1. Startseite
  2. Welt

Lockdown-Chaos in Österreich: Neu-Kanzler gegen Gesundheitsminister - „Nicht die Geimpften einsperren“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Julia Volkenand

Kommentare

Österreichs Außenminister Schallenberg
Kanzler Schallenberg sprach sich gegen eine allgemeine Ausgangssperre aus. © dpa/APA/Georg Hochmuth

Der österreichische Kanzler Schallenberg spricht sich gegen Corona-Maßnahmen in der Nachtgastronomie aus.

Wien - Der österreichische Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) erteilte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) eine Absage für weitere Corona-Maßnahmen in der Nachtgastronomie. Er sprach sich laut oe24.at am Montag (15. November) erneut entschieden gegen eine generelle nächtliche Ausgangssperre aus. Diese hatte der Gesundheitsminister zuvor ins Gespräch gebracht.

Schallenberg gegen Corona-Maßnahmen in Nachtgastro

Viel eher denke Schallenberg an eine Erweiterung der FFP2-Maskenpflicht, Home-Office und 2G-Plus für öffentliche Veranstaltungen, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Auch setzt Österreich weiter auf Impfungen. Bewohner Wiens können schon vier Monate nach ihrer zweiten Impfung eine Booster-Impfung erhalten. Schallenberg schließe aber nicht aus, dass die Regeln nachgeschärft werden. Allerdings plane er derzeit nicht nochmal die Nachtgastro einzuschränken. Man beobachte aber weiterhin die Corona-Lage, betonte er im Ö1-Morgenjournal.

Gesundheitsminister Mückstein hatte angekündigt, am Mittwoch (17. November) weitere Verschärfungen diskutieren zu wollen und erwähnte in diesem Kontext auch mögliche Ausgangssperren für alle Bürger, egal ob geimpft oder ungeimpft. „Es wird auch für geimpfte Menschen nächtliche Ausgangsbeschränkungen geben. Das ist Teil des Maßnahmenpakets, das am Tisch liegt“, kündigte er an.

Lockdown in Österreich: „Menschen zur Impfung bewegen“

Das steht aber im Widerspruch mit Schallenbergs Anspruch, durch den Lockdown für Ungeimpfte die Menschen zur Impfung zu bewegen. Denn dessen Ziel sei es, „die Umgeimpften zur Impfung zu bringen und nicht die Geimpften einsperren“. Man befinde sich derzeit in einem „Teufelskreis“, bei dem man von einer Corona-Welle in den Lockdown stolpere. (jv)

Auch interessant

Kommentare