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Österreichs neue Masken-Regel in Kraft - Zahl der Corona-Neuinfektionen erreicht Rekordwert

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Von: Patrick Mayer, Martina Lippl

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Österreich meldet einen neuen Rekordwert bei den Corona-Fällen. Die Impfpflicht wackelt. Seit Dienstag gelten wegen Omikron neue Corona-Regeln.

Update vom 12. Januar, 11.07 Uhr: In Österreich hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden sind 17.006 Corona-Fälle gemeldet worden, teilen das Gesundheits- und das Innenministerium am Mittwoch mit. Das sind fast zweimal so viel wie vor einer Woche. Unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner liegt der Wert bei den Neuinfektionen in Österreich etwa doppelt so hoch wie in Deutschland. Zugleich blieb die Lage in den Kliniken weiter stabil. Die Zahl der Patienten auf den Normal- und Intensivstationen sank leicht.

Von der fünften Corona-Welle sind besonders die Bundesländer Wien, Salzburg und Tirol betroffen. Der bisherige Höchstwert an Neuansteckungen wurde am 19. November 2021 mit 15.800 Fällen dokumentiert.

Aufstand gegen Impfpflicht: Regierung in Österreich plant „Impfpflicht-light“

Update vom 12. Januar, 9.08 Uhr: Bei der Impfpflicht in Österreich herrschte erst große Einigkeit, doch nun wachsen die Einwände. Es scheint sich ein Aufstand gegen die Impfpflicht im Februar zu formieren. Von Aufschiebung und drohendem Verwaltungschaos ist die Rede. Österreichs Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) hält trotzdem an der Impfpflicht zum 1. Februar fest. Angesichts von 108.325 Stellungnahmen kündigte Nehammer einen „Feinschliff“ des Gesetzes an. Es könnte eine „Impfpflicht light“ geben, mit Strafen in Höhe von 60 Euro. Die Kon­trollen sollen vorerst wie bei 2G laufen, also durch die Polizei. Zuvor sollten Impfverweigerer ab einem Stichtag im März Verwaltungsstrafen von 600 bis zu 3.600 drohen.

Auch Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hält am Zeitplan fest: „Es wird nach dem 3. Februar sein, aber der Start Anfang Februar ist fix“, erklärte er am Dienstag in einem Hintergrundgespräch vor Journalisten (siehe auch Update vom 11. Januar, 11.45 Uhr).

Update vom 11. Januar, 21.45 Uhr: Zwei Meter Abstand auch draußen oder es muss eine Mundschutzmaske getragen werden: Das ist die neueste Regel, die in der Coronavirus-Pandemie in Österreich an diesem Dienstag in Kraft getreten ist. Flächendeckend gilt in fast allen Einrichtungen von der Gastronomie, über Freizeit und Sport mittlerweile die 2G-Regel. Zutritt haben somit nur Geimpfte oder von einer Corona-Infektion Genesene. Ungeimpfte müssen draußen bleiben.

Indes hat der Tourismus in der Alpenrepublik in der nächsten Wintersport-Saison weiter hart mit den Auswirkungen der Covid-Krise zu kämpfen. Am Abend waren zum Beispiel einmal keine Zuschauer beim Ski-Weltcup in Schladming (Steiermark) zugelassen. In Niederösterreich würden die Skigebiete bis zu 20 Prozent weniger Gäste verzeichnen, berichtet das ZDF. 2G gilt auch in Gondeln und Liften. Skischulen und Hotels würden über Personalmangel klagen, heißt es in dem Bericht weiter - unter anderem wegen Quarantäne-Vorschriften für Kontaktpersonen.

Corona-Pandemie in Österreich: Gesundheitsminister Mückstein - Zeitplan für Impfpflicht steht

Update vom 11. Januar, 19.45 Uhr: Österreich wird seinen Impfpflicht-Zeitplan einhalten. Das erklärte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) an diesem Dienstag mehreren Medien. „Die Impfpflicht wird mit Anfang Februar starten“, sagte Mückstein demnach. Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hatte zuvor in APA-Interview erzählt, dass die Pläne für eine allgemeine Impfpflicht in der Alpenrepublik nur noch einen „Feinschliff“ bräuchten.

„Omikron durchrauschen zu lassen, ist keine Option“, meinte indes Mückstein zu einer möglichen „Durchseuchung“ in Österreich mit der hochansteckenden Corona-Variante. Der 47-jährige Wiener verwies auf die geltenden Regeln, etwa, dass praktisch überall die 2G-Pflicht gelte. Ein weiterer Lockdown solle indes unbedingt vermieden werden, bekräftigte Mückstein. Trotz der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus in Österreich und ganz Europa.

Corona-Pandemie in Österreich: Strenge Covid-Regeln beim Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel

Update vom 11. Januar, 18.30 Uhr: Bald ist es wieder soweit: Zwischen dem 17. und dem 23. Januar steigt das vielleicht legendärste Ski-Rennen des Weltcup-Winters: In Kitzbühel steht das 82. Hahnenkamm-Rennen an. Wegen Corona ist aber auch in diesem Winter in Österreichs Kult-Ski-Ort vieles anders.

So begrenzten die Kleinstadt mit ihren etwas mehr als 8.000 Einwohnern und das Bundesland Tirol die Zuschauerzahl auf 1000 Fans am Berg. Land und Polizei planen am Rennwochenende darüber hinaus eine „Aktion scharf“, wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, um unerlaubte Partys zu verhindern.

Corona-Pandemie in Österreich: Tirol richtet Vormerksystem für Novavax-Impfstoff ein

Update vom 11. Januar, 16.26 Uhr: Tirol richtet ein Vormerksystem für den Novavax-Impfstoff* ein. Wer sich künftig mit dem Corona-Impfstoff auf Proteinbasis impfen lassen möchte, kann sich in Tirol ab sofort über ein Vormerksystem dafür anmelden. Die gilt für alle Personen ab 18 Jahren, teilt das Land Tirol mit. Erste Impfstoff-Lieferungen werden im Laufe des ersten Quartals 2022 erwartet. „Nuvaxovid“ von der Firma Novavax wird bis auf Weiteres ausschließlich in den Impfzentren des Landes verfügbar sein.

Eine Vormerkung ist über tirolimpft.at möglich. Sobald der Impfstoff zur Verfügung steht, werden Interessierte per E-Mail oder SMS benachrichtigt und können dann einen konkreten Impftermin buchen. Noch sei unklar, wie viele Impfstoff-Dosen Tirol erhalten wird, teilte das Land weiter mit. Für eine Immunisierung sind zwei Impfungen mit dem Novavax-Impfstoff nötig, wobei ein Abstand von mindestens drei Wochen einzuhalten ist.

Der Novavax-Impfstoff schütze Zulassungsstudien* zufolge sehr gut vor einem schweren Krankheitsverlauf bei einer Covid-19-Infektion. Entsprechend den vorliegenden Studiendaten könne eine gute Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante angenommen werden, teilt das Land Tirol zudem mit.

Österreichs Kanzler Nehammer mit Omikron-Variante infiziert

Update vom 11. Januar, 14.47 Uhr: Österreichs Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) meldet sich am Dienstag per Video auf Instagram aus seiner Corona-Quarantäne: „Inzwischen weiß ich auch, dass es die Omikron-Variante ist, mit der ich mich infiziert habe. Umso mehr bin ich froh, dass ich bereits den dritten Stich und dadurch einen sehr milden Verlauf habe.“ Er sei „voll arbeitsfähig“.

Am Freitag war Nehammer positiv auf Corona getestet worden. Bereits am Mittwoch will sich der österreichische Kanzler freitesten und bei einem negativen Ergebnis die Quarantäne verlassen. Das Freitesten ist nach den neuen Corona-Regeln in der Alpenrepublik ab dem fünften Tag auch bei einer Infektion möglich (siehe Update 11. Januar, 10.20 Uhr).

Österreichs Kanzler Nehammer postet Video aus Quarantäne auf Facebook
Es ist Omikron - Österreichs Kanzler meldet sich per Video aus der Quarantäne. © Facebook Screenshot Nehammer

Update vom 11. Januar, 14.28 Uhr: In den vergangenen 24 Stunden sind 11.516 Corona-Neuinfektionen in Österreich registriert worden (Vortag: 10.804). Wien verzeichnet mit 3.474 neuen Corona-Fällen einen neuen Rekord, gefolgt von Tirol mit 1.687, Oberösterreich 1680, Salzburg 947, Steiermark 904, Vorarlberg 575, Kärnten 376 und das Burgenland mit 146 neuen Corona-Fällen.

Österreich verschärft Corona-Regeln: Masken auch draußen - neue Maßnahmen greifen ab heute

Update vom 11. Januar, 10.20 Uhr: In Österreich treten am heutigen Dienstag wegen Omikron neue Corona-Maßnahmen in Kraft: der Handel muss nun die 2G-Nachweise kontrollieren, im Freien gilt jetzt eine FFP2-Maskenpflicht und es gibt neue Quarantäneregeln.

Corona: Skigebiete in Österreich melden Rekordwert

Update vom 10. Januar, 16.50 Uhr: Die Inzidenz in Österreich liegt jetzt bei 695 (Vortag: 617,2). Das teilt die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am Montagnachmittag mit. Im Bundesland Salzburg ist die Inzidenz auf 1.445,7 gestiegen (Vortag: 1.290), Tirol weist einen Wert von 1.215,0 (Vortag: 1.130,9) auf.

Die Bezirken St. Johann im Pongau (Salzburg) und in Kitzbühel (Tirol) haben bereits die 3.000-Marke geknackt. In Tirol sind binnen 24 Stunden 1.512 positive Corona-Fälle verzeichnet worden. Besonders betroffen bleibt der Bezirk Kitzbühel. In Kitzbühel gibt es derzeit 2.752 aktive Corona-Fälle, teilt das Land Tirol am Montag mit. Ob die Infektionen mit der Coronavirus-Variante Omikron in Zusammenhang stehen, lasse sich laut dem Land Tirol noch nicht sagen. Noch liegen unvollständige Daten vor. Diese würden am Dienstag nachgereicht.

In Salzburg wurden in den vergangenen 24 Stunden 1.222 Corona-Neuinfektionen vermeldet. „Die aktuelle Omikron-Welle übertrifft die vierte Infektionswelle im Herbst. Die Zahlen werden laut Prognosen weiter steigen“, teilt das Land Salzburg in einer Pressemitteilung am Montag (10. Januar) mit. Im Land Salzburg gibt es bis dato 4.736 bestätigte Omikron-Fälle.

Wintersportorte Kitzbühel und St. Johann melden Rekord-Inzidenzen in Österreich

„Wir werden den Kontrolldruck weiter erhöhen“ - Österreich geht jetzt gegen „Unbelehrbare“ vor

Erstmeldung vom 10. Januar 2022

Wien - Mit neuen Corona-Maßnahmen stemmt sich Österreich gegen die Omikron-Welle. Die Kontrollen der neuen Corona-Regeln sollen verstärkt werden. In der Gastronomie, dem Handel und touristischen Hotspots sind ab Dienstag (11. Januar) Schwerpunkt-Kontrollen geplant.

„Aktion Scharf“ - Corona-Kontrollen in Österreich

„Wir werden den Kontrolldruck weiter erhöhen und in allen Bereichen verstärken“, sagte der österreichische Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Montag (10. Januar) in Wien. In der „Aktion Scharf“ soll gegenüber jenen „wenig Unbelehrbare“, die sich nicht an die Regeln halten, vorgegangen werden. Polizistinnen und Polizisten in Uniform und in Zivil werden für Covid-Kontrollen im Handel oder auch bei der Kontrolle der Maskenpflicht im Freien eingesetzt.

Für den Handel wird es Handlungsempfehlungen geben, „wie Kontrollen sicher umgesetzt werden können“. Denn der Handel sei entsprechend gefordert, so Karner, etwa beim Erkennen von Fälschungen von Nachweisen oder beim Umgang von „in manchen Fällen renitenten Kunden“.

Seit Mitte November gilt in Österreich ein Lockdown für Ungeimpfte. Wer nicht geimpft oder genesen ist, darf die eigene Wohnung oder Unterkunft nur aus einem triftigen Grund verlassen.

Die wichtigsten Corona-Regeln in Österreich

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Montag in Wien
Wir werden den Kontrolldruck weiter erhöhen“, kündigte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Montag in Wien an. © Martin Juen/imago

Österreich: Coronavirus-Neuinfektionen erneut über 10.000 pro Tag

Die Alpenrepublik verzeichnet am Montag 10.804 Corona-Neuinfektionen und sieben weitere Todesfälle. Schon am Sonntag waren es 10.291 positive Corona-Tests. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich bei 617,2 (Stand, 9. Januar, 14.30 Uhr). In Salzburg (1.290) und Tirol (1.130,9) und Wien (805) ist der Wert am höchsten. Am niedrigsten ist die Inzidenz in der Steiermark (331,3) und Kärnten (397,8).

Corona-Hotspots in Österreich: Wintersportorte Kitzbühel und Sankt Johann besonders betroffen

In einigen österreichischen Skigebieten explodieren die Corona-Zahlen. Zu den Corona-Hotspots zählen momentan in Tirol Kitzbühel (3.073,8) und in Salzburg Sankt Johann im Pongau (2.931,5). Im Wintersportort Flauchau (Land Salzburg) erreichte Inzidenz in den vergangenen Tagen schwindelerregende Werte*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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