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Österreich-Lockdown endet: Neu-Kanzler startet mit Paukenschlag - „Die Öffnung wird stattfinden“

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Von: Franziska Schwarz

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Es geht laut Kanzler Nehammer jetzt nur noch um die Umstände, unter denen Lokale und Handel wieder öffnen dürfen. Ungeimpfte haben aber weiter Nachteile.

Wien - „Die Öffnung wird stattfinden“: Karl Nehammer (ÖVP) hat in seiner ersten PK als Österreichs Kanzler zugesichert, dass der dreiwöchige Lockdown am kommenden Wochenende endet. Für Einzelhandel, Gastro, sowie andere Bereiche. Es sei nur noch eine Frage des Wie, also von welchen Schutzmaßnahmen begleitet.

Man habe nun eine positive Tendenz, die man zu einem positiven Trend machen müsse, sagte der 49-Jährige. Man werde dabei so vorsichtig als möglich vorgehen. In Österreich sind die Corona-Neuansteckungen jüngst deutlich weniger geworden, die Inzidenz halbierte sich im Lockdown auf rund 600. Die Lage in den Kliniken ist angespannt, aber stabil.

Zu Beginn des Lockdowns am 22. November war das Ende für den 13. Dezember angekündigt worden. Handel und vor allem Tourismus hatten aber befürchtet, dass die Ausgangsbeschränkungen zumindest teilweise darüber hinaus verlängert werden.

Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer spricht in Wien bei einer Pressekonferenz zum Corona-Lockdown.
Karl Nehammer bei der jüngsten PK zum Corona-Lockdown in Österreich © Martin Juen/Imago

Nehammer zu Corona in Österreich: „Die Spaltung schadet uns allen“

Für Ungeimpfte allerdings würden die aktuellen Ausgangsbeschränkungen weiter gelten, bekräftigte Nehammer. Zuvor hatte Nehammer einen Strategiewechsel gegenüber Ungeimpften und Impfskeptikern angedeutet. In der Corona-Bekämpfung seien künftig Dialogbereitschaft und Respekt voreinander nötig, sagte er bei seiner Vereidigung.

Es sei aus seiner Sicht dringend geboten, auf die Menschen zuzugehen, ihnen zuzuhören, ihre Sorgen und Ängste ernst zu nehmen und gleichzeitig auch Lösungen zu finden. „Die Spaltung schadet uns allen“, sagte Nehammer.

Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer spricht und gestikuliert in Wien bei einer PK zum Corona-Lockdown.
Karl Nehammer bei der jüngsten PK zum Corona-Lockdown in Österreich © Roland Schlager

Corona-Impfskeptiker: Nehammer offenbar für anderen Kurs als Kurz

Erst am Wochenende hatten wieder rund 40.000 Menschen in Wien gegen den Lockdown und die für Februar angekündigte Impfpflicht protestiert. Nehammers Amtsvorgänger Sebastian Kurz und Alexander Schallenberg hatten praktisch ausschließlich mit Druck versucht, die Impfskeptiker zur Injektion zu drängen.

Nehammer, der bisherige Innenminister, tritt sein Amt unter schwierigen Vorzeichen an. Die seit 2020 regierende Koalition aus ÖVP und Grünen steht wegen zahlreicher Konflikte auf wackeligen Füßen. Auch bei der Bekämpfung der massiven vierten Corona-Welle waren sich die Regierungspartner nicht immer einig. Die Details der jetzigen Lockerungen sollen am Mittwoch bei einem Bund-Länder-Gipfel beraten werden. (frs)

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