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Impf-Durchbruch? Studie zeigt, auf welche Symptome gerade Geimpfte jetzt achten müssen

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Frau schneuzt sich
Eine laufende Nase ist neben Niesen, Husten, Halsschmerzen und Kopfschmerzen eines der häufigsten Symptome bei Covid-19. Das ermittelt eine Studie aus England. © Lars Zahner / Shotshop / Imago

Eine Impfung reduziert die Wahrscheinlichkeit an Corona zu erkranken auf rund 0,3 Prozent, der Verlauf ist in der Regel mild. Eine Studie zeigt nun die häufigsten Symptome von Geimpften.

London - Die Forscher des renommierten King‘s College erheben seit 2020 über die App ZOE die Symptome von Corona-Erkrankten. Weltweit nehmen rund vier Millionen Menschen an der Umfrage teil. Aus diesen Daten konnten die Wissenschaftler die fünf häufigsten Symptome bei Geimpften ermitteln.

Corona-Impfung: Das sind die häufigsten Symptome bei Geimpften

Ein geringer Anteil der Geimpften erkrankt an Corona. Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zufolge zeigen sich Impfdurchbrüche fast ausschließlich bei Älteren. Die fünf häufigsten Symptome bei Geimpften sind: Anhaltender Husten, eine laufende Nase, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Niesen. Das geht aus der Studie des King‘s College hervor. Bislang galten der Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns, Fieber oder Kurzatmigkeit als klassische Symptome bei einer Covid-19-Infektion. Diese sind bei Geimpften nicht ganz so häufig und liegen auf Platz 6, 8 und 29.

Bei Menschen mit vollständigem Impfschutz ist der Verlauf in der Regel mild, teilweise treten gar keine Symptome auf. Deshalb raten Wissenschaftler zu regelmäßigen Corona-Tests, um eine Infektion ausschließen zu können. Besonders bei häufigem, grundlosem Niesen empfehlen die Forscher des King‘s College Geimpften einen Corona-Test. Ungeimpfte übertragen das Virus deutlich stärker und auch sie können ganz ohne Symptome den Virus in sich tragen und an andere weitergeben.

Corona: So wahrscheinlich ist ein Impfdurchbruch

Die Wahrscheinlichkeit, trotz vollständiger Impfung symptomatisch zu erkranken, liegt bei etwa 0,3 Prozent. Dass nun auch Geimpfte auf Intensivstationen liegen, ist nur logisch: Sehr viel mehr Menschen sind mittlerweile geimpft als nicht geimpft, statistisch gesehen erhöht sich daher der Anteil der Geimpften an der Gesamtzahl der Erkrankten.

Insgesamt kommen allerdings deutlich weniger Menschen ins Krankenhaus, als dies ohne Impfungen der Fall wäre. Wer aus der Präsenz von Geimpften auf Intensivstationen schließe, dass Impfungen nichts bringen, könne auch sagen: „Torwarte bringen nichts, denn bei 99 Prozent der Tore war ein Torwart da. oder: Flügel bringen nichts, denn bei 99 Prozent der Flugzeugabstürze waren noch beide Flügel dran“, erklärt die Wissenschaftlerin Mai Thi Nguyen Kim.

Früher oder später begegnet jeder Mensch dem Virus, so Nguyen Kim weiter. Denn das Virus sei „gekommen, um zu bleiben“, ausgerottet könne er nicht mehr werden. Entsprechend müsse eine Risikoabwägung zwischen Impfung oder einer Infektion in ungeimpften Zustand vorgenommen werden. Statistisch gesehen ist Letzteres deutlich gefährlicher. Denn die Impfung erhöht die Wahrscheinlichkeit eines milden Verlaufs.

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