In eingien Landkreisen gelten wieder strengere Corona-Regeln.
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In eingien Landkreisen gelten wieder strengere Corona-Regeln.

Inzidenz teilweise schon über 50

Corona: Acht Kreise über kritischer 35er-Inzidenz - Diese Regeln gelten jetzt

  • Marc Dimitriu
    VonMarc Dimitriu
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Die Corona-Zahlen steigen seit einiger Zeit wieder. Mehrere Landkreise überschreiten mittlerweile die kritische 35-Inzidenz. Diese Regeln gelten jetzt.

München - Anfang Juli erreichte die Corona-Inzidenz in Deutschland mit 4,9 den niedrigsten Wert im Jahr 2021, seitdem steigt sie aber wieder. Schon den 17. Tag in Folge steigt der Wert und liegt am Freitag, dem 23. Juli, laut RKI bei 13,2 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen.

Zwar sind dank der hohen Impfquoten von 60,6 Prozent Erst- und 48,6 Prozent Zweitimpfungen die Krankenhausbelegung und die Todeszahlen noch niedrig, bei einer schnell wachsenden Inzidenz könnte sich das aber wieder ändern. Gesundheitsminister Jens Spahn warnte erst kürzlich von einer Inzidenz von 800 im Oktober, wenn sich die Lage weiterhin so entwickelt.

Corona in Deutschland: Immer mehr Kreise überschreiten 35-Inzidenz

Müssen sich die Menschen in Deutschland nun wieder auf mehr Einschränkungen einstellen? Acht Kreise haben (Stand 23. Juli) schon die kritische Marke der Inzidenz von 35 überschritten.

  • LK Birkenfeld (40,8)
  • SK Berlin Friedrichshain-Kreuzberg (40,6)
  • SK Darmstadt (41,3)
  • SK Frankfurt am Main (40,2)
  • SK Kaiserslautern (57,0)
  • SK Solingen (67,8)
  • LK Düsseldorf (39,1)
  • LK Lüneburg (41,8)

Corona: Solingen und Kaiserslautern schon über 50 - Diese Regeln gelten

Da die Bundesnotbremse Ende Juni ausgelaufen ist, haben nun wieder die Bundesländer die Deutungshoheit über die Corona-Regeln. Bei einer Inzidenz von über 35 gilt grundsätzlich eine Nachweis-Pflicht in der Gastronomie Ab dem 23. Juli greift in Solingen, das schon den Wert von 50 überschreitet, beispielsweise die Corona-Verordnung von NRW. Bei privaten Treffen im öffentlichen Raum sind dann nur Angehörige aus maximal fünf Haushalten erlaubt. Geimpfte und Genesene zählen aber nicht dazu.

Bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum mit bis zu 100 Personen müssen Ungeimpfte einen negativen Test vorzeigen. Geimpfte und Genesene müssen ihren Status entweder mit dem Impfbuch, per CovPass-App oder Corona-Warn-App vorzeigen.

Auch Kaiserslautern hat schon die 50er-Marke durchbrochen. Wie rheinlandpfalz.de berichtet geht die Stadtverwaltung davon aus, dass ab Sonntag in Kaiserslautern schärfere Corona-Maßnahmen gelten. Laut der Stadtverwaltung sind dann Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 350 Menschen und Veranstaltungen im Freien mit mehr als 500 Personen nicht mehr zulässig. In Schulen gilt die Maskenpflicht auch während des Unterrichts. Trotzdem soll am Samstag das Drittliga-Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern mit 15.000 Zuschauern stattfinden.

Corona: Immer mehr Landkreise über 35-Inzidenz - Diese Regeln gelten Vorort

Im Landkreis Birkenfeld gilt schon seit dem 18. Juli eine Obergrenze von 350 Gästen bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und 500 Zuschauern im Freien. Wie die Corona-Verordnung des Bundeslandes Rheinland-Pfalz vorschreibt, werden die Regeln für Einzelhandel, Gastronomie und private Treffen aber erst ab einer Inzidenz von 50 verschärft.

Der Krisenstab der Stadt Darmstadt blickt laut focus.de mit Sorge auf die Corona-Entwicklung, da vor allem die Infektionen bei den Jüngeren zunehmen. Wenn die Inzidenz konstant über 35 bleibt, müssen ungeimpfte Gäste in der Gastronomie und in Hotels einen negativen Corona-Test vorlegen. Bei Veranstaltungen gilt eine Obergrenze von 500 Menschen im Freien und 250 Innen. In Frankfurt sollen vorerst die bestehenden Regeln bleiben.

In Lüneburg gelten ab einer Inzidenz von über 35 gemäß der niedersächsischen Corona-Verordnung wieder strengere Regeln. So dürfen sich bei privaten Zusammenkünften nur noch zehn Personen aus maximal drei Haushalten treffen. Auch Hotels und Gastronomie können nicht mehr uneingeschränkt Gäste empfangen.

Auch in der Hauptstadt ist die Lage in einigen Stadtteilen besorgniserregend. In Friedrichshain-Kreuzberg liegt die Inzidenz schon bei 40,6, in Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf knapp unter 35. Härtere Regeln konnten folgen, wenn sich die Lage verschärft. Jedoch steht die Corona-Ampel für das gesamte Bundesland Berlin noch auf Grün. (md)

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