Die Lage in der Bundeshauptstadt

Coronavirus in Berlin: Mehr als 100 Trauernde bei Clan-Beerdigung - Maskenverkauf in U-Bahn-Stationen

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Berlin meldet steigende Zahlen von infizierten Covid-19 Personen. Trotzdem gibt es weitere Öffnungen. Ab Montag gilt nun auch in der Bundeshauptstadt eine Maskenpflicht.

+++Dieser Ticker ist beendet. Die aktuellen Informationen zum Coronavirus in Berlin finden Sie in unserem neuen News-Ticker+++

Update, 19.55 Uhr: Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité berät die Bundesregierung im Umgang mit der Corona-Krise. Außerdem sorgt er durch seinen regelmäßigen Corona-Podcast in Kooperation mit dem NDR dafür, dass jeder Bürger, der sich informieren will, fundierte Fakten erhalten kann. Dennoch erhält der Wissenschaftler mittlerweile Morddrohungen. Davon erzählte er in einem Interview mit dem britischen Guardian. Doch schlaflose Nächte bereiten ihm nicht die Morddrohungen, sondern andere Mails

Update, 14.33 Uhr: Bei der Beerdigung der Mutter eines Clan-Chefs kamen mehr als 100 Trauernde in Berlin zusammen - die Polizei beschreibt einen schmalen Grat zwischen Trauer und Infektionsvermeidung. Insgesamt sei es aber ruhig geblieben.

Beerdigung im Clan-Milieu: Die Polizei mit Großaufgebot

Eine harte Reaktion auf chinesische Versuche, Einfluss in Deutschland zu nehmen, fordert jetzt die Opposition in Berlin. Margarete Bause (Grüne) fordert, die Botschafter einzubestellen.

Update, 10.27 Uhr: Wie in anderen Bundesländern auch, gilt ab heute in Berlin eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Einige U-Bahn-Stationen haben dazu Automaten aufgestellt, in denen Mund- und Nasenbedeckungen erworben werden können.

Für eine mögliche Öffnung der Spielplätze im Mai haben einige Bezirksämter begonnen, Hygieneüberprüfungen durchzuführen.

Am Nachmittag wollen sich die Kultusminister in einer Videokonferenz zusammenschalten, um über weitere Pläne für die Schulen zu sprechen - schon am Vormittag tagt das Corona-Kabinett unter anderem zum Thema Neuregelungen für Gottesdienste.

Update vom 27. April, 9.45 Uhr: Eine Berliner Gesundheits- und Krankenpflegerin rüttelt nun mit einem Facebook-Beitrag auf. Sie schildert, wie bitter der Alltag in einer Intensivstation ist - und ärgert sich über Corona-Ignoranten.

Coronavirus: Senatorin fordert Ausweitung der Maskenpflicht

Update vom 26. April, 21.20 Uhr:  Diley Kalayci (SPD), Berliner Senatorin für Gesundheit, hat, wie die Berliner Morgenpost berichtet, eine Ausweitung der Maskenpflicht auf den Einzelhandel gefordert. 

„Ich habe mir das sehr genau angeschaut und war wirklich erschrocken, dass nur ungefähr ein Fünftel der einkaufenden Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben“, sagte die Politikerin am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur. Ähnlich wie im Öffentlichen Nahverkehr sei es nur schwer den gesetzlichen Mindestabstand in den Geschäften einzuhalten. „Ich halte deshalb auch dort eine Verpflichtung für unumgänglich“, betonte Kalayci. 

In Berlin sind bislang 5.607 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. 123 Menschen sind bislang den Folgen einer Infektion gestorben. Insgesamt 4.508 Menschen sind inzwischen wieder genesen. 

Coronavirus in Berlin: Maas macht Ansage zu Sommerurlaub

Update vom 26. April, 13.28 Uhr: Mit seiner deutlichen Absage an den Sommerurlaub in Zeiten von Corona enttäuschte Bundesaußenminister Heiko Maas nicht nur viele reiselustige Bürger, sondern zog auch den Ärger von Vertretern der deutschen Reisebranche auf sich. Für seine Äußerungen bekam Maas nun ordentlich Gegenwind

Update vom 25. April, 22.30 Uhr: Aufgrund der allgemeinen Ausgangsbeschränkungen sind Versammlungen in Deutschland untersagt. Doch ähnlich wie in Stuttgart trafen sich auch in Berlin-Mitte mehr als 1000 Personen, um gegen die aktuellen Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus zu protestieren. 

Coronavirus in Berlin: 1000 Personen protestieren - unter ihnen Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulisten

Die Polizei stellte rund um den Rosa-Luxemburg-Platz Absperrgitter auf, um einen zu vollen Platz zu verhindern, so dass viele Demonstranten vor Absperrgittern standen. Die Beamten forderten die Menschen wiederholt dazu auf, den Ort zu verlassen. Einzelne Demonstranten wurden vorläufig festgenommen

Am Nachmittag zerstreute sich die friedlich protestierende Menschenmenge. Insgesamt rückte die Polizei mit knapp 200 maskierten Polizisten an, womit die Bildung einer größeren Menschenmenge verhindert wurde, wie die Polizei selbst mitteilte. Die Versammlungen sind bereits an den vergangenen vier Samstagen ähnlich durchgeführt worden. Für den 1. Mai ist ebenfalls eine Kundgebung abgekündigt worden.

Die Demonstranten waren nicht eindeutig politischen oder anderen Gruppen zuzuordnen, was die Demonstration wohl von den meisten Kundgebungen unterschied. Jedoch sollen sich unter den Teilnehmern auch bekannte Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretiker befunden haben. Gegen die Kundgebung protestierten 20 linke Aktivisten einige Meter entfernt.

Gibt es eine Maskenpflicht auch in Arztpraxen? Besonders für Menschen mit Atemwegsbeschwerden könnte das ein Problem sein. In Bayern gilt die Maskenpflicht ab Montag (27. April). Ministerpräsident Markus Söder fand klare Worte zu weiteren 

Coronavirus in Berlin: Private Corona-Teststation aufgebaut - 60 Euro pro Abstrich

Update vom 25. April, 10.04 Uhr: Auf einem Parkplatz mitten im Berliner Regierungsviertel entsteht im Moment die erste private Corona-Teststation in Deutschland. In der Hauptstadt gibt es bereits zwei der sogenannten Drive-In-Teststationen, bei denen man sich auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen kann. Das Besondere an der neu errichteten Station ist allerdings, dass es sich dabei nicht um eine kassenärztliche Leistung handelt. 

Wie der Tagesspiegel berichte, soll es sich viel mehr um eine private Einrichtung handeln, in der man sich für 60 Euro aus der eigenen Tasche auf das Virus testen lassen kann. In der Berliner Gesundheitsverwaltung herrscht Verwirrung und Überraschung. Man habe zwar gehört, dass die dort etwas entsteht, wisse jedoch nichts Genaues Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) wollte das Angebot vorerst nicht bewerten. Ob es rechtlich möglich ist, dass private Praxen mit Abstrichen in der Corona-Krise Geld verdienen dürfen, soll in der kommenden Woche geprüft werden.  

Coronavirus in Berlin: Spielplätze sollen bald wieder öffnen - Datum steht schon fest

Update vom 24. April, 13 Uhr: In Berlin sind derzeit 5476 Coronavirus-Infektionen gemeldet. Damit ist die Zahl binnen eines Tages um 121 Fälle gestiegen. Mehr als 100 Menschen sind in der Landeshauptstadt bereits an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. 

Am 30. April sollen in Berlin dennoch die Spielplätze wieder öffnen. Das beschlossen zwölf Bezirke im Rat der Bürgermeister am Donnerstag (23. April). Auch dort sollen aber die gebotenen Abstands- und Hygieneregeln zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie gelten. Das berichtet der Tagesspiegel

Update vom 22. April, 17.50 Uhr: In Berlin ist die Kriminalität aufgrund des Lockdowns stark zurückgegangen. In der Coronavirus-Krise* wurden in der vergangenen Woche rund 61 Prozent weniger Taschendiebstähle im Vergleich zum Vorjahr gemeldet. Auch Wohnungseinbrüche gingen aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus* um 65 Prozent zurück, Autodiebstähle sogar um mehr als 76 Prozent. Dies teilte die Berliner Polizei am Mittwoch mit. 

Bei Kellereinbrüchen, so Polizeipräsidentin Barbara Slowik, soll es jedoch einen Anstieg geben. Zudem soll es bereits eine Abwandlung des Enkel-Tricks geben, den Sohn-Tochter-Trick, bei dem älteren Menschen mitgeteilt wird, dass ihre Kinder im Krankenhaus seien und anschließend um Geldzahlungen gebeten werden.

Coronavirus in Berlin: Bildungssenatorin fordert Öffnung von Spielplätzen

Update vom 22. April, 13.09 Uhr: Ab kommenden Montag wird in Berlin wegen der Corona-Krise eine Maskenpflicht gelten. Damit wurden die Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung auch in der Hauptstadt verschärft. Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat unterdessen allerdings auch die Aufhebung einer anderen Schutzmaßnahme gefordert: Sie will die Spielplätze wieder öffnen lassen und forderte die Bezirke der Hauptstadt dazu auf, dies in die Wege zu leiten. 

„Gerade Kitas und Kinderläden ohne eigene Außenanlagen müssen die Spielplätze wieder nutzen können. Auch Familien, die mit Kindern in der dicht bebauten Innenstadt leben, sind darauf angewiesen“, sagte sie am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Selbst wenn man die Spielplätze nicht wieder komplett öffnen wolle, könne man Regelungen für eine eingeschränkte Nutzung finden. Die Bezirksbürgermeister wollen am Donnerstag über die Öffnung der Spielplätze beraten

Nach langem Hin und Her haben sich alle Bundesländer in Deutschland zu entschlossen eine Maskenpflicht einzuführen.

Coronavirus in Berlin: Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr gilt ab kommenden Montag

Update vom 21. April, 16.47 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat am Dienstagnachmittag in einer Pressekonferenz bestätigt, dass ab kommenden Montag eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr gelten wird. Da in den Bussen, U-Bahnen oder der S-Bahn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden könnten, habe der Senat am Dienstag einen entsprechenden Beschluss gefasst, berichtete Müller. In Berliner Geschäften wird es im Gegensatz zu den Beschlüssen einiger anderer Bundesländer aber keine Maskenpflicht geben.

Der Bürgermeister kündigte zudem an, dass Bedürftige in Berlin die Masken kostenlos erhalten würden. Dafür werde es dezentrale Ausgabestellen geben. Zudem sind ab dem 4. Mai den Angaben von Kultursenator Klaus Lederer (Linke) in der Hauptstadt wieder Gottesdienste mit bis zu 50 Teilnehmern erlaubt. Kulturelle und sportliche Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bleiben in Berlin wegen der Corona-Krise allerdings bis zum 24. Oktober verboten. Bis 31. August dürften Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern nicht stattfinden, beschloss der Senat am Dienstag.

Wegen der Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender auch das traditionelle Bürgerfest abgesagt. Das gab das Bundespräsidialamt am Dienstag in Berlin bekannt. Ursprünglich sollte das Fest am 21. und 22. August stattfinden.

Der Berliner Virologe Christian Drosten warnt unterdessen vor einer möglichen zweiten Corona-Infektionswelle in Deutschland. Dafür könnten in Zukunft dem Experten zufolge zwei Hintergrundeffekte verantwortlich sein*. 

Neue Krankheitsbilder: Bislang galten vor allem trockener Husten und Fieber als Coronavirus-Symptome. Ärzte wurden nun weltweit auf andere Merkmale aufmerksam - die besonders bei jüngeren Patienten auftreten.

Coronavirus in Berlin: Senat beschließt Maskenpflicht - sie gilt aber nicht für den Einzelhandel

Update vom 21. April, 14.28 Uhr: Ab kommender Woche müssen die Menschen in Berliner Bussen und Bahnen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Informationen der Deutschen Presse-Agentur zufolge beschloss der Senat am Dienstag eine entsprechende Maskenpflicht. Diese soll allerdings im Unterschied zu anderen Bundesländern nicht für den Einzelhandel gelten.  

Update vom 21. April, 11.50 Uhr: Weil ihre Lernbedingungen zu Hause in der Corona-Krise besonders ungünstig sind, wollte eine Schülerin aus Berlin ihre Abiturprüfungen verschieben - und zog dafür sogar vor Gericht. Das Verwaltungsgericht Berlin wies den Eilantrag der Abiturientin nun allerdings zurück. Gegen den Beschluss kann zwar noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden, doch die erste schriftliche Prüfung steht in Berlin schon am Freitag an.

Die betreffende Schülerin lebt mit ihren Eltern und einem Bruder in einer 2,5 Zimmer-Wohnung und argumentierte, dass ihre Konzentrationsfähigkeit wegen der Geräuschbelastung durch ihre Familie deutlich gestört sei. Daher habe sie nicht die gleichen Chancen wie andere. In seiner Ablehnung betonte das Gericht jedoch, dass die Situation der Schülerin kein besonderer Ausnahmefall. Wie auch in anderen Lebensbereichen könnten keine identischen Bedingungen gewährleistet werden. 

Indes wird in Deutschland ein Impfstoff bereits an Menschen getestet. Indes warnt die Drogeriekette dm vehement vor einer Lösung für einen Atemschutz.

Coronavirus in Berlin: Bezirk Mitte Brennpunkt bei Corona-Kontrollen - 61 Verstöße 

Update vom 20. April, 16.41 Uhr: Bei einer Sonderkontrolle am Freitagnachmittag hat das Ordungsamt im Berliner Bezirk Mitte 61 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt. 16 Personen zahlten vor Ort ein Verwarngeld in Höhe von 55 Euro. In den anderen Fällen kommt es zu einem Ordnungswidrigkeitenverfahren, teilt das Bezirksamt am Montag mit. Besonders im Park an der Weinbergsstraße und Umgebung gab viele Corona-Sünder - nämlich 40. Über diese Zahl ist Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel „sehr betrübt“, wie in einer Mitteilung zu lesen ist.

„Die Ergebnisse gerade im Park am Weinbergsweg und in der näheren Umgebung sind besorgniserregend. Auch die Beleidigungen gegenüber den Dienstkräften des Ordnungsamtes sind nicht hinnehmbar“, so von Dassel.

Der Senat beschließt am Dienstag (21. April), welche Lockerungen es ab dem 27. April in Berlin gegen soll (s.u.). Im Hinblick auf den 1. Mai betrifft dies auch das Demonstrationsrecht.

Die Berliner Polizei rechnet am 1. Mai nach einem Bericht des Spiegel mit scheinbar spontanen Versammlungen von Linksextremisten, Angriffen auf Polizisten sowie Sachbeschädigungen besonders rund um die Rigaer Straße im Stadtteil Friedrichshain, wo noch einige symbolträchtige und zum Teil besetzte Häuser der linksradikalen Szene stehen. 

Coronavirus in Berlin: Offene Geschäfte? Berlin lässt sich Zeit  

Update vom 20. April, 12.10 Uhr: Berlin lässt sich mit der Umsetzung der Corona-Lockerung mehr Zeit als andere Bundesländer. Welche Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern von einer Lockerung profitieren, soll in Berlin am Dienstag beschlossen werden. Möglicherweise dürfen dann ab Mittwoch (22. April) auch Warenhäuser öffnen. Ab dem letzten Aprilwochenende sollen vorraussichtlich Besuche im Zoo, Tierpark und Botanischer Garten möglich sein.

Coronavirus in Berlin: Corona-Jahrgang 2020 startet mit Abitur

Update vom 20. April, 10.24 Uhr: Fünf Wochen nach der Schulschließung in Berlin dürfen 14.600 Abiturienten wieder in ihre Schulen zurückkehren. In Berlin beginnt am diesem Montag (20. April) das Abitur trotz heftiger Kritik. Zunächst steht das Latein-Abitur an. Auch das Sommersemester 2020 in Berlin startet. Es findet erstmals aufgrund der Corona-Pandemie bis auf weiteres nur online statt.   

Am Wochenende hatte die Polizei in Berlin einiges zu tun. Es wurden nach Angaben der Polizei 22 Objekte und 328 Personen im Freien überprüft. 19 Straf- und 126 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurden ausgefertigt.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat im Gesundheitsausschuss vor verfrühtem Optimismus in der Coronakrise gewarnt, berichtet die Morgenpost online. „Wir sind mitnichten über den Berg. Die guten Zahlen sind absolut keine Entwarnung“, sagte Kalayci.

Die ersten Lockerungen des Shutdowns befeuern offenbar Forderungen nach weiteren Schritten. Jetzt kritisiert Kanzlerin Angela Merkel die „Öffnungsdiskussionsorgien“.

Coronavirus in Berlin: Das Abitur startet trotz Corona-Krise. 

Coronavirus in Berlin: Lockerungen der Corona-Regeln

Update vom 20. April, 8.59 Uhr: Ab diesem Montag werden die ersten Corona-Regeln in Deutschland gelockert*. Zuvor hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel darüber mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer beraten. In den einzelnen Ländern werden die neuen Richtlinien zum Teil aber sehr unterschiedlich umgesetzt. So lockert Sachsen beispielsweise sehr großzügig, während in Bayern die Maßnahmen weiterhin vergleichsweise strikt bleiben. 

Update vom 19. April, 11.17 Uhr: Nun werden weitere Informationen zu der unerlaubten Demonstration gegen die Einschränkung von Grundrechten durch Corona-Schutzmaßnahmen am Samstag in Berlin bekannt. So war zunächst von 100 Einsatzkräften die Rede, einen Tag später wurde diese Zahl laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur nach oben korrigiert: Insgesamt waren rund 260 Beamte am Rosa-Luxemburg-Platz und an der dortigen Volksbühne im Berliner Stadtteil Mitte im Einsatz.

Ein Teil der Demonstranten führte laut Polizeiangaben Plakate sowie Ausgaben des Grundgesetzes mit sich. Die Polizisten nahmen die Personalien von insgesamt 79 Teilnehmern auf. Demnach wurden zwei Menschen zur erkennungsdienstlichen Behandlung vorübergehend ins Polizeigewahrsam gebracht. Laut Polizei-Informationen ignorierten außerdem einige Menschen die Anweisung der Beamten und wurden daher weggetragen. Die Einsatzkräfte erstatteten Straf- und Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. 

Corona in Berlin: Brände und Vandalismus trotz Covid-19-Pandemie

Update vom 19. April, 9.23 Uhr: Das Coronavirus hat zwar die Hauptstadt fest im Griff, doch die Berliner Polizei hat auch abseits von Covid-19 alle Hände voll zu tun. Wegen Bränden und Vandalismus waren die Beamten und auch die Feuerwehr in der Nacht von Freitag auf Samstag im Dauereinsatz. 

Gegen 3 Uhr alarmierte eine Anwohnerin im Stadtteil Prenzlauer Berg die Feuerwehr, berichtet Bild.de. Der Grund: Am dortigen Falkplatz stand ein Firmentransporter in Flammen. Ob es sich dabei um Brandstiftung handelte, oder der Wagen ohne menschliches Zutun Feuer fing, ist nicht bekannt. Wenige Stunden später wurde die Feuerwehr dann zu einer Kita in Charlottenburg gerufen. Dort brannte ein Müllcontainer, der schließlich auf das Dach der Kita übergriff.

Corona in Berlin: Trotz Pandemie kommt es zu Vandalismus am Alexanderplatz

Ebenfalls in den frühen Morgenstunden ereignete sich am Alexanderplatz außerdem ein Fall von Vandalismus: Ein Mann warf die Verglasung der dortigen Polizeiwache mit zwei Pflastersteinen ein. Dabei gingen die äußeren Scheiben zu Bruch. Während er festgenommen wurde, beschimpfte der Mann die Polizisten und leistete Widerstand.

Und im Laufe des Samstags ging es ähnlich ereignisreich weiter: Trotz geltender Kontaktbeschränkung* haben an diesem Tag in der Hauptstadt wieder mehrere Hundert Menschen gegen die Einschränkung von Grundrechten in der Corona-Krise demonstriert. Über Lautsprecher forderte die Polizei die Teilnehmer auf, die unerlaubte Demonstration zu verlassen. Die meisten seien diesem Aufruf gefolgt, vereinzelt sei allerdings zu „freiheitsbeschränkenden Maßnahmen“ gegriffen worden, teilte eine Polizeisprecherin mit. Rund 100 Kräfte seien im Einsatz gewesen

Coronan in Berlin: Polizisten lösen unerlaubte Demo im Bezirk Mitte auf

Wegen der Corona-Pandemie waren viele der Polizisten mit Mundschutz* unterwegs. Wie bereits an den Wochenenden zuvor hatten sich die Demonstranten an der Volksbühne im Bezirk Mitte versammelt. Gemäß der aktuellen Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus sind in Berlin nur Versammlungen unter freiem Himmel von maximal 20 Menschen erlaubt. 

Während wegen der Corona-Krise in vielen Bereichen Stillstand herrscht, gilt das leider nicht für die Kriminalität. So müssen die Beamten neben ihrem Einsatz im Kampf gegen Covid-19 auch noch das „normale Tagesgeschäft“ bewältigen. Dass die Berliner Polizisten dabei trotzdem nicht ihren Humor verlieren, beweist ein anderer Tweet der Beamten vom Samstag. 

Am frühen Morgen begleiteten sie an diesem Tag einen Bieber in Tegel zum Hafenbecken. Er hatte sich offenbar in die Innenstadt verirrt. Den Einsatz setzten die Polizisten recht humorvoll in Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Situation. Den Twitter-Usern gefällt‘s offenbar, denn der Post erhielt bis Sonntagmorgen immerhin mehr als 9000 Likes.

Corona in Berlin: Insgesamt 5091 Corona-Infizierte in der Hauptstadt

Update vom 17. April, 20.23 Uhr: In Berlin ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 5091 gestiegen. Im Vergleich zum Vortag sind somit 120 Menschen mehr betroffen. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden aktuell 585 Personen. Das sind 17 weniger als gestern. Blslang sind 91 Erkrankte an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben, sieben mehr als gestern. Im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung ist unter anderem die Reproduktionszahl von immenser Bedeutung. Was sie genau angibt und warum sie ein entscheidender Faktor ist, lesen Sie ebenfalls bei Merkur.de*.

Update vom 17. April, 12.38 Uhr: Die Corona-Krise könnte Deutschland noch länger fest im Griff haben, als bislang angenommen. Während am Mittwoch ein deutschlandweites Veranstaltungsverbot bis zum 31. August verkündet wurde, steht nun offenbar auch das Musikfestival Lollapalooza in Berlin auf der Kippe. 

Obwohl das Mega-Event erst Anfang September stattfindet, somit von dem aktuellen Veranstaltungsverbot nicht betroffen ist, stehe das Festival laut Innensenator Andreas Geisel auf der Kippe. Wie Geisel am Freitag im Gespräch mit Radio Eins des rbb erklärte, sei er „sehr, sehr, skeptisch“, dass die Mega-Veranstaltung trotzdem stattfinden könne. 

Bislang sei das Musikfestival für den 5. und 6. September im Berliner Olympiastadion geplant. 

Können wir im Sommer wieder in den Urlaub fahren? Heiko Maas äußert sich zu den Urlaubsplänen mit einer eindeutigen Einschätzung.

Corona in Berlin: Fridays for Future kündigt Klimastreik an

Update vom 16. April, 16.05 Uhr: Trotz Corona-Krise wollen die Aktivisten der Klimaschutzbewegung Fridays for Future am Tag des globalen Klimastreiks am 24. April demonstrieren. Wie der Berliner Sprecher der Bewegung, Quang Paasch, der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, soll dies digital geschehen und der Protest von der Straße ins Netz gebracht werden. Streikende können sich demnach über den Hashtag #Netzstreikfürsklima in Form von Videobeiträgen oder Bildern in den sozialen Medien am Protest beteiligen.

Corona in Berlin: Fridays for Future Bewegung plant Kunstaktion trotz Covid-19-Krise 

In verschiedenen deutschen Großstädten - unter anderem auch in Berlin - sei zusätzlich eine  Kunstaktion geplant. Bis zum 20. April könnten gemalte Schilder an 30 Abgabestationen in den Berliner Bezirken hinterlassen werden. „Danach werden die Boxen mitsamt der Schilder für 72 Stunden versiegelt, um Infektionen auszuschließen“, hieß es in einer Mitteilung der Fridays for Future-Bewegung. Am Tag des globalen Klimastreiks sollen alle Plakate dann an einem zentralen symbolträchtigen Ort als einmalige Kunstaktion ausgestellt werden. Die Aktion soll zudem live gestreamt werden.  

In Italien denkt man unterdessen über die Lockerung der Corona-Maßnahmen nach. Das droht Italien zu spalten.*

Update 12.21 Uhr: Die Covid-19-Sterberate liegt in Berlin offiziell deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Doch Recherchen des rbb haben nun ganz andere Zahlen ergeben. So meldete der Berliner Senat am Dienstagabend 62 Corona-Tote und damit pro Einwohner nur halb so viele Covid-19-Todesfälle als im Bundesdurchschnitt. Doch diese Statistik hinkt wohl hinterher. Dies lässt sich dem rbb zufolge aus internen Sterbestatistiken der Berliner Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser erschließen. 

Corona in Berlin: Meldeverzüge über die Osterfeiertage führten zu verzerrten Statistiken

Die Begründung: Über die Osterfeiertage hätte es Meldeverzüge gegeben. „Heute wurden zahlreiche Meldungen von (…) Todesfällen der letzten Tage nachgemeldet (…) Da in vielen Einrichtungen die Verwaltungen am Wochenende nicht anwesend sind, wurden die Meldungen mit ein bis zwei Tagen Verspätung übersandt“, heißt es offenbar in einem senatsinternen Bericht vom Dienstagabend über die Lage in Berliner Pflegeheimen. 

Das ist allerdings ein großes Problem, wenn zeitgleich über mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen diskutiert wird. Das habe auch Wolfgang Albers (Linke), Vorsitzender des Gesundheitsausschuss im Abgeordnetenhaus, auf Anfrage von rbb bestätigt: „Wenn wir die Sterblichkeitsrate der Krankheit wirklich erfassen wollen, dann brauchen wir transparente Zahlen“, sagte er. 

Denn über die Osterfeiertage sei die tatsächliche Zahl der Todesfälle enorm angestiegen. Seit Gründonnerstag habe es den Berichten zufolge 45 Todesfälle in Berliner Krankenhäusern und Pflegeheimen gegeben. Der Sprecher der Brandenburger Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne), habe die Situation erklärt: „Die behandelnden Ärzte haben einen Tag Zeit, den Gesundheitsämtern die Verstorbenen zu melden, die Gesundheitsämter einen weiteren Tag, um die Meldung an die Landesämter für Gesundheit weiterzuleiten – und die Landesämter dann nochmal einen Tag, um die Zahlen an das Robert-Koch-Institut zu melden.“

Corona in Berlin: Gesundheitsverwaltung räumt Meldeverzögerungen der Ämter ein

Dass nur 62 von den insgesamt 78 Covid-19-Todesfällen gemeldet wurden, habe daran gelegen, dass dabei „nur die Fälle von Berlinern gezählt werden“. Brandenburger seien in dieser Statistik nicht aufgeführt worden. Später habe die Pressestelle der Berliner Gesundheitsverwaltung allerdings eingeräumt, dass es bei Meldungen der Gesundheitsämter auch zu Meldeverzögerungen sowie Änderungsmeldungen kommen könne. Weitere Fragen zu genauen Todeszahlen könnten aus Datenschutzgründen jedoch nicht beantwortet werden. 

Update vom 16. April, 10.39 Uhr: Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel am Vortag verkündete, dass die Schulen ab dem 4. Mai den Unterricht schrittweise wieder aufnehmen sollen, steht nun auch fest, wann die Abiturprüfungen in Berlin starten werden. 

Bereits ab kommenden Montag werden die Berliner Abiturienten ihre Abschlussprüfungen ablegen. Los gehe es zunächst mit dem Fach Latein, zwei weitere Prüfungen folgen dann im Lauf der Woche, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Donnerstag im Interview mit dem RBB-Inforadio. 

Coronavirus in Berlin: Schon ab 27. April startet der Unterricht in den zehnten Klassen wieder

Die SPD-Politikerin verteidigte die Entscheidung, an den Abiturprüfungen festzuhalten. Es gehe darum, dass die Berliner Jugendlichen an den Hochschulen in ganz Deutschland studieren könnten. Die Schulen der Hauptstadt sollen dann schrittweise ab der darauffolgenden Woche öffnen. „Wir in Berlin werden am 27. April in den zehnten Klassen anfangen“, kündigte die Senatorin an. Damit startet Berlin allerdings eher, als von der Bundesregierung unter Merkel empfohlen. 

Was die Grundschulen betrifft, hält sich Scheeres aber an die bundesweiten Richtlinien. Dort werde die sechste Klasse am 4. Mai an den Start gehen, sagte die Bildungssenatorin. Sie versicherte zudem, dass in den Schulen auf die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie geachtet werde. So müssten zum Beispiel die Tische der Schüler 1,50 Meter auseinander stehen und es müsse auch genügend Seife für regelmäßiges Händewaschen zur Verfügung stehen. „Und es ist wichtig, dass die Schulen sehr gut gereinigt sind. Das werden auch die Schulträger gewährleisten“, betonte Scheeres.

Coronavirus in Berlin: Ab 4. Mai wird die Innenstadt voraussichtlicher wieder voller werden

Update 22.58 Uhr: In der Berliner Innenstadt dürfte es bald wieder lebendiger werden. Denn Bund und Länder haben am Mittwoch erste Lockerungen der Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie beschlossen. Ab dem 4. Mai sollen Schulen schrittweise wieder den Unterricht aufnehmen - beginnend mit den Abschlussklassen.

Um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, sollen bereits ab Montag unter Auflagen Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche wieder öffnen dürfen. Das gilt - unabhängig von der Verkaufsfläche - auch für Auto-, Fahrrad- und Buchhändler. Die Läden sollen Konzepte entwickeln, wie der Zutritt gesteuert, Hygieneauflagen eingehalten und Warteschlangen vermieden werden können. Merkel sagte nach der Konferenz mit den Ministerpräsidenten, es solle eine „dosierte“ Öffnung des Publikumsverkehrs in den Innenstädten geben.

Warum die Grenze bei 800 Quadratmetern liegt, blieb offen. Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) machte klar, er persönlich halte eine solche Verkaufsfläche für zu viel, Bayern werde dies überprüfen - es könnte hier also einen Flickenteppich geben.

Corona in Berlin: Schrittweiser Schulstart geplant - Termin steht bereits fest

Update vom 15. April, 17.25 Uhr: Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, haben sich Bund und Länder am Mittwoch darauf verständigt, dass der Schulbetrieb in Deutschland am 4. Mai beginnend mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und den obersten Grundschulklassen wieder aufgenommen werden soll. Anstehende Prüfungen sind bereits vorher möglich. 

In einer Beschlussvorlage für die Schalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten war die Rede davon, dass die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) bis zum 29. April ein Konzept vorlegen solle, „wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung des Abstandsgebots durch reduzierte Lerngruppengrößen, insgesamt wieder aufgenommen werden kann“.

Dabei solle neben dem Unterricht auch das Pausengeschehen und der Schulbusbetrieb mit in den Blick genommen werden. „Jede Schule braucht einen Hygieneplan.“ Die Schulträger seien aufgerufen, die hygienischen Voraussetzungen vor Ort zu schaffen und dauerhaft sicherzustellen.

Update vom 15. April, 15.25 Uhr: Nach Informationen der Bild hatten sich die Staatskanzleichefs schon vor den Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Lockerungen* auf einige Eckpunkte geeinigt. Demnach fordert Berlin bei den Verhandlungen unter anderem, die Abiturprüfungen nach Ostern stattfinden lassen zu können und die Ausgangsbeschränkungen ab Anfang Mai zu lockern.

Der Ruf nach Lockerungen und Schulöffnungen wird laut. Ein ARD-Kommentator findet dazu deutliche Worte. Nach „härtestmöglich“ nun „schnellstmöglich“? So Nicht!

Berliner Polizei warnt vor Anstieg der Cyber-Kriminalität wegen Corona

Update vom 15. April 2020: Die Berliner Polizei hat über ihren Twitter-Kanal über einen Anstieg von Cybercrime infolge der Corona-Krise berichtet und die Bevölkerung gewarnt. „Wenn #Cybercrime aktuell zu #Covidcrime mutiert, dann ist es Zeit für einige Tipps zur Prävention“, heißt es in dem Posting der Polizei. Als eine Begründung der gestiegenen Internet-Kriminalität nennt die Polizei, dass durch die aktuellen Beschränkungen im öffentlichen Leben auch Cybercrime-Täter mehr Zeit vor dem PC verbringen würden. 

In ihrem Post beruft sich die Berliner Polizei auch auf Informationen von Europol. Demnach würden aktuell unter anderem sogenanntes Phishing, Betrug und Kinderpornographie vermehrt im Netz vorkommen. Der Rat der Europäischen Union weist zudem darauf hin, dass Kriminelle die Coronavirus-Pandemie missbrauchen würden, um den eigenen wirtschaftlichen Profit zu steigern. So würden derzeit beispielsweise gefälschte Testkits und Masken über das Dark Web verkauft.

Erstmeldung vom 14. April 2020:

Berlin - Die Hauptstadt und ihre Verstöße gegen Corona-Beschränkungen: Berlin präsentiert sich während der Corona-Krise in Bezug auf die Einhaltung der Regeln der Regierung* nicht immer von seiner besten Seite. Nach einer nicht genehmigten Demo vom 4. April und einer Versammlung zum Gebet mit 300 Personen vom 3. April, sorgt nun ein weiterer Verstoß für einen Einsatz der Polizei. 

In Berlin halten sich nicht alle Bewohner an die Ausgangsbeschränkungen. 

Eine Mutter hatte eine Geburtstagsparty für ihre Tochter organisiert. Allerdings hat sie mit dieser Party gegen das Kontaktverbot und die Ausgangsbeschränkungen verstoßen. Diese sollen vorerst noch bis einschließlich 19. April gelten. 

Corona-Krise in Berlin: Mutter organisiert Party für Tochter - Anzeige erstattet

Anlass der folgenreichen Party war der 16. Geburtstag der Tochter. Dafür lud die Mutter 31 Gäste ein und mietete eine 2,5-Zimmer-Wohnung in Berlin-Mitte an. Das Ergebnis war allerdings kein Grund zum Feiern: „Gegen alle 32 wird nun wegen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz ermittelt. Auch die Mutter und der Vermieter sehen einem Ermittlungsverfahren entgegen“, twittert die Polizei. 

Dabei ist die Coronavirus-Situation in Berlin alles andere als rosig. Das Robert-Koch-Institut meldete 4668 Covid-19 Infizierte mit Stand Dienstag, 14. April. 56 Menschen starben offiziell an den Folgen der Erkrankung. 

Corona-Krise in Berlin: Streit um Abi 

Gegen eine Demonstration und damit auch gegen einen Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkungen hat sich unterdessen der Landesschülerausschuss von Berlin entschieden. Dennoch wollen die Schülervertreter weiterhin protestieren. Landesschülersprecher Miguel Góngora hatte einen Ausfall der Abiturprüfungen gefordert. 

Doch die Kultusminister der Länder einigten sich bereits am 25. März auf eine bundesweit einheitliche Regelung: Die Abi-Prüfungen sollen stattfinden. In Baden-Württemberg soll ab dem 4. Mai die Schule wieder schrittweise beginnen. Die Opposition kritisiert die Entscheidung.

In Bayern herrscht ebenfalls Maskenpflicht - derweil äußert sich Markus Söder zu weitergehenden Lockerungen. Der CSU-Chef spricht auch über den Fahrplan für die Wirtschaft und den Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Verordnung zum Mundschutz.

mak/ml

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Sonja Wurtscheid

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