1. Startseite
  2. Welt

Experte prophezeit: Omikron-Welle erreicht Österreich „unter pessimistischen Annahmen“ im Januar

Erstellt:

Von: Tom Offinger

Kommentare

Auch in unserem südlichen Nachbarland wächst die Angst vor einer fünften Corona-Welle. Die Aussagen eines Experten lassen auf jeden Fall die Alarmglocken läuten.

Wien/München - Hinter der Alpenrepublik liegt ein turbulentes Jahr: Nicht nur die Ermittlungen und Querelen um den ehemaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz werden für eine lange Zeit in Erinnerung bleiben, auch die anhaltende Corona-Pandemie und die damit einhergehende Krise im Land wird die Österreicher noch lange beschäftigen. Nach Massenprotesten, Lockdown und Impfpflicht klopft bei unseren Nachbarn, wie andernorts auch, die Omikron-Welle an.

Corona in Österreich: Omikron-Welle wird Anfang Januar erwartet

Wie in vielen anderen Ländern treten auch in Österreich vermehrt Omikron-Fälle in den Vordergrund. Am vergangenen Dienstag waren es 59 bestätigte Infektionen, einen Tag später schon 71. Für Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) kein Grund in Panik auszubrechen, zurzeit seien die Fälle statistisch zu wenige, um exakte Aussagen über den Verlauf treffen zu können. Eine ähnliche Meinung vertritt auch Niki Propper, Simulationsforscher an der TU Wien, gegenüber heute.at: „Ich halte nichts davon, irgendwelche Weltuntergänge auszurufen.“ Propper ist Mitglied des österreichischen Prognose-Konsortiums und berät in dieser Funktion die Regierung.

Dieses Konsortium um Propper prognostiziert tatsächlich eine Omikron-Welle, die „unter pessimistischen Annahmen bereits Anfang Jänner“ über die Republik fegen könnte - Rekordwerte bei den Infektionen inklusive. „Nächste Woche wird Omikron in den Zahlen noch nicht zu sehen sein“, gibt Popper zu bedenken.

Corona in Österreich: „Hilft nicht, die Nerven wegzuschmeißen“

Derzeit werden mit Hilfe der bereits gesammelten Daten und Fälle die potenziellen Szenarien durchgespielt, um eine möglichst genaue Prognose abgeben zu können. Knapp 70% der österreichischen Bevölkerung verfügen derzeit über ein gültiges Impfzertifikat, Propper spricht in diesem Fall von einer „hohen Immunisierung“. Nun gehe es darum herauszufinden, „wie gut die Impfung gegen Omikron schützt“, wird er von heute.at zitiert.

„Es hilft uns jetzt aber nicht, die Nerven wegzuschmeißen“, schließt der Experte zum Ende des Gespräch. Omikron müsse ernstgenommen werde, so Propper, ob die neue Mutante ansteckender sei als die Delta-Variante lasse sich derzeit allerdings nicht sagen. (to)

Auch interessant

Kommentare