Erste Details bekannt

Sie könnte noch ansteckender sein: WHO beobachtet Lambda-Variante in Lateinamerika

Während sich die Delta-Mutation weltweit weiter ausbreitet, beobachtet die WHO aktuell bereits die nächste Variante. Die Lambda-Mutation wurde in Südamerika entdeckt.

Genf - Das Coronavirus stellt die Welt seit fast eineinhalb Jahren auf den Kopf. In Deutschland entspannt sich die Lage seit einigen Wochen. Während das Robert Koch-Institut immer niedrigere Infektionszahlen vermeldet, warnt Gesundheitsexperte Karl Lauterbach vor der ansteckenden Delta-Variante aus Indien. Nun steht eine weitere Mutation unter Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie wurde zunächst in Lateinamerika registriert.

Corona-Mutation aus Lateinamerika unter Beobachtung: WHO mit ersten Details

Aufgrund ihrer Mutationen könnte die Virus-Variante mit dem Namen Lambda möglicherweise ansteckender sein oder vom menschlichen Immunsystem schlechter bekämpft werden, berichtete die Genfer UN-Behörde in der Nacht auf Mittwoch. Belastbare Studien und gesicherte Erkenntnisse dazu liegen jedoch noch nicht vor.

Neu ist die Mutation nicht, sie wurde erstmals im August 2020 in Peru identifiziert. Dort hat sich die Lambda-Variante bereits stark ausgebreitet. In dem Land wurden seit April 81 Prozent aller analysierten Corona*-Fälle Lambda zugeordnet. In Argentinien und Chile waren es in den vergangenen Monaten rund ein Drittel.

Corona-Varianten unter Beobachtung: WHO unterscheidet zwischen zwei Mutanten-Arten

Corona*-Varianten werden von der WHO in zwei Kategorien eingeteilt: Varianten unter Beobachtung („variants of interest“), die zu gehäuften Fällen führen oder in mehreren Ländern auftreten. Dazu gehört Lambda. Eine Stufe höher stehen die besorgniserregenden Varianten („variants of concern“). Sie sind nachweislich ansteckender, schwerer bekämpfbar oder führen zu schwereren Erkrankungen. Darunter fällt etwa die Delta-Variante, wegen der die geplante Corona-Öffnung in Großbritannien verschoben wird.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte

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