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Totimpfstoff Valneva wohl wirksamer als Astrazeneca: EMA startet beschleunigte Prüfung der Zulassung

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Von: Jennifer Lanzinger

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Impfung
Ein Mann wird geimpft. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

So manche Impfwillige setzen ihre Hoffnung in sogenannte Totimpfstoffe, einer von ihnen könnte schon bald in der EU zugelassen werden. Die EMA kündigte nun eine beschleunigte Prüfung an.

Amsterdam - Die Corona-Zahlen in Deutschland und der Welt steigen auch weiterhin an, immer mehr Menschen infizieren sich aktuell mit dem Coronavirus. Während viele Impfgegner eine Impfung gegen das Virus komplett ablehnen, warten andere auf den sogenannten Totimpfstoff. Das Vakzin des französisch-österreichischen Biotechnologie-Unternehmens Valneva steht nun vor einer beschleunigten Prüfung zur Zulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA.

Totimpfstof Valneva: EMA startet beschleunigte Prüfung der Zulassung

Das hatte die in Amsterdam ansässige EU-Behörde am Donnerstag, 2. Dezember 2021, mitgeteilt. So habe die Prüfung des Vakzins VLA2001 bereits begonnen. Wann eine Entscheidung über den Totimpfstoff falle, sei noch offen. Die Besonderheit des Totimpfstoffs: das Vakzin von Valneva enthält für die Immunisierung abgetötete Bestandteile des Coronavirus. Damit nutzt er eine ähnliche Technologie wie klassische Grippe-Impfstoffe und soll in normalen Kühlschränken gelagert werden können. Im Oktober hatte Valneva „positive“ erste Ergebnisse aus der klinischen Phase-3-Studie mit dem Impfstoff bekannt gegeben. Das Mittel sei wirksamer als der Astrazeneca-Impfstoff, hieß es, und „im Allgemeinen gut verträglich“.

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Obwohl der Totimpfstoff offiziell noch gar nicht zugelassen wurde, hat die EU-Kommission bereits einen Liefervertrag mit Valneva geschlossen. Wie die Kommission vor knapp einem Monat mitteilte, sieht die Vereinbarung die Lieferung von bis zu 60 Millionen Corona-Impfdosen in den kommenden beiden Jahren vor, im Falle einer Zulassung durch die EMA. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte bei der Verkündung des Vertrags, das Vakzin könne an neue Corona-Varianten angepasst werden. Dies könnte nicht zuletzt angesichts der neuen Coronavirus-Variante Omikron von Bedeutung sein. Die neue Corona-Variante wird aktuell von Experten als besorgniserregend eingestuft.

Corona-Impfstoff: Wird schon bald der erste Totimpstoff gegen das Virus in der EU zugelassen?

Es wäre der erste in der EU zugelassene Totimpfstoff gegen das Coronavirus. Die verfügbaren Vakzine basieren auf anderen Methoden. Die Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna werden mit der neuartigen mRNA-Technologie hergestellt, die Mittel von Astrazeneca und Johnson & Johnson sind Vektorimpfstoffe. Traditionelle Totimpfstoffe stoßen bei Menschen auf Interesse, die Vorbehalte gegen eine Immunisierung mit mRNA-Vakzinen oder Vektorimpfstoffen haben. So hatte sich erst im Herbst Fußballspieler Joshua Kimmich für den Totimpstoff ausgesprochen.

Auch der US-Pharmakonzern Novavax setzt auf die traditionelle Methode des Totimpfstoffs. Er beantragte Mitte November die Zulassung für seinen Impfstoff Nuvaxovid. Die EMA sagte eine beschleunigte Prüfung zu, so dass eine Entscheidung voraussichtlich schon in „einigen Wochen“ bekanntgegeben werden könne. Das Mittel hat laut Novavax eine Wirksamkeit von rund 90 Prozent. Auch mit Novavax hat die EU-Kommission bereits einen Kaufvertrag über bis zu 100 Millionen Impfstoffdosen in diesem und im kommenden Jahr geschlossen. Außerdem enthält der Vertrag eine Option auf 100 Millionen weitere Impfdosen in den Jahren 2021, 2022 und 2023.

In Spanien wurden nach einer Weihnachtsfeier 68 Ärzte, Pfleger und Sanitäter positiv auf das Coronavirus getestet – trotz vorheriger Testungen.

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