Cornavirus - Frankfurter Flughafen - Einreise per Flugzeug nach Deutschland ist nur noch mit negativem Corona-Test möglich.
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Fliegen in Corona-Zeiten: Einreise per Flugzeug nach Deutschland ist nur noch mit negativem Corona-Test möglich (Symbolfoto).

Verstöße an deutschen Flughäfen

Corona-Testpflicht: Bericht deckt auf - Offenbar Tausende Regel-Verstöße durch Airlines

Testpflicht oder Einreiseanmeldung - wer nach Deutschland reist, muss sich an Corona-Regeln halten. Es gibt verschärfte Kontrollen. Die Zahl der Verstöße ist beträchtlich.

Berlin - Zum Schutz vor Corona gibt es bei der Einreise nach Deutschland Regeln. Wie die tageschau.de berichtet, stellte die Bundespolizei 3753 Verstöße an deutschen Flughäfen fest. Hunderte Urlauber wurden demnach an Bord von Flugzeugen gelassen, obwohl sie keinen negativen Corona-Test vorweisen konnten. Auch stellte die Bundespolizei demnach immer wieder gefälschte Tests bei Reisenden fest.

Corona in Deutschland: Fluggesellschaften lassen Passagiere ohne Test an Bord

Fluggesellschaften hielten sich den tageschau.de-Recherchen zufolge nicht an das Beförderungsverbot aus Staaten, die als Virusvarianten-Gebiet und Hochinzidenzgebiet eingestuft sind, wie beispielsweise Ägypten, Brasilien, Mexiko, Tansania und Südafrika. Nur in Ausnahmefällen sei die Einreise hier möglich. Und wenn, müssten Flugpassagiere aus diesen Ländern einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Zwischen Ende Januar und Ende Februar sind, laut dem Bericht, 668 Personen ohne Test auf einem deutschen Flughafen gelandet, obwohl sie aus einem Gebiet mit einer hohen Inzidenz eingeflogen sind. 273 Personen ohne einen Test kamen per Flugzeug aus Ländern mit Virus-Mutationen nach Deutschland.

Unterschiedliche Fluggesellschaften seien bei den Verstößen der Test-Kontrollen aufgefallen, teilte der Bundespolizei-Chef mit. Etwa Airlines aus den USA, Großbritannien, Portugal, von der Arabischen Halbinsel - aber auch aus Deutschland.

Einreiseanmeldung wird oft nicht oder mangelhaft ausgefüllt

Auch bei der Einreise mit anderen Verkehrsmitteln gibt es Verstöße. Besonders häufig sind laut tagesschau.de Mängel bei der digitalen Einreiseanmeldung. In 110.280 Fällen hätten Reisende entweder keine Anmeldung vorgenommen oder diese nicht vollständig oder fehlerhaft ausgefüllt. An der Grenze zu Tschechien und Tirol (Österreich) habe die Bundespolizei über 830.000 Einreisende kontrolliert (Mitte Februar bis Ende März). Dabei hatten 75.000 Reisende keine digitale Einreiseanmeldung dabei, bei 32.000 fehlte der Corona-Test. 70.000 Menschen wurden an der Grenze abgewiesen.

Corona-Testpflicht bei Einreise per Flugzeug ist in Kraft

Wer per Flugzeug nach Deutschland einreist, muss vor dem Abflug einen negativen Corona-Test vorweisen. Diese Testpflicht gilt unabhängig von der Corona-Lage im Abflugland. Der Test darf bei der Einreise maximal 48 Stunden alt sein. Wer keinen negativen Test vorlegt, darf von der Fluggesellschaft nicht mitgenommen werden. Andernfalls droht ein Bußgeld, das bei den Airlines bis zu 25.000 Euro betragen kann, wie Bundespolizeipräsident Dieter Romann bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesinnenminister Horst Seehofer betonte. Diese Änderung der Coronavirus-Einreiseverordnung ist seit dem 30. März 2021 in Kraft und soll zunächst bis zum 12. Mai gelten.

Seit Ende Januar gelten bereits Einreise-Regeln nach einem Aufenthalt in einem sogenannten Hochrisiko- und Risikogebiet. Wer mit Auto, Bus, Bahn oder Schiff nach Deutschland einreist, muss einen negativen Corona-Test vorweisen können.

Coronavirus-Einreiseverordnung nach Deutschland

  • Einreise mit dem Flugzeug: negativer Testnachweis innerhalb 48 Stunden vor der Abreise.
  • Einreise aus Risikogebieten per Flugzeug, Bus, Bahn, Auto oder Schiff: Test- und Nachweispflicht innerhalb von 48 Stunden. Einreisende müssen nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet zudem eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen.
  • Einreise aus Hochrisikogebieten: Nachweispflicht bereits vor der Abreise und bei der Einreise.
    Nach Angaben der Bundesregierung zählen Gebiete, in den Mutationen des Coronavirus aufgetreten sind oder mit einer besonders hohen Inzidenz zu den sogenannten Hochrisikogebieten.

(ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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