„Es ist damit zu rechnen, dass...“

Unnötige Kontakte sollen reduziert werden: RKI warnt vor deutlich steigenden Corona-Zahlen

  • Jennifer Lanzinger
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Die Corona-Werte steigen seit Tagen wieder an, immer häufiger werden Ausbrüche in medizinischen Einrichtungen verzeichnet. Das RKI ruft nun dazu auf, unnötige enge Kontakte zu vermeiden.

Berlin - Viele Experten hatten vor einem erneuten Anstieg der Corona-Werte im Herbst und Winter gesprochen und tatsächlich: seit einigen Tagen steigt sowohl die Sieben-Tage-Inzidenz als auch die Zahl der Neuinfektionen wieder an. Geht es nach dem Robert Koch-Institut, muss auch in den kommenden Wochen und Monaten mit einem weiteren Anstieg gerechnet werden. Besonders dramatisch: die Zahl infizierter Senioren steigt wieder stark an.

Unnötige Kontakte sollen reduziert werden: RKI warnt vor deutlich steigenden Corona-Zahlen

Wie das RKI in seinem neuen Wochenbericht zur Pandemie am Donnerstagabend berichtet, könnten die Corona-Zahlen in der kommenden Zeit dynamisch anwachsen. „Es ist damit zu rechnen, dass sich im weiteren Verlauf des Herbstes und Winters der Anstieg der Fallzahlen noch beschleunigen wird“, so das Institut in dem Bericht.

Besonders dramatisch: nach RKI-Angaben gibt es einen deutlichen Anstieg bei den übermittelten Ausbrüchen in medizinischen Einrichtungen sowie in Alten- und Pflegeheimen. So sei die Sieben-Tage-Inzidenz bei Menschen über 90 Jahre in der vergangenen Woche wieder auf über 50 gestiegen, erstmals seit der Woche vom 3. Mai 2021. Deutlich höhere Inzidenzen verzeichneten wie bereits in den Vorwochen jüngere Altersgruppen.

Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch Instituts (RKI).

In seinem Bericht erklärt das RKI weiter: „Insbesondere bei jetzt deutlich steigenden Fallzahlen sollte unabhängig vom Impf-, Genesenen- oder Teststatus das grundsätzliche Infektionsrisiko und der eigene Beitrag zur Verbreitung von Sars-Cov2
reduziert werden“. So ruft das RKI alle Menschen dazu auf, die Verhaltensregeln zum Schutz vor Ansteckungen einzuhalten. Auch unnötige enge Kontakte sollen reduziert werden und „Situationen insbesondere in Innenräumen, bei denen sogenannte Super-Spreading-Events auftreten können“ möglichst gemieden werden.

Einmal mehr rückt Großbritannien im Kampf gegen das Coronavirus in den Fokus. Kam der „Freedom Day“ zu früh? Britische Ärzte zeigen sich besorgt.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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