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Drastische Omikron-Vorkehrung in Österreich: Energieriese kapselt 50 Mitarbeiter von der Außenwelt ab

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Von: Felix Durach

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Eine Absperrung im Standort Spittelau des Energiekonzerns Wien Energie trennt die isolierten Mitarbeiter von der Außenwelt ab.
Eine Absperrung im Standort Spittelau des Energiekonzerns Wien Energie trennt die isolierten Mitarbeiter von der Außenwelt ab. © Wien Energie/Wiener Stadtwerke

Ein österreichischer Energiekonzern schickt 50 Mitarbeiter in Isolation. Damit wolle man in einer drohenden Omikron-Welle die Grundversorgung sicherstellen.

Wien - Die Omikron-Variante des Coronavirus könnte bald die dominierende Virusvariante in weiten Teilen Europas sein. Unter anderem in Großbritannien ist die hoch ansteckende Mutation bereits für die Mehrheit der Corona-Neuinfektionen verantwortlich. In Ländern wie Deutschland droht eine ähnliche Entwicklung in den kommenden Tagen und Wochen. Da die Omikron-Variante deutlich ansteckender ist als die vorangegangene Delta-Mutation des Coronavirus, sorgen sich Experten in einer drohenden fünften Welle auch vor dem Zusammenbruch der kritischen Infrastruktur.

Österreich: Energie-Riese schickt 50 Mitarbeiter in Isolation - um Grundversorgung zu sichern

Wenn sich eine große Anzahl an Mitarbeitern in kürzester Zeit mit Omikron infizieren sollte, könnte der normale Betriebsablauf nicht mehr überall sichergestellt werden. Dieses Szenario wäre vor allem in der kritischen Infrastruktur wie der Energieversorgung oder dem Gesundheitswesen verheerend. Da eine fünfte Welle jedoch nach Ansicht vieler Experten nicht mehr zu verhindern sein wird, müssen sich eben diese Branchen nun auf den Ernstfall vorbereiten.

Wie das gehen kann, zeigt nun unter anderem der österreichische Energie-Konzern Wien Energie. Das Unternehmen hat am Donnerstagvormittag Pläne vorgestellt, die die Energieversorgung auch in einer Omikron-Welle sicherstellen sollen. „Sicherheit geht vor: 50 Mitarbeiter bereiten sich auf Isolation ab 7. Januar vor“, kündigt der Konzern über den Kurznachrichtendienst Twitter an. „Als Energieanbieter dürfen wir keine Ausfälle riskieren, daher bereiten wir uns aktuell auf eine erneute Isolation vor.“

Omikron: Energiekonzern isoliert 50 Mitarbeiter - Maßnahme ist „weitreichend, aber notwendig“

Österreichs größter Energieversorger wird die Mitarbeiter auf vier Standorte verteilen, wo diese dann abgeschottet von der Außenwelt ihrer Arbeit nachgehen sollte. Ein Kraftwerk und drei Müllverbrennungsanlagen sollen so betrieben werden. Den Mitarbeitern stünden dann vor Ort Betten, Kücheneinrichtung, sowie Wasch- und Freizeiträume zur Verfügung. Darüber hinaus erklärte der Konzern, dass die Isolierten arbeitspsychologische Betreuung erhalten werden. 22 der 50 Mitarbeiter seien mit der Situation jedoch bereits aus vorangegangenen Wellen der Corona-Pandemie vertraut.

 „Dieser Schritt ist weitreichend, aber notwendig, um die Versorgungssicherheit unter allen Umständen gewährleisten zu können“, erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Michael Strebl, auf der Website des Konzerns. Die 7-Tage-Inzidenz in Österreich liegt zwar aktuell lediglich bei 188,5, steigt jedoch nach wochenlangem Abwärtstrend wieder an. (fd)

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