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Corona-Pandemie

Coronavirus in Deutschland: Maskenpflicht auch in Arztpraxen? Besonders für Kranke könnte das ein Problem sein

  • Michelle Brey
    vonMichelle Brey
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Jedes Bundesland Deutschland hat die Maskenpflicht eingeführt. In vielen Ländern wird die Maßnahme am 27. April starten. Gilt die Pflicht auch beim Arztbesuch? 

  • Deutschland hat das Coronavirus* mit einem Lockdown in den Griff bekommen.
  • Wegen erster Lockerungen der Corona-Maßnahmen gilt ab dem 27. April in vielen Bundesländern die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften.
  • Muss man auch in Arztpraxen eine einen Nasen- und Mundschutz tragen?
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus und die Corona-News aus Deutschland. Außerdem finden Sie hier aktuelle Fallzahlen in Deutschland als Karte. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen*.

Update vom 28. April, 15.50 Uhr:  In Mecklenburg-Vorpommern ist die Entscheidung gefallen. Wie Landesgesundheitsminister Harry Glawe (CDU) sagte, gab es hinsichtlich einer Maskenpflicht in Arztpraxen vermehrt Anfragen aus der Ärzteschaft. Künftig müssen die Patienten in Arztpraxen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. 

Laut einem Kabinettsbeschluss vom Dienstag seien wie im Einzelhandel auch hier eine Alltagsmaske, ein Schal oder ein Tuch erlaubt, erklärte Glawe. Die Maskenpflicht gelte auch in Psychotherapie-Praxen und in Praxen anderer Gesundheitsberufe.

Menschen, die aus medizinischen oder psychischen Gründen keine Maske tragen können, sind von der Maskenpflicht ausgenommen. 

Erstmeldung vom 26. April: Coronavirus in Deutschland: Maskenpflicht auch in Arztpraxen? Doch gerade für Kranke könnte das ein Problem sein

München - Einige Bundesländer haben die Maßnahmen inzwischen eingeführt, andere werden in Kürze nachziehen: Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern waren die ersten Bundesländer Deutschlands, die sich für eine Atemschutzpflicht entschieden hatten. Mittlerweile hat sich jedes Bundesland für eine Atemschutzpflicht entschieden*. 

In den meisten Ländern wird diese Corona-Maßnahme* am 27. April 2020 starten. Indes keimt eine neue Debatte hinsichtlich dieser Thematik auf. 

Coronavirus in Deutschland: Maskenpflicht ist bundesweit beschlossene Sache

In Bayern gilt ab Montag (27. April) bezüglich der Mundschutzpflicht*: Wer sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegt oder zum Einkaufen in ein Geschäft geht, ist verpflichtet eine Maske zu tragen. Dies gilt auch in Tankstellen und Banken. In anderen Bundesländern Deutschlands ist die Maskenpflicht ähnlich geregelt. Doch muss man auch eine Maske tragen, wenn man zum Arzt geht? Denn ist nicht auch gerade hier ein Schutz besonders wichtig?

Die Rufe werden nun laut eine entsprechende Pflicht auch bei Arztbesuchen einzuführen. Wie das deutsche Ärzteblatt berichtet, soll Schleswig-Holstein bereits darüber nachdenken.

Coronavirus in Deutschland: Maskenpflicht auch in Arztpraxen?

Burkhard John, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Sachsen-Anhalt, erklärte: „Mit dieser einfachen Maßnahme, die nun in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens immer normaler wird, können Patienten mit dabei helfen, Infektionen in Arztpraxen zu verhindern.“

So würden die meisten Tests auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus* Sars-CoV-2 in ambulanten Praxen durchgeführt, sechs von sieben der mit dem Virus infizierten Patienten würden im ambulanten Bereich behandelt werden, so berichtet das Ärzteblatt unter Berufung auf Burkhard John weiter. Die ambulanten Praxen seien der Schutzwall vor den Krankenhäusern, um dort einen Corona*- Kollaps zu vermeiden.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es hinsichtlich dessen, wie Landesgesundheitsminister Harry Glawe (CDU) sagte, vermehrt Anfragen aus der Ärzteschaft. Die Landesregierung erwäge es, die Mundschutzpflicht auf Arztbesuche auszudehnen. Dabei könnte gerade bei Patienten mit Atemwegserkrankungen das Tragen einer Maske zu Problemen führen. Stellt das für gesunde Menschen kein Problem dar, so ist die Maske ein zusätzlicher Widerstand, der für kranke Menschen das Atmen massiv beeinträchtigen kann. Unter die Betroffenen fallen auch Covid-19-Patienten mit einem schwereren Verlauf. Das sagte der Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts Lars Schaade im Presse-Briefing am Freitag (24. April). 

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © AFP / ODD ANDERSEN

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