Covid-19 erklärt

Coronavirus: Fakten über Inkubationszeit, Ansteckungsgefahr und Symptome - Covid-19 erklärt

  • Patrick Freiwah
    vonPatrick Freiwah
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Der Coronavirus Sars-CoV-2 hat sich längst zu einer globalen Krise ausgebreitet. Viele Menschen haben Sorge, kein Winkel der Welt scheint sicher zu sein. Womit haben wir es eigentlich zu tun?

  • Seit Ende 2019 breitet sich das Coronavirus aus, als Erstes wurde es in China entdeckt.
  • Coronaviren sind eine Familie von Erregern, zu der auch Sars gehört.
  • Die Krankheitswelle wurde von der WHO als Pandemie eingestuft.

Schlagzeilen über Hamsterkäufe, Atemmasken, Quarantäne: Der neuartige Coronavirus hat sich in unseren Alltag gebrannt und stetig wird man mit Wasserstandsmeldungen, Statistiken und dramatischen Entwicklungen konfrontiert. In Verbindung mit bedrohlichen Bildern macht das vielen Menschen Angst. Was hat es mit dem Virus, der die Bezeichnung Sars-CoV-2 trägt, auf sich? 

Coronavirus ist nur der Oberbegriff für den Erreger

Weltweit gibt es mittlerweile mehr als 12 Millionen Infizierte und mehr als 550.000 Todesfälle (Stand: 10. Juli 2020), die auf das Konto des neuen Coronavirus gehen. Dass die Dunkelziffer noch wesentlich höher ist, gilt als wahrscheinlich.

Was ist ein Coronavirus? Hierbei handelt es sich um eine Familie diverser Erreger, welche dem Oberbegriff Coronae zugeordnet werden. 

Die Erkrankung, mit der es die Infizierten zu tun haben, trägt die Bezeichnung Covid-19 - eine Lungenkrankheit, die Fieber, trockenen Husten und Atemprobleme mit sich bringt. 

Hoch ist die Gefahr besonders für immunschwache Menschen. Was die Inkubationszeit betrifft, beträgt diese laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchschnittlich fünf bis sechs Tage. Maximal wird von einem Zeitraum bis zu 14 Tagen ausgegangen.

Vielen Menschen macht der neuartige Coronavirus Angst. Womit haben wir es genau zu tun?

Im Jahr 2002 gab es schon einmal ein weltweites Coronavirus-Problem: Die Sars-Pandemie entstand durch einen Virenstamm der gleichen Gattung. Der aktuelle Virus trägt die Bezeichnung Sars-CoV-2 und wird als Pandemie eingestuft.

Coronavirus Sars-CoV-2: Epidemie oder Pandemie?

Als Pandemie wird das Auftreten eines neuen Erregers bezeichnet, der sich leicht von Mensch zu Mensch ausbreitet und das über den gesamten Globus. Die vorherige Einstufung des Coronavirus als Epidemie datiert vom 24. Februar - und bezog sich „nur“ auf unkontrollierte Krankheitsfälle, die zeitlich und regional begrenzt sind. Angesichts der folgenden Entwicklungen war es äußerst wahrscheinlich, dass aus der Viruserkrankung eine globale Gesundheitskrise wird.

Die wichtigste Botschaft hinsichtlich einer Ansteckungsgefahr: Für den Einzelnen ist das Virus in der Regel relativ harmlos. Die meisten Infektionen verlaufen mild, ein Großteil der Betroffenen hat kaum Symptome oder ist nach einigen Tagen wieder geheilt. Es kann jedoch auch zu sehr schwerwiegenden Krankheitsverläufen kommen. Miklas Spohr aus Benediktbeuern infizierte sich im März mit dem Coronavirus. Der Fotograf und Sportlehrer galt als topfit. Nun kämpft er seit Monaten um seine Gesundheit.

Menschen sollten entsprechende Vorsichtsmaßnahmen verinnerlichen und berücksichtigen. Denn die Erreger werden beim Husten und Niesen übertragen. 

Umgang mit Coronavirus: Kindern keine Panik machen

Auch die Frage, wie man Kindern die Thematik Coronavirus näherbringt, ist von Bedeutung: Ganz Schweigen oder gar ausweichend antworten? Sollten Eltern lieber nicht machen, raten Experten. Denn solch ein Verhalten macht es eigentlich nur schlimmer: Wenn Erwachsene selbst verunsichert sind, überträgt sich das in der Regel auf den Nachwuchs. Klar, dass Kinder dann diffuse Ängste entwickeln.

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Wann sollte eine Untersuchung durchgeführt werden?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät zu einer genauen Untersuchung auf eine Infektion durch SARS-CoV-2, wenn:

1. Personen mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere mit oder ohne Fieber oder Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen und Kontakt mit einem bestätigten Fall mit COVID-19 hatten.

2. Personen mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere mit oder ohne Fieber und Aufenthalt in einem Risikogebiet waren.

PF

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Center for Disease Control

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