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Studie lüftet Rätsel: Darum erkranken Raucher seltener an Corona

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Von: Katarina Amtmann

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Zigarettenrauch
Ein Forscherteam hat nun herausgefunden, warum Raucher seltener an Corona erkranken. © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Raucher erkranken seltener an Corona, Studien mit diesen Aussagen sorgten Forscher 2020 für Aufsehen. Ein Forscherteam hat nun den Grund dafür herausgefunden.

München - Einige Studien sorgten im letzten Jahr für Aufsehen, denn sie zeigten, dass Raucher seltener an Corona erkranken als andere Personen. Die Berichte kamen beispielsweise aus Heinsberg in Nordrhein-Westfalen, Frankreich und Israel.

Wieso erkranken Raucher seltener an Corona? Japanisches Forscherteam findet Antwort

Ein Forscherteam aus Hiroshima (Japan) hat nun den Grund dafür herausgefunden. Des Rätsels Lösung: Im Zigarettenrauch enthaltene PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Diese sind hochgiftig, teilweise auch in Abgasen vorhanden und gelten als krebserregend.

Das Ganze funktioniert wie folgt: PAKs unterdrücken über ein weiteres Molekül die Bildung sogenannter ACE-2-Rezeptoren in den körpereigenen Zellen. Ohne diese Rezeptoren kann das Virus die menschlichen Zellen nicht mehr befallen.

Darum erkranken Raucher seltener an Corona - Forscher wollen Medikament entwickeln

Die Forscher wollen nun ein Medikament entwickeln, dass die Virusverbreitung mit diesem Trick verhindert - natürlich ohne die schädlichen Auswirkungen des Rauchens. Denn Lungenärzte weisen darauf hin, dass Raucher, wenn sie sich mit dem Virus infizieren, schwerer erkranken. (kam)

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