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Mit falschem Datum gekennzeichnet: Hunderte abgelaufene Moderna-Impfdosen verabreicht

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Geimpft - doch mit abgelaufenem Impfstoff. In Baden-Württemberg erging es so hunderten Personen.
Geimpft - doch mit abgelaufenem Impfstoff. In Baden-Württemberg erging es so hunderten Personen. © Bernd von Jutrczenka/dpa

In Baden-Württemberg sind hunderte Menschen mit abgelaufenem Impfstoff geimpft worden. Dies teilten drei Landkreise mit. Geschützt sind sie wohl trotzdem.

Sindelfingen - 840 mehr Menschen in Baden-Württemberg sind geimpft - doch Sorgen machen sie sich nun wohl trotzdem. Wegen eines falschen Etiketts sind in Sindelfingen, Reutlingen und Esslingen 840 abgelaufene Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna verabreicht worden. Der Impfstoff wurde vorschriftsmäßig in Kühlboxen transportiert. Auf den Paketen war eine längere Ablaufzeit notiert. Das teilten die drei zuständigen Landkreise am Freitag mit.

Das Datum habe sich später als falsch herausgestellt - der Impfstoff sei teilweise noch gespritzt worden. Die Verantwortlichen erwarteten wegen des Fehlers zunächst keine Folgen für die Betroffenen.

Geimpft mit abgelaufenem Impfstoff - sind die Menschen trotzdem gegen Corona geschützt?

Sind die Geimpften nun trotzdem geschützt? Einer neuen Studie des Herstellers zufolge sei der Impfstoff so stabil, dass er drei Monate lang bei normalen Kühlschranktemperaturen gelagert werden könne.

„Es gibt bisher keine Rückschlüsse, dass sich aus der längeren Aufbewahrungszeit Auswirkungen auf die Wirksamkeit ergeben hätten“, sagte die ärztliche Leiterin des Sindelfinger Kreisimpfzentrums, Martina Burchert-Graeve. Die Vorgabe der Europäischen Arzneimittel-Agentur, nach der die Lagerung eine Dauer von 30 Tagen nicht überschreiten soll, gelte aber derzeit noch in Europa. (cg mit dpa)

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen zwar nicht mehr an. Zwei Experten warnen jedoch davor, die vierte Welle abzuschreiben.

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