Österreichs Kanzler Sebastian Kurz gestikuliert bei einer Pressekonferenz (Archivbild).
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Österreichs Kanzler Sebastian Kurz gestikuliert bei einer Pressekonferenz (Archivbild).

Worauf auch Deutsche achten müssen

Österreichs Corona-Zahlen „explodieren“ über Nacht: Stufenplan verkündet - Kurz verschärft Regeln deutlich

Die Corona-Zahlen steigen stark an und Kanzler Kurz zieht die Corona-Regeln stark an. Am Mittwoch wurden die Pläne für die kommenden Wochen verkündet.

Update vom 8. September, 11.05 Uhr: Zum Abschluss der Pressekonferenz verdeutlicht Gesundheitsminister Mückstein, dass es das Ziel sei, die Personen zu schützen, die bislang nicht durch eine Impfung geschützt seien. Der Stufenplan orientiert sich demnach an der Auslastung der Intensivbettbelegung. Zudem soll stärker und intensiver kontrolliert werden.

Ab dem 15. September werden die folgenden Maßnahmen in Kraft treten: Die Ergebnisse von Antigen-Tests sind nur noch 24 Stunden und nicht mehr 48 Stunden gültig. Die 3-G-Regel gilt bei Veranstaltungen ab 25 Personen. Außerdem: die Maskenpflicht wird ausgedehnt. Für alle Orte, an denen bislang eine Maske Pflicht war, gilt nun die FFP-2-Pflicht. Für Ungeimpfte gilt die FFP-2-Pflicht zudem auch im Handel.

Die zweite Stufe des Plans tritt ab 15 Prozent Auslastung in Kraft: „Wohnzimmertests“ werden nicht mehr als Nachweis für die 3-G-Regel akzeptiert. Außerdem dürfen ungeimpfte Personen dann nicht mehr am Nachtleben teilnehmen oder ein Stadion besuchen. Bei Veranstaltungen tritt die 2-G-Regel in Kraft.

Die dritte Stufe tritt bei 400 belegten Betten, also 20 Prozent Auslastung, in Kraft: Überall dort, wo bislang die 3-G-Regel aktiv war, haben nun nur noch Geimpfte und Genese Zutritt.

Corona in Österreich: Maskenpflicht wird wieder ausgeweitet - Stufenplan veröffentlicht

Update vom 8. September, 11 Uhr: Kanzler Kurz verkündet zu Beginn der Pressekonferenz, dass das Land bislang sehr gut durch die Pandemie gekommen sei. Doch wer sich nicht impfen lasse, der werde sich irgendwann mit dem Coronavirus infizieren. Die Infektionszahlen in Österreich steigen bereits an und dies werde auch in den nächsten Wochen stattfinden. „Das Virus wird nicht verschwinden“, so Kanzler Kurz. Deshalb müsse gelernt werden mit dem Virus umzugehen.

Der Fokus werde nicht mehr auf die Ansteckungszahlen und die Inzidenz gelegt, sondern vielmehr werde darauf geachtet, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde. Es gebe auch einen Stufenplan, der vor allem die ungeimpften Personen betreffen wird. Ab dem 15. September wird es neben der FFP-2-Maskenpflicht auch eine Empfehlung der FFP-2-Maske für alle Menschen im Einzelhandel geben, eine Pflicht für ungeimpfte Personen.

Ab einer gewissen Auslastung der Intensivstationen werde es 7 Tage danach erste Einschränkungen geben, jedoch nicht für Geimpfte. „Die Impfung ist die Antwort“, so Kanzler Kurz.

Update vom 8. September, 10.55 Uhr: Die Pressekonferenz mit Kanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein beginnt.

Update vom 8. September, 10 Uhr: Wie oe24 kurz vor der Pressekonferenz berichtet sollen die Zahlen in Österreich über Nacht regelrecht explodiert sein. 2.268 Menschen hätten sich demnach innerhalb der vergangenen 24 Stunden offiziell mit dem Coronavirus infiziert. Damit liege der Wert erstmals seit dem Frühjahr über 2.000 Neuinfektionen.

Corona in Österreich: Kanzler Kurz zieht Regeln offenbar scharf an - PK am Mittwoch angekündigt

Ursprungsmeldung vom 8. September 2021: Wien - Die Corona-Pandemie ist nach Ansicht von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz für Geimpfte praktisch vorbei. Im ORF-Sommergespräch schloss der Regierungschefs Lockdowns für alle Bürger nach bisherigem Muster aus. „Es wird sicherlich keine Lockdowns mehr geben für geimpfte Menschen“, so Kurz noch am Montagabend. Nun werden die Regeln in Österreich jedoch vermutlich stark angezogen, wie oe24 berichtet.

Corona in Österreich: Kanzler Kurz verkündet aktuelle Regeln - Pressekonferenz am Morgen

„Wir werden es nicht schaffen, alle Ängste zu nehmen.“ Es sei klar, dass sich jeder Ungeimpfte früher oder später mit dem Coronavirus anstecken werde. Erklärte der Kanzler noch am Montag. Nun steht offenbar tatsächlich eine Verschärfung der Regeln an. Wie oe24 berichtet, sei vieles „noch offen“, doch sollen Verschärfungen vor allem für Ungeimpfte folgen.

Eine neue Regel soll demnach, so jedenfalls will es das österreichische Portal erfahren haben, ein neuer Richtwert sein. Hauptaugenmerk liege dann nicht mehr auf der bislang wichtigen Sieben-Tage-Inzidenz, sondern auf der Hospitalisierungsinzidenz. Also den Wert, der anzeigt, wie stark die Intensivstationen belegt sind. In Österreich beträgt dieser Wert aktuell 17,8 Prozent. Wie das Portal weiter berichtet, soll der neue Richtwert ab einer Auslastung von 30 Prozent Alarm schlagen.

Corona in Österreich: Werden die Maßnahmen wieder drastisch verschärft?

Wie oe24 berichtet sollen bei Kanzler Kurz auch Gespräche über die 1G-Regel geführt worden sein. Somit hätten im Winter nur noch Geimpfte Zutritt zu Veranstaltungen und Gastronomie. Ob die 1G-Regel jedoch tatsächlich in manchen Bereichen zum Einsatz kommt, ist noch unklar. Ebenfalls noch unklar ist, wo und welche Masken wieder von der Maskenpflicht mit inbegriffen sein werden. Die genauen Details wird Kanzler Kurz um 10 Uhr bei einer Pressekonferenz verkünden.

Auch in Deutschland steigen die Corona-Zahlen weiter an. Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist jedoch erneut leicht gesunken. Bremen hat momentan die höchste Inzidenz, aber auch die höchste Impfquote.

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