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Corona in Deutschland: Bundesland verhängt härtere neue Regeln

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Von: Jennifer Lanzinger

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Die Corona-Zahlen in Deutschland sacken erneut leicht ab, die Zahl der vom RKI gemeldeten Todesfälle steigt im Vergleich an. Karl Lauterbach sieht eine Stabilisierung der Lage. Der News-Ticker.

Update vom 14. Dezember, 18.44 Uhr: Nach Angaben von Karl Lauterbach hat Deutschland für das erste Quartal 2022 zu wenig Impfstoff bestellt. „Die Mengen reichen nicht aus, um die Boosterkampagne zu fahren“, so der neue Gesundheitsminister einem Spiegel-Bericht nach in einer Konferenz mit den Gesundheitsministern der Länder am Dienstag. Zu diesem Ergebnis sei Lauterbach nach seiner Inventur zum Amtsantritt gekommen. Er wolle sich nun bei den Imfstoffherstellern und anderen Ländern um mehr Vakzin bemühen.

Update vom 14. Dezember, 16.15 Uhr: Brandenburg führt wegen der steigenden Belastung der Krankenhäuser teils schärfere Corona-Regeln ein als von Bund und Ländern vereinbart. Clubs und Diskotheken werden ab Mittwoch unabhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen geschlossen. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in Potsdam. Bars müssen nicht zumachen, wenn dort nicht getanzt wird. Für private Treffen gilt eine Obergrenze von 50 Menschen drinnen und 200 Menschen draußen – jeweils nur geimpft oder genesen, unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz. Großveranstaltungen wie Bundesliga-Spiele oder Konzerte mit mehr als 1000 Besuchern sind künftig verboten.

Die 2G-Regel mit Zutritt für Geimpfte und Genesene im Einzelhandel, in Gaststätten, Theatern und Kinos gilt weiter, wird allerdings um eine Maskenpflicht erweitert. Eine Maske muss auch in Bahnhöfen und Flughäfen getragen werden. Von 2G sind Kinder unter 14 Jahren künftig ausgenommen, bisher waren es Kinder unter 12 Jahren.

Corona in Deutschland: Bundesland prescht mit Booster-Entscheidung vor - doch die irritiert

Update vom 14. Dezember, 13.30 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist eine dritte Impfung gegen das Coronavirus nach einem Erlass der Landesregierung künftig bereits nach einem Monat möglich. Manche Politiker fordern bereits, diesen Weg auszuweiten. Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie sieht das allerdings kritisch.

„Aus immunologischer Sicht sind vier Wochen Abstand zu der dritten Impfung zu früh“, sagte die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Prof. Christine Falk, der dpa. Das Immunsystem sei dann noch mit der „Reifung“ beschäftigt. „Wenn man diesen Vorgang zu früh durch eine dritte Impfung mit der Verabreichung des Antigens beschäftigt, stört das den Reifungsprozess eher, als dass es ihn unterstützt.“

Vier Monate Abstand zwischen Zweit- und Drittimpfung seien aus immunologischer Sicht das Minimum, sagte Prof. Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Die Entscheidung in NRW sei vermutlich aus Angst vor Omikron gefallen, so Watzl. Er hält das aber „für nicht zielführend. Was zielführender wäre, wäre jetzt noch mal die Rate der Erst- und Zweitimpfungen zu steigern.“

Corona in NRW: Karnevalsveranstalter sagen Sitzungen und Partys ab

Update vom 14. Dezember, 13.20 Uhr: Angesichts der kritischen Corona-Lage haben die nordrhein-westfälische Landesregierung und die Karnevalsveranstalter Sitzungen und Partys in Innenräumen für die laufende Session abgesagt. „Die Landesregierung und der organisierte Karneval sind sich einig, dass Sicherheit und Gesundheit oberste Priorität haben“, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag (14. Dezember).

Zuvor gab es einen digitalen Austausch mit den Karnevalsverbänden. Massenveranstaltungen seien im kommenden Frühjahr selbst unter 2G-Bedingungen nicht zu verantworten.

Karnevalsauftakt in Düsseldorf
Am 11.11. wurde noch der Beginn der Karneval-Saison in Düsseldorf gefeiert. Nun fällt sie Corona zum Opfer. (Archivbild) © Federico Gambarini/dpa

Corona in Deutschland: Mehr als 600.000 Booster-Impfungen

Update vom 14. Dezember, 11.30 Uhr: Die vierte Corona-Welle scheint sich vorerst langsamer als noch vor wenigen Wochen auszubreiten, das RKI meldet auch am Dienstag, 14. Dezember, niedrigere Zahlen als noch in der Vorwoche. Auch die Zahl der Impfungen ist aktuell wieder auf einem hohen Niveau, doch sind der überwiegende Teil der verabreichten Impfungen Auffrischungsimpfungen.

Knapp 700.000 Menschen in Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Montag gegen das Coronavirus geimpft worden. Wie aus den Zahlen vom Dienstag hervorgeht, führte jedoch der ganz überwiegende Teil der verabreichten Impfungen zu einer Auffrischung. Das RKI gab die Zahl der sogenannten Booster-Impfungen binnen eines Tages mit rund 603.000 an. Erstimpfungen waren es hingegen nur rund 47.000, Zweitimpfungen rund 45.000.

Den vollständigen Impfschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben laut RKI mindestens 57,9 Millionen Menschen oder 69,7 Prozent der Bevölkerung. 60,5 Millionen Menschen (72,7 Prozent) haben bisher mindestens eine Impfdosis erhalten. 20,5 Millionen (24,7 Prozent) sind den Angaben zufolge „geboostert“.

Corona-Ausbruch nach Tanzfestival - auch mit neuer Variante

Update vom 14. Dezember, 9.30 Uhr: Die aktuellen Corona-Maßnahmen sollen die Pandemie in Deutschland eindämmen, vor allem die Entlastung der Intensivstationen steht für viele Experten im Fokus. Die sogenannte 2G-Plus-Regelung sieht den Zutritt nur für Geimpfte und Genesene vor, die zusätzlich einen gültigen negativen Test vorweisen können. Bei einem Tanzfestival in Münster in NRW hat es nun jedoch trotz dieser Regelung einen Corona-Ausbruch gegeben.

Wie das Amt für Kommunikation der Stadt am Montag bestätigt, sei dabei auch von drei bereits bestätigten Fällen der neuen Omikron-Variante auszugehen. Allerdings blieb zunächst unklar, ob diese drei Fälle tatsächlich durch Genomsequenzierung bestätigt wurden. Das berichtet die dpa. Demnach sei trotz 2G-Plus-Regelung das Coronavirus bei mindestens 14 Teilnehmern nachträglich festgestellt worden. Die dreitägige Tanzveranstaltung habe bereits Anfang Dezember stattgefunden.

Weshalb es zur Ansteckungsserie kam und wie viele Personen darüber hinaus betroffen seien, werde nun ermittelt. Nur wenige der insgesamt bis zu 134 auch internationalen Teilnehmer kommen dabei aus Münster. Alle seien zu einem PCR-Test aufgefordert worden. Unter den 14 bislang bekannten Infizierten wohnen zwei in Münster.

Corona in Deutschland: Inzidenz sinkt erneut - RKI meldet hohe Todeszahlen

Update vom 14. Dezember, 6.30 Uhr: Ist das nun die Corona-Kehrtwende? Erneut meldet das RKI sinkende Corona-Werte, die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist am Dienstag auf den Wert von 375 abgesackt. Am Vortag hatte das Institut den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche noch mit 389,2 angegeben. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 432,2 gelegen.

Auch die Zahl der Neuinfektionen ist im Vergleich zur Vorwoche gesunken. So meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI innerhalb der vergangenen 24 Stunden 30.823 Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 36.059 Ansteckungen. Das RKI hatte am Montag darauf hingewiesen, dass aufgrund technischer Probleme am Samstag und Sonntag keine Daten aus Niedersachsen übermittelt wurden.

Währenddessen steigt die Zahl der Todesfälle an. Wurden in der vergangenen Woche am Dienstag 399 Todesfälle gemeldet, sind es nun 473 innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 5,17 (Sonntag 5,47) an.

Update vom 13. Dezember, 21.24 Uhr: In mehreren deutschen Städten protestierten am Abend erneut Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. In Rostock gingen nach Angaben der Polizei rund 3000 Menschen auf die Straße, in Magdeburg 3500 und in Gummersbach etwa 500. An Abstandsregeln und die Maskenpflicht hielten sich laut Polizei nur wenige. Auch ein Sprecher der Thüringer Polizei berichtet von mehreren kleineren Demonstrationen, bei denen es zum Einsatz von Pyrotechnik sowie Rangeleien kam.

Coronavirus: Boosterimpfung in NRW schon nach vier Wochen möglich

Update vom 13. Dezember, 19.57 Uhr: Das Bundesland Nordrhein-Westfalen entscheidet sich zu einer erheblichen Lockerung bei den Auffrischungsimpfungen. Wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilt, können Bürger und Bürgerinnen sich nun schon die Boosterimpfung geben lassen, wenn die zweite Impfung mindestens vier Wochen zurückliegt. Bisher war dies nur nach mehreren Monaten möglich. Bei dem verkürzten Intervall handele es sich aber nur um eine Untergrenze, nicht um eine Empfehlung, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums betonte.

Coronavirus: Experte gegen Lockerungen für Geboosterte

Update vom 13. Dezember, 19.11 Uhr: Voller Sorge blickt Virologe Martin Stürmer auf die Ausbreitung der Omikron-Variante, beispielsweise in Großbritannien. Er erwartet eine ähnliche Entwicklung auch in Deutschland und fordert deswegen präventive Maßnahmen, wie Kontaktreduzierungen bis zum Frühjahr. Im gleichen Zuge spricht sich Stürmer klar gegen Lockerungen oder Befreiungen von Tests für Geboosterte aus. Unmittelbar nach der dritten Impfung sei der Schutz gegen das Virus zwar gut - allerdings sei die Datenlage insgesamt noch zu unsicher.

Coronavirus: Auffrischungsimpfungen zum Schutz gegen Omikron

Update vom 13. Dezember, 17.15 Uhr: Infektionen mit der Virus-Variante Omikron können auch schwere Erkrankungen verursachen, dessen ist sich Virologe Ralf Bartenschlager sicher, wie er im Gespräch mit t-online sagt. Eine Weiterentwicklung des Impfstoffs für Omikron erachtet er für wichtig. Außerdem würden Mehrfachimpfungen die Immunantwort auf das Virus aktivieren und verbessern. Dadurch sei man besser gegen Omikron - und eine schweren Erkrankung - gewappnet.

Bartenschlager hält es zudem für wahrscheinlich, dass die Virus-Mutante in einer ungeimpften Person mit einem schwächeren Immunsystem entstanden ist. „In diesen Personen kann sich das Virus sehr lange vermehren, weil die Immunabwehr nicht in der Lage ist, den Erreger niederzukämpfen. Damit hat das Virus mehr Zeit sich zu verändern“ so der Virologe.

Coronavirus: Stiko rät Eltern vom Warten auf Omikron-Impfstoff ab

Update vom 13. Dezember, 16.36 Uhr: Die ersten Impfdosen für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren wurden heute ausgeliefert. In einigen Bundesländern sollen die ersten Kinder ab Ender der Woche geimpft werden. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt vorerst vorerkrankte Kinder impfen zu lassen. Nun rät die Kommission Eltern, nicht auf die Anpassung des Corona-Impfstoffes auf die neue Viurs-Variante Omikron zu warten. Stiko-Mitglied Martin Terhardt begründet dies im ARD-Mittagsmagazin mit der möglicherweise langen Wartezeit, da der neue Impfstoff erst für März angekündigt sei. Und „ ob der dann sofort für Kinder zugelassen wird, wissen wir auch nicht. Insofern glaube ich, dass das Abwarten aus diesem Grund keine gute Idee ist“, so Terhardt.

Corona: Forscher wagt Blick auf künftige Wellen und stellt Forderungen

Update vom 13. Dezember, 15.44 Uhr: Der Genomforscher Alexander Dilthey blickt auf künftige Entwicklungen der Pandemie und fordert eine bessere Organisation und Planung für eine fünfte oder sechste Welle. Der FAZ sagt Dilthey: „Die Pandemie-Politik muss sich an größeren Zeiträumen orientieren. Jetzt entscheidet sich, wie der nächste Herbst und Winter verlaufen wird.“ Vor allem fordert er eine konkrete Strategie, welche die Zukunft des Impfens beschreibt. Teil davon sollen unter anderem feste Indikatoren für Auffrischungsimpfungen und eine optimierte Zusammenarbeit mit den Impfstoffherstellern sein.

Lauterbach zu Corona in Deutschland: „Der Rückgang der Fallzahlen ist echt“

Update vom 13. Dezember, 12.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht eine allmähliche Stabilisierung der Lage in der Corona-Pandemie. „Der Rückgang der Fallzahlen ist echt“, schrieb Lauterbach am Montag auf Twitter. „Die Lage stabilisiert sich langsam.“ Dieser Trend dürfe aber nicht durch Weihnachten gefährdet werden. „Da die Fallzahlen weiterhin viel zu hoch sind, muss die Boosterkampagne verstärkt werden.“

Zuvor hatte das Robert-Koch-Institut einen erneuten leichten Rückgang bei der Sieben-Tage-Inzidenz vermeldet. Demnach lag der Wert der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen bei 389,2. Am Vortag hatte er noch bei 390,9 gelegen, vor einer Woche bei 441,9. Experten gehen allerdings davon aus, dass die als besonders ansteckend geltende Omikron-Variante im kommenden Jahr große Probleme bereiten könnte. Lauterbach hält wegen Omikron eine sehr hohe Impfquote für erforderlich.

Update vom 13. Dezember, 11.45 Uhr: Die Corona-Inzidenz sinkt auch am Montag leicht (siehe Ursprungsmeldung unten), doch könnten die Corona-Zahlen tatsächlich etwas höher als angegeben liegen. Das Robert Koch-Institut weist am Montag daraufhin, dass aufgrund technischer Probleme am Samstag und Sonntag keine Daten aus Niedersachsen übermittelt wurden.

Zahlen sacken leicht ab: Doch einstiger Corona-Hotspot Deutschlands meldet sich nach genau einem Jahr zurück

Update vom 13. Dezember, 10.30 Uhr: Die Corona-Zahlen in Deutschland sinken im Vergleich zur vergangenen Woche (siehe Ursprungsmeldung unten), in vielen Städte, Landkreisen und auch Bundesländern tobt das Virus jedoch weiter.

Nach Angaben des RKI ist Thüringen das Bundesland mit der höchsten Corona-Inzidenz. Der Wert lag demnach am Montag bei 1032,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und sieben Tage. Sechs der zehn Landkreise mit der höchsten Corona-Inzidenz bundesweit lagen dem RKI-Dashboard zufolge am Montag in Thüringen. Für den Landkreis Hildburghausen wurde ein Wert von 1793,9 ausgewiesen. Hildburghausen hatte die Liste der bundesweiten Hotspots bereits im vergangenen Winter angeführt. Für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt 1720,2 - nirgendwo in Deutschland gab es höhere Werte.

Auch in Sachsen bleiben die Corona-Werte weiter auf sehr hohem Niveau. Sachsen, das zuletzt stets bundesweit die höchste Inzidenz aufgewiesen hatte, lag diese bei 1024,5. Bundesweit wurde die Inzidenz am Montag mit 389,2 angegeben.

Corona in Deutschland: Bundesgesundheitsminister Lauterbach ruft zu Booster-Impfungen auf

Update vom 13. Dezember, 8.10 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat zu Booster-Impfungen aufgerufen, auch wenn die aktuell verfügbaren Impfstoffe noch nicht auf die Omikron-Variante ausgerichtet sind. Geboosterte hätten mit den jetzigen Impfstoffen bereits einen Schutz von 75 Prozent. „Das ist sehr nennenswert“, sagte der SPD-Politiker am Sonntag in der ARD-Sendung „Anne Will“. Entsprechend Geimpfte, die sich infizieren, erkrankten in der Regel nicht schwer. „Somit ist die Booster-Impfung unfassbar wertvoll“, betonte Lauterbach. Sie könne die Delta-Welle brechen und eine Omikron-Welle abwenden.

Lauterbach rechnet damit, dass ab April oder Mai Anti-Omikron-Impfstoffe verfügbar sind. Wenn die Delta-Welle bis dahin gebrochen werden und mit dem Boostern eine Omikron-Welle abgewendet werden könne, „kommen wir ganz gut durch“. Auf die Frage, ob später eine vierte Impfung nötig sein könnte, sagte der Minister, es gebe bislang keine Studie mit Anhaltspunkten dafür.

Lauterbach warb zugleich für ein Ende der Corona-Testpflicht für Geboosterte. Den Vorschlag wolle er der Gesundheitsministerkonferenz unterbreiten. Der Schutz für diese Gruppe sei um ein Vielfaches höher. Derart Geimpfte noch zum Testen zu schicken, sei medizinisch nicht sinnvoll. Zudem könne ein Ende der Testpflicht ein Anreiz sein, sich die Boosterimpfung verabreichen zu lassen. Die Gesundheitsministerkonferenz berät am Dienstag darüber.

Update vom 13. Dezember, 6.50 Uhr: Für die Booster-Impfung bieten sich diverse Vakzine an - in Deutschland vor allem die von Biontech und Moderna. Doch welche sind am wirkungsvollsten? Diese Frage wollten Wissenschaftler beantworten.

Corona in Deutschland: Zahlen sacken erneut leicht ab - 1.500 Maßnahmen-Gegner demonstrieren in Gotha

Ursprungsmeldung vom 13. Dezember 2021: Berlin - Ist das die lang ersehnte Entspannung in der vierten Welle der Corona*-Pandemie? Die bundesweite Sieben-Tage Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montag mit 389,2 an. Währenddessen steigt die Zahl der Todesfälle erneut an. Experten gehen noch immer von einer deutlichen Untererfassung der aktuellen Corona-Fälle aus.

Corona-Zahlen sacken erneut leicht ab - Zahl der Todesfälle steigt im Vergleich jedoch an

Während die Inzidenz am Montag mit 389,2 beziffert wird, hatte der Wert am Sonntag bei 390,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 441,9 (Vormonat: 277,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 21.743 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 27.836 Ansteckungen. Doch obwohl die Zahl der gemeldeten Infektionen erneut zu sinken scheint, gehen Experten bei der Bewertung des Infektionsgeschehens davon aus, dass derzeit noch immer eine merkliche Untererfassung herrschen könnte. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Die Zahl der Todesfälle steigt währenddessen im Wochen-Vergleich erneut stark an. Waren es vor genau einer Woche 81 Todesfälle, meldet das RKI nun binnen 24 Stunden 116 Todesfälle. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,71 (Donnerstag 5,75) an.

1.500 Corona-Demonstranten in Gotha - mehrere Straftaten gemeldet

Mit den Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nicht einverstanden waren knapp 1.500 Menschen am Sonntag im thüringischen Gotha. Sie waren zu einer nicht angemeldeten Demonstration zusammengekommen. Es seien mehrere Straftaten begangen worden, darunter ein Flaschenwurf auf einen Polizisten, teilte die Polizei in der Nacht zum Montag mit. Verletzt worden sei aber niemand.

Darüber hinaus sei gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz verstoßen worden. Außerdem wurden Zeichen verfassungswidriger Organisationen gezeigt. Auch verstießen die Demonstrationsteilnehmerinnen und -teilnehmer gegen die Hygieneschutzmaßnahmen, trugen teils keine Masken und hielten Mindestabstände nicht ein. Gegen den mutmaßlichen Versammlungsleiter wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Im Kreis Gotha lag der Sieben-Tage-Wert am Sonntag bei 1379,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Am Samstag waren dort verschärfte Pandemie-Regelungen in Kraft getreten. So dürfen nur Getestete und Genesene mit einem zusätzlichen aktuellen Negativtest in Gaststätten und für touristische Übernachtungen einkehren. Diese Vorschrift gilt auch für öffentliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, für Kulturveranstaltungen, in Kinos und bei körpernahen Dienstleistungen wie Kosmetik. Die Testpflicht entfällt für Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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