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Corona-Testcenter am Flughafen: Reisende mit gebrauchten Wattestäbchen getestet - Verdächtige festgenommen

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Von: Martina Lippl

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Eine Frau in Schutzkleidung führt einen Abstrich für einen Coronatest mit einem Wattestäbchen durch.
Eine Frau in Schutzkleidung führt einen Abstrich für einen Coronatest mit einem Wattestäbchen durch. (Symbolbild) © Álex Zea/dpa

Die Wattestäbchen für Corona-Tests sind ziemlich unangenehm in der Nase. Noch schlimmer wird es beim Gedanken, dass sie schon mal benutzt worden sind. In Indonesien sorgt ein Verdacht für Aufregung.

Jakarta - Eine Firma aus Indonesien soll gebrauchte Wattestäbchen für Corona-Tests mehrmals wiederverwendet haben - im Testcenter am Flughafen der Millionenstadt Medan. Mitarbeiter der Firma sollen die benutzen Stäbchen für die Corona-Tests gewaschen, neu verpackt und bei anderen Testpersonen erneut benutzt haben. Sie hätten am Flughafen der Hauptstadt Medan für die staatliche Firma „Kimia Farma“ gearbeitet, berichtet die South China Morning Post. Fünf Verdächtige seien festgenommen worden. Das bestätigte der örtliche Polizeisprecher Hadi Wahyudi der Nachrichtenagentur dpa zufolge.

Flughafen-Testcenter: Gebrauchte Stäbchen für Nasenabstich monatelang im Einsatz

Die Polizei geht davon aus, dass die Festgenommenen schon seit Dezember Wattestäbchen für Nasenabstriche mehrmals verwendet haben. Der Betrug flog auf, als ein Polizist sich als Passagier getarnt am Flughafen testen ließ und den Schwindel bemerkte. Ein Test am internationalen Flughafen war falsch positiv gewesen. Der Beamte sei anschließend negativ auf das Coronavirus getestet worden, heißt es. In Indonesien benötigen alle Reisenden einen negativen Test, bevor sie ein Flugzeug besteigen. Ob sich Menschen durch die Stäbchen mit dem Virus infiziert haben und ob es zu falschen Testergebnissen gekommen ist, wird noch untersucht.

Indonesien: Ekliges Geschäft mit der Corona-Test Pflicht

„Wir werden hochrangige Mitarbeiter der Firma befragen, um der Sache auf den Grund zu gehen“, erklärte Wahyudi. Den Verdächtigen drohten sechs Jahre Gefängnis, wenn sie für schuldig befunden würden, gegen die Gesundheits- und Verbraucherschutzgesetze verstoßen zu haben. Sie sollen pro Tag fast 2000 Euro Profit gemacht haben, indem sie Passagiere für bereits benutzte Test-Kits zahlen ließen. (dpa)

Die Corona-Selbsttests in den Supermärkten waren und sind immer noch sehr begehrt. Doch scheinbar gelangt man durch die Tests auch ohne einen Kauf ganz einfach an ein negatives Ergebnis.

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