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Corona-Weihnachten 2.0: Was das RKI offiziell empfiehlt - Virologin warnt vor gefährlichem Trugschluss

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Weihnachten 2021 steht wieder im Zeichen der Corona-Pandemie. Und erneut fragt man sich, wie sich die Familienfeiern rund ums Fest für alle sicher gestalten lassen - auch angesichts von Omikron.

Freiburg - Nach einem anstrengenden und für viele belastenden Jahr ist die Sehnsucht groß nach einem besinnlichen Weihnachtsfest im Kreise der Liebsten. Corona soll dabei nicht nur für einige Stunden und Tage aus den Köpfen verschwinden - es soll auch bitte vor der Haustür bleiben.

Weihnachten mit Corona: Das ist an den Feiertagen zu beachten

Doch angesichts der grassierenden Delta-Variante und der sich ausbreitenden, offensichtlich noch ansteckenderen Omikron-Variante des Virus steht wieder die drängende Frage im Raum: Was ist möglich und welche Vorkehrungen sollten wir für das Beisammensein treffen?

Allein auf den Schutz der Impfung oder den Genesenen-Status zu vertrauen, ist jedenfalls nur bedingt ratsam - insbesondere, wenn man sich mit Personen trifft, die ein höheres Erkrankungsrisiko haben: Ältere, Oma und Opa etwa, oder Menschen mit Immunschwäche. Was ist also ratsam, um das Infektionsrisiko unterm Christbaum möglichst weit zu senken? Zusätzliche Sicherheit bietet ein Antigen-Schnelltest.

RKI-Empfehlung zu Corona-Weihnachten - Virologin warnt vor Trugschluss

Das Robert Koch-Institut rät aktuell explizit: „Personen mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sollten unbedingt selbst geimpft sein und nur Kontakt zu Geimpften oder Genesenen mit negativem tagesaktuellem Testergebnis haben.“ Gerade in diesem Fall wäre es schlau, wenn sich alle täglich testen, sagt die Virologin Daniela Huzly vom Uniklinikum Freiburg. Der Grund ist: Gerade bei einer beginnenden Infektion können diese Tests häufig falsch-negativ sein. „Am Tag danach sind sie dann mitunter positiv.“

Man sollte wissen: Bei Geimpften, die sich infizieren, ist die Viruslast auch hoch. Sie sind also ähnlich infektiös wie ungeimpfte Menschen, die sich anstecken. Allerdings sinkt bei Geimpften in der Regel die Viruslast viel schneller wieder.

Ältere Menschen besonders gefährdet

Die Expertin betont mit Blick auf den Besuch bei den Großeltern: Ältere Menschen haben selbst dann, wenn sie ihre Auffrischungsimpfung schon bekommen haben, im Vergleich zu jüngeren Immungesunden einen nicht so optimalen Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf im Fall einer Ansteckung. Gerade deshalb ist es ratsam, dass sich alle vorher vorsichtshalber testen - das gilt auch für Kinder. (dpa)

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