Corona-Mutation B.1.1.7. Demnach grenzen Forscher die etwaige Zahl an Coronavirus-Toten pro 1000 Infektionen ein.

München/Exeter - Sie ist in der Coronavirus-Pandemie längst in Deutschland angekommen: die britische Corona-Mutation B.1.1.7. Die Fälle mehren sich, der Anteil steigt bei der Sequenzierung der Infektionen deutlich.

Ein Beispiel: Anfang März referierte der mittlerweile sehr bekannte Virologe Alexander Drosten von der Berliner Charité, dass er den Anteil der Mutante an den Covid-19-Neuinfektionen in der Bundesrepublik auf „um die Hälfte“ schätze. Der Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht mit dieser Einschätzung offensichtlich nicht alleine da.

Coronavirus: Neue besorgniserregende Erkenntnisse zur britischen Corona-Mutante B.1.1.7

Der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach - noch ein Merkel-Berater - bekräftigen zuletzt beharrlich, dass es jetzt vor allem darum gehe, die Auswirkungen der Mutante „zu minimieren“. Denn: Sie soll gefährlicher und tödlicher als die ursprüngliche Form des heimtückischen Coronavirus sein. Und das nicht zu knapp.

Um wieviel tödlicher, das wollen nun Forscher der Universität Exeter aus England herausgefunden haben. Diese haben laut FOCUS Online die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift BMJ veröffentlicht. Es ist die nächste alarmierende Nachricht in der Coronavirus-Pandemie: Demnach sei die britische Mutante zu 64 Prozent tödlicher als die ursprüngliche Corona-Variante.

Coronavirus-Pandemie: Deutlich höhere Sterblichkeit bei Corona-Mutation B.1.1.7 erwartet

So könne die Corona-Mutation B.1.1.7 „eine erhebliche zusätzliche Sterblichkeit im Vergleich zu bereits zirkulierenden Varianten zu verursachen“. In 4,1 von eintausend Infektionen müsse mit dem Tod des oder der Infizierten gerechnet werden, heißt es weiter.

Die Beobachtungen decken sich: Die britische Regierung aus London hatte bereits Mitte Februar Ergebnisse veröffentlicht, wonach das Risiko, wegen schwerer Verläufe im Krankenhaus zu landen - oder sogar an einer Ansteckung zu sterben - um 40 bis 60 Prozent höher sei als bei der am Anfang der Pandemie festgestellten Form des Coronavirus. (pm)

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