Neuinfektionen gehen durch die Decke

Corona-Eskalation in Schrozberg: Wegen Kita-Ausbruch Inzidenz über 1.200

  • Felicitas Bogner
    vonFelicitas Bogner
    schließen

Nach einem Corona-Ausbruch in einer Kita in Schrozberg schellt die Inzidenz in der baden-württembergischen Kommune weiter nach oben und erreicht einen astronomischen Wert von über 1200.

Schrozberg - Der signifikante Anstieg der Corona-Inzidenz in Schrozberg (Landkreis Schwäbisch Hall) ist ungebrochen. Mittlerweile liegt die 7-Tage-Inzidenz nach dem Kita-Ausbruch auf 1237,3 (18. März). Bisher wurden 72 Neuinfektionen in der gerade mal 5.800- Einwohner-Stadt nachgewiesen, wie der Landkreis mitteilte.

Nach Kita-Ausbruch in Schrozberg: Corona-Inzidenz erreicht astronomischen Wert von über 1200

Seit dem Kita-Ausbruch* zählt Schrozberg zu dem am meisten von dem Coronavirus* belasteten Ort in ganz Deutschland. Im mittlerweile komplett geschlossenen Kindergarten waren mehrere Mitarbeiterinnen infiziert, wie die Verwaltung mitteilte. Die britische Corona-Mutation B.1.1.7 breitet sich rasant aus. Als Reaktion auf die erschreckenden Infektionszahlen gilt ab kommenden Samstag (20. März) nun im gesamten Stadtgebiet von Schrozberg Maskenpflicht und eine Ausgangssperre.

„Wir müssen alles daran setzen, die Infektionszahlen zu senken. Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität, von daher müssen wir die Kontaktbeschränkungen noch einmal verschärfen und die Ausgangssperre tagsüber erlassen“, sagte Landrat Gerhard Bauer in einer Pressemitteilung. Dabei steht die Gemeinde im Landkreis Schwäbisch-Hall (Baden-Württemberg) nicht alleine mit explodierenden Inzidenzen da. Blaufelden hat beispielsweise aktuell eine 7-Tage-Inzidenz* von 700, wie der Webseite des Landkreises Schwäbisch Hall zu entnehmen ist.

Schrozberg im Kreis Schwäbisch Hall ist mit einer Inzidenz von über Tausend ein Corona-Hotspot. Der Landkreis macht nun alles dicht.

Corona-Hotspot in Baden-Württemberg - Landkreis Schwäbisch-Hall höchste Inzidenz

Das Infektionsgeschehen im Landkreis ist diffus. Der gesamte Landkreis Schwäbisch-Hall weist eine 7-Tage-Inzidenz von 292,7 (Stand 18. März) aus. Eine Ausgangssperre tritt an diesem Samstag (20. März) für den Zeitraum von 5 Uhr bis 21 Uhr in Kraft. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist tagsüber nur noch aus triftigem Grund erlaubt. Zu diesen Anlässen zählen beispielsweise Arztbesuche, Einkaufen, der Weg zur Arbeit, die Versorgung von Haustieren oder Bewegung an der frischen Luft. Friseure, Buchläden und Baumärkte können aber unter den Hygiene-Vorschriften weiter besucht werden.

Die Durchfahrten des Landkreises Schwäbisch Hall seien nach Angaben der Behörden weiterhin möglich. Und weiter heißt es: „Die Allgemeinverfügung wurde heute (19. März) nochmals angepasst. Rein freundschaftliche und nachbarschaftliche Besuche im Landkreis und aus anderen Landkreisen sowie Fahrten zu diesem Zweck in andere Landkreise und im Landkreis Schwäbisch Hall sind nicht mehr möglich.“

Die Allgemeinverfügung für den Landkreis Schwäbisch Hall ist befristet bis 29. März 2021, heißt es auf der Landkreis-Webseite. Sobald die 7-Tages-Inzidenz des Landkreises an drei aufeinander folgenden Tagen einen Wert von 200 unterschreitet, gelte die Allgemeinverfügung als aufgehoben. (feb) Merkur.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare