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Corona: RKI meldet massiven Inzidenz-Sprung – Omikron verdrängt Delta immer mehr

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Von: Jennifer Lanzinger

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Mehr als eine Woche nach den Weihnachtsfeiertagen steigen die Corona-Werte stark an. Das RKI meldet einen Inzidenz-Sprung, außerdem nimmt der Anteil der Omikron-Infektionen zu. Der News-Ticker.

Update vom 6. Januar 2022, 20.15 Uhr: Omikron ist bereits kurz davor, die Vorherrschaft unter den Corona-Mutationen in Deutschland zu übernehmen. Aus den Meldedaten der Bundesländer geht hervor, dass in Kalenderwoche 52 (bis zum 2. Januar) 44,3 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Nachweise auf Omikron zurückgingen. Dies geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Institut (RKI) hervor. In der Woche zuvor hatte der Anteil nur 15,8 Prozent betragen. „Das aktuelle Geschehen in Deutschland wird zunehmend auch von der besorgniserregenden Variante Omikron bestimmt“, schreibt das RKI.

Aussagekräftiger, aber nicht so aktuell wie die Meldedaten, sind die Stichproben-Daten, die ausschließlich auf Gesamtgenomsequenzen von zufällig ausgewählten Proben basieren. Hier stieg de Omikron-Anteil von neun auf 20 Prozent.

Corona In Deutschland: Politik plant offenbar Verschärfung für Restaurantbesuche

Update vom 6. Januar 2022, 18.30 Uhr: Die neue Beschlussvorlage der Bundesregierung vor dem ersten Corona-Gipfel sieht offenbar vor, dass ab 15. Januar in der Gastronomie nur noch Personen mit Booster-Impfung ohne Test willkommen sind, ansonsten gilt 2G+, wie der Focus Online unter Berufung auf das Dokument berichtet. Eine Quarantäne wegen eines Kontakts zu einem Infizierten soll mit einem PCR-Test oder einem „hochwertigen“ Antigentest nach sieben Tagen beendet werden können.

Für Beschäftigte der kritischen Infrastruktur wie etwa Kliniken oder Pflegeheimen soll im Falle einer Kontaktperson ein Quarantäneende mit einem PCR-Test nach fünf Tagen möglich sein, bei Infizierten nach sieben. Allerdings dürfen in den 48 Stunden zuvor keine Symptome festzustellen gewesen sein.

Update vom 6. Januar 2022, 13.20 Uhr: Der Impfstoff von Novavax gilt als weitere Hoffnung im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Aber wer sollte sich damit impfen lassen und wie fallen die Nebenwirkungen aus?

Update vom 6. Januar 2022, 10.45 Uhr: Nicht nur in Deutschland steigen die Corona-Zahlen stark an, auch in Österreich steigt die Corona-Kurve steil. Die Infektionszahlen haben sich fast verdoppelt. Im Rahmen des Corona-Gipfels soll am Donnerstag das weitere Vorgehen abgestimmt werden.

Corona in Deutschland: RKI meldet massiven Inzidenz-Sprung

Update vom 6. Januar 2022, 7.45 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat einen deutlichen Anstieg der offiziellen bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 285,9 an. Er steigt seit Ende Dezember von Tag zu Tag, wobei das RKI weiterhin von einer Untererfassung der Neuinfektionen wegen weniger Tests und Meldungen im Zuge der Feiertage und der Ferien ausgeht.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 258,6 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 207,4 (Vormonat: 441,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 64.340 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 42.770 Ansteckungen.Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 443 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 383 Todesfälle.

Corona-Beschlussvorlage: Quarantäne-Regeln verändern sich drastisch - Lauterbach blickt besorgt auf Schulen

Update vom 5. Januar 2022, 22.25 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erachtet im Hinblick auf die Abwendung und Abschwächung der Omikron-Welle eine Verschärfung der Kontaktbegrenzung als sinnvoll. „Wir müssen hier mit Augenmaß vorgehen, aber wir werden wahrscheinlich noch einmal zulegen müssen“, so Lauterbach im ZDF heute-journal.

Einen Appell richtet der SPD-Politiker an Ärztinnen und Ätze. Sie sollen nochmals „nachlegen“, um das hohe Impftempo von vor Weihnachten wieder aufnehmen zu können. Booster-Impfungen seien äußerst wichtig im Kampf gegen die Virus-Variante Omikron.

„Sehr besorgt“ zeigt sich Lauterbach mit Blick auf die Schulen. Eine Durchseuchung der Kinder mit Omikron halte er mit Blick auf die Langezeitfolgen einer Erkrankung für „in keiner Weise verantwortbar“. Ein wirksameres Mittel seien die Masken. Er fordert von den Ländern die Durchsetzung einer Maskenpflicht an den Schulen, auch während des Unterrichts. „Je besser die Maske ist, desto besser wirkt sie“, so der Minister. Dennoch müsse es nicht zwingend eine FFP2-Maske sein, denn auch andere Masken wirken.

Coronavirus: Verkürzung der Quarantäne-Dauer vor allem für die kritische Infrastruktur

Update vom 5. Januar 2022, 17.48 Uhr: Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin und gleichzeitig Vorsitzende der GMK Petra Grimm-Benne (SPD) präsentiert den Beschluss der heutigen Konferenz. Im Mittelpunkt: Neue Quarantäne-Regelungen. Beschäftigte der kritischen Infrastruktur, also der Kliniken, Feuerwehr etc. können, wenn sie selbst infiziert waren, die Quarantäne bereits nach fünf Tagen mit einem negativen PCR-Test beenden.

Für die allgemeine Bevölkerung ist eine Verkürzung der Quarantäne nach eigener Infektion oder Kontakt mit einer infizierten Person auf sieben Tage vorgesehen. Ungeimpfte benötigen zusätzlich einen negativen PCR-Test. Für Menschen mit Auffrischungsimpfung entfällt die Quarantäne-Regelung bei Kontakt mit Infizierten. Hier wird allerdings regelmäßiges Testen empfohlen.

Coronavirus: Gesundheitssenatorin für FFP2-Maskenpflicht

Update vom 5. Januar 2022, 14.58 Uhr: Vor dem Corona-Gipfel am Freitag hat die Berliner Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) strengere Regeln für Restaurantbesuche und FFP2-Masken ins Gespräch gebracht. „Ich kann mir vorstellen, dass es zu einer Vorschrift im ÖPNV und auch im Einzelhandel kommt, wirklich die besseren FFP2-Masken zu tragen“, sagte Gote am Mittwoch in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv. 

Restaurantbesuch nur noch für Geboosterte?

„Dann müssen wir darüber reden, wie es generell in der Gastronomie weitergeht und ob wir eine Zulassung nur noch für Geboosterte erlauben oder mit Test.“ Mittlerweile sei klar, dass man bei der Omikron-Variante nur noch mit Booster-Impfung vollständig geimpft sei, sagte die Grünen-Politikerin. Über einen generellen Lockdown werde aber gerade nicht nachgedacht, sagte die Gesundheitssenatorin.

Omikron in wenigen Tagen dominierend

Update vom 5. Januar 2022, 13.56 Uhr: Die Omikron-Welle scheint unaufhaltsam. Die Omikron-Variante des Coronavirus wird wohl in wenigen Tagen in Deutschland dominieren. „Zurzeit gehen wir von einem Omikron-Anteil von 25 Prozent deutschlandweit aus“, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. In einigen Bundesländern insbesondere im Norden Deutschlands sei Omikron bereits dominierend. In Niedersachsen liegt der Omikron-Anteil inzwischen bei 70 Prozent. „Insofern müssen wir eigentlich davon ausgehen, dass in kurzer Zeit, in wenigen Tagen Omikron eigentlich auch bundesweit die dominierende Variante sein wird.“ 

Update vom 5. Januar 2022, 13.15 Uhr: Corona- und Grippe-Infektion (Influenza) zur gleichen Zeit? In Israel, Spanien und den USA sind bereits erste Fälle von Doppelinfektionen aufgetreten. So bewerten Experten „Flurona“.

Corona in Deutschland: Mehr als 40 Prozent der Menschen in Deutschland hat Booster-Impfung erhalten

Update vom 5. Januar 2022, 10.40 Uhr: Die Corona-Zahlen steigen in Deutschland wieder stark an (siehe Ursprungsmeldung unten), doch auch die Zahl der Impfungen legt weiter zu. Eine sogenannte Booster-Impfung haben in Deutschland inzwischen mehr als 40 Prozent der Gesamtbevölkerung erhalten. Insgesamt knapp 33,4 Millionen Auffrischungsimpfungen meldete das Robert Koch-Institut am Mittwoch. Bei den Erwachsenen liegt die Quote bei 47,6 Prozent. Allein am Dienstag wurde demnach rund 480.000 Mal geboostert.

Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben inzwischen 71,4 Prozent der Gesamtbevölkerung (59,4 Millionen Menschen). Mindestens eine Impfdosis haben 74,3 Prozent der Bevölkerung oder 61,8 Millionen Menschen bekommen. Die Bundesregierung strebt eine Marke von 80 Prozent bis Ende Januar an, nachdem als Zielmarke zunächst der 7. Januar genannt worden war.

Update vom 5. Januar 2022, 10 Uhr: Omikron ist in vielen Ländern bereits die vorherrschende Variante. Der Virologe Klaus Stöhr erklärt, was in den nächsten Wochen in Deutschland passieren wird.

Corona in Deutschland: WHO warnt vor Entstehung weiterer Virusvarianten

Update vom 5. Januar 2022, 8.15 Uhr: Wie gefährlich die im November entdeckte neue Corona-Variante Omikron ist, ist noch immer nicht abschließend geklärt. Doch bereits jetzt warnt die Weltgesundheitsorganisation vor der Entstehung noch gefährlicherer Virusvarianten. Je stärker sich Omikron ausbreite und vermehre, „desto wahrscheinlicher ist es, dass es eine neue Variante hervorbringt“, sagte die WHO-Notfallexpertin Catherine Smallwood am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

“Wir befinden uns in einer sehr gefährlichen Phase“, betonte Smallwood. „Wir beobachten sehr stark steigende Infektionsraten in Westeuropa, deren Auswirkungen noch nicht ganz klar sind.“ Zwar sei das Risiko, bei einer Infektion mit Omikron ins Krankenhaus zu müssen, „individuell betrachtet“ wahrscheinlich geringer als bei der bisher dominanten Delta-Variante, sagte Smallwood. Allerdings gehe von Omikron wegen seiner starken Ausbreitung insgesamt womöglich eine größere Gefahr aus.

„Bei einem starken Anstieg der Fallzahlen gibt es wahrscheinlich sehr viel mehr Menschen, die schwer erkranken, ins Krankenhaus müssen oder möglicherweise sterben werden“, sagte Smallwood. Die Expertin verwies auf den extremen Anstieg der Infektionsfälle in Europa allein in den letzten Tagen des Jahres 2021.

Corona in Deutschland - RKI meldet aktuelle Infektionszahlen

Ursprungsmeldung vom 5. Januar 2022: Berlin - Relativ konstante Zahlen hatte das RKI an Weihnachten und zwischen den Feiertagen gemeldet, von einer deutlichen Untererfassung war das Robert Koch-Institut zu diesem Zeitpunkt ausgegangen. Und tatsächlich: mehr als eine Woche nach Weihnachten steigt die Inzidenz nicht nur erneut, das RKI meldet sogar einen deutlichen Sprung. Und auch die Zahl der Neuinfektionen klettert massiv in die Höhe.

Corona-Welle über Deutschland: RKI meldet deutlichen Inzidenz-Sprung - und fast 60.000 Neuinfektionen

Erneut steigt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stark an, das RKI gibt den Wert der Corona*-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 258,6 an. Er steigt seit Ende Dezember von Tag zu Tag, wobei das RKI weiterhin von einer Untererfassung der Neuinfektionen wegen weniger Tests und Meldungen im Zuge der Feiertage und der Ferien ausgeht. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 239,9 gelegen, vor einer Woche bei 205,5 (Vormonat: 439,2).

Und auch die Zahl der offiziellen Neuinfektionen steigt stark an, das RKI meldete für die vergangenen 24 Stunden 58.912 neue Fälle. Damit hat sich die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag fast verdoppelt. Am Dienstag, 4. Januar 2022, hatte das RKI noch 30.561 Fälle gemeldet. Vor genau einer Woche waren es 40.043 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 346 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 414 Todesfälle gewesen.

Die Omikron-Variante sorgt in vielen Ländern für steigende Corona-Zahlen. Christian Drosten sprach nun Klartext zur Mutante. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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