Das amerikanische Kreuzfahrtschiff Diamond Princess liegt im Hafen von Yokohama (Japan).
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Auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ infizierten sich rund 700 Menschen mit dem Coronavirus.

„Diamond Princess“

Corona-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Forscher äußern Verdacht

  • Martina Lippl
    vonMartina Lippl
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Auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ haben sich 700 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Der massive Corona-Ausbruch sorgte im Februar für Schlagzeilen. Nun haben Forscher eine verblüffende Studie veröffentlicht.

  • Kreuzfahrtschiffe machten zu Beginn der Corona*-Pandemie als „schwimmende Petrischalen“ Schlagzeilen.
  • Tausende Passagiere erlebten eine Odyssee, statt einer schönen Reise. Verschiedene Schiffe wurden unter Quarantäne gestellt.
  • Der Corona-Ausbruch auf der „Diamond Princess“ haben Forscher untersucht.

Tokio - Das Kreuzfahrtschiff Diamond Princess“ wurde am 5. Februar 2020 vor der japanischen Küste unter Quarantäne gestellt. Der Fall sorgte für Aufsehen. 2666 Passagieren und 1045 Besatzungsmitgliedern durften nicht mehr von Bord. Passagiere wurden aufgefordert ihre Kabine nicht mehr zu verlassen. Insgesamt infizierten sich 712 Menschen auf dem Schiff mit dem Coronavirus und sieben Menschen starben.

Einzelner Passagier löste Corona-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff aus

Die mehr als 700 Corona-Infektionen auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ gehen einer Studie zufolge höchstwahrscheinlich auf einen einzigen Passagier zurück. Eine genetische Analyse zeige, dass alle Coronaviren dieselbe Mutation aufwiesen, berichtete ein Team des japanischen Instituts für Infektionskrankheiten in der US-Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS). Dies deute darauf hin, dass „die Ausbreitung von SARS-CoV-2 an Bord der „Diamond Princess“ von einem einzigen Ereignis vor Beginn der Quarantäneperiode ausging“, folgerten die japanischen Wissenschaftler.

Die Forscher entnahmen Virus-Genomsequenzen von 148 Passagieren und Besatzungsmitgliedern des Schiffes, das am 3. Februar von den japanischen Behörden im Hafen von Yokohama unter eine 14-tägige Quarantäne gestellt worden war. Zuvor war ein 80-jähriger Passagier, der in Hongkong von Bord gegangen war, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ansteckungen begannen den Forschern zufolge wahrscheinlich während großer Versammlungen in Gemeinschaftsräumen, „wo die Passagiere tanzten, sangen, einkauften und Shows besuchten“.(AFP/DPA)*Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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