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Überblick über Corona-Regeln für den Herbst: Ausnahmen bei Maskenpflicht

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Am Eingang zu einem Einkaufszentrum informiert ein Aushang «Ab hier Maskenpflicht».
Ab Oktober soll die Maskenpflicht wieder zurückkommen. © Bernd Wüstneck/ dpa

Am Freitag stellte Gesundheitsminister Lauterbach erneut Corona-Maßnahmen für den Herbst vor. Diese Regeln könnten ab dem 1. Oktober gelten.

Berlin - Es ist Sommer, in vielen Bundesländer sind noch Ferien und doch muss sich Deutschland bereits auf den nächsten Corona-Herbst vorbereiten. „Wer gut vorbereitet werden will, muss zocken“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Freitag in einer Pressekonferenz über die Maßnahmen für den Herbst. Die Vorschläge des Gesundheitsministers zu den kommenden Maßnahmen im Überblick.

Schon im Juni stellte Lauterbach dabei seinen Sieben-Punkte-Plan für den Corona-Herbst vor. Neben Impfungen und Corona-Tests geht es darin auch um das Infektionsschutzgesetz, das im September ausläuft. Am Freitag (12. August) stellte Lauterbach deshalb ein neues Regelwerk vor.

Bundesweite Neuheit bei Corona-Maßnahmen: Ausnahmen bei Maskenpflicht

Der geplante Corona-Kurs lässt sich in drei Stufen einteilen: Die erste Stufe greift ab dem 1. Oktober. Zum Einen soll es dann wieder bundesweit einheitliche Maßnahmen geben, zum Beispiel eine Masken- oder Testpflicht in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Auch die Maskenpflicht in Flugzeugen und ihm Bahnverkehr bleibt bestehen.

Neu ist allerdings: Frisch Geimpfte, Genesene oder Getestete können von der Maskenpflicht ab 1. Oktober ausgenommen werden - das gilt auch bei länderspezifischen Regelungen zur Maskenpflicht. Die Maske soll dann keine Pflicht sein, wenn man in den drei Monaten zuvor geimpft wurde. 

Länderspezifische Maßnahmen: Maskenpflicht in Innenräumen

In der zweiten Stufe können die Bundesländer selbst eine zusätzliche Masken- oder Testpflicht anordnen. Ab dem 1. Oktober könnten die Länder danach unabhängig von Inzidenzen in Innenräumen eine Maskenpflicht einführen. Sie müssten dies aber nicht, erläuterte Lauterbach.

Das betrifft zum Beispiel den öffentlichen Personennahverkehr, aber auch „öffentlich zugängliche Innenräume“ wie Gastronomie, bei Sport.- oder Kulturveranstaltungen. In Schulen könne je nach Inzidenz eine Test- und Maskenpflicht wieder eingeführt werden. Schulschließungen schloss der SPD-Politiker aber weiter aus. Auch ein Lockdown ist in dem Entwurf nicht mehr vorgesehen.

Stufe Drei: Maßnahmen bei konkreter Belastung der kritischen Infrastruktur

Ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch oder droht eine Überlastung der Kliniken können die Bundesländer noch schärfere Maßnahmen ergreifen. Dann könnte zum Beispiel wieder eine Maskenpflicht bei Veranstaltungen im Innen- wie im Außenbereich eingeführt werden, sofern ein Abstand von 1,5 Metern nicht gewahrt werden kann. Zudem können wieder Hygienekonzepte oder Personenobergrenzen von Veranstaltern verlangt werden.

Für den Vorschlag soll die Bundesregierung bereits am 24. August grünes Licht geben. Kommende Woche soll er weiter mit den Ländern abgestimmt werden. In Stein sei er aber nicht gemeißelt. Bundestag und Bundesrat sollen das neue Regelwerk dann im September beschließen. (sf/dpa)

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