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Plötzliche Omikron-Welle in New York: Anteil der Variante steigt in wenigen Tagen in unfassbare Höhen

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Von: Julia Volkenand

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Die Omikron-Variante wütet in New York.
Die Omikron-Variante wütet in New York. © Yuki Iwamura/dpa

Lange war es in New York nach der ersten Coronawelle ruhig. Seit Mitte Dezember steigen plötzlich die Fallzahlen der mit der Omikronvariante Infizierten immer weiter.

New York City - Nach der verheerenden ersten Corona-Welle hatte die pandemische Lage in New York City sich über längere Zeit beruhigt. Noch vor wenigen Tagen machten die Omikron-Fälle nur einen kleinen Bruchteil der Infektionen in der Metropole aus. Mit einem Schlag wendete sich dann das Blatt - nun ist New York wieder das amerikanische Zentrum der Pandemie.

Über 70 Prozent aller Corona-Fälle sind auf die Omikron-Variante zurückzuführen, berichtet Focus, nur Tage zuvor waren es laut dem Lokalsender NBC New York gerade mal ein Prozent. Die Schätzungen der New York Times liegen mit 95 Prozent sogar noch höher. Innerhalb weniger Tage schossen die Covid-Fallzahlen um sage und schreibe 80 Prozent in die Höhe, am Montag verzeichnete der Bundesstaat New York ganze 24.000 Neuinfektionen, davon allein 15.000 in der gleichnamigen Stadt, so Focus. In der ersten Welle 2020 waren es vergleichsweise gerade mal höchstens um die 5000 Neuinfektionen am Tag. Bei der zweiten Delta-Welle waren es demnach mit knapp 7000 zwar mehr, aber bei weitem nicht so viele, wie aktuell. Am Donnerstag meldete der Bundesstaat sogar fast 39.000 Neuinfektionen.

Gigantische Omikron-Welle rollt über New York hinweg

Die Konsequenz: Die Broadway-Theater schließen, Shows werden abgesagt. Doch wie konnte die Omikron-Welle so unbegreiflich schnell über die Stadt die niemals schläft hinweg rollen? Eine Vermutung von Experten ist, dass die „Santa Claus Convention“ ein Grund für die explodierenden Zahlen ist. Bei dieser ziehen am zweiten Dezember-Samstag die New Yorker traditionell als Nikoläuse verkleidet durch die Kneipen und feiern, was das Zeug hält. Dieses Jahr fiel der Tag auf den 11. Dezember. In der Woche danach schossen dann die Corona-Meldungen in die Höhe, die Zahlen vervierfachten sich.

Den Zusammenhang zwischen der neuen Welle und „Santa Con“ vermutete auch Mark Levine, Leiter der Gesundheitsbehörde von Manhattan auf Twitter. „Das hat wohl dazu beigetragen“, schrieb er.

New Yorker Bürgermeister plant Welle mit Tests und Impfungen zu brechen

Bill de Blasio, der Bürgermeister von New York City, will nun 500.000 Testkits verteilen, um der Lage Herr zu werden. Auch bekommen Bürger eine 100-Dollar-Prämie, wenn sie sich noch vor Silvester boostern lassen. Einen Lockdown möchte de Blasio aber nicht mehr sehen. Dennoch: Die berühmte „New Year‘s Eve“-Silvesterparty am Times Square wurde stark begrenzt, berichtet nbcnewyork. Allein am Mittwoch stiegen die Infektionszahlen demnach um 35 Prozent und ließen der Stadt keine Wahl, als die Teilnehmerzahl der Geimpften auf „nur“ 15.000 Menschen zu reduzieren. Das Rathaus gab zudem bekannt, dass sich noch weitere Änderungen der Regeln nicht ausschließen lassen. (jv)

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