Mehr als 30.000 Corona-Todesopfer

Corona-Pandemie fordert in New York mehr Tote als 9/11 und Weltkrieg - Stadt trauert mit bewegender Geste

  • Patrick Huljina
    vonPatrick Huljina
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Mehr Todesopfer als durch den Zweiten Weltkrieg, den Vietnam-Krieg, Wirbelsturm Sandy und 9/11 zusammen - so lautet New Yorks traurige Corona-Bilanz. Mit einer emotionalen Zeremonie wurde nun der Opfer gedacht.

New York City - Die US-Metropole New York City war im Frühjahr des vergangenen Jahres einer der weltweiten Hotspots der Corona-Pandemie. Insgesamt verstarben mehr als 30.000 Einwohner des „Big Apple“ im Zusammenhang mit Covid-19. Keine andere Stadt in den USA wurde so hart von der Pandemie getroffen.

Corona in New York: Emotionale Gedenk-Zeremonie zu Ehren der Todesopfer der Pandemie

Genau ein Jahr nachdem der erste Mensch in New York nach einer bestätigten Corona-Infektion gestorben ist, hat die Millionenmetropole am Sonntagabend (Ortszeit) ihrer Corona-Todesopfer gedacht. „Wir ehren die Leben derjenigen, die wir an diese schlimme Pandemie verloren haben, und kommen als Stadt zusammen um zu trauern, zu heilen und in eine bessere Zukunft zu schauen“, kündigte Bürgermeister Bill de Blasio im Vorfeld der live übertragenen Gedenkveranstaltung an.

Auf die Brooklyn Bridge wurden Bilder von Todesopfern der Corona-Pandemie projiziert.

Eingeleitet wurde die emotionale Gedenk-Zeremonie durch eine Schweigeminute zu Ehren der Toten. Auf die Brooklyn Bridge wurden Bilder von Opfern der Corona-Pandemie projiziert. Zudem spielten die New Yorker Philharmoniker und es sprachen unter anderem ein Bischof, ein Rabbi und ein Imam.

New York: Corona-Pandemie fordert mehr Todesopfer als 9/11 und Kriege zusammen

Bürgermeister de Blasio schilderte das tragische Ausmaß der Corona-Pandemie in der US-Metropole. Mittlerweile seien mehr New Yorker an dem Virus gestorben als durch den Zweiten Weltkrieg, den Vietnam-Krieg, den Wirbelsturm Sandy und die Anschläge vom 11. September 2001 zusammen, erklärte er in seiner emotionalen Rede.

„So verheerend die Verluste auch waren“, sagte de Blasio, „bestehen diejenigen und ihre Taten fort, die wir verloren haben. Was sie gegeben haben, was sie geschaffen haben, und die Liebe, die sie gegeben haben, besteht weiterhin“, so der New Yorker Bürgermeister. Die Mitarbeiter der Gesundheitsdienste bezeichnete er als „Helden“. Die Stadtverwaltung hatte den gesamten Sonntag zum „Covid-19-Erinnerungstag“ erklärt.

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hielt bei der Gedenk-Zeremonie zu Ehren der Corona-Todesopfer eine emotionale Rede.

Sowohl in New York als auch im Rest des Landes hat sich die Corona-Lage inzwischen verhältnismäßig stabilisiert. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA ist weiter rückläufig. Für Sonntag meldeten die Behörden 37.669 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Montagmorgen (MEZ) hervorging. Am Sonntag vor einer Woche wurden noch 40.966 Neuinfektionen gemeldet. Der bisherige Höchstwert wurde in den USA am 2. Januar mit 300.416 neuen Corona-Fällen an einem Tag verzeichnet. (ph/dpa/afp)

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