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Corona-Tragödie in NRW: Er galt bereits als geheilt - 30-jähriger Patient stirbt

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Von: Marcel Görmann

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Ein tragischer Coronavirus-Fall ereignete sich in Lünen (Symbolbild).
Ein tragischer Coronavirus-Fall ereignete sich in Lünen (Symbolbild). © dpa / Thanassis Stavrakis

Tragisches Corona-Schicksal in Westfalen: Ein erst 30-Jähriger verstarb in einer Klinik, wie das Gesundheitsamt Unna nun mitteilte.

Lünen - Es ist ein tückische Erkrankung. Das zeigt ein Fall aus Nordrhein-Westfalen. Im westfälischen Lünen verstarb nun ein 30-Jähriger, er wird als der jüngste Corona-Tote im Kreis Unna geführt. 

Coronavirus: Patient (30) galt beim Gesundheitsamt bereits als geheilt 

Kreissprecher Max Rolke erklärte auf Anfrage der Ruhr Nachrichten„Er hatte sich bereits Ende April infiziert und galt seit Mitte Mai mit Ablauf der Quarantäne als wieder genesen.“ Es habe keine anders lautende Meldung an das Amt gegeben. 

Doch am Montag verstarb der 30-Jährige im Zusammenhang mit dem Coronavirus in einem Krankenhaus. Am Dienstag erreichte die Nachricht des Todesfalls die Gesundheitsbehörde. Rolke sagte, es komme durchaus vor, dass Erkrankte bei leichten Verläufen nach Ablauf der Quarantäne wieder als genesen geführt werden und die Statistik dann später geändert werden müsse.

Der 30-Jährige soll aufgrund seiner Vorerkrankungen zu der Risikogruppe gehört haben, berichtet auch wa.de*. 

Corona: Todesfälle bei jüngeren Patienten sind Ausnahmen - RKI nennt neue Zahlen zur Altersstruktur

Todesfälle in dieser Altersgruppe sind selten. Jedoch verändert sich die Altersstruktur der Infizierten in Deutschland. Laut dem Robert Koch-Institut* sinkt der Anteil der über 80-Jährigen an den Corona-Infizierten seit Mai kontinuierlich. "Im Vergleich dazu nimmt der Anteil der Fälle in den jüngeren Altersgruppen zwischen 0 und 29 Jahren zu", heißt es im aktuellen Lagebericht.

Video: Aktuelle Zahlen zur Covid-19 Pandemie in Deutschland

Statistisch sind lediglich 18,8 Prozent der Infizierten in Deutschland 70 Jahre oder älter - sie machen jedoch 86 Prozent der Todesfälle aus. Die größten Gruppen der Infizierten sind Personen im Alter von 20 bis 49 Jahren (43 Prozent) und zwischen 50 und 69 Jahren (31 Prozent). Nur 6,8 Prozent der Infizierten sind Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre. In der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren gab es laut den vom RKI registrierten Fällen bisher 21 Todesfälle, in der Altersgruppe 20 bis 29 Jahre neun (Stand 10. Juni).

Der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel* vertritt darüber hinaus die These, dass ein Großteil der Verstorbenen nicht an, sondern mit dem Coronavirus verstorben seien, ihre Vorerkrankungen also ursächlich seien. Er geht davon aus, dass die Patienten lediglich vorzeitiger verstorben seien*, jedoch bereits - auch unbemerkt - so erhebliche Vorerkrankungen hatten, dass die Infektion nicht ausschlaggebend für ihr Ableben gewesen sei. 

mag

*Merkur.de und wa.de Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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