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2G, 3G und strenge Maßnahmen: Nordrhein-Westfalen will hart durchgreifen - Der Große Regel-Überblick

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Von: Martina Lippl

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Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst.
Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst will die Beschlüsse des Corona-Gipfels schnell umsetzen. © John MACDOUGALL/AFP

Auch Nordrhein-Westfalen will die auf dem Corona-Gipfel beschlossenen Verschärfungen schnell umsetzten. Der Lockdown für Ungeimpfte kommt.

Update vom 3. Dezember, 16.25 Uhr: In Nordrhein-Westfalen treten am kommenden Samstag (4. Dezember) strengere Corona-Maßnahmen in Kraft. Nach dem Corona-Gipfel am Donnerstag hatte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst in Aussicht gestellt, die Beschlüsse „zeitnah und konsequent“ umsetzen zu wollen.

Ab Samstag dürfen in NRW nur noch Geimpfte und Genesene den Einzelhandel betreten, wobei Geschäfte des täglichen Bedarfs ausgenommen sind – beispielsweise Apotheken und Supermärkte. Clubs und Diskotheken müssen an diesem Samstag schließen, wie das Landesgesundheitsministerium am Freitag mitteilte.

Zudem gelten in NRW neue Höchstgrenzen für Zuschauerzahlen bei Sport- und Kulturveranstaltungen. Das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands hat die Kapazität auf 30 Prozent gedeckelt. Maximal dürfen bei Großveranstaltungen im Außenbereich 15.000 Besucher teilnehmen, in geschlossenen Räumen liegt die Begrenzung bei 5000 Menschen. Die Regelung sieht vor, dass auch eine Auslastung von bis zu 50 Prozent möglich ist, sofern diese Zuschauerzahlen nicht überschritten werden. Weihnachtsmärkte bleiben in Nordrhein-Westfalen geöffnet, ab Samstag haben jedoch nur noch Genesene und Geimpfte Zutritt.

Nordrhein-Westfalen will Corona-Beschlüsse „zeitnah und konsequent umsetzen“

Update vom 2. Dezember, 19.25 Uhr: Auf dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern haben sich die Politiker auf weiterführende Verschärfungen in Deutschland verständigt, um die vierte Welle der Corona-Pandemie weiter einzudämmen. Die einzelnen Länder können jedoch noch über die bundesweiten Verschärfungen hinaus gehen. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst schrieb nach dem Gipfel auf Twitter, man wolle die Beschlüsse „zeitnah und konsequent umsetzen.“

Die Beschlussvorlage der Ministerpräsidentenkonferenz sieht eine Erweiterung der 2G-Regelung für einen Großteil des öffentlichen Lebens und somit quasi einen Lockdown für Ungeimpfte vor. Auch Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sollen eingeführt werden. Einen Überblick über die gesamten Verschärfungen finden Sie hier.

Corona in NRW: Gesundheitsminister Laumann über „sehr kritischen Phase der Pandemie“

Originalmeldung vom 2. Dezember:

Düsseldorf - Schärfere Kontrollen stehen Arbeitgebern und deren Beschäftigten ins Haus. Die nordrhein-westfälischen Arbeitsschutzbehörden kontrollieren ab sofort schwerpunktmäßig die Einhaltung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz. Auch die Einhaltung von Hygieneschutzkonzepten und die Homeoffice-Pflicht werde überprüft, teilt das NRW-Arbeitsministerium mit.

„Wir befinden uns in einer sehr kritischen Phase der Pandemie. Hier trifft auch die Arbeitgeber und Beschäftigten eine große Verantwortung“, teilt Arbeitsschutz und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Mittwoch mit (1. Dezember). Die Regelungen müssten aber auch eingehalten und kontrolliert werden. „Wer sich nicht an die Regeln hält oder sogar mit gefälschten Test- und Impfnachweisen erwischt wird, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen.“

Corona in NRW: Scharfe Kontrollen von 3G-Regeln am Arbeitsplatz

Werden die 3G-Kontrollen durch die Arbeitgeber nicht umgesetzt, droht ein Bußgeld von mindestens 1.000 Euro. Sofern Beschäftigte sich ohne die ausreichenden Nachweise in den Arbeitsstätten aufhalten, drohen auch ihnen Bußgelder in Höhe von 250 Euro. Sollte die Nutzung gefälschter Nachweise auffallen, droht zudem ein strafrechtliches Verfahren, heißt es vom Ministerium. Die angeordnete Schwerpunktsetzung bei den Arbeitsschutzkontrollen soll zunächst bis zum 24. Dezember 2021 gelten.

Nordrhein-Westfalen führt Maskenpflicht im Unterricht wieder ein

Schülerinnen und Schüler in NRW müssen bereits ab diesem Donnerstag (2. Dezember) wieder eine Schutzmaske an ihrem Sitzplatz tragen. Die Maske am Sitzplatz gelte auch wieder für Ganztags- und Betreuungsangebote und für alle sonstigen Zusammenkünfte im Schulbetrieb wie Konferenzen und Gremiensitzungen, sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden könne. Das beschloss die Landesregierung am Mittwoch. Lediglich auf dem Außengelände der Schulen gelte wie bisher grundsätzlich keine Maskenpflicht, heißt es in einer Mitteilung.

Auf den Weihnachtsmärkten in NRW gilt überall 2G-Regel

Auf allen Weihnachtsmärkten in NRW - soweit diese stattfinden - gilt jetzt die 2G-Regel. Nur noch Geimpfte und Genesene haben auf den Weihnachtsmärkten Zutritt. Ausgenommen von der 2G-Regel sind Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren.

Für Veranstaltungen im Kultur, Sport und Freizeitbereich gilt in NRW die 2G-Regel. Museen, Ausstellungen, Konzerte, Freizeitparks und Schwimmbäder und Fitnessstudios sind für Ungeimpfte tabu.

Ausgenommen von der 2G-Regel waren in NRW bisher medizinische/pflegerische Dienstleistungen und Friseurbesuche. Beim Haareschneiden ist NRW momentan noch lockerer als Bayern. Hier dürfen sich nur Geimpfte und Genese die Haare schneiden lassen.

Neue Corona-Regeln für NRW

Corona-Lage in NRW

Die Inzidenz in NRW liegt bei 282,7. Das geht aus den Daten des Covid-19 Dashboards des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag (2. Dezember) hervor. Binnen 24 Stunden sind 9.065 positive Corona-Fälle und 51 Todesfälle an das RKI gemeldet worden. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz ist laut RKI erneut gesunken - auf 439,2. (ml mit Material der dpa)

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