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BA.1, BA.5 und Co.: Was können die neuen Corona-Impfstoffe im Kampf gegen Omikron?

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Von: Anna Lorenz

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Die Omikron-Variante mit den Sub-Typen BA.1 und BA.5 ist momentan die vorherrschende Form des Coronavirus. Neue Impfstoffe sollen schützen – Doch wie wirkungs- und sinnvoll sind die Vakzine?

München – Sommer 2022, und noch immer herrscht die Corona-Pandemie. Während, wie obiges Video zeigt, die Infektionszahlen gegenwärtig rasant steigen, zeichnet sich ab, dass sich die Mutationen des Covid-Virus immer mehr vom einstigen Wildtyp, gegen den die ursprünglichen Corona-Impfstoffe entwickelt wurden, entfernen. Neue Vakzine sind gefragt, Hauptakteure Moderna und Biontech/Pfizer bereits mit der Anpassung der bekannten mRNA-Wirkstoffe beschäftigt.

Corona-Impfstoffe: Diese Vakzine von Moderna und Biontech sollen gegen Omikron schützen

Während Biontech/Pfizer gleich zwei potenzielle Helfer für den, zu befürchtenden Corona-Herbst entwickelt, sieht Moderna sein neue Vakzin „mRNA-1273.214“ als „Hauptkandidaten für einen Booster im Herbst 2022“. Die Besonderheit: Beide Hersteller setzen nun auf bivalente Booster, also solche, die sich auf zwei Antigene richten. Grund ist die, durch Mutationen hervorgerufene Weiterentwicklung des Virus. „Das Virus entfernt sich immer mehr vom Wildtyp, daher ist man mit dem adaptierten Impfstoff schon näher dran als mit dem ursprünglichen, gegen den Wildtyp entwickelten“ Vakzin, so Impfstoffspezialist Leif Erik Sander von der Berliner Charite, wie der Spiegel berichtet.

Die bisherigen Ergebnisse scheinen eine deutliche Sprache zu sprechen. So verkündete Stéphane Bancel, CEO von Moderna, von dem neuen Impfstoff sei im Vergleich mit den Resultaten, „die wir bei unserem ersten bivalenten Booster-Kandidaten, mRNA-1273.211, gesehen haben“ ein „dauerhaftere[r] Schutz gegen besorgniserregende Varianten“ zu erwarten.

Auch Biontech tat kund, dass die „angepassten Impfstoffkandidaten“, von denen ein Präparat bivalent ist, das andere sich allerdings nur auf ein Antigen richtet, „im Vergleich zum aktuellen COVID-19-Impfstoff des Unternehmens wesentlich höhere, neutralisierende Antikörperreaktionen gegen Omikron BA.1“ hervorrufe. Wie Prof. Ugur Sahin, CEO und Mitbegründer von Biontech deutlich machte, hätten die Subtypen von Omikron „Potenzial für eine Immunflucht“, sodass man „wachsam bleiben und bereit sein“ müsse, „Impfstoffkandidaten schnell an neue Unterlinien anzupassen, wenn epidemiologische und Labordaten dies nahelegen.“

Corona: Angepasste Impfstoffe – Wann, wo und für wen?

Während Moderna hofft, das neue Vakzin bereits im Spätsommer auf den Markt bringen zu können, lässt Biontech seinen Wunschtermin dahingestellt. Ende Juni seien die noch ausstehenden Ergebnisse mit der U.S. Food and Drug Administration (FDA) und der Europäischen Arzeneimittelagentur (EMA) geteilt worden; letztere erlaubte im Juni 2022 bereits den sechsten Corona-Impfstoff in der EU. Mit einer Zulassung der angepassten Präparate können die Hersteller dem Spiegel zufolge wohl im September 2022 rechnen.

Eine Einschätzung der Ständigen Impfkommission (Stiko), die nach der Zulassung in Deutschland zu erwarten ist, zeichnet sich bisher noch nicht ab. „Wer zwei- oder dreimal mit dem herkömmlichen Impfstoff geimpft ist, könnte als vierte Impfung den reinen Omikron-Booster bekommen oder einen Booster, der alte und neue Varianten abdeckt, und hat danach eine breite Immunantwort“, so Sander über die, vor allem in Ansehung von BA.1 entwickelten Vakzine. „Die Wirkung ist allerdings mit dem Omikron-Impfstoff noch einmal etwas größer.“ Eine neuerliche Breitenimpfung mit den, an Omikron angepassten Vakzinen wird dem aktuellen Stand nach indes wohl nicht angeregt werden. (askl)

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