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Wegen Omikron: Lange zurückhaltendes Bundesland verschärft jetzt die Corona-Maßnahmen

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Von: Jennifer Lanzinger

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Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (Mi.) mit dem Amtskollegen Tobias Hans (re.) im Bundesrat.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (Mi.) mit dem Amtskollegen Tobias Hans (re.) im Bundesrat. © Political-Moments/www.imago-images.de

Das RKI meldet mehr als 26.300 neue Corona-Infektionen. Derweil werden im Norden die Corona-Regeln angepasst. Der News-Ticker.

Update vom 2. Januar, 19.10 Uhr: Strengere Corona-Regeln in Schleswig-Holstein. Im Norden Deutschlands werden die Maßnahmen aufgrund der Omikron-Variante verschärft. Bei Veranstaltungen wird ab Dienstag (4. Januar) die Teilnehmerzahl auf maximal 50 in Innenbereichen beziehungsweise 100 im Freien begrenzt; bisher galt bei halber Kapazität maximal 1000.

Die Kontaktbeschränkung für Geimpfte oder Genesene auf maximal zehn Personen gilt nicht mehr nur in der Wohnung, sondern auch im öffentlichen Raum. Darauf verständigten sich am Sonntag Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), seine Stellvertreter, Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) und Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP), sowie die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen, wie die Staatskanzlei in Kiel mitteilte.

Günther sagte mit Blick auf die alte Rechtsbasis der Corona-Verordnungen, die die Ampel-Koalition in Berlin hatte auslaufen lassen: „Ich fordere den Bund auf, die epidemische Lage von nationaler Tragweite festzustellen.“ Ziel müsse es sein, „alle notwendigen Instrumente im Kampf gegen die Pandemie zur Verfügung zu haben“. Anderenfalls will der Regierungschef den Landtag bitten, die epidemische Lage für das Land festzustellen. Die Grüne Heinold und FDP-Mann Garg hatten sich - entgegen dem Kurs ihrer Parteien im Bund - bereits zuvor dafür ausgesprochen.

Günther sagte, die noch ansteckendere Omikron-Variante sei in Schleswig-Holstein inzwischen die vorherrschende. Die Corona-Inzidenz lag dort nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag bei 233,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Vorwoche: 147,7). Damit rangiert das Land, das einst die bundesweit niedrigsten Zahlen hatte, über dem Bundesschnitt von 222,7.

Corona: Kreuzfahrt mit „Aida Nova“ nimmt jähes Ende

Update vom 2. Januar, 14.43 Uhr: Für 3.000 Passagiere nimmt die Kreuzfahrt der „Aida Nova“ nimmt in Lissabon ein ungeplantes Ende. Nach zahlreichen Corona-Fälle unter den Crewmitgliedern zieht die Reederei Aida Cruises die Reißleine.

Zwar hätten alle Infizierten nur milde Symptome, „aufgrund der aktuellen Situation können wir jedoch die Reise mit Aida Nova nicht wie geplant bis zum 5. Januar 2022 auf die Kanarischen Inseln fortsetzen“, hieß es von Aida Cruises am Sonntag in Rostock. Das Unternehmen habe daher bereits begonnen, die Heimreise für die Gäste zu organisieren. Sie sollen am Montag per Flugzeug nach Deutschland, Österreich und die Schweiz zurückkehren.

Giffey: Verkürzung der Quarantäne wegen Omikron noch nicht nötig

Update vom 2. Januar, 11.44 Uhr: Wird wegen der hochansteckenden Omikron-Variante die Quarantäne verkürzt? Nach Ansicht von Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey sei das derzeit noch nicht nötig. „Jetzt im Moment brauchen wir das noch nicht, weil unsere kritische Infrastruktur noch nicht außer Gefecht gesetzt ist“, sagte die SPD-Politikerin im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Sie sehe das als Stufenmodell. Erst wenn absehbar sei, dass Polizei, Feuerwehr und andere Institutionen nicht mehr arbeitsfähig seien, müsse eine solche Maßnahme beschlossen werden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) drängen seit einigen Tagen auf eine Regelung für Deutschland. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) befürwortete die Diskussion um die Quarantäne-Dauer.

Wer sich mit der Omikron-Variante des Coronavirus angesteckt hat, muss 14 Tage in Quarantäne. Ob die Betroffenen geimpft oder genesen sind, spielt dabei keine Rolle. Die aktuelle Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) gilt auch für deren Kontaktpersonen. Eine Stellungnahme des RKI zur Quarantäne-Regel bei Omikron wird noch vor der Ministerpräsidentenkonferenz am 7. Januar erwartet.

Anti-Corona-Pille: Deutschland arbeitet an Notfallzulassung für Paxlovid

Update vom 2. Januar, 10.24 Uhr: Die Anti-Corona-Pille Paxlovid vom US-Pharmakonzern Pfizer wird schon als „Blockbuster“ im Kampf gegen Corona bezeichnet. Paxlovid soll gegen schwere Covid-19-Verläufe und auch Todesfälle verhindern. Die Pille wird oral eingenommen und ist seit Ende November auf dem Markt. Deutschland hat schon das neue Pfizer-Medikament investiert. Eine Zulassung für die neue Tablette gegen Corona fehlt hierzulande allerdings noch. Das soll sich jedoch für Paxlovid bald ändern.

Corona: Inzidenz steigt auf 222,7

Update vom 2. Januar, 7.30 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am vierten Tag in Folge einen Anstieg der offiziellen bundesweiten 7-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 222,7 an. Weil zwischen den Jahren weniger getestet und gemeldet wird, geht das RKI bei den Zahlen von einer Untererfassung aus. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 220,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 220,7 (Vormonat: 439,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.515 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.34 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 10.100 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 46 Todesfälle verzeichnet.

Corona-Inzidenz in Deutschland steigt - doch auch Langzeitfolgen bereiten Sorge

Während der Inzidenz-Anstieg zu den aktuellen Sorgen der Bundesregierung gehört, machen Ärzte auch immer wieder auf mögliche Langzeitfolgen der Pandemie aufmerksam. So rechnen beispielsweise Augenärzte als Folge der Corona-Pandemie mit eingeschränktem Freizeitangebot und viel Zeit zu Hause mit einer Zunahme der Kurzsichtigkeit bei Kindern. „Es ist zu erwarten, dass in der Pandemie durch übermäßiges zu nahes Sehen auf Handys oder Tablets die Kurzsichtigkeit unter Kindern zugenommen hat“, sagte der Sprecher des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA), Ludger Wollring, der Deutschen Presse-Agentur. „Uns liegen dazu keine Daten vor, aber frühere Studien lassen diese Auswirkung vermuten.“ Um Kurzsichtigkeit bei Kindern vorzubeugen, sei Tageslicht ein wichtiger Faktor. Selbst dämmriges Tageslicht sei besser als Kunstlicht.

Corona-Demonstrationen in Frankfurt und Düsseldorf an Neujahr

Update vom 1. Januar, 18.26 Uhr: Auch an Neujahr kam es wieder zu Demonstrationen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. In Frankfurt sind Gegner der Maßnahmen in mehreren Gruppen durch die Innenstadt gelaufen. Die Polizei schätzte ihre Gesamtzahl auf etwa 400. Die Aktion begann gegen 15 Uhr. Die nicht angemeldeten „Spaziergänger“ waren teils mit Kerzen auf dem Römerberg und rund um die Hauptwache unterwegs, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Am frühen Abend war die Aktion beendet. Die Beamten hätten die Menschen auf die geltenden Corona-Regeln wie Abstand und Maske hingewiesen, sagte der Sprecher. Von Zwischenfällen wurde zunächst nichts bekannt.

Auch in Düsseldorf haben tausende Gegner einer Corona-Impfpflicht und der Pandemie-Maßnahmen demonstriert. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl gegen Ende der Veranstaltung auf etwa 6500. Bei dem Marsch durch die Innenstadt sei es friedlich geblieben, sagte ein Sprecher. Auch der Aufforderung, Masken zu tragen, seien die Teilnehmer nachgekommen. Schon in den drei Wochen zuvor hatten jeweils zwischen 2000 und 4000 Gegner der Corona-Politik an der samstäglichen Demonstration in der Landeshauptstadt teilgenommen.

Deutsches Kreuzfahrschiff hängt wegen Coronafällen in Lissabonner Hafen

Update vom 1. Januar 2022, 17.40 Uhr: Knapp 3000 Kreuzfahrt-Passagiere unter anderem aus Deutschland haben die Silvesternacht wegen Corona ungeplant an Land in Lissabon verbringen müssen. 52 der 1353 Crewmitglieder seien positiv getestet worden, was die Weiterfahrt des Kreuzfahrtschiffs „Aida Nova“ bis ins neue Jahr verzögerte, zitiert die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa den Lissabonner Hafendirektor. Die Infizierten seien nun in Hotels in Lissabon zur Isolation. Auf dem Schiff seien 2844 Touristen, unter denen es keinen positiven Fall gebe. Geplant war eine Fahrt zum Silvester-Feuerwerk bei Madeira.

Wann das Schiff seine Reise zu den Kanarischen Inseln fortsetzen wird, ist trotz Auslaufgenehmigung laut Aida Cruises aber noch nicht klar. Das Unternehmen wies darauf hin, dass alle Passagiere ab dem 12. Lebensjahr und die Besatzung geimpft seien und vor dem Fahrtantritt sowohl ein Antigen- als auch ein PCR-Test durchgeführt werden müssten.

Angriff auf das Büro von Karl Lauterbach

Update vom 1. Januar 2022, 15.48 Uhr: In der Silvesternacht ist auf das Kölner-Büro von Karl Lauterbach ein Anschlag verübt worden. Randalierer haben die Fensterscheiben eingeworfen. Der Staatsschutz ermittelt, berichtet express.de. Das SPD-Wahlkreisbüro in Köln-Mülheim war schon am 10. Dezember 2021 Zielscheibe von Chaoten geworden. Damals hatten die Vandalen „Mörder“ auf die Fassade gesprüht und „L.O.L“ auf die Fensterscheibe geschrieben. Zuvor hatte es eine Demo vor dem Wohnhaus von Karl Lauterbach* gegeben. Im Frühjahr wurde auf das Auto des SPD-Politikers ein Farbanschlag verübt.

Lauterbach sagte am Neujahrstag der Deutschen Presse-Agentur, wegen vorangegangener Sachbeschädigungen mit Parolen und entsprechender Drohmails gehe er davon aus, dass die erneute Attacke auf sein Büro aus den Reihen radikalisierter Impfgegner und Corona-Leugner heraus verübt wurde. „Diese Menschen repräsentieren nicht die Gesellschaft, wo ja wirklich der überwältigende Teil zusammenhält und versucht, alles gegen die Pandemie zu tun“, sagte der Minister. „Sie repräsentieren eine ganz kleine Splittergruppe, die selbstgerecht glaubt, hier einen anderen Weg gehen zu müssen und die sich dabei verrannt hat. Das ist einfach nur traurig.“

Impfquote in Deutschland jetzt bei 71,2 Prozent – Hamburg bietet Neujahrs-Booster im Rathaus

Update vom 1. Januar 2022, 12.50 Uhr: An Silvester geimpft: Am letzten Tag des Jahres haben noch einmal mindestens 112.000 Menschen eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Damit verfügen insgesamt 71,2 Prozent der Bürger über die Grundimmunisierung, für die in der Regel zwei Dosen erforderlich sind. Eine Auffrischungsimpfung („Booster“) erhielten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI/Stand: Samstag, 9.01 Uhr) bereits 38,7 Prozent der Bevölkerung. 

Noch gar nicht geimpft sind 25,8 Prozent, also jeder vierte Bürger oder 21,5 Millionen Menschen - darunter auch rund vier Millionen Kinder, die vier Jahre oder jünger sind und für die bisher noch gar kein Impfstoff zugelassen ist.

In Hamburg gab es unter dem Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher eine Impf-Aktion statt des klassischen Neujahrs-Empfangs. Von 11 bis 17 Uhr kamen Hamburgerinnen und Hamburger für eine Auffrischungsimpfung in den Kaisersaal. Mittags bildete sich eine lange Schlange mit rund 450 Personen bis zum Neuen Wall und Jungfernstieg. Das berichtet der ndr.

Corona-Inzidenz in Deutschland steigt wieder – Lauterbach macht Hoffnung

Update vom 1. Januar 2022, 10 Uhr: Wie geht es mit Corona 2022 weiter? Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich vorsichtig optimistisch gezeigt. Fürs nächste Jahr gebe es „Licht am Ende des Tunnels“, sagte der SPD-Politiker am Freitagabend in der ZDF-Silvestershow vom Brandenburger Tor. 

„Licht am Ende des Tunnels“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach

Die Omikron-Variante werde nochmal eine schwere Herausforderung. „Aber es sieht so aus, als wenn diese Variante etwas weniger gefährlich wäre als die Delta-Variante.“ Das sei schon mal ein Lichtblick. Man wisse noch nicht genau, ob das auch für die Ungeimpften gelte. 

Mehrere Virologen hatten zuletzt Anlass für vorsichtigen Optimismus bei der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland gesehen. Forscher Christian Drosten verwies im ZDF-„heute journal“ auf Daten aus Südafrika, wo sich die besonders ansteckende Variante Omikron zunächst verbreitet hatte: „In gewisser Weise kann uns das beruhigen. Südafrika ist sicher ein Blick in eine Zukunft, in eine endemische Situation, die sich dort gerade einstellt“, sagte Drosten. „Nur sind wir leider noch ein ganzes Stück davon entfernt.“

Lauterbach sagte nun am Freitagabend, er teile die Einschätzung von Drosten, dass „wir diese Chance haben“. „Es ist aber nur eine Chance, es ist keine Gewissheit“, sagte Lauterbach, der per Video zugeschaltet war. Gefragt wurde er nach dem Unterschied zwischen pandemisch und endemisch. Würde das Virus endemisch, dann würde „zu keinem Zeitpunkt“ die Gefahr bestehen, dass das Gesundheitssystem überfordert wäre. Man würde dann mit dem Virus leben können, es wäre keine Situation zu befürchten, „die uns aus der Hand gerät“. „Und diese Möglichkeit haben wir“, sagte Lauterbach, der nach eigenen Worten im kleinen Freundeskreis ins neue Jahr feierte.

Die Omikron-Variante bilde möglicherweise eine Brücke. „Aber wir wissen es noch nicht gewiss, weil wir noch nicht wissen, wie gefährlich die Omikron-Variante für diejenigen ist, die vollkommen ungeimpft sind“.

Corona irgendwann nur wie eine Grippe?

Lauterbach sagte, die Infektion werde immer etwas anders verlaufen als eine Grippe, deswegen sei der Vergleich nicht wirklich hilfreich.

„Aber: Ich glaube schon, dass wir mit dem Coronavirus leben können. Dass wir unser normales Leben komplett zurückbekommen. Dafür kämpfen wir. Und dafür wird das nächste Jahr entscheidend sein.“ Lauterbach appellierte an die Menschen, sich impfen zu lassen. Er hatte auch dazu geraten, am Silvesterabend vorsichtig zu sein.

Corona-Inzidenz in Deutschland steigt weiter an

Update vom 1. Januar 2022, 8.05 Uhr: Die Inzidenz in Deutschland ist am dritten Tag in Folge weiter auf 220,3 gestiegen (Vortag: 214,9). Das geht aus den Daten des Robert-Koch-Instituts am Neujahrsmorgen hervor. 26.392 Corona-Neuinfektionen und 184 weitere Todesfälle sind demnach verzeichnet worden. Das RKI weist allerdings auf seiner Webseite darauf hin, dass bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten sei, dass wegen der Feiertage und des Jahreswechsels mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen sei. Die Daten lieferten daher ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage.

Corona-Inzidenz in Deutschland steigt wieder - Lauterbach überrascht mit Ironie: „Übertreibt es nicht“

Update vom 31. Dezember, 19.22 Uhr: Der in der Corona-Pandemie als Mahner und Warner bekannte Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich am Silvesterabend in Ironie geübt. Mit einem Foto auf Twitter nahm der SPD-Politiker Stellung zu den Jahreswechsel-Feiern. „Übertreibt es nicht. Ich sehe euch. Grüße, euer Karl“, steht auf einem Meme, das er verlinkte, auf dem er von draußen heimlich durch ein Fenster blickt.

Ganz falsch sei das bearbeitete Foto nicht, schrieb der Minister und wünschte einen „schönen letzten Abend in 2021“. Er „appelliere an alle, ein letztes Mal, vorsichtig zu sein“, schrieb er. „Testen, sehr kleine Gruppen, Mundschutz wo nötig und alleine Fernsehen bei Symptomen.“

Update vom 31. Dezember, 19.18 Uhr: Der Polizei in Deutschland steht ein arbeitsames Wochenende bevor - wegen der üblichen Probleme mit Feuerwerks-Unglücken, aber auch wegen möglicher Corona-Proteste. Davor warnte an Silvestertag die Gewerkschaft der Polizei in Bayern.

Corona in Deutschland: Landkreise fordert hartes Durchgreifen bei gewalttätigen Protesten

Update vom 31. Dezember, 12.30 Uhr: Die Corona-Pandemie bereitet vielen Experten und Politikern weiter große Sorgen, auch am Freitag meldete das RKI steigende Infektionszahlen (siehe Ursprungsmeldung unten). Um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu behalten sollen auch über Silvester zahlreiche Maßnahmen eingehalten werden, doch nicht jeder kann sich für die Corona-Regeln begeistern. Immer häufiger gehen Hunderte im Rahmen von Corona-Demonstrationen auf die Straße. Nicht immer wird sich dabei friedlich für den Corona-Protest eingesetzt.

Die deutschen Landkreise haben nun ein hartes Vorgehen des Staates gegen gewaltsame Corona-Demonstrationen gefordert. Zwar sei das Recht, gegen die Corona-Politik auf die Straße zu gehen, vom Grundgesetz geschützt, sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Das muss aber friedlich geschehen“, hob er hervor. Sobald diese Grenze überschritten werde oder sogar Politiker und ihre Familien bedroht oder angegriffen werden, „muss der Rechtsstaat entschieden eingreifen“, forderte der CDU-Politiker und Landrat des Landkreises Ostholstein. „Das bedeutet auch, dass gewaltsame Demonstrationen aufgelöst werden.

In den vergangenen Wochen war es an unterschiedlichen Orten immer wieder zu Ausschreitungen bei Protesten gegen Corona-Regeln oder zu Drohungen gegen Politikerinnen und Politiker gekommen. An den Demonstrationen hatten sich vielerorts auch Rechtsextreme beteiligt oder diese sogar organisiert. Sehr häufig wurden auch Vorgaben wie Abstandsregeln oder die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nicht eingehalten.

Update vom 31. Dezember, 12.15 Uhr: Obwohl es erfreuliche neue Daten zu neuen Corona-Variante Omikron gibt, bereitet eine Sache Virologe Drosten Sorgen. Das Problem sei ein speziell Deutsches.

Update vom 31. Dezember, 11.00 Uhr: Omikron-Fälle in Deutschland häufen sich. Der Anteil wächst. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat Daten zu den häufigsten Omikron-Symptomen veröffentlicht.

Corona-Lage nach den Feiertagen: RKI meldet steigende Infektionszahlen - und erneuten Inzidenz-Sprung

Ursprungsmeldung vom 31. Dezember 2021: Berlin - Für viele Menschen ist Weihnachten die schönste Zeit im Jahr, doch vor allem Familienbesuche könnten innerhalb der Corona-Pandemie nun für steigende Infektionszahlen sorgen. Und tatsächlich: das RKI meldet nach den Feiertagen nun steigende Corona-Zahlen, auch die Inzidenz macht wieder einen deutlichen Sprung. Droht nun die Lage zu eskalieren?

Corona-Lage nach den Feiertagen: RKI meldet steigende Infektionszahlen - Deutlicher Inzidenz-Sprung

Das Robert Koch-Institut meldet am Freitag, 31. Dezember, eine bundesweit höhere Sieben-Tage-Inzidenz als noch am Vortag. Das RKI weist zudem darauf hin, dass die Daten aufgrund der geringen Test- und Meldeaktivitäten während der Feiertage ein unvollständiges Bild abgeben können. So kletterte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen auf 214,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der bundesweite Wert bei 207,4 gelegen, vor einer Woche bei 265,8.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI außerdem höhere Infektionszahlen als noch vor einer Woche. Binnen eines Tages wurden nach offiziellen Angaben 41.240 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Vor genau einer Woche waren es 35.431 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 323 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 370 Todesfälle gewesen.

Auch den Silvesterabend wollen viele Menschen mit ihren Liebsten verbringen. Zahlreiche Corona-Beschränkungen gilt es in Bayern zu beachten. Vor allem in der Gastro sorgen die Regeln für Verwirrung. Ein Überblick*.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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