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Corona-Exit: Österreich will jetzt bei Masken, Sperrstunde und Co. lockern

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Von: Bedrettin Bölükbasi

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Österreichs Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) spricht auf einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage in Österreich.
Österreichs Regierung Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) spricht auf einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage in Österreich. © Tobias Steinmaurer/imago

In Österreich sollen mehrere Corona-Regeln wie die Maskenpflicht und Sperrstunde gelockert werden. Schon bald könnte sich auch bei der Impfpflicht etwas ändern.

Wien/München - Im Zuge der Corona-Pandemie galt Österreich als eines der strengsten Länder in Europa. Im Rahmen des harten Kurses wurde zuletzt vor einigen Tagen etwa die Impfpflicht eingeführt. Doch trotz hoher Infektionszahlen mit der Omikron-Mutation zeigt sich nun eine Wende in der österreichischen Corona-Politik. Das Land steuert mit weitreichenden Lockerungen auf ein Corona-Exit zu. Sogar ein mögliches Ende der Impfpflicht brachte die Regierung jetzt ins Spiel.

Grund für die Entscheidung zu Lockerungen ist offenbar die Lage in den Krankenhäusern. Trotz mancherorts hoher Infektionszahlen herrscht in Österreich keine Überlastung. So wird in dem Land schon seit Wochen eine Perspektive zur Öffnung diskutiert. Einige Lockerungen waren bereits beschlossen worden.

Corona-Lockerungen in Österreich: 3G in Gastro und Aufhebung der Sperrstunde - keine Masken für Schüler

Am Mittwoch (16. Februar) will die österreichische Regierung nun in einem Öffnungsgipfel weitere große Lockerungen beschließen. Konkrete Pläne dazu haben sich schon abgezeichnet, wie OE24 berichtete. Demnach soll schon ab Samstag (19. Februar) die 3G-Regel in der Gastronomie wieder gelten. Auch Ungeimpfte sollen die Möglichkeit haben, getestet in Restaurants zu gehen. Die Lockerungen betreffen auch die Sperrstunde. Bislang galt eine nächtliche Sperrstunde ab 24 Uhr. Zuvor wurde dies von 22 Uhr auf Mitternacht verschoben. Laut OE24 soll jetzt die Sperrstunde fallen, um die Nachtgastronomie wieder mit Leben zu füllen.

In Schulen wird sich die Lockerungswelle in Österreich ebenfalls bemerkbar machen. Am 21. Februar wird die Maskenpflicht für alle Schüler am Platz aufgehoben, wie Bildungsminister Martin Polaschek verkündete. Weiterhin gelten werde allerdings die Maskenpflicht im Schulgebäude und für Lehrer. Darüber hinaus soll die Regelung zum Testen dreimal pro Woche beibehalten werden. „Wir müssen mit Augenmaß vorgehen“, erklärte Polaschek hierzu und begründete mit dem intensiven Austausch zwischen Schülern sowie Schülern und Lehrern. Bei einer weiteren Entspannung der epidemiologischen Lage werde man weitere Lockerungen vornehmen, versicherte der Minister.

Corona-Impfpflicht in Österreich: Kanzler Nehammer signalisiert mögliches Ende der Regelung

Inmitten der vielen Lockerungspläne in Österreich öffnete Kanzler Karl Nehammer auch einem möglichen Ende der kürzlich eingeführten Impfpflicht im Land die Tür. „Eine Kommission von Juristen und Ärztinnen und Ärzten beurteilt ständig neu, ob Impfen noch das rechtmäßige Mittel ist. Denn natürlich ist die Impfpflicht ein intensiver Eingriff. Wir müssen hier mit Behutsamkeit vorgehen“, sagte er gegenüber der Kronen Zeitung. Andererseits sei es aber wichtig, „den Menschen ihre Freiheiten zurückzubringen“.

Das Gesetz zur Impfpflicht werde ständig evaluiert, so Nehammer. Auf die Frage, ob sie denn bald fallen werde, antwortete der Kanzler: „Wenn es die Expertinnen und Experten so beurteilen und der Regierung vorschlagen, dann ja. Der Sinn dieses Gesetzes war es nie, eine Zwangsmaßnahme zu setzen, sondern die richtige Antwort zur richtigen Zeit auf die jeweilige Gefährlichkeit des Virus zu finden.“ (bb)

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