„Keine Zeit zum Feiern“: Österreich verschärft Corona-Maßnahmen an Silvester
Pünktlich zu den Feiertagen verschärft auch Österreich seine Maßnahmen im Zuge der drohenden Omikron-Welle. Vor allem zum Jahreswechsel wird es in der Alpenrepublik ruhig werden.
Wien/München - Kaum ist der dreiwöchige Corona-Lockdown beendet, müssen sich die Bewohner unseres südlichen Nachbarlandes auf eine Verschärfung der bestehenden Maßnahmen einstellen. Während in Großbritannien und Dänemark die Omikron-Variante die Infektionszahlen in die Höhe schießen lässt, fährt Österreich rund um Silvester das öffentliche Leben zurück. Das haben die führenden Politiker des Landes auf einem eigens einberufenem Omikron-Gipfel bekannt gegeben.
Corona in Österreich: Silvester ist „keine Zeit zum Feiern“
Die neuen Regelungen sollen ab dem 27. Dezember greifen, wie in Bayern gilt ab 22 Uhr eine Sperrstunde für die Gastronomie. Einen genauen Zeitraum für die Dauer der Maßnahmen gibt es nicht, die österreichischen Medien erwarten, dass die Vorschriften je nach Verlauf der kommenden Tage und Wochen angepasst werden. „Wir fahren auf Sicht“, erklärte die Generalsekretärin für die Öffentliche Gesundheit, Katharina Reich, die gleichzeitig an der Spitze des neuen Beratungsgremiums „Gecko“ steht. Für die kommende Woche sei bereits ein erneutes Treffen eingeplant.
Ähnlich wie in Deutschland sind Silvesterfeiern per se nicht verboten, Reich und ihr Gremium raten allerdings von diesen deutlich ab: „Feiern Sie im kleinen, sicheren Kreis, lassen Sie sich testen.“ Die Sperrstunde, die auch in der Nacht vom 31.12. auf den 01.01.2022 gelte, sei vielmehr ein „wichtiges Signal“, es nun „keine Zeit zum Feiern“. Auch Hotelbetriebe sind von dieser Regelung nicht ausgenommen, was vor allem die vielen Skisport-Touristen zum Jahreswechsel merken dürften. Einreisende aus den sogenannten „Variantenstaaten“, also Großbritannien, Norwegen, Dänemark und die Niederlande, müssen ab dem 25. Dezember definitiv in Quarantäne. Ausgenommen sind Einreisende mit dreifacher Impfung und einem negativen PCR-Test.
Corona in Österreich: Öffentliches Leben wird heruntergefahren
Neben der Gastronomie sollen auch weitere Bereiche des öffentlichen Lebens in der Alpenrepublik eingeschränkt werden:
- Veranstaltungen und Events werden auf eine Teilnehmerzahl von 2.000 Menschen begrenzt (unter Auflagen).
- Zusammentreffen ohne feste Sitzplätze werden auf 25 Personen begrenzt (drinnen und draußen). Die 2G-Regelung und FFP2-Maskenpflicht greift weiterhin.
- Zusammentreffen mit fest zugewiesenen Plätzen werden auf 500 Personen beschränkt (2G-Regel plus FFP2-Maskenpflicht; bei schärferen Regeln ist eine höher Teilnehmerzahl möglich).
- Ein Lockdown ist derzeit nicht Thema.
„Ziel ist es jetzt, Zeit zu gewinnen, um die Intensivstationen zu leeren, bevor die neue Welle auf uns zurollt“, bilanzierte Generalleutnant Norbert Gehart die Entscheidungen. Gemeinsam mit Reich erneuerte auch er den Impfappell an die österreichische Bevölkerung.
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„Test-Gipfel“ soll noch in dieser Woche folgen
Neben dem heutigen Corona-Gipfel plant Österreich noch in dieser Woche einen „Test-Gipfel“, bei dem die Testkapazitäten aller Bundesländer geprüft werden sollen. Wie Reich versicherte, herrsche unter den Anwesenden die Einigkeit, allen Menschen während der Feiertage bei Bedarf einen Test zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig werden erste Vorbereitungen zur Sicherung der kritischen Infrastruktur getroffen. (to)