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Immer mehr Betten müssen frei bleiben: Ausfälle bei Klinik-Personal schießen rasant nach oben

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Von: Marius Epp

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Eine Pflegekraft in Ganzkörperanzug.
In deutschen Krankenhäusern erkranken immer mehr Pflegekräfte. © Jens Büttner/dpa

Deutschen Kliniken bricht das Personal weg. Die Zahl der krankheitsbedingten Ausfälle ist momentan überdurchschnittlich hoch.

München - Die dünne Personallage im Pflegesektor ist ohnehin schon seit Jahren ein Problem. Was die Lage aber momentan noch prekärer macht: Es fällt deutlich mehr Klinik-Personal aus als üblich.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte eine Umfrage der Deutschen Krankenhaus-Gesellschaft (DKG) unter mehr als 240 Kliniken. Sie ergab überdurchschnittlich hohe Personalausfälle. Schuld daran könnte laut dem Institut die Omikron-Welle sein. Fast drei Viertel der Kliniken berichten von höheren Personalausfällen als um diese Jahreszeit üblich.

Corona: Deutlich mehr Krankheits-Ausfälle in deutschen Krankenhäusern

In zwölf Prozent der Krankenhäuser sei die Lage besonders dramatisch: Dort sind über 20 Prozent mehr Mitarbeiter erkrankt als in den vorigen Wintern. „Die Daten lassen vermuten, dass die deutlich höheren Personalausfälle auf Omikron-Infektionen bei Krankenhausmitarbeitenden zurückzuführen sind“, sagt der DKG-Vorsitzende Gerald Graß. „Die Ausfälle sind ein deutlich größeres Problem als in normalen Jahren.“

Jedes zweite Krankenhaus gab in der Umfrage an, derzeit seine Betten auf den Allgemeinstationen nicht vollumfänglich betreiben zu können. Ein Klinik-Kollaps droht dennoch zunächst nicht, da die Omikron-Variante laut ersten Erkenntnissen in der Regel milder verläuft als beispielsweise die Delta-Variante. Seit Mitte Dezember sinkt die Zahl der Corona*-Patienten auf der Intensivstation.

Corona: England und Frankreich lockern

Graß gibt sich verhalten optimistisch: „Wir sind ursprünglich in Sorge gewesen, dass sich die Infektionen innerhalb von zwei bis drei Tagen verdoppeln. Das sehen wir nicht in Deutschland. Anders als in anderen Ländern.“

Alex Friedrich, ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Münster, plädiert dennoch nicht für Lockerungen, wie sie beispielsweise Frankreich oder England vollziehen. Dort soll unter anderem die Maskenpflicht fallen. „Das Virus im freien Lauf von der Kette zu lassen, würde bedeuten, dass sich Hunderttausende in kurzer Zeit infizieren, Tausende erkranken, dass es zu einem Kollaps des Gesundheitssystems kommen würde“, warnt er.

Markus Söder stellte einen neuen Corona-Kurs für Bayern vor. (epp/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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