Corona-Pandemie

Coronavirus weltweit: Hilfsorganisationen warnen vor „Massensterben in Syrien“- Keine Neu-Infektionen in China

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Die Zahl der Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 steigt weiter. Im Iran verschlimmert sich die Lage. Russlands Staatschef Wladimir Putin beruhigt derweil.

  • Die Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 steigen weltweit weiter an.
  • Mittlerweile wird offiziell von einer Pandemie gesprochen.
  • Russlands Präsident Wladimir Putin gibt sich unbesorgt.

Coronavirus im Iran - 149 Fälle innerhalb von 24 Stunden

Update, 15.16 Uhr: Im Iran sind innerhalb von 24 Stunden 149 weitere Menschen am neuartigen Coronavirus gestorben. Wie das iranische Gesundheitsministerium am Donnerstag bekannt gab, erhöhte sich die Zahl der Todesfälle durch die Lungenerkrankung Covid-19 damit auf insgesamt 1284.

Coronavirus: Australien schließt Grenzen 

Update, 7.02 Uhr: Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus schließt Australien seine Grenzen. Ausgenommen von dem Einreiseverbot seien lediglich die eigenen Bürger, Menschen mit dauerhaftem Wohnsitz sowie deren enge Familienmitglieder, kündigte Premierminister Scott Morrison am Donnerstag an. 

Aus Italien gibt es erschütternde Bilder. Ein Militärkonvoi transportiert Särge mit Corona-Todesopfern ab.  

Coronavirus in China: Keine neuen Infektionen gemeldet

Update vom 19. März, 6.15 Uhr: Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Anfang Januar hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr gemeldet. Allerdings stieg die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland zurück in die Volksrepublik kamen - was Ängste vor einer möglichen zweiten Ausbreitungswelle schürt. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Donnerstag mitteilte, wurden 34 neue „importiere Fälle“ registriert, also Erkrankungen, die bei Menschen auf der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Es war der bisher höchste Anstieg von Erkrankten, die aus dem Ausland eingereist waren.

In China hat jetzt trotz Corona das landesweit größte Bierfest angefangen. Hunderttausende Besucher werden erwartet.

Bei diesen Rückkehrern handelt es sich zu einem großen Teil nicht um Ausländer, sondern um Chinesen, die unter anderem wieder in ihre Heimat kommen, weil sie annehmen, dass dort das Schlimmste nun überstanden ist. Insgesamt seien bislang 189 importierte Fälle festgestellt worden, wie die Kommission mitteilte.

In Ecuador spielen sich unterdessen tragische Szenen auf den Straßen ab.

Indes reagiert China auf die Vertuschungsvorwürfe und kündigte eine Milliardenhilfe für ärmere Länder an.In Deutschland fragt man sich indes wie hoch die Basis-Reproduktionszahl bei anderen Krankheiten ist.

Coronavirus in China: Hat das Land die Lage im Griff? 

Um eine Ausbreitung der eingeschleppten Fälle möglichst zu verhindern, gelten strenge Quarantänemaßnahmen für Menschen, die aus dem Ausland ankommen.

Trotz der verhältnismäßig geringen Zahl der Neuinfektionen beklagt China täglich noch immer neue Todesfälle. Am Donnerstag kamen acht Tote hinzu, womit die Gesamtzahl der Opfer auf 3245 Fälle stieg. Insgesamt wurden auf den chinesischen Festland 80 928 Infizierte registriert, von denen sich mehr als 66 000 wieder erholt haben.

Coronavirus weltweit: Putin sieht Situation „unter Kontrolle“ - Hilfsorganisationen warnen vor „Massensterben in Syrien“

Update vom 18. März, 21.01 Uhr: Israel hat zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie mit sofortiger Wirkung seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Das teilte die Migrationsbehörde am Mittwochabend mit. Bereits seit zwei Wochen durften Ausländer nur noch einreisen, wenn sie nachweisen konnten, dass sie sich in den ersten 14 Tagen privat in Quarantäne begeben konnten. Hotels waren dafür nicht zugelassen. Nun dürfen nur noch Israelis und Ausländer mit ständigem Wohnsitz nach Israel einreisen.

Coronavirus breitet sich auch in Lateinamerika aus

Update um 18.10 Uhr: Auch in Lateinamerika gibt es immer mehr Tote durch das Coronavirus. Die dpa berichtet von mindestens neun Todesfällen in sieben Ländern bis jetzt. Einen ersten Todesfall gab es nun auch auf Kuba.

Ein 61-jähriger Italiener starb auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Havanna. Er war einer von drei italienischen Touristen, deren Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus als erste auf der Karibikinsel bekannt gegeben worden waren.

Coronavirus weltweit: Hilfsorganisationen warnen vor „Massensterben in Syrien“

Update um 16.58 Uhr: Angesichts der Corona-Krise warnen Hilfsorganisationen vor dramatischen Folgen, sollte sich das Coronavirus unter Vertriebenen im Nordwesten Syriens ausbreiten. „Dann muss man, so brutal sich das anhört, fast schon mit einem Massensterben rechnen“, sagte Dirk Hegmanns, Regionaldirektor der Welthungerhilfe für Syrien, der Deutschen Presse-Agentur. „Da die russische Luftwaffe systematisch Klinken zerstört hat, gibt es dort keine Gesundheitsversorgung.“ So gebe es im gesamten Nordwesten lediglich 50 Beatmungsgeräte

Auch die WHO zeigte sich wegen der Lage im Nordwesten Syriens „extrem besorgt“. WHO-Sprecher Hedinn Halldorsson warnte, dass die Bevölkerung in der Region unter anderem wegen eingeschränkter Gesundheitsversorgung besonders gefährdet sei. Die WHO arbeite derzeit daran, Ausrüstung für Coronatests in die Region zu bringen. In der kommenden Woche sollen die Tests dann beginnen. Außer Frage steht jedoch, dass die Pandemie die Wirtschaft hart trifft. Deutschland hat deshalb einige Corona-Maßnahmen für die Wirtschaft beschlossen.

Coronavirus-Pandemie: Erneut starker Anstieg von Infizierten und Todesfällen im Iran

Update um 15.43 Uhr: Im Iran ist die Zahl der CoVid-19-Todesfälle erneut deutlich gestiegen. Innerhalb von nur 24 Stunden habe sich die Zahl von 988 auf 1135 erhöht, teilte Vizegesundheitsminister Aliresa Raeissi am Mittwoch in Teheran mit. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen mit Sars-CoV-2 von 16.169 auf 17.361. Erneut ereigneten sich die meisten Infektionen in der Hauptstadt Teheran. Der Vizeminister wies im Staatsfernsehen aber auch darauf hin, dass gleichzeitig mehr als 5700 Infizierte Patienten gesund aus den Krankenhäusern entlassen worden seien. Arzt und Politiker Wolfgang Wodarg sieht im Umgang mit dem Coronavirus Panikmache. Jetzt kontert Chef-Virologe Christian Drosten die Kritik und findet deutliche Worte.

Update um 14.00 Uhr: Wegen der Coronavirus-Ausbreitung schließt Russland seine Schulen. Vom kommenden Montag an werden die Schüler für drei Wochen in die verlängerten Frühlingsferien geschickt, kündigte Bildungsminister Sergej Krawzow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge an. Um die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen, hätten bereits zuvor einige Schulen geschlossen. 

Für die Schüler solle jedoch die Möglichkeit bestehen, das Lernen aus der Ferne fortzusetzen, erklärte der Minister. Demnach ermöglichen größere Verlage im Internet einen kostenlosen Zugang zu Lernmaterialien. Von den Schulschließungen in Russland sind mehr als 16 Millionen Kinder und Jugendliche betroffen. Bislang wurden laut offiziellen Angaben in Russland mehr als 110  Corona-Fälle registriert

Coronavirus-Pandemie: Israel riegelt Palästinensergebiete weitgehend ab

Und auch Israel hat im Kampf gegen das Coronavirus weitere Schritte eingeleitet. Die dortige Regierung hat nun die Palästinensergebiete abgeriegelt. Aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland dürften Menschen nur noch aus humanitären Gründen nach Israel einreisen, teilte die israelische Behörde Cogat am Mittwoch mit. 

Update um 10.26 Uhr: Australiens Regierung hat ihren Bürgern wegen der Coronavirus-Pandemie jegliche Reisen ins Ausland untersagt. Es sei das erste Mal, dass dies in der Geschichte Australiens geschieht, sagte Premierminister Scott Morrison am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Canberra. Er betonte außerdem, dass das Verbot für eine unbestimmte Zeit gelte. 

Weiter sagte er, dass das größte Risiko von Australiern ausgehe, die sich im Ausland mit Sars-CoV-2 infiziert hätten und nun aus Übersee ins Land zurückkehrten. Auf solche Rückkehrer seien die meisten Fälle in Australien zurückzuführen, berichtete Morrison. Seit dem vergangenen Wochenende müssen alle Einreisenden in eine zweiwöchige Quarantäne

Coronavirus weltweit: Australiens Schulen haben noch geöffnet - strenge Regeln für Ansammlungen

Zudem verbot die Regierung alle nicht absolut notwendigen Ansammlungen von mehr als 100 Menschen in geschlossenen Räumen. Davon ausgenommen sind beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel, medizinische Einrichtungen und Gerichte sowie Flughäfen. Auch die Schulen sollen weiter geöffnet bleiben.  

Update vom 18. März, 6.36 Uhr: Während die Zahlen der positiv auf Covid-19 getesteten Personen in Europa drastisch ansteigen, verzeichnet China bereits den zweiten Tag in Folge nur noch eine einzige Neuerkrankung in der Millionenmetropole Wuhan

Wie die Gesundheitskommission in Peking am Mittwoch erklärt, gab es ingesamt 12 weitere Fälle im Land. Diese seien jedoch „importierte Fälle“, bei Personen, die erst nach der Einreise nach China positiv getestet wurden. Diese Personen sollen überwiegend Chinesen gewesen sein, die aus dem Ausland in ihr Heimatland zurückgekehrt waren. 

Die Zahl der Todesopfer erhöht sich laut Pekinger Gesundheitskommission um weitere elf Personen. Inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ist, ist jedoch unklar.

Coronavirus in Südkorea: Zahl der Infektionen steigt erneut an 

Die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist weiter gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mitteilten, wurden am Dienstag 93 Neuansteckungen erfasst. Die Gesamtzahl der bisher positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen stieg auf 8413. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-19-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um drei auf 84.

Die Behörden machten unter anderem Häufungen von Fällen in Kirchengemeinden und Krankenhäusern sowie eine steigende Zahl von infizierten Einreisenden für den erneuten Anstieg verantwortlich. „Wir gehen davon aus, dass die nächsten zwei bis drei Wochen kritisch sind, um den Ausbruch zu hemmen“, sagte Yoon Tae Ho von der Zentrale für das Katastrophen-Management. Am Dienstag hatte Südkorea den Beginn des neuen Schulhalbjahrs um weitere zwei Wochen auf den 6. April verschoben. Die Regelung gilt auch für Kindertagesstätten.

Coronavirus weltweit: Weitere Länder mit drastischen Maßnahmen

Update vom 17. März, 18.24 Uhr: Im Blickpunkt bleiben auch die USA. Präsident Donald Trump hatte die Gefahr durch Corona lange heruntergespielt - nun ist ein hunderte Milliarden Dollar schweres Finanzpaket auf dem Weg. Auch die am Dienstag stattfindenden Vorwahlen der Demokraten sind von der Krise betroffen. Ein Bundesstaat sagte den Urnengang ab.

Update um 16.35 Uhr: Bosnien-Herzegowina verhängt zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie den Ausnahmezustand. Das Kabinett von Ministerpräsident Zoran Tegeltija entschied dies auf Grundlage des geltenden Katastrophenschutzgesetzes. Der Ausnahmezustand gibt Regierung und Behörden zusätzliche Rechte, um Schaden von Bürgern und ihrem Eigentum abzuwenden.

Coronavirus weltweit: Putin erklärt Situation sei „unter Kontrolle“

Update um 16.10 Uhr: Die Ausbreitung des hochansteckenden Coronavirus ist in Russland nach Darstellung von Kremlchef Wladimir Putin unter Kontrolle. „Trotz des hohen Risikos ist die Situation im Großen und Ganzen unter Kontrolle“, sagte Putin bei einer Sitzung seines Krisenstabes in Moskau. Krankenhäuser, Ärzte und medizinisches Personal seien aber in hoher Alarmbereitschaft. In Russland sind nach offiziellen Zahlen bislang erst 114 Fälle bekannt.

Grund für die relativ geringe Infektionszahl im größten Land der Erde seien die strengen vorbeugenden Maßnahmen in den Regionen und auch landesweit, sagte der Kremlchef. „In den ersten Wochen der weltweiten Pandemie haben wir es noch geschafft, die Massenausbreitung in Russland einzudämmen.“ 

Update um 14.38 Uhr: Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Opfer am Dienstag erneut gestiegen. Binnen eines Tages habe sie sich von 853 auf 988 erhöht, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Teheran mit. Die Zahl der offiziell bestätigten CoVid-19-Infektionen stieg im gleichen Zeitraum von fast 15.000 auf 16.169 Personen. Die meisten Ansteckungen gab es wieder in der Hauptstadt Teheran. Eine gute Nachricht: Derzeit seien fast 5400 Corona-Patienten gesund aus den Krankenhäusern entlassen worden, sagter der Sprecher im Staatsfernsehen.

Coronavirus im Iran: Muslime protestieren nach Sperrung heiliger Stätten wegen Coronavirus-Pandemie

Die vier heiligsten Stätten im Iran wurden wegen der Corona-Krise nun gesperrt. Laut Informationen des Staatsfernsehens wurden die Mausoleen des achten schiitischen Imams Resa in Maschad in Nordostiran, seiner Schwester Massumeh in Ghom südlich von Teheran und des Abdolasims in der Hauptstadt sowie die große Dschamkaran-Moschee in Ghom am Dienstag geschlossen. Damit soll eine mögliche Ansteckung der Pilger verhindert werden. Bei streng gläubigen Muslimen führte die Schließung der Mausoleen zu heftigen Protesten. Das Tor des Mausoleums in Ghom wurde sogar aufgebrochen. 

Unterdessen haben in Südostasien mehrere Länder das öffentliche Leben und den Reiseverkehr drastisch eingeschränkt. In Indonesien besteht derzeit für Einreisende nicht die Möglichkeit, sich vor Ort ein Visum zu beschaffen. Diese Möglichkeit wird aktuell für einen Monat ausgesetzt. Deutschland steht zudem auf der Liste der Nationen, deren Bürger derzeit nicht in Indonesien einreisen dürfen. Auf den Philippinen hat Präsident Rodrigo Duterte außerdem den Inselstaat zur Katastrophenregion erklärt. So herrscht auf der Insel Luzon, auf der die Hauptstadt Malina liegt, aktuell Ausnahmezustand: Schulen, öffentlicher Verkehr und die Arbeit in den Büros fallen aus. Internationale Flüge gibt es nach Donnerstag nicht mehr. Bereits gestrichen wurden zudem die Inlandsverbindungen.

Unterdessen erklären Experten auf, warum während der Corona-Krise jeder Klopapier kauft.

Coronavirus in Bangkok: Universitäten, Schulen und Nachtclubs geschlossen - Veranstaltungen abgesagt

Im Großraum der thailändischen Hauptstadt Bangkok sollen alle Universitäten, Schulen, Bars, Nachtclubs, Massagesalons, Kinos und Fitnessstudios für zwei Wochen schließen. Und auch größere Veranstaltungen wie Sportveranstaltungen, Konzerte und religiöse Zeremonien sollen abgesagt werden.

Update um 11.24 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie sind in den vergangenen drei Wochen fast 70.000 Afghanen aus dem Iran zurückgekehrt. Ein Behörden-Vertreter der an den Iran angrenzenden Provinz Herat warnte am Montag, dass mehr Personal und bessere Testmöglichkeiten notwendig seien, um eine Gesundheitskatastrophe zu verhindern. 

In der ersten Märzwoche hat sich den Angaben zufolge die Zahl der Rückkehrer an zwei Grenzübergängen im Vergleich zur Vorwoche verdoppelt. Demnach kehrten 90 Prozent der Migranten freiwillig nach Afghanistan zurück, zehn Prozent wurden ausgewiesen. Die starke Migrationsbewegung weckt nun Ängste vor einer deutlichen Ausbreitung des Virus in Afghanistan. Denn viele Afghanen lebten bislang arbeitsbedingt dauerhaft im Iran. Dieser ist mittlerweile aber eines der weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern. Offiziellen Angaben zufolge starben dort bislang 853 Menschen an der Lungenkrankheit CoVid-19 und knapp 15.000 Menschen haben sich infiziert

Coronavirus weltweit: Nur 21 CoVid-19-Infektionen in Afghanistan - doch die Dunkelziffer dürfte höher sein

In Afghanistan wurden bislang nur 21 Infektionen bestätigt, die meisten davon in der Provinz Herat. Jedoch dürfte die Dunkelziffer deutlich höher liegen. Denn in dem Land gibt es nur unzureichende Testmöglichkeiten und ein schwaches Gesundheitssystem. 

Andere Länder gehen unterdessen mit ungewöhnlichen Maßnahmen gegen die Coronavirus-Ausbreitung vor. So will Israel leerstehende Hotels für die Genesung leicht erkrankter Patienten umfunktionieren. Hotels mit mindestens 200 Betten sollten sich für die Maßnahme bewerben, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Zwei Hotels in Jerusalem und Tel Aviv sollen laut Angaben vom Montag bereits Ende der Woche bereitstehen. 

Eine australische Supermarktkette hat sich außerdem dazu entschlossen, ihre Läden jeden Morgen vorerst eine Stunde pro Tag ausschließlich für Senioren zu öffnen. Täglich zwischen 7 und 8 Uhr dürften nur über 60-Jährige und Menschen mit Behinderung die Woolworths-Märkte besuchen, gab das Unternehmen am Dienstag bekannt. Damit will die Einzelhandelskette Menschen, die zur Risikogruppe gehören, ein entspannteres Einkaufen ermöglichen. Die neue Regelung soll zunächst eine Woche getestet werden - danach will Woolworths Bilanz ziehen. Gegebenenfalls wird die Maßnahme verlängert. 

Weltweit leiden unterdessen auch Aktienmärkte unter den Folgen der Coronavirus-Ausbreitung. Besonders hart traf es zuletzt den US-Leitindex Dow Jones

Coronavirus in Moskau: Russische Hauptstadt baut im Eiltempo ein Krankenhaus

Die russische Hauptstadt Moskau baut unterdessen im Eiltempo ein Krankenhaus für die Behandlung von Corona-Patienten. Derzeit seien mehr als 2000 Arbeiter auf der Baustelle am Stadtrand im Einsatz, sagte der für Stadtplanung zuständige Vize-Bürgermeister Andrej Botschkarjow der Regierungszeitung Rossijskaja Gaseta. In dem künftigen Zentrum für Infektionskrankheiten sollen demnach bis zu 500 Menschen behandelt werden können.

Update vom 17. März, 6.23 Uhr: Während das Coronavirus Europa weiter fest im Griff hat, scheint sich die Lage in China weiter zu entspannen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag erklärt, wurden 21 neue Infektionen registriert. 20 Erkrankungen davon seien jedoch „importierte“ Fälle, infizierte Menschen, die erst nach ihrer Einreise in China positiv getestet worden seien. 13 weitere Personen seien an den Folgen der Krankheit verstorben. 

Um das Virus nicht weiter ins Land schleppen zu lassen, will die Volksrepublik die Kontrollen nun weiter verschärfen. Reisende, die etwa in Peking landen, werden seit Montag für zwei Wochen zur Beobachtung in zentralen Quarantäne-Einrichtungen untergebracht. 

Seit Ausbruch des Coronavirus haben sich in China 80.881 Menschen mit dem Erreger infiziert, 3226 kamen ums Leben.

Coronavirus in Südkorea: Zahl der Infektionen steigt wieder 

Während die Volksrepublik China erklärt, dass die Zahl der neuen Infektionen konstant niedrig bleibt, verzeichnet Südkorea erneut einen leicht Anstieg der täglich erfassten Corona-Infektionen. Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag erklären, seien in den letzten Stunden 84 Neuinfektionen registriert worden. Damit infizierten sich in Südkorea offiziell 8320 Menschen, 81 Personen erlagen den Folgen der Infektion

Als einen Grund für den erneuten Anstieg nannten die Behörden eine neue Häufung von Fällen in einer protestantischen Gemeindekirche in der südlich von Seoul liegenden Stadt Seongnam. Dort habe sich das Virus wegen einer „Massenzusammenkunft“ unter den Kirchenmitgliedern schneller verbreitet, sagte Vize-Gesundheitsminister Kim Gang Lip. Mehr als 30 Fälle wurden bisher mit der Kirche in Seongnam in Verbindung gebracht.

Coronavirus weltweit: Taliban erklären ihre Kooperationsbereitschaft im Kampf gegen die Krise 

Update vom 16. März, 22.37 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat nun auch Kanada ein Einreiseverbot für Ausländer verhängt. Dies gelte jedoch zunächst nicht für US-Amerikaner, sagte Ministerpräsident Justin Trudeau bei einer Pressekonferenz am Montag in Ottawa. Er rief außerdem alle Kanadier im Ausland zur sofortigen Heimreise auf: „Wenn Sie im Ausland sind, ist es Zeit, dass sie nach Hause kommen“. Gerade Heimkehrer müssten sich in freiwillige Isolation begeben.

Und auch Chile hat am Montagabend (MEZ) wegen der Corona-Pandemie beschlossen, seine Grenzen zu schließen. Ab kommenden Mittwoch werden für 15 Tage keine Ausländer mehr ins Land gelassen, teilte der chilenische Präsident Sebastián Piñera mit. Chilenische Staatsbürger müssen nach der Einreise für zwei Wochen in Quarantäne. Zuvor hatten in der Region bereits Argentinien, Peru, Panama, Honduras und El Salvador ihre Grenzen geschlossen. Am Montag verkündete auch Guatemala diese Maßnahme. Haiti schloss seine Grenze zur Dominikanischen Republik, Kolumbien die Übergänge nach Venezuela.

Indien kündigte ebenfalls an, ab Mittwoch keine Reisenden aus Europa mehr ins Land zu lassen. „Die Einreise von Passagieren aus den Mitgliedsländern der Europäischen Union, der Europäische Freihandelsassoziation, der Türkei und Großbritannien nach Indien ist ab dem 18. März verboten“, gab das indische Gesundheitsministerium bekannt. 

Coronavirus weltweit: Taliban erklären sich bereit zu Kooperation im Kampf gegen CoVid-19

Update vom 16. März, 19.16 Uhr: In Afghanistan haben nun sogar die militant-islamistischen Taliban ihre Bereitschaft zur Kooperation im Kampf gegen die Coronavirus-Krise angekündigt. Dafür wolle man mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderen internationalen Gesundheitsorganisationen zusammenarbeiten, gab der Sprecher des politischen Büros der Taliban in Doha, Suhail Schahin, am Montagabend via Twitter bekannt.

Insgesamt stieg die Zahl der CoVid-19-Infizierten in Afghanistan am Montag auf 22, vermeldete das Gesundheitsministerium in Kabul. Allerdings dürfte die tatsächliche Zahl noch deutlich höher liegen. Laut der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe bereitet auch der Verkehr an der Grenze zum besonders stark von der Corona-Krise betroffenen Nachbarland Iran den Behörden Sorge. Offenbar kommen seit Tagen Tausende Afghanen über die Grenze zurück ins Land. 

Nach fast zwei Jahrzehnten Krieg gibt es in Afghanistan eine medizinische Unterversorgung. Vielerorts mangelt es an Ausrüstung und Personal. „In Gebieten, in denen die Taliban die Kontrolle haben, leisten wir unsere Dienste über Nichtregierungsorganisationen, die mit uns zusammenarbeiten“, sagte Wahidullah Mayer, Sprecher des Gesundheitsministeriums. 

Coronavirus weltweit: Ägypten verhängt Flug-Stopp bis zum Ende des Monats

Update vom 16. März, 18.10 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus greifen die nordafrikanischen Staaten Ägypten, Algerien und Marokko zu drastischen Maßnahmen. So beschloss Ägypten am Montag, ab Donnerstag sämtliche Flüge bis zum Ende des Monats auszusetzen. 

Algerien verkündete, alle seine Verbindungen zu europäischen Ländern auszusetzen, um die Pandemie einzudämmen. Betroffen seien davon alle "Flug- und Schiffspassagierdienste von und nach europäischen Ländern", teilte Ministerpräsident Abdelaziz Djerrad mit. Auch Flüge in sechs afrikanische Hauptstädte würden ausgesetzt. Bislang meldeten die Behörden in Algerien vier Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2. 54 Menschen seien infiziert. 

Die marokkanischen Behörden kündigten an, "bis auf Weiteres" Cafés, Restaurants, Theater und Kinos sowie Moscheen zu schließen. Marokko hatte bereits am Sonntag "bis auf Weiteres" alle internationalen Flüge ausgesetzt. Während sich Europa weiter zum Epizentrum der Pandemie entwickelt, sind die Zahlen in Marokko vergleichsweise niedrig. Bislang gelten 29 Menschen als infiziert, ein Mensch starb. 

Iran meldet 129 neue Todesfälle an einem Tag durch Coronavirus

Update vom 16. März, 13.53 Uhr: Schlechte Nachrichten aus dem Iran: die Zahl der Todesopfer ist innerhalb eines Tages um 129 gestiegen. Es ist der bislang stärkste Anstieg an einem Tag. 853 Menschen sind im Iran nach offiziellen Angaben seit dem 19. Februar an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 15.000 haben sich demanch mit dem Coronavirus infiziert. In den letzen 24 Stunden ist die Zahl der Corona-Fälle um mehr als tausend gestiegen.

Die meisten Fälle gibt es in der Provinz Teheran, wo 200 Neuinfizierte gemeldet wurden - das sind allerdings 50 weniger als am Vortag. Es folgen die Provinzen Isfahan mit 118 neuen Fällen sowie Masandaran im Norden mit 96 Neuinfektionen. 

Während weltweit extreme Maßnahmen ergriffen werden, sorgt ein Mega-Konzert mit tausenden, dicht aneinandergedrängten Menschen im Publikum wegen der Coronavirus-Ausbreitung gerade für Fassungslosigkeit.

Corona-Pandemie lässt Chinas Wirtschaft einbrechen

Update vom 16. März, 10.38 Uhr: Die Corona-Pandemie hat in China die Wirtschaft einbrechen lassen. Die Industrieproduktion ist erstmals seit drei Jahrzehnten geschrumpft. Die Produktion sank im Januar und Februar um 13,5 Prozent im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie aus am Montag veröffentlichten Zahlen des Nationalen Statistikbüros hervorgeht. Die Einzelhandelsumsätze gingen in diesem Zeitraum um 20,5 Prozent zurück - auch dies war die schlechteste Bilanz seit Jahrzehnten.

Der Ausbruch des Coronavirus hatte Chinas Wirtschaft seit Ende Januar praktisch zum Stillstand gebracht. Da Peking vergangene Woche erklärte, dass der Höhepunkt der Epidemie in China überschritten sei, rechnen Analysten damit, dass die Produktion nun langsam wieder anläuft und sich die Wirtschaftsdaten in den kommenden Wochen bessern könnten.

US-Musiker Kid-Rock widersetzt sich nun der Aufforderung seine Bar wegen des Coronavirus zu schließen.*

Corona-Krise: New York City und Bundesstaat Washington schließt Restaurants und Clubs

Update vom 16. März, 10.20 Uhr: New York und der Bundesstaat Washington an der Westküste der USA schränken das Sozialleben in den kommenden Tagen weiter ein. Bars, Restaurants und Cafés würden vorerst weitgehend geschlossen bleiben, kündigten die Behörden am Sonntag (Ortszeit) an. 

Nur Lieferdienste sowie Speisen und Getränke zum Mitnehmen seien weiter verfügbar. In New York müssten ab Dienstagmorgen um 9.00 Uhr (14.00 Uhr MEZ) zudem Nachtclubs, Kinos und andere Veranstaltungsorte schließen, hieß es. 

Diese Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, schrieb Bürgermeister Bill de Blasio auf Twitter. „Aber unsere Stadt ist bedroht wie nie zuvor, und wir müssen mit einer Kriegsmentalität darauf reagieren“, so de Blasio weiter.

Der Gouverneur von Washington, Jay Inslee, teilte mit, er werde am Montag den Notstand ausrufen, um Veranstaltungsorte schließen zu lassen. Alle Versammlungen von mehr als 50 Teilnehmern würden verboten. Das Coronavirus breitet sich derzeit so rasant aus, dass bereits Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl verschoben wurden*.

Update vom 16. März, 7.22 Uhr: Während sich die Lage bezüglich des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 in China zu normalisieren scheint, erreichen die Neuinfektionen im Rest der Welt einen neuen Höchstwert. Erstmals wurden über 10.000 neue Infektionen außerhalb von China in einem Zeitraum von 24 Stunden registriert. Ein Großteil dieser Meldungen kommt dabei aus Europa, wie bild.de berichtet. Auf dem chinesischen Festland, wo das Virus erstmals aufgetreten war, soll es Meldungen der Pekinger Gesundheitskommission zufolge nur zu 16 Neuinfektionen gekommen sein.

Coronavirus in China und Südkorea: Veröffentlichte Zahlen überraschen 

Update vom 16. März, 6.24 Uhr: Während Europa scheinbar immer fester vom Coronavirus bestimmt wird, scheint sich die Lage in China seit Tagen zu stabilisieren. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag erklärt, bleibt die Zahl der neuen Corona-Infektionen auf niedrigem Niveau. Demnach soll es landesweit 14 weitere Todesfälle und 16 neue Infektionen geben. 

Bei 12 Personen davon handele es sich um Menschen, die aus dem Ausland nach China eingereist seien. Deshalb verschärft Peking nun die Quarantänemaßnahmen für Reisende. 

Seit Montag müssen alle Passagiere, die aus dem Ausland am internationalen Flughafen ankommen, für zwei Wochen zur Beobachtung in Quarantänezentren. 

Seit Beginn der Epidemie im Dezember haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80 860 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. Mehr als 65 000 haben die Krankenhäuser wieder verlassen. 3213 Tote sind bislang in der Volksrepublik zu beklagen.

Auch in Südkorea scheint sich die Situation weiter zu entspannen. Wie Behörden am Montag erklären, wurde 74 Neuinfektionen festgestellt. Schon am Samstag war die Zahl zum ersten Mal seit mehr als drei Wochen auf unter 100 zurückgegangen. Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle stieg auf 8236. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus liegt weiterhin bei 75.

Coronavirus weltweit: Mindestens 23 Fälle in Afrika registriert

Update vom 15. März, 22.39 Uhr: Afrika war anfangs von dem neuartigen Coronavirus verschont geblieben. Jetzt sind in mindestens 23 afrikanischen Ländern Fälle von Sars-CoV-2 aufgetreten. Das Coronavirus breitet sich aus. Die Konsequenz: Staaten wie Namibia oder Madagaskar streichen Flüge, schließen Schulen oder schließen ihre Häfen für Kreuzfahrtschiffe.

Das hat auch Konsequenzen für Urlauber in diesen Ländern. Namibias Regierung setzte nach Verkündung seines ersten Falls für die Dauer von 30 Tagen alle Flüge von und nach Katar, Deutschland und Äthiopien aus. Südafrika lässt keine Ausländer aus Risikogebieten mehr ins Land und schließt Schulen und Grenzposten. Ebenso wie Kenia will das Land Reisende aus Risikogebieten wie Deutschland, Spanien, China, den USA, Italien oder Iran nicht mehr ins Land zu lassen. Bereits erteilte Visa würden widerrufen.

Update, 15.38 Uhr: Mehr als 6.000 Personen weltweit sind mittlerweile dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Wie unter anderem die Nachrichtenagentur AFP berichtet, soll die Zahl der Todesopfer weltweit auf 6.036 (Stand Sonntagmittag) gestiegen sein. Rund 3.200 Personen davon seien in China an der Infektionskrankheit gestorben, weitere 1.400 Personen in Italien. Rund 160.000 Menschen weltweit haben sich offiziell mit dem Virus infiziert. 

Coronavirus weltweit: Droht eine Katastrophe im Iran? 

Update, 11.12 Uhr: Nachdem bereits Italien und Spanien eine Ausgangssperre erwirkt hatten, mehrten sich die Spekulationen über eine solche Maßnahme auch im Iran. Doch Präsident Hassan Ruhani weist nun alle Spekulationen diesbezüglich zurück. „Es wird im Iran keine Quarantäne geben, weder heute noch während der Neujahrsferien (20. März bis 2. April)“, sagte er am Sonntag im iranischen Staatsfernsehen.

Falls eine Quarantäne doch notwendig werden sollte, werde dies vom Krisenstab in Teheran und nicht außerhalb der Regierung entschieden, so der Präsident.

Damit wies er erneut Kritik an seiner Krisenpolitik und Forderungen nach einer Ausgangssperre zurück. Experten und auch einige Abgeordneten sind der Meinung, dass es ohne Ausgangssperre zu einer Katastrophe im Iran kommen könnte. Die Zahl der infizierten Personen steigt seit Wochen rasant an. 

Coronavirus weltweit: China vermeldet wieder Anstieg der Infizierten - Australien mit neuen Maßnahmen bei Einreise

Update 6.58 Uhr: Australien verschärft seine Einreisebestimmungen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu stoppen. Wer in das Land einreist, muss sich 14 Tage lang in Quarantäne begeben, wie Premierminister Scott Morrison am Sonntag ankündigte. Die Maßnahme soll ab Mitternacht gelten. Allen Ankommenden werde eine umfassende Selbstisolierung auferlegt, sagte Scott.

Zudem dürfen Kreuzfahrtschiffe für 30 Tage australische Häfen nicht anlaufen. Den Menschen riet die Regierung, einen Abstand von 1,50 Meter zu anderen Personen einzuhalten. Australien hat bislang 280 bestätigte Fälle von Sars-CoV-2, drei Menschen starben infolge der Infektion.

Update 6.56 Uhr: Die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist zum ersten Mal seit mehr als drei Wochen auf unter 100 zurückgegangen. Am Samstag seien 76 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Die Gesamtzahl der Menschen in dem Land, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, erreichte damit 8162. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um 3 auf 75.

Update vom 15. März 2020, 6.53 Uhr: In China ist die Zahl der Infektionen durch das neuartige Coronavirus laut offizieller Angaben erneut nur leicht gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, kamen landesweit 20 Erkrankungen mit der Lungenkrankheit Covid-19 hinzu. 16 der Fälle wurden demnach bei Menschen nachgewiesen, die aus dem Ausland nach China zurückkehrten. Die Kommission führt diese Patienten als importierte Fälle in der Statistik. Zehn weitere Menschen kamen durch das Coronavirus ums Leben, wie die Behörde ferner berichtete.

News vom 14. März: Coronavirus weltweit: Im Iran steigen die Infektionen um 1365

Update 13.52 Uhr: Im Iran verläuft die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus dramatisch. 611 Todesfälle haben die Behörden am Samstagmittag gemeldet. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen mit Sars-CoV-2 stieg in einer Tagesfrist um 1365 auf 12.729. Ist den Zahlen zu glauben, dann liegt die Sterblichkeitsrate in dem unter starken Sanktionen auch wirtschaftlich leidenden Land bei rund fünf Prozent. Damit sind im Iran etwas mehr als zehn Prozent der weltweit bekannten Todesfälle infolge einer Coronavirus-Infektion gemeldet (611 im Iran von wetlweit 5.429). Kritiker sehen ein Staatsversagen in der Corona-Krise und sprechen von weit höheren Infektionszahlen.

Am Samstag besprach der iranische Präsident Hassan Ruhani mit seinen Beratern über neue Anweisungen im Umgang mit der Corona-Krise. Spekulationen drehten sich um die Frage, ob die Schulen nach den persischen Neujahrsfeiern am 2. April wieder öffnen oder - wie vom Bildungsministerium geplant - bis Mai geschlossen bleiben. Dann würde auch der Termin der Aufnahmeprüfungen für die Universitäten verschoben. Wann die Universitäten wieder öffnen, blieb unklar.

Auf der Agenda stand angeblich auch die mögliche Schließung anderer Einrichtungen. Im Fokus standen angeblich die Banken mit bisher 17 Todesopfern und Hunderten Infizierten. Die Feuerwehr soll landesweit alle Straßen desinfizieren.

Die Regierung will das Corona-Problem bis zum Ende der Neujahrsferien am 2. April in den Griff bekommen, was viele für schwer erreichbar halten. Mithilfe der Armee sollen alle 83 Millionen Iraner auf Corona getestet werden. Die Tests sollen laut Armeechef Mohammed Bagheri über Internet und Telefon und im Notfall auch persönlich am Wohnort erfolgen. Unklar blieb, wie die Ergebnisse ausgewertet werden. Da im Iran immer noch Desinfektionsmittel und Masken nicht ausreichend vorhanden sind, stößt die Initiative auf Zweifel.

Auch will die Armee laut Bagheri dafür sorgen, dass die Straßen in den Städten sowie die Landstraßen leerer werden. Die Regierung selbst ist jedoch vehement gegen eine flächendeckende Quarantäne, weil sie eine noch größere Panik in der Gesellschaft befürchtet.

Coronavirus: Türkei trifft kurzfristige Entscheidung - die viele Probleme verursachen könnte

Update 14. März 2020, 12.08 Uhr: Die Zahl der erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist bei zuletzt rückläufiger Tendenz bei den neuen Fällen auf mehr als 8000 gestiegen. Am Freitag seien 107 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Samstag mit. 

Die Gesamtzahl der Menschen in dem Land, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben, erreichte damit 8086. Es wurden bisher 72 Todesfälle mit dem Erreger in Verbindung gebracht. Südkorea hatte am Freitag zum ersten Mal seit dem Beginn des Ausbruchs im Januar mehr Genesungen von dem Virus gemeldet als neue Infektionen. Trotz der langsameren Zunahme der Infektionsfälle warnten die Behörden zuletzt vor dem Risiko, dass weitere Virusfälle aus dem Ausland eingeschleppt werden könnten.

Update von 18.25 Uhr: Die Türkei wehrt sich weiter gegen eine Ausbreitung des Coronavirus und ergreift eine harte Vorsichtsmaßnahme im Flugverkehr. Ab Samstagmorgen 8 Uhr Ortszeit (6 Uhr MEZ) wird es keine Flugverbindungen mehr nach Deutschland*, Österreich*, Belgien, Dänemark, Frankreich, Norwegen, Niederlande, Spanien und Schweden geben. Vorerst gelten die neue Reisebestimmungen bis zum 17. April. Dies ließ der türkische Transportminister Mehmet Cahit Turhan am Freitag verlauten. 

Die Türkei reagierte bereits auf den Ausbruch des Coronavirus* und stellte zuvor alle Flüge nach China, Iran, Irak, Italien* sowie Südkorea ein. Die Türkei selbst vermeldete bisher lediglich fünf infizierte Personen.

Coronavirus: Erster Corona-Infizierter bereits im November? 

Update, 16.00 Uhr: Während sich die Lage im Iran dramatisch verschärft, sorgt nun ein Bericht der South China Morning Post für Aufsehen. Dem Bericht zufolge, soll es den ersten bestätigten Covid-19*-Fall in China bereits am 17. November gegeben habe. Diese Information geht zurück auf Unterlagen der chinesischen Regierung, die die South China Morning Post vorliegen hat. Demzufolge soll es sich bei dem Infizierten um einen 55-Jährigen der schwer betroffenen Provinz Hubei handeln. 

Von diesem Tag an sollen ein bis fünf weitere Fälle täglich berichtet worden sein. Bis zum 15. Dezember soll die Gesamtzahl der Infizierten dann bereits bei 27 gelegen haben. Am 17. Dezember stieg die Zahl der bekannten Fälle dann zum ersten Mal zweistellig an. Keiner der neun ersten Fälle des Coronavirus* konnte laut der South China Morning Post als „Patient Null“ identifiziert werden. 

Coronavirus: Lage im Iran verschärft sich dramatisch - Militär will Straßen räumen

Update, 15.45 Uhr: Der Iran gilt als das Land mit der dritthöchsten Todeszahl in der Coronavirus-Pandemie. Nun will das Militär rigoros durchgreifen. Geschäfte und Straßen des Landes sollten binnen 24 Stunden komplett "geleert" und alle Staatsbürger auf das Coronavirus* getestet werden, teilte die Armee mit.  "Innerhalb von zehn Tagen wird die gesamte iranische Nation überwacht, sei es aus dem All, über Telefon oder - wenn nötig - persönlich", kündigte Armeechef Mohammed Bagheri an. Diejenigen, bei denen ein Verdacht auf eine Erkrankung bestehe, würden identifiziert.

Coronavirus: Lage im Iran verschärft sich drastisch - Zahl der Toten erneut gestiegen

Update, 13. März, 12.45 Uhr: Die Zahl der Coronavirus*-Toten und Infizierten im Iran ist erneut drastisch gestiegen. Binnen eines Tages habe sich die Zahl der Toten von 429 auf 514 erhöht, so der Sprecher des Gesundheitsministeriums Kianush Dschahanpur in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen mit Sars-CoV-2 steigt am Freitag (13. März) auf 11.364 Fälle - das sind 1289 Infektionen mehr als am Vortag. Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran

Coronavirus: Deutlicher Anstieg im Iran - China mit erneutem Tiefstand bei Neuinfektionen

Update, 6.44 Uhr: In Indien ist erstmals ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Patient gestorben. Dabei handele es sich um einen 76-jährigen Mann mit den Vorerkrankungen Bluthochdruck und Asthma, wie das indische Gesundheitsministerium mitteilte. Bevor er vergangene Woche zu husten begann und sich Fieber entwickelte, habe er den gesamten Februar in Saudi-Arabien verbracht. Bei seiner Rückkehr nach Indien hat er nach Behördenangaben zunächst aber keine

Symptome gezeigt. Im Krankenhaus sei dann ein Verdacht auf Covid-19 festgestellt worden, der Patient sei aber am Dienstag verstoben bevor die endgültige Bestätigung vorlag.

Wegen der Corona-Pandemie hatte Indien diese Woche alle Touristenvisa für einen Monat für ungültig erklärt. Bleiben darf nur, wer bereits im Land ist. Die Einreisebeschränkungen gelten auch für alle anderen Visa - mit einigen Ausnahmen beispielsweise für Diplomaten und Menschen mit einem Arbeitsvisum. Für Leute, die noch nach Indien dürfen, aber die aus Risikoländern wie Deutschland einreisen, gelten besondere Regeln: Sie müssen mindestens 14 Tage in Quarantäne. Inzwischen gibt es in Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern 73 bestätigte Covid-19-Fälle. Diese Zahl hat sich in den vergangenen Tagen mehr als verdoppelt.

Coronavirus: Deutlicher Anstieg im Iran - China mit erneutem Tiefstand bei Neuinfektionen

Update vom 13. März 2020, 06.10 Uhr: Mit nur noch acht neu nachgewiesenen Virusfällen haben Chinas Behörden erneut einen neuen Tiefstand der Infektionen seit Beginn der täglichen Berichte über die Epidemie vor sieben Wochen gemeldet. An der Lungenkrankheit Covid-19 starben zudem sieben weitere Menschen, wie die Pekinger Gesundheitskommission am Freitag berichtete. Der tägliche Zuwachs der Todesfälle war ebenfalls der niedrigste seit Wochen.

Die Gesundheitsbehörde hatte bereits am Donnerstag mitgeteilt, dass China den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten habe. „Insgesamt ist der Höhepunkt der aktuellen Epidemie in China überschritten“, sagte ein Sprecher der Kommission. Die Zahl neuer Infektionen mit Sars-CoV-2 gehe immer weiter zurück. Inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ist, ist jedoch unklar. Seit Ausbruch des Coronavirus wurden auf dem chinesischen Festland 80.813 Infektionen und 3176 Tote gemeldet.

Die Zahl der täglich neu erfassten Corona-Infektionen ist auch in Südkorea weiter gesunken. Am Donnerstag seien 110 weitere Fälle nachgewiesen worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Es war der geringste Tagesanstieg seit mehr als zwei Wochen. Insgesamt wurden in dem ostasiatischen Land bisher knapp 8000 Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Erreger gemeldet. Es wurden bisher 67 Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht.

Coronavirus: Deutlicher Anstieg im Iran - Top-Berater von geistlichem Oberhaupt in Quarantäne

Update von 23.07 Uhr: Im Iran ist ein Top-Berater des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei unter Corona-Quarantäne gestellt worden. Der frühere Außenminister und heutige Berater Chameneis, Ali Akbar Velajati, habe „leichte Coronavirus-Symptome“, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim am Donnerstag. Der ausgebildete Kinderarzt Velajati ist Leiter des Krankenhauses, in dem die meisten Coronavirus-Patienten in der iranischen Hauptstadt behandelt werden.

Der 74-jährige Velajati habe am Mittwochabend erstmals Coronavirus-Symptome gezeichnet und habe sich einem Test unterzogen. Ob der Test positiv oder negativ ausfiel, blieb unklar. Velajati ist einer der engsten Berater Chameneis. Von 1981 bis 1997 war er iranischer Außenminister.

Der Iran ist eines der am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder weltweit. Mehr als 10.000 Menschen haben sich nach offiziellen Angaben bisher mit dem neuartigen Virus infiziert, 429 Patienten starben. Auch mehrere ranghohe iranische Politiker und Regierungsbeamte sind mit dem Coronavirus infiziert.

Coronavirus: Deutlicher Anstieg im Iran - WHO-Chef mit schwerem Vorwurf an viele Staaten

Update um 15.22 Uhr: Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat mehreren Ländern unzureichende Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorgeworfen. Am Donnerstag erklärte Ghebreyesus in Genf, dass die WHO „zutiefst besorgt“ sei, dass manche Länder „dieser Bedrohung nicht mit dem Maß an politischem Einsatz begegnen, wie es notwendig wäre, um das zu kontrollieren“. Welche Länder er damit konkret ansprechen wollte, blieb jedoch offen. 

Coronavirus: WHO-Chef warnt vor „gefährlichen Vorstellungen“ mancher Länder

Weiter warnte Ghebreyesus: „Die Vorstellung, dass Länder von der Eindämmung zur Schadensbegrenzung übergehen sollten, ist falsch und gefährlich.“, Um Leben zu retten, müsste die Übertragung verringert werden. Dazu müssten so viele Infizierte wie möglich identifiziert und isoliert und ihre Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt werden.

Der WHO-Chef rief dazu auf, jeden Verdachtsfall auf das Coronavirus zu testen. „Selbst wenn Sie die Übertragung nicht stoppen können, können Sie sie verlangsamen und Gesundheitseinrichtungen, Seniorenheime und andere wichtige Bereiche schützen“, sagte Ghebreyesus. Beim Coronavirus würde es sich um „eine kontrollierbare Pandemie“ handeln, wenn die Länder ihre Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung verstärkten, mahnte der WHO-Chef.

Coronavirus: Zahl der Infizierten und Toten im Iran deutlich gestiegen

Update um 13.27 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten und Todesfälle ist im Iran acht Tage vor dem persischen Neujahr am 20. März erneut deutlich gestiegen. Mit weiteren 75 Opfern habe sich die Zahl der Toten auf 429 erhöht, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianush Dschahanpur, am Donnerstag in Teheran mit. Außerdem stieg die Zahl erfasster Infektionen innerhalb eines Tages um gut 1000 auf mittlerweile mehr als 10.000

Die gute Nachricht: Ein Großteil der Erkrankten sei bereits wieder aus den Kliniken entlassen, so der Sprecher im Staatsfernsehen. Die Hauptstadt Teheran ist jedoch weiter am heftigsten betroffen. Auch in den nördlichen Provinzen Gilan und Masanadarn soll die Lage schlimm sein. Dort sind laut örtlichen Behörden viele Ärzte und Krankenschwestern unter den Opfern und Infizierten. Auch in Österreich schreitet die Coronavirus-Ausbreitung voran. In Wien wurde am Donnerstagvormittag der landesweit erste CoVid-19-Todesfall gemeldet. Kanzler Sebastian Kurz ergriff umgehend Maßnahmen, um die weitere Virus-Ausbreitung zu verlangsamen. 

Coronavirus: Saudi-Arabien verhängt Einreisestopp für EU-Bürger

Update um 12.50 Uhr: Als nächstes Land hat nun Saudi-Arabien wegen der Coronavirus-Ausbreitung einen Einreisestopp aus allen 27 Ländern der Europäischen Union sowie aus weiteren Staaten in Asien und Afrika verhängt. Betroffen seien zudem die Schweiz, Indien, Pakistan, der Sudan und Äthiopien, berichtete der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabija am Donnerstag. Auch Reisende, die diese Länder bis zu 14 Tage vor ihrer Ankunft in Saudi-Arabien besuchten, dürften vorerst nicht mehr einreisen.

Und auch die Sportwelt ist immer mehr von der Corona-Krise betroffen. In Deutschland finden derzeit Fußballspiele ohne Publikum statt und ein Basketball-Profi von Real Madrid ist positiv auf Corona getestet worden. Aus diesem Grund habe man sich dazu entschlossen, „sowohl die erste Basketballmannschaft als auch die erste Fußballmannschaft unter Quarantäne zu stellen“. Wegen eines positiven Corona-Tests steht zudem wohl auch der Formel 1-Saisonauftakt kurz vor der Absage.

Coronavirus: Vierter Todesfall in Deutschland registriert

Update um 12.05 Uhr: Nur kurz nachdem bekannt wurde, dass Tschechien scharfe Grenzkontrollen unter anderem zu Deutschland einführt, vermeldete Deutschland seinen vierten Coronavirus-Todesfall. Es handelt sich um einen 67-jährigen Mann mit Vorerkrankungen. Er wohnte in Baden-Württemberg und ist damit der erste Corona-Todesfall in Deutschland außerhalb Nordrhein-Westfalens.

Update um 10.16 Uhr: Inmitten der Corona-Krise führte am Donnerstag auch Tschechien scharfe Grenzkontrollen zu den Nachbarstaaten Deutschland und Österreich ein. Wie Innenminister Jan Hamacek bei Twitter mitteilte, werde der Übertritt außerhalb von elf ausgewiesenen Grenzübergängen verboten. Ab Freitag um Mitternacht werde die Maßnahme gelten, kündigte Hamacek an. Als Grund werden Sorgen vor einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus angegeben. Das Kabinett aus populistischer ANO und sozialdemokratischer CSSD traf zu einer Krisensitzung zusammen, auf der weitere Maßnahmen beschlossen werden sollen.

Coronavirus: Höhepunkt der Ausbreitung in China überschritten

Gute Nachrichten kommen unterdessen erneut aus China: Laut Informationen der Pekinger Gesundheitskommission hat China den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten. „Insgesamt ist der Höhepunkt der aktuellen Epidemie in China überschritten“, sagte ein Sprecher der Kommission am Donnerstag. Die Zahl neuer Infektionen mit Sars-CoV-2 gehe immer weiter zurück. In der Tat hat China in den vergangenen Tagen laut offizieller Statistik deutlich weniger Neuinfektionen und Todesfälle gemeldet. Am Donnerstag (nach Ortszeit) kamen nur noch 15 Infektionen hinzu - der niedrigste Wert seit Beginn der täglichen Berichte über die Epidemie. 

Auch die Zahl der neuen Todesopfer stieg am Donnerstag mit elf Fällen so gering wie seit Wochen nicht mehr. Seit dem Corona-Ausbruch sind in China damit nach offizieller Zählung 3169 Tote zu beklagen, außerdem wurden auf dem chinesischen Festland 80.793 Infektionen gemeldet. Wie hoch die Dunkelziffer ist, bleibt jedoch unklar.

Coronavirus: Auch Indien verhängt Einreiseverbot - Visa für ungültig erklärt

Update 8.12 Uhr: Nachdem bereits mehrere Länder, wie beispielsweise Italien und die USA ein ausgeprägtes Einreiseverbot verkündet haben, zieht nun auch Indien nach.

Das südasiatische Land mit knapp 1,4 Milliarden Einwohnern hat alle Touristenvisa wegen des Coronavirus für einen Monat lang für ungültig erklärt. Nur Reisende, die bereits im Land sind, dürften weiter bleiben, hieß es am späten Mittwochabend aus dem indischen Gesundheitsministerium. Die Einreisesperre solle ab Freitag vorerst bis zum 15. April dauern.

Neben Touristenvisa betreffe die Sperre auch alle weiteren Visumskategorien mit Ausnahme von Visa für Diplomaten, Beamte und Mitarbeiter von internationalen Organisationen sowie Arbeits- und Projektvisa. Für Menschen, die noch ins Land dürfen und aus bestimmten, vom Coronavirus stark betroffenen Staaten einreisen, gelten besondere Regeln: Sie müssen mindestens 14 Tage in Quarantäne.

Coronavirus: WHO stuft Ausbruch in höchstmögliche Kategorie ein

Update 7.19 Uhr: Nach dem Einsturz eines als Quarantäne-Unterkunft genutzten Hotels in der ostchinesischen Stadt Quanzhou ist die Zahl der Todesopfer auf 29 gestiegen. 42 Menschen konnten lebend gerettet werden, wie chinesische Staatsmedien am Donnerstag nach Abschluss der Rettungs- und Bergungsarbeiten berichteten. Das Xinjia Hotel in der Metropole der südostchinesischen Provinz Fujian war am Samstag eingestürzt. Nach ersten Ermittlungen könnten Renovierungsarbeiten der Auslöser gewesen sein. Das siebengeschossige Hotel mit rund 80 Zimmern war genutzt worden, um Menschen, die aus anderen Provinzen kommen, wegen des neuartigen Coronavirus unter Quarantäne zu stellen und zu beobachten.

Coronavirus: WHO stuft Ausbruch in höchstmögliche Kategorie ein - dennoch gute Nachrichten aus Asien

Update vom 12. März, 6.41 Uhr: Immer mehr und heftiger reagieren die meisten Länder nun auf die Pandemie des Coronavirus: Die USA verhängen einen Einreisestopp für die meisten Menschen aus Europa, die NBA unterbricht ihre Saison, in Italien bleiben Restaurants und Geschäfte bis auf weiteres geschlossen.In Deutschland befassen sich die Bildungsminister der Bundesländer ab diesem Donnerstag mit den Auswirkungen der Epidemie auf die Schulen. Dabei geht es unter anderem darum, ob das Virus den Ablauf der anstehenden Abiturprüfungen gefährdet. Einige Länder wie Italien, Österreich, Polen, Griechenland, Tschechien, Dänemark und die Ukraine planen landesweite Schulschließungen oder haben sie bereits geschlossen.

Aber auch in Spanien wird reagiert: Das Kulturministerium in Madrid teilte mit, das weltberühmte Madrider Museo del Prado werde geschlossen. Immerhin soll es zu Ehren der für den Sommer noch geplanten Olympischen Spiele eine Zeremonie geben - allerdings in abgespeckter Form.

Coronavirus in Asien: Sinkende Zahlen in China und Südkorea

Derweil meldete China am Donnerstag erneut nur wenige neue Coronavirus-Infektionen. Wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte, kamen 15 Infektionen hinzu - der niedrigste Wert seit Beginn der täglichen Berichte über die Epidemie vor sieben Wochen.

Auch Südkorea meldete sinkende Zahlen - trotzdem warnten die Gesundheitsbehörden vor dem Risiko weiterer Masseninfektionen. Am Mittwoch seien 114 weitere Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Erreger festgestellt worden, teilten sie mit. Es war der geringste Tagesanstieg seit mehr als zwei Wochen. Die Gesamtzahl erreichte 7869. Die Zahl der Todesfälle kletterte um sechs auf 66.

Coronavirus: WHO stuft Ausbruch in höchstmögliche Kategorie ein

Update vom 11. März, 22.16 Uhr: Wegen mehrerer Coronavirus-Verdachtsfälle soll ein Kreuzfahrtschiff mit rund 2300 Menschen an Bord vor der französischen Karibikinsel Martinique unter Quarantäne gestellt werden. "Wegen seines geplanten Zwischenstopps auf Martinique am Donnerstag meldete das Kreuzfahrtschiff 'Costa Magica' mehrere Fälle erkrankter Menschen an Bord, die möglicherweise an Covid-19 erkrankt sind", teilten die örtlichen Behörden mit. Das Schiff solle ab Donnerstag "vorläufig" rund sechs Kilometer vor der Küste unter Quarantäne gestellt werden.

Update vom 11. März, 19.13 Uhr: Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat Israel Versammlungen von mehr als 100 Menschen verboten. „Wir befinden uns in einer weltweiten Epidemie“, sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu am Mittwochabend. Man habe deshalb keine andere Wahl, als drastische Schritte zu unternehmen. „Wir müssen die alten Menschen schützen“, erklärte er. Das Versammlungsverbot wird nach Medienberichten unter anderem Einrichtungen wie Kinos, Synagogen und Theater betreffen.

Mehr als 31.000 Bürger befinden sich derzeit in Israel in häuslicher Quarantäne. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus Sars-CoV-2 mittlerweile bei 82 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst. Hintergrund der neuen Entscheidungen ist nach Medienberichten, dass einige Menschen sich inzwischen direkt in Israel mit dem Coronavirus infiziert haben. Zuvor waren dies vor allem Rückkehrer aus dem Ausland gewesen.

Update vom 11. März, 18.56 Uhr: Auch mehr als drei Monate nach Ausbruch des Coronavirus steht das öffentliche Leben in der chinesischen Stadt Wuhan still. Das dokumentiert ein am Dienstag aufgenommenes Drohnenvideo. Von den mehr als acht Millionen Einwohnern ist während des Überflugs nicht mal eine Hand voll zu sehen.

Coronavirus: WHO bezeichnet Verbreitung des neuen  als Pandemie

Update vom 11. März 2020, 17.37 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 nun als Pandemie ein. Das sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

Update vom 11. März 2020, 12.43 Uhr: Die chinesische Provinz Wubei gilt als das Epizentrum der Coronavirus-Epidemie. Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 ist im Dezember 2019 erstmals in der chinesischen Metropole Wuhan aufgetreten. Seitdem verbreitet sich das Coronavirus rund um die Welt. Insgesamt haben sich weltweit 121.124 Menschen (Stand: 11. März) mit dem Coronavirus angesteckt, wie eine interaktive Karte mit aktuellen Fahlzahlen zeigt. Demnach sind 4366 an der Covid-19 gestorben. 65.977 Menschen haben sich von einer Coronavirus-Infektion erholt. 

Coronavirus: China-Fallzahlen bleiben auf niedrigem Niveau

Update vom 11. März 2020, 8.42 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in China ist in der Nacht zum Mittwoch mit 24 neu nachgewiesenen Fällen wieder leicht gestiegen. Wie aus am Mittwoch von der Pekinger Gesundheitskommission vorgelegten Zahlen hervorging, wurden damit landesweit fünf Fälle mehr als am Dienstag registriert, als die bisher niedrigste Zahl neuer Covid-19-Erkrankungen seit Ausbruch der Epidemie verkündet worden war. Außerdem legte auch die Zahl der neuen Todesfälle im Vergleich zum Vortag wieder leicht von 17 auf 22 zu. Dennoch blieben die Fallzahlen insgesamt laut offiziellen Angaben auf einem niedrigen Niveau.

Eine interaktive Karte zeigt die aktuellen Fahlzahlen an - Forscher wollen damit mehr Transparenz erreichen.

Lesen Sie auch: Das Coronavirus hat Europa fest im Griff. Auch in Deutschland wächst die Angst vor einer Infektion. Auch in Schwimmbädern? In Bezug auf das Coronavirus reagiert die Therme Erding gelassen.

Coronavirus in China: Mehr als 80.000 Menschen am Festland mittlerweile infiziert

Insgesamt haben sich seit Beginn der Epidemie im Dezember 2019 der offiziellen Statistik zufolge 80.778 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. 3158 Tote sind bislang in der Volksrepublik zu beklagen.  Während in China die Neuerkrankungen weiter ein geringes Ausmaß annehmen, ist die Zahl der neu erfassten Coronavirus-Infektionen in Südkorea nach rückläufigen Entwicklungen in den vergangenen Tagen nun wieder deutlich angestiegen. 242 weitere Fälle seien am Dienstag diagnostiziert worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Damit erreichte die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Südkorea 7755. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um sechs auf 60.

Update, 23.00 Uhr: Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die EU zum Handeln aufgefordert. „Europa muss alles tun, was auf gesundheitlichem und auf wirtschaftlichem Gebiet nötig ist“, schrieb der 42-Jährige auf seinem Twitter-Account im Rahmen einer Videokonferenz zwischen EU-Staats- und Regierungschefs. Das virtuelle Treffen, bei dem zweieinhalb Stunden über das Vorgehen in der Corona-Krise diskutiert wurde, war kurzfristig arrangiert worden. 

Macron stellte eine Forderung an die Franzosen und bat darum, „angesichts des Coronavirus keinen Platz für Spekulationen und Instabilität“ zu lassen. Der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel rief seine Kollegen dazu auf, nationale Maßnahmen zu koordinieren. Gemeinsame Leitlinien im weiteren Vorgehen seien essentiell, um die Ausbreitung des Sars-CoV-2-Virus aufzuhalten.

Deutschland erwartet immer mehr Infizierte durch das Coronavirus. Doch die Sterblichkeitsrate liegt weit hinter anderen Staaten - wie etwa Italien.*

Coronavirus in den USA: „Eindämmungsbereich“ im Staat New York

Update, 20.50 Uhr: Der US-Bundesstaat New York wappnet sich gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Nördlich der Millionenmetropole New York wurde jüngst ein „Eindämmungsbereich“ eingerichtet. Der Bereich misst einen Durchmesser von rund eineinhalb Kilometern und umschließt die Kleinstadt New Rochelle, wo es ungewöhnlich viele Infektionsfälle gab. Gouverneur Andrew Cuomo beschloss, im Bereich innerhalb der Zone ab Donnerstag bis zum 25. März alle Einrichtungen zu schließen. Betroffen sind Schulen und Glaubenseinrichtungen, Läden dürften weiterhin geöffnet bleiben.

New York zählt bisher mit 142 erfassten Infektionsfällen die meisten nach Washington (162 Fälle). Laut US-Gesundheitsbehörden soll es in den Vereinigten Staaten bereits 647 registrierte Infizierte geben, 25 Personen verstarben bisher. Die Dunkelziffer dürfte jedoch aufgrund von Schwierigkeiten beim Test- sowie Meldeverfahren weit höher liegen.

Coronavirus in China: Staatschef Xi Jinping beruhigt die Lage

Update, 14.15 Uhr: Während die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen weltweit steigt, könnte sich die Situation im zuerst betroffenen Land China mittlerweile stabilisiert haben. Wie Chinas Staatschef Xi Jinping nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag erklärte, sei die Lage mittlerweile „im Wesentlichen eingedämmt“. Demnach steige die Zahl der Neuinfektionen in der stark betroffenen Provinz Hubei mittlerweile langsamer, das Blatt habe „sich gewendet“. 

Wie die Nachrichtenagentur unter Berufung auf lokale Behörden weiter erklärt, sollen nun die Restriktionen gelockert werden. Gesunde Menschen dürften demnach innerhalb der Provinz wieder reisen. 

Coronavirus im Iran: Zahl der Infizierten und Todesopfer steigt weiter an 

Update, 12.15 Uhr: Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten erneut drastisch gestiegen. Binnen eines Tages habe sich die Zahl der Toten von 237 auf 291 erhöht, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur am Dienstag in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land steigt auf 8042 - 881 mehr als am Vortag. Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran wo sich nachweislich über 2100 Menschen mit dem Coronavirus* Sars-CoV-2 infiziert haben. Gleichzeitig seien 2731 Patienten geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden, so der Sprecher.

Österreich ergreift im Kampf gegen das Coronavirus drastische Maßnahmen. Nach einer Reisewarnung für ganz Italien will die Regierung die Einreise aus dem Nachbarland weitgehend stoppen.

Coronavirus: Touristen müssen Israel verlassen 

Update, 11.35 Uhr: Nach Verschärfungen der Einreisebestimmungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus müssen Touristen Israel nun binnen weniger Tage verlassen. „Touristen, die sich in Israel aufhalten, wird Zeit gegeben, in den nächsten Tagen auf geordnete Weise auszureisen“, hieß es in einer Stellungnahme des Gesundheitsministeriums. Ein genaues Datum wurde nicht genannt.

Sollten Touristen vorher Krankheitssymptome aufweisen, müssten sie sich sofort beim Rettungsdienst melden, hieß es weiter. Ansonsten sollten sie Hygieneregeln befolgen, Menschenansammlungen meiden und ihre Reiseroute in Israel dokumentieren. Eine Rückkehr nach Ausreise* in Nachbarländer sei nicht möglich.

Coronavirus: China mit Hammer-Meldung! Zahl der Infizierten sinkt enorm

Update vom 10. März, 6.53 Uhr: Erstmals seit Ausbruch der Coronavirus-Epidemie ist Chinas Staatschef Xi Jinping in die Millionenmetropole Wuhan gereist, von welcher der Erreger seinen Ausgang genommen hatte. Xi traf am Dienstag mit dem Flugzeug zu der unangekündigten Visite in der Hauptstadt der Provinz Hubei ein, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Er wolle dort im Laufe des Tages die Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie inspizieren.

Geplant waren den Angaben zufolge Treffen des Staatschefs mit Mitarbeitern des Gesundheitswesens, Patienten und Einwohnern sowie mit Mitgliedern von Militärs und Polizei. Der Besuch war ein weiteres Anzeichen dafür, dass die chinesische Staatsführung offenbar glaubt, die Epidemie inzwischen unter Kontrolle gebracht zu haben.

Coronavirus: Hoffnungsschimmer aus China? Niedrigste Zahl von Neuinfektionen gemeldet

Die bisherigen Abschottungsmaßnahmen scheinen Wirkung gezeigt zu haben, denn die Zahlen der Neuinfektionen in China zeigen schon seit einer Weile einen Abwärtstrend. Am Dienstag gab die Regierung nur 19 landesweit neu bestätigte Ansteckungsfälle seit dem Vortag bekannt. Dies war die niedrigste Zahl von Neuinfektionen, seit die Regierung am 21. Januar mit der Veröffentlichung der täglichen Bilanzen zum Coronavirus begonnen hatte.

Mehr als 80.750 Menschen haben sich in China nach den offiziellen Statistiken mit dem Coronavirus angesteckt, die amtliche Zahl der dortigen Todesopfer lag am Dienstag bei 3136. Die meisten der nach Ausbruch des Erregers in Wuhan eingerichteten 16 provisorischen Krankenhäuser wurden laut Xinhua aber inzwischen wieder geschlossen.

Coronavirus: Erster Infizierter in der Mongolei

Das Nachbarland Mongolei meldete unterdessen seinen ersten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Dabei handelt es sich nach Regierungsangaben um einen Franzosen, der in dem Land für ein Energieunternehmen arbeitet. Für sechs Tage wurde in allen Städten der Mongolei die Ein- und Ausreise verboten. Bereits vor dem jetzigen Auftreten des ersten bekannten Corona-Falles im Land hatte die Mongolei ihre Grenzen zu China geschlossen.

ARD-Frau meldet zur Coronavirus-Krise: Iran entlässt 90.000 Häftlinge

Update 15.09 Uhr: Die weltweite Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 hat auch an der Börse zu großen Einbußen geführt. Der Handel an der Wall Street wurde wegen eines Kurssturzes kurzzeitig ausgesetzt. 

Update 13.01 Uhr: Aufgrund der Maßnahmen der nordkoreanischen Regierung gegen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 hat die Bundesregierung die deutsche Botschaft in Pjöngjang vorübergehend geschlossen. Nordkorea habe sämtliche Flug- und Zugverbindungen eingestellt und Ausländer unter Zwangsquarantäne genommen. Ein "normaler Dienstbetrieb der Botschaft" sei aufgrund der "unverhältnismäßigen" Anti-Epidemie-Maßnahmen der nordkoreanischen Regierung nicht mehr möglich gewesen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin. 

Die Mitarbeiter der Botschaft wurden am Montagmorgen über das russische Wladiwostok ausgeflogen. Nordkorea hat bisher noch keinen Fall einer Sars-CoV-2-Infektion gemeldet.

Update 12.51 Uhr: Der ebenfalls sehr stark von Sars-CoV-2 betroffene Iran hat nun weitere Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus* zu bekämpfen. Wie Natalie Amiri, die ARD-Korrespondentin in Teheran berichtet, hat die Regierung beschlossen, 90.000 Gefangene freizulassen, um sie vor dem Virus zu schützen. Im Iran gibt es derzeit 7.161 registrierte Fälle von Covid-19. Die Zahl der Todesopfer liegt bei 237.

Coronavirus: Neuinfektionen in China gehen zurück - über 100.000 Fälle weltweit

Originalmeldung vom 9. März 2020:

Gute Nachrichten in Sachen Covid-19 kommen am Montag aus der Volksrepublik China. Die Zahl der offiziell registrierten Neuinfektionen mit Sars-CoV-2* ist auf dem niedrigsten Stand seit dem Beginn der Veröffentlichung der Zahlen im Januar gesunken. Innerhalb eines Tages konnten auf dem chinesischen Festland „lediglich“ 40 neue Ansteckungsfälle nachgewiesen werden, wie der Gesundheitsausschuss der Regierung in Peking berichtet. 

Coronavirus in China: Zahl der Neuinfektion auf niedrigstem Stand seit Januar

Damit liegt die Zahl der Infizierten in China zwar bei über 80.000, der Rückgang der Neuinfektion ist dennoch ein gutes Zeichen. Die meisten der neuen Fälle wurden in der zentralchinesischen Provinz Hubei registriert, wo das Virus erstmals aufgetreten war*. Die Provinz, in der auch die durch Covid-19 bekannte Stadt Wuhan liegt, wurde Ende Januar durch die chinesische Regierung weitestgehend von der Außenwelt abgeriegelt, um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 zu verlangsamen. Weltweit liegt die Zahl der Infizierten bei über 110.000. Die Suche nach einem möglichen Impfstoff* wird wohl noch länger dauern. 

In Hubei wurde auch der Großteil der 22 neuen Todesfälle registriert. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf dem chinesischen Festland auf 3.119, was etwa 80 Prozent der weltweiten durch Sars-CoV-2 verursachten Todesfälle* entspricht. Auch hier setzt sich jedoch der Abwärtstrend der vergangenen Tage fort. Elf der 16 Krankenhäuser, die provisorisch in Wuhan eingerichtet wurden, konnten mittlerweile wieder geschlossen werden und die Zahl der genesenen Patienten stieg alleine in der Provinzhauptstadt auf über 31.000. 

Coronavirus: Abschottung von Hubei vor dem Ende? Zahlen auch in Südkorea rückläufig

Aufgrund dieser Entwicklungen hat ein chinesischer Regierungsvertreter angedeutet, dass die Abriegelung der Provinz in Zentralchina schon bald beendet werden könnte. Von den Maßnahmen der Regierung sind ca. 56 Millionen Menschen betroffen.

Rückläufige Zahlen in Bezug auf Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 werden darüber hinaus auch aus Südkorea gemeldet, wo hinter China die zweitmeisten Infektionsfälle registriert wurden. Dort kam es seit Sonntag zu 248 Ansteckungsfällen, was der niedrigste Wert seit zwei Wochen war. Insgesamt haben sich in Südkorea über 7400 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Die offizielle Zahl der Todesopfer liegt bei 51. 

Weniger gute Nachrichten kommen in den letzten Tagen aus Italien, wo sich die Lage bezüglich Sars-CoV-2 zuspitzt. Unterdessen geht die Suche nach „Patient Null“ weiter. Die Spur führt angeblich zu einem bayerischen Coronavirus-Patient. In Italien entstand ein herzerwärmendes Video mehrerer Nachbarn, das viral geht. Moderator Claus Kleber verdeutlicht im „heute Journal“ den Ernst der Lage und erklärt, warum wir jetzt lieber zu Hause bleiben sollten. Unterschiedliche Medien und auch der BND kommen zu dem Schluss, dass China zu Beginn der Corona-Pandemie wichtige Informationen zurückgehalten hat.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks 

fd mit dpa 

Die Coronavirus-Ausbreitung stellt das öffentliche Leben weltweit auf den Kopf. Doch hierzulande gibt es einen Virologen, der die aufkommende Panik in Schach hält.

Rubriklistenbild: © dpa / Xiong Qi

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Unwetter in Urlaubsort: Video zeigt spektakuläres Wetter-Phänomen an Italiens Küste - „Das sieht gruselig aus"
Im italienischen Badeort Lignano hat sich am Dienstagmorgen ein gruseliges Wetterschauspiel ereignet. Ein Mann filmte das Spektakel mit seiner Kamera.
Unwetter in Urlaubsort: Video zeigt spektakuläres Wetter-Phänomen an Italiens Küste - „Das sieht gruselig aus"

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