News-Ticker

Corona-Krise: „Schaurige“ Verwechslung sorgt für Wiederauferstehung einer 74-Jährigen

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Corona in China: Der Ursprung des Virus liegt offenbar nicht in Wuhan. Dort sprechen Einwohner von einer “neuen Abnormalität“. Der Ticker zu weltweiten News.

Update vom 26.04.2020, 08.57 Uhr: Nachdem mehrere Länder offenbar planen, so genannte „Immunitätsbescheinigungen“ an Menschen auszugeben, die bereits mit dem Coronavirus infiziert waren, warnt die WHO. Aktuell gebe es „keinen Beweis, dass Menschen, die sich von Covid-19 erholt haben und die Antikörper haben, vor einer zweiten Infektion geschützt sind.“ Besonders so genannte Antikörpertests könnten auch dann positive Bescheide liefern, wenn Antikörper gegen ein anderes Coronavirus vorliegen - vier davon seien weit verbreitet. Menschen mit „Immunitätsbescheinigung“ oder „Unbedenklichkeitsnachweis“ könnten somit offizielle Gesundheitsempfehlungen missachten und zu einer Weiterverbreitung beitragen, befürchtet die WHO bei ihrer Stellungnahme am Samstagabend in Genf.

In Ecuador sorgt eine tragische Verwechslung für Bestürzung: Eine 74-jährige Frau, die von den Behörden Ende März für tot erklärt worden war, tauchte in einem Krankenhaus wieder auf. Sie erwachte aus einem Corona-Koma und bat darum, dass ihre Angehörigen sie abholen würden - die hatten aber bereits die Asche der angeblich Verstorbenen erhalten. Ecuadors Gesundheitsminister Juan Carlos Zevallos nannte den Fall „schaurig“ und versprach, sich um Aufklärung zu kümmern. Die Hafenmetropole Guayaquil ist besonders stark vom Coronavirus betroffen - nach offiziellen Angaben sind 576 Menschen verstorben, die tatsächliche Zahl wird weit höher geschätzt. Das Land befindet sich in einem Dilemma.

Coronavirus in China: Übertragung durch Klimaanlage wahrscheinlich

Update von 21.19 Uhr: Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 200.000 Menschen nach einer Infektion gestorben. Die in Baltimore ansässigen US-Forscher verzeichneten am Samstagnachmittag (Ortszeit) mehr als 2,8 Millionen nachgewiesene Infektionen. Die von der Universität veröffentlichten Infektions- und Todeszahlen sind in der Regel höher als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO meldete bis Samstag mehr als 2,7 Millionen bestätigte Infektionen und mehr als 187.800 Todesfälle.

Update, 9.24 Uhr: In China hat ein mit Covid-19 infizierter Mann in einem Restaurant offenbar zwei Familien angesteckt. Der Virus soll dort über die Klimaanlage verbreitet worden sein. Zu diesem Ergebnis kam laut spiegel.de die chinesische Seuchenschutzbehörde CDC, die den Infektionsweg von drei Familien rekonstruierte. 

Diese waren Ende Januar bis Anfang Februar an Corona erkrankt. Bei zwei der Familien war bislang unklar, wo sie sich angesteckt haben könnten. Alle Familienmitglieder waren jedoch am 24. Januar in demselben Restaurant in Guangzhou zu Gast, indem auch der Erkrankte mit seiner Familie war. Dort gab es keine Fenster, sondern nur eine Lüftungsanlage. Diese muss die Ausbreitung des Virus begünstigt haben, da der Infizierte von den anderen beiden Familien für eine Tröpfcheninfektion zu weit entfernt saß.

Corona weltweit: Aus Angst vor Covid-19: Mexikaner attackieren Krankenhauspersonal

Update vom 24. April, 8.00 Uhr: In Brasilien ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 3000 gestiegen. 407 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen ihrer Infektion gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Brasília am Donnerstag mit. Dies war der höchste Anstieg an Todesfällen binnen eines Tages in Brasilien seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Infektionen stieg auf knapp 49.500.

Gesundheitsminister Nelson Teich nannte es verfrüht, einen Zusammenhang zwischen der gestiegenen Zahl an Infektionsfällen und dem Anstieg bei den Todesfällen herzustellen. Beim Anstieg der Todesfälle könne es sich auch um das Resultat von mehr Tests an Verstorbenen handeln, sagte Teich.

Coronavirus weltweit: Trotz erhöhter Todesrate - Brasilien will zurück zur Normalität

Teich hatte das Gesundheitsministerium vergangene Woche nach der kontroversen Entlassung seines Vorgängers Luiz Henrique Mandetta durch Staatschef Jair Bolsonaro übernommen. Am Mittwoch erklärte er, dass die Behörden an einem Zeitplan zur landesweiten Wiederöffnung von Unternehmen und Geschäften arbeiteten. Bolsonaro hatte wiederholt den Stillstand der Wirtschaft aufgrund der Coronavirus-Pandemie kritisiert und zu einer schnellen Rückkehr zur Normalität aufgerufen.

Im am schwersten von der Pandemie betroffenen Bundesstaat Sao Paulo sollen die wirtschaftlichen Aktivitäten ab dem 11. Mai schrittweise wieder aufgenommen werden. Ein ähnlicher Zeitplan ist in Rio de Janeiro und Minas Gerais vorgesehen.

Coronavirus weltweit: Chinesischer Botschafter weist Theorien um Virus-Ursprung zurück

Update, 15.39 Uhr: Seit dem 23. März befindet sich die Bundesrepublik im Lockdown. Doch ist dieser überhaupt nötig? Einige Wissenschaftler behaupten: Nein. Stimmt das? Ein Fakten-Check.

Update, 12.56 Uhr: Der chinesische Botschafter in Deutschland, Wu Ken, hat Vertuschungsvorwürfe gegen seine Regierung zurückgewiesen. Im ZDF-Morgenmagazin sagte er, dass China die WHO und die Weltöffentlichkeit frühzeitig über eine Ausbreitung des Virus informiert habe.

Die Frage, ob das Virus von einem Wildtiermarkt in Wuhan stammt oder möglicherweise bei einem Laborunfall auf Menschen übertragen wurde, müssten Wissenschaftler, nicht Politiker beantworten, sagte er mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Die chinesische Regierung habe nichts zu vertuschen und werde sich an der Aufklärung beteiligen.

Chinas Nachbarland Vietnam, wo seit Anfang April strenge Ausgangsbeschränkungen galten, beginnt damit, die Maßnahmen zu lockern. Nachdem nur 268 Infektionen bestätigt wurden und keine Todesfälle gemeldet wurden, dürfen einige Läden und Dienstleistungsbetriebe wieder öffnen. Obwohl Vietnam offenbar wenig testet, gehen Experten davon aus, dass die Epidemie durch ein frühes Ergreifen von Maßnahmen dort unter Kontrolle sein könnte.

Coronavirus weltweit: Neue Abnormalität in Wuhan

Update vom 23. April, 9.22 Uhr: Zwei Wochen, nachdem die Abriegelung der Metropole Wuhan aufgehoben wurde, ist nichts wie es zuvor war: Noch immer sind die Straßenbarrikaden sichtbar und - weil eine zweite Welle kommen könnte - bereit, jederzeit wieder eingesetzt zu werden. Auch wenn alle 13 Stadtbezirke auf „niedriges Risiko“ eingestuft wurden und Supermärkte fast normalen Alltag haben und mehr und mehr Autos auf den Straßen sind, setzen viele Bewohner weiterhin auf Online-Shopping und Arbeiten oder Studieren von zu Hause aus, so Korrespondenten der dpa. Wer wieder zur Arbeit möchte, muss einen Test machen, immer noch wird allerorts Fieber gemessen. Viele sprechen von der Rückkehr zu einer neuen „Abnormalität“.

Wuhan - Ein junge mit Schutzmaske vor der Skyline Wuhans

Weniger eingeschleppte Fälle und weniger lokale Infektionen meldet die Gesundheitskommission - manche zweifeln an den Zahlen, viele glauben den Trend. Doch anhaltende Schutzmaßnahmen scheint kaum jemand abzulehnen. 

Strenge Ausgangssperren treffen unterdessen wieder die nordostchinesische Stadt Harbin, wo eine aus dem Ausland zurückgekehrte Chinesin rund 50 Menschen infiziert hatte und Funktionäre für fahrlässiges Handeln bestraft wurden.

Coronavirus in Mexiko: Krankenhäuser müssen geschützt werden

Update vom 23. April, 8.19 Uhr: In Mexiko kam es zuletzt zu Angriffen auf Ärzte und Krankenschwestern. Nun haben die Vereinten Nationen (UN) Respekt vor der Arbeit des medizinischen Personals in der Corona-Krise gefordert. „Die UN in Mexiko rufen die gesamte Bevölkerung dazu auf, die Arbeit und die körperliche Unversehrtheit der Mediziner zu respektieren, die angesichts der Corona-Pandemie eine wichtige Arbeit leisten“, lautete eine Stellungnahme am Mittwoch. 

Zuvor waren in Mexiko mehrfach Ärzte und Pfleger körperlich und verbal angegriffen worden. Die Angreifer warfen ihnen vor, das Coronavirus zu verbreiten. In Mexiko-Stadt wurde eine Krankenschwester beleidigt und geschlagen. In Axochiapan, einem Ort im Bundesstaat Morelos, drohten Anwohner, ein Krankenhaus niederzubrennen, falls dort Corona-Patienten behandelt werden sollten. Mittlerweile bezog die Nationalgarde im ganzen Land vor 344 Kliniken und Gesundheitszentren Stellung, um das Personal zu schützen. 

Bislang haben sich in Mexiko 10.544 Menschen nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert. 970 Patienten starben im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in dem lateinamerikanischen Land. 

Update vom 22. April, 21.45 Uhr: Laut der Weltgesundheitsbehörde WHO soll die Corona-Pandemie in den meisten Ländern noch im Anfangsstadium sein. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus meinte am Mittwoch per Video-Pressekonferenz, dass man noch „einen langen Weg“ vor sich habe, denn „dieses Virus wird uns eine lange Zeit beschäftigen“. Auch die Ausrufung des internationalen Gesundheits-Notstands am 30. Januar verteidigte der WHO-Chef.

Coronavirus: Todeszahl nun über 180.000 - WHO-Chef sieht die meisten Länder im Anfangsstadium

Doch auch wenn dies in vielen Ländern erst der Anfang gewesen war, sind die weltweiten aktuellen Todeszahlen alarmierend. Inzwischen sind mehr als 180.000 Personen am Coronavirus* gestorben, der Johns-Hopkins-Universität zufolge sind es exakt 182.004. Mehr als 2,6 Millionen Menschen infizierten sich bereits mit dem Erreger Sars-CoV-2. Von den Todesfällen traten zwei Drittel in Europa auf, wo 1,2 Millionen Menschen positiv auf das Virus getestet wurden und rund 112.800 Menschen starben.

Die Vereinigten Staaten sind jedoch am schwersten betroffen und zählen bereits 45.153 Tote, gefolgt von Italien mit mehr als 25.000 Todesfällen.

Coronavirus: Südkorea und China beobachtet Phänomen bei Genesenen

Update vom 22. April, 15.16 Uhr: In der vergangenen Woche wurde aus Südkorea berichtet, dass dort teils als geheilt geltende Corona-Patienten positiv auf das Virus getestet wurden. Nun vermeldet auch China solche Nachrichten. 

In Wuhan gebe es vermehrt Fälle, in denen die Covid-19-Patienten das Virus trotz überstandener Erkankung weiter in sich tragen würden, berichtet bild.de. Zwar würde die Personen keine Krankheitssymptome zeigen. Ihre Testergebnisse waren aber dennoch positiv, obwohl das Virus zunächst nicht mehr nachgewiesen werden konnte. 

Coronavirus: Patienten 70 Tage nach Heilung erneut infiziert?

Dies sei eine neue, größere Herausforderung im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie, berichten die Ärzte in Wuhan. Man wisse nämlich nicht, ob die „Rückfall-Patienten“ weiterhin ansteckend sein könnten. Daher werden sie unter Quarantäne gehalten. 

Wie die Bild weiter schreibt, wurde bei einigen Patienten das Coronavirus 70 Tage nach der vermeintlichen Gesundung nachgewiesen. In manchen Fällen waren die Tests auch nach 50 oder 60 Tagen wieder positiv. 

Coronavirus in Singapur: Einst der Musterschüler - nun sprunghafter Anstieg der Neuinfizierten

Update vom 22. April, 14.27 Uhr: Der einstige Corona-Musterschüler Singapur hat erneut einen sprunghaften Anstieg der Virusinfektionen verzeichnet. In dem südostasiatischen Stadtstaat gab es nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch 1016 neue Fälle. Es war der dritte große Anstieg pro Tag in Folge. Damit rangiert das 5,8 Millionen Einwohner zählende Singapur weiter mit 10.141 bestätigten Fällen an der Spitze in Südostasien. Die Todesrate ist im weltweiten Vergleich niedrig: Elf Menschen starben bislang nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

Die meisten neuen Fälle in Singapur traten dem Gesundheitsministerium zufolge erneut bei den ausländischen Arbeitern auf. Rund 200.000 von ihnen leben laut Schätzungen in Gemeinschaftsunterkünften. Dort ist das Ansteckungsrisiko hoch.

Zeitweise hatte das hochmoderne Singapur als Beispiel gegolten, wie ein Land das Virus gut in den Griff bekommen kann: durch rigoroses Testen, Isolieren von Infizierten sowie Quarantäne für Menschen, die mit Infizierten in Kontakt waren. Ausgangsbeschränkungen wurden dort erst relativ spät verhängt. Der Lockdown gilt seit dem 7. April. Er wurde am Dienstag bis zum 1. Juni verlängert.

Die Zahl der „importierten Fälle“ in China steigt weiter an.

Update vom 22. April, 9.30 Uhr: Die chinesische Hauptstadt Peking hat ihre Maßnahmen gegen eine Einschleppung des Coronavirus erneut verschärft. Menschen, die in die Stadt kommen, müssen sich nach einer zweiwöchigen Quarantäne zusätzlich eine Woche in „häusliche Quarantäne“ begeben. Dies teilten die Behörden mit.

China hat das Virus  eigenen Angaben zufolge weitgehend unter Kontrolle, ist aber besorgt über den Zustrom von Reisenden, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Dabei handelt es sich so gut wie ausschließlich um Chinesen, die in die Heimat zurückkehren. 

Die nationale Gesundheitskommission meldete am Mittwoch 30 neue Infektionen, darunter 23 „importierte“ Fälle mit Sars-CoV-2 bei Reisenden und sieben neue lokale Ansteckungen.

In Deutschland wird indes ein Impfstoff an Menschen getestet. Auch Kreative Ideen für Atemschutz sorgt für Wirbel. Eine Drogeriekette warnt vehement vor einer Lösung. 

Coronavirus: Indigene im Amazonas-Gebiet zunehmend betroffen

Im brasilianischen Amazonas-Gebiet infizieren sich immer mehr Indigene mit dem Coronavirus. Zuletzt stieg die Zahl bekannter Fälle innerhalb von 24 Stunden von 9 auf 23, wie aus den Daten des Spezialsekretariats für Indigene Gesundheit Sesai hervorgeht. Vier Ureinwohner aus Indigenen-Gebieten sind nach Angaben der Behörde Funai bisher in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Der erste erfasste Corona-Tote aus einem Indigenen-Gebiet war ein Jugendlicher vom Volk der Yanomami. „Der Tod des Jungen hat gezeigt, dass weder die Diagnose noch die Behandlung funktioniert haben“, sagte Luis Ventura vom Indigenistischen Missionsrat Cimi in der Stadt Boa Vista der Deutschen Presse-Agentur.

Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich?* Ein Blick auf die Todeszahlen gibt Aufschluss, wie Merkur.de berichtet.

Update vom 22. April, 7.54 Uhr: In Japan haben sich mehrere Besatzungsmitglieder eines im Reparaturdock liegenden Kreuzfahrtschiffes mit dem Coronavirus infiziert. Wie die lokalen Behörden im südwestlichen Nagasaki am Mittwoch mitteilten, wurden 34 der 623 Crewmitglieder der unter italienischer Flagge stehenden „The Costa Atlantica“ positiv auf den Erreger getestet. Keiner von ihnen zeigte ernste Symptome. Passagiere waren nicht an Bord des Schiffes, das Ende Januar zu Reparaturarbeiten in Japan eingetroffen war. 

Experten hatten im Februar den Umgang Japans mit einem in Yokohama vorübergehend unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffs mit Tausenden Menschen an Bord scharf kritisiert. Nach Erkenntnis von Forschern hatte die Entscheidung der umstrittenen Quarantäneanordnung an Bord der „Diamond Princess“ zu vermeidbar vielen Infektionen mit dem neuen Coronavirus geführt. Von den rund 3700 Passagieren und Crewmitgliedern hatten sich 712 Infiziert und 13 Menschen sind gestorben. Japan registriert inzwischen mehr als 12.200 Infektionsfälle und 296 Tote, berichtete der Fernsehsender NHK. 

Coronavirus weltweit: Vereinte Nationen befürchten wegen der Pandemie eine Hungerkrise

Update vom 21. April, 20.04 Uhr: Die Vereinten Nationen befürchten angesichts der Corona-Pandemie eine weltweite Hungerkrise. Die Zahl der Hungernden weltweit könne wegen der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie in diesem Jahr auf 265 Millionen ansteigen, teilte das Welternährungsprogramm (WFP) mit. Das wären fast doppelt so viele wie 2019, als 135 Millionen Menschen von Ernährungskrisen betroffen waren.

Laut der Bild beobachten Hilfsorganisationen bereits jetzt Engpässe bei der Lebensmittelversorgung in ländlichen Regionen. Auch Hilfsorganisationen wie Oxfam, Care und Save the Children warnten vor verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie insbesondere auf die Lebensmittelversorgung in Westafrika. Der Zugang zu Lebensmitteln sei sowohl in den Städten als auch in ländlichen Gebieten bereits schwieriger geworden. Preise seien gestiegen und viele Grundnahrungsmittel kaum noch verfügbar. Grund hierfür seien die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wie etwa Ausgangssperren und Grenzschließungen.

Coronavirus weltweit: 7000 Tests in Afghanistan durchgeführt - Gefangene im Iran entlassen

Update, 17.04 Uhr: In Afghanistan, wo bisher erst etwa 7000 Tests durchgeführt und 1000 positive Befunde gemeldet wurden, ist das Virus Berichten zufolge im Präsidentenpalast angekommen - dort seien 40 Menschen positiv getestet worden. Präsident Aschraf Ghani sei negativ getestet worden, habe sich aber in Selbstisolation begeben.

Im Iran teilte der Sprecher der Justizbehörde, Gholamhossein Esmaili, am Dienstag mit, dass unter den 100.000 seit Beginn der Pandemie entlassenen Gefangenen auch 1000 ausländische Inhaftierte waren. Menschenrechtsorganisationen hatten darauf gedrängt, dass die Hafterleichterungen auch auf ausländische und politische Gefangene angewendet werden sollten. Im Iran sind inzwischen 84.800 Menschen positiv getestet worden und 5197 Menschen nach offiziellen Angaben im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

Neue Krankheitsbilder: Bislang galten vor allem trockener Husten und Fieber als Coronavirus-Symptome. Ärzte wurden nun weltweit auf andere Merkmale aufmerksam - die besonders bei jüngeren Patienten auftreten.

Corona in China: Mehrere kritische Berichterstatter verschollen

Update vom 21. April, 10.14 Uhr: Bilder aus Wuhan, die niemand zu sehen bekommen sollte, wurden im Januar und Februar auf Youtube hochgeladen, etwa Aufnahmen von Mini-Vans mit Leichensäcken vor einem Krankenhaus - zu einem Zeitpunkt, als China die Lage angeblich unter Kontrolle hatte. Die Urheber der Bilder sind jetzt verschwunden, ihre Videokanäle schweigen.

Chen Qiushi, chinesischer Aktivist und Journalist, wird seit Anfang Februar vermisst

Unter den Verschwunden sind der Geschäftsmann Fang Bin und der Menschenrechtsanwalt und Videojournalist Chen Qiushi. Beide werden von ihrer Familie vermisst - nach Informatuionen der BBC sei unklar, dass sie von der Polizei verschleppt oder unter Zwangsquarantäne gestellt wurden. Der Twitter-Account von Chen Qiushi wurde inzwischen von Freunden übernommen.

Coronavirus: Sorge um Einschränkungen der Pressefreiheit in vielen Ländern

„Reporter ohne Grenzen“ berichtet, dass unter dem Vorwand „Fake News“ zu bekämpfen, von Regierungen weltweit massiv in die Berichterstattung eingegriffen wird. Singapur, Benin,Russland, Indien, die Philippinen oder Vietnam, aber auch die USA und Ägypten seien betroffen. Während in manchen Ländern kritische Stimmen unterdrückt würden, nutze man andernorts Bots, um Desinformationen zu verbreiten, in den USA und Brasilien schürten die populistischen Machthaber weiter Hass auf die Medien.

Die Organisation warnt davor, dass in vielen Ländern die Corona-Pandemie für eine weitere Einschränkung der Pressefreiheit missbraucht wird. Die Zahl der Medienschaffenden, die seit Beginn der Pandemie in Gefängnissen sitzen, sei in China, Ägypten und Saudi-Arabien am höchsten. In Zeiten eines sinkenden Anzeigenmarkts würden Redaktionen weltweit generell schrumpfen und die Medienkonzentration zunehmen.

Coronavirus in China: Neue Zahlen

Update vom 20. April, 22.35 Uhr: 2.458.150 Coronavirus-Fälle sind weltweit laut den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität gemeldet. Die Zahl der Todesopfer liegt bei 168.906 Menschen (Stand 22.40 Uhr).  

Coronavirus: Singapur erleidet Rückschlag - Sprunghafter Anstieg von Fällen

Update vom 20. April, 13.44 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat das für seine Strategie international beachtete Singapur einen Rückschlag erlitten. Laut vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag wurde in dem südostasiatischen Stadtstaat ein Sprung von 1425 neuen Fällen verzeichnet - der bisher größte an einem Tag. Damit liegt das 5,8 Millionen Einwohner zählende Singapur jetzt mit 8014 bestätigten Fällen an der Spitze in Südostasien, noch vor Indonesien und den Philippinen. Bislang starben elf Menschen in Singapur nach einer Corona-Infektion

Coronavirus weltweit: In Singapur steigen Infektionen sprunghaft an

Wie das Gesundheitsministerium weiter erklärte, beträfen die meisten neuen Fälle in Singapur Bewohner von Unterkünften für ausländische Arbeiter. Die Regierung hat nun eine Test-Kampagne gestartet, um die gesunden von den infizierten Arbeitern zu trennen. Etwa 200.000 Menschen, darunter viele junge Bauarbeiter aus ganz Asien, teilen sich in der Stadt Schlafräume für zehn bis 20 Bewohner.

Während der Pandemie galt Singapur bisher als Beispiel, wie ein Land das Virus gut in den Griff bekommen kann: durch rigoroses Testen, Isolieren von Infizierten sowie Quarantäne für Menschen, die mit Infizierten in Kontakt waren. Ausgangsbeschränkungen wurden dort erst relativ spät verhängt; der Lockdown gilt seit dem 7. April.

In Pakistan haben sich wenige Tage vor Beginn das Fastenmonats Ramadan unterdessen islamische Gelehrte mit der Regierung auf ein Aktionsprogramm gegen Corona verständigt. Laut Regierungsangaben vom Montag versicherten die Gelehrten, sich an einen am vergangenen Wochenende erarbeiteten Maßnahmenkatalog zu halten. Demnach sollen Teppiche aus Hygienegründen vorübergehend aus Moscheen entfernt werden. Außerdem sollen Menschen über 50 Jahre und Kinder nicht an Gebeten teilnehmen dürfen. 

Weiter sollen die von der WHO empfohlenen Abstandsregeln eingehalten und Masken* getragen werden. Das tägliche Fastbrechen sollen Gläubige zuhause ausrichten. Anlass dieser Verordnungen ist, dass weltweit Muslime Ende der Woche mit dem Fastenmonat Ramadan beginnen. In Pakistan - einem Land mit mehr als 200 Millionen Einwohnern - wird befürchtet, dass sich die Ausbreitung der Pandemie durch Gemeinschaftsgebete beschleunigt

Coronavirus in Thailand: Lange Menschenschlange vor Tempel in Bangkok

Update vom 20. April, 11.30 Uhr: In Thailand hat das Verteilen von Essen an Bedürftige Sorge vor einer Verschärfung der Corona-Krise ausgelöst. So sagte ein Sprecher des Krisenzentrums der Regierung am Montag, wer Essen oder anderes verteilen wolle, müsse zuvor die Behörden informieren. Diese sollen dann helfen, Abstand zu wahren. Hintergrund dieser Regelungen: An einem Tempel in der Hauptstadt Bangkok hatte sich vergangene Woche eine lange Schlange mit etwa 1000 Menschen gebildet. Für diese Personen wurde daraufhin vorsorglich Heim-Quarantäne* angeordnet. 

Am Wochenende war außerdem auf Bildern zu sehen, wie Obdachlose rennen und verzweifelt anstehen, um in einem Park in Bangkok eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 100 Baht (entspricht knapp drei Euro) pro Persone zu erhalten. Bislang wurden in Thailand 2792 Corona-Infektionen gemeldet. 47 Personen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. In dem südostasiatischen Land gilt ebenfalls der Ausnahmezustand. 

Auch hierzulande herrscht Ausnahmezustand, doch nach rund einem Monat Stillstand treten an diesem Montag die ersten Lockerungen des Corona-Shutdowns* in Kraft. Sie gehen mit zahlreichen hitzigen Diskussionen einher, die Bundeskanzlerin Angela Merkel nun scharf kritisiert* hat. US-Präsident Donald Trump will sich unterdessen mit dem Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, treffen - zuvor hatten sich die beiden in Fragen des Vorgehens in der Corona-Krise einen Schlagabtausch geliefert.

Coronavirus weltweit: Israelis demonstrieren mit Masken und Sicherheitsabstand

Update vom 20. April, 9.43 Uhr: Nicht nur in Brasilien, auch in Israel gehen die Menschen wegen den Corona-Maßnahmen auf die Straße. Allerdings hielten die Isrealis bei der Demonstration in Tel Aviv am Sonntag offenbar vorbildlich den Sicherheitsabstand ein. Tausdende Bürger haben auf dem zentralen Rabin-Platz mit Gesichtsmasken gegen den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu demonstriert. Dabei standen sie auf markierten Positionen jeweils zwei Meter voneinander entfernt, damit die Polizei die Kundgebung nicht auflöst. 

Die Israelis protestierten gegen die aus ihrer Sicht anti-demokratischen Maßnahmen unter anderem im Kampf gegen das Coronavirus. Außerdem forderten sie, den angeklagten Politiker Netanjahu per Gesetz von der Regierungsbildung auszuschließen. Er muss wegen Korruption in drei Fällen vor Gericht. 

In Deutschland attackiert Kanzlerin Angela Merkel Kollegen am Telefon außergewöhnlich scharf - und macht ihre größte Sorge bezüglich der Maßnahmen-Lockerungen deutlich.

Coronavirus weltweit: In Neuseeland liegt die Reproduktionszahl bei 0,48

Gute Nachrichten gibt es unterdessen aus Neuseeland. Das Land hat nach Einschätzung von Premierministerin Jacinda Ardern den „unkontrollierten Ausbruch“ von Covid-19 gestoppt. Dennoch wird der Ausnahmezustand um fünf Tage verlängert. Nach dem 27. April soll es dann Lockerungen der Corona-Beschränkungen geben, erklärte Ardern am Montag. Sie sagte, dass es in Neuseeland wie in nur wenigen Ländern gelungen sei, die verheerende Virus-Welle zu stoppen. Die Reproduktionszahl des Virus liegt dort demnach bei 0,48. Das heißt, dass zehn Infizierte das Virus im Schnitt an 4,8 andere Menschen weitergeben. Damit geht die Zahl der täglichen Neuansteckungen zurück. Bei einem Wert von unter 1 flaut eine Epidemie nach und nach ab*. 

Update vom 20. April, 6.48 Uhr: Während die Behörden in Deutschland und einigen anderen Ländern Demonstrationen wegen der aktuellen Corona-Krise und dem deshalb vielerorts geltenden Versammlungsverbot verbieten, hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro am Wochenende an einer Demonstration gegen die in der Corona-Krise verhängten Ausgangsbeschränkungen teilgenommen

„Ihr müsst für euer Land kämpfen“, rief Bolsonaro den rund 600 Demonstranten am Sonntag zu. Sie hatten sich vor dem Hauptquartier der Armee in der Hauptstadt Brasilia versammelt. Der Präsident kündigte an, dass er sich für die „Freiheit“ und „Demokratie“ in Brasilien einsetzen werde. 

Coronavirus weltweit: Brasilianische Demonstranten fordern Militärintervention

Auf Plakaten forderten die Demonstranten die Schließung des brasilianischen Parlaments und die Intervention der Armee an der Seite von Bolsonaro in der Corona-Krise. Auf diese Forderungen ging das Staatsoberhaupt in seiner Ansprache, die er von der Ladefläche eines Kleinlasters aus hielt und mehrmals wegen Hustenanfällen unterbrechen musste, nicht ein.  

Bolsonaro hatte zuvor die von Gouverneuren der brasilianischen Bundesstaaten verhängten und durch parlamentarische Anführer unterstützten Ausgangsbeschränkungen wegen ihrer wirtschaftlichen Folgen wiederholt scharf kritisiert. Außerdem hat er die durch das Coronavirus ausgelöste Lungenerkrankung Covid-19 als „kleine Grippe“ sowie den weltweiten Kampf gegen die Pandemie als „Hysterie“ bezeichnet. 

Am Donnerstag entließ der brasilianische Präsident zudem den beim Volk beliebten Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta, mit dem er seit Wochen Meinungsverschiedenheiten hatte. Mandetta hatte sich mehrfach gegen Bolsonaro aufgelehnt und versucht, strenge Corona-Auflagen gegen den Willen des rechtsradikalen Staatsoberhaupts durchzusetzen. 

Coronavirus weltweit: Kanadisches Seniorenheim wird zum Krisenherd

Update vom 19. April, 17.00 Uhr: Nach dem Tod von 31 Bewohnern innerhalb weniger Wochen ist eine Seniorenresidenz bei Montréal in der Coronavirus-Krise im kanadischen Québec in den Fokus gerückt. Im Laufe der vergangenen drei Wochen kamen immer mehr erschreckende Details über Missstände in dem privaten Altenheim Herron in Dorval ans Licht.

Fast alle Pflegekräfte hatten das Heim verlassen, als Vertreter der lokalen Gesundheitsbehörden Ende März dort eintrafen. Aus einer Sammelklage geht hervor, dass sich zuletzt eine Krankenschwester und zwei Pfleger um 130 Bewohner gekümmert haben sollen. Die Polizei und das Gesundheitsministerium ermitteln.

Coronavirus weltweit: Viele Chinesen kämpfen infolge der Isolation mit Übergewicht

Update vom 19. April, 15.51 Uhr: Während die chinesische Regierung mit Vorwürfen aus den USA konfrontiert ist, was den Umgang mit dem Coronavirus-Ausbruch anbelangt, kämpft ein Großteil der chinesischen Bevölkerung offenbar mit einer Gewichtszunahme infolge der häuslichen Isolation. 

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag unter Bezugnahme auf eine Erhebung der Zeitung Zhongguo Qingnianbao berichtet, haben in der Corona-Krise 73 Prozent der insgesamt 3005 Befragten nach eigenen Angaben Gewicht zugelegt. Als Gründe dafür wurden vorwiegend mangelnde Bewegung und ein ungesunder Lebensstil in der häuslichen Isolation genannt. Einige gaben auch zu, dass sie einfach mehr und häufiger gegessen hätten, während sie zuhause hockten. 

Gute Nachrichten gibt es unterdessen von der australischen Westküste: Dort konnte das Kreuzfahrtschiff „Artania“ nun die Heimreise nach Deutschland antreten. Damit geht für die Menschen an Bord eine etwa dreiwöchige Odysee inklusive Corona-Quarantäne zu Ende. 

Coronavirus weltweit: Saudische Islamgelehrte raten, während Ramadan zu Hause zu beten

Als Maßnahme zum Schutz vor einer Coronavirus-Infektion hat nun zudem Saudi-Arabiens höchste religiöse Instanz dazu aufgerufen, während des islamischen Fastenmonats Ramadan dieses Jahr zu Hause zu beten. Normalerweise versammeln sich Muslime während des Ramadans, der voraussichtlich kommenden Donnerstag beginnt, dicht gedrängt zum rituellen Nachtgebet in den Moscheen. Wie der Rat der Höchsten Religionsgelehrten am Sonntag mitteilte, sollten die Gläubigen wegen der Gefahr einer weiteren Virus-Ausbreitung darauf jetzt aber besser verzichten. 

Update vom 19. April, 13.15 Uhr: Einem Medienbericht zufolge attestiert die Weltgesundheitsorganisation WHO vielen Staaten keine gute Pandemie-Vorbereitung. Weltweit seien die meisten Staaten schlecht bis mittelmäßig auf Epidemien vorbereitet, zitiert der Spiegel aus einem Positionspapier für eine für Sonntag angesetzte Videokonferenz der Gesundheitsminister der G20-Staaten zur Corona-Krise. 

Lediglich ein Drittel der Länder könne Seuchenausbrüche entdecken und darauf reagieren, heißt es dem Spiegel zufolge in dem Dokument. Selbst hoch entwickelte Gesundheitssysteme hätten dann nur noch „begrenzte Kapazitäten“, um grundlegende Leistungen zu erfüllen. Laut dem Bericht prophezeit die WHO, dass die Corona-Pandemie in armen Ländern mit schwächeren Systemen „verheerend sein“ würde. 

Coronavirus: Behörden in Panama halten Migranten wegen Infektionen an der Grenze auf

Unterdessen haben die Behörden in Panama 1700 Migranten auf dem Weg in die USA an der Weiterreise gehindert. Zuvor wurden in der Gruppe mehrere Coronavirus-Infektionen nachgewiesen. Wie ein Behördenvertreter mitteilte, würden die Migranten nun in einem Flüchtlingslager im Dschungel nahe der Grenze zu Kolumbien festgehalten. Das Flüchtlingslager La Penita ist allerdings nur für 200 Menschen ausgelegt. 

Bei insgesamt 17 der Migranten sei eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen worden, sagte der Behördenvertreter. Die Infizierten seien schon aus dem Flüchtlingslager weggebracht worden. Panama registriert aktuell knapp 4300 Infektions- und 120 Todesfälle durch das Coronavirus. Migranten werden inmitten der Krise an drei provisorischen Grenzposten von Regierungsbehörden, dem UN-Hilfswerk Unicef sowie dem Roten Kreuz versorgt. 

Coronavirus: Virologe aus Wuhan dementiert amerikanische Vorwürfe

Update vom 19. April, 11.01 Uhr: Am Vortag wurde bekannt, dass eine Studie der University of Cambridge nahelegt, das Coronavirus sei nicht im Dezember in Wuhan, sondern möglicherweise bereits Mitte September in einem südlicheren Teil Chinas entstanden. Und auch in den USA gibt es immer mehr Zweifel an der bisherigen Theorie, das Virus sei auf einem Wildtiermarkt in Wuhan entstanden. Stattdessen untersuchen US-Geheimdienste, ob es seinen Ursprung in einem Bio-Labor in der Nähe von Wuhan hat. 

Der Leiter der betroffenen Forschungseinrichtung, Yuan Zhiming vom Institut für Virologe in Wuhan, hat diese Vorwürfe nun entschieden zurückgewiesen. Doch die USA sind mit ihrem Misstrauen gegenüber China, was den Ursprung und Umgang mit Corona betrifft, nicht alleine. Australien hat nun eine unabhängige Untersuchung des weltweiten Umgangs mit der Corona-Pandemie gefordert. Die dortige Regierung wolle Details über den Ursprung des Virus, den Umfang der Pandemie und die Transparenz bei der Informationsweitergabe. 

Coronavirus: Australien fordert Überprüfung der WHO und der Regierung in China

Auch das Vorgehen der Weltgesundheitsorganisation WHO müsse auf den Prüfstand, sagte Außenministerin Marise Payne dem öffentlich-rechtlichen Sender ABC am Sonntag. Zudem müsse auch das Krisenmanagement der Regierung in Peking zu Beginn des Ausbruchs untersucht werden. 

Unterdessen hat Israel am Sonntag mehrere Regeln zum Schutz vor Corona gelockert. Die dortige Regierung hatte den von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu angekündigten Schritt in der Nacht gebilligt. Anstatt bislang nur 15 Prozent dürfen nun 30 Prozent der Angestellten wieder zurück an ihren Arbeitsplatz kommen. Allerdings nur unter Einhaltung strenger Hygieneregeln. Verstößt man gegen die Maskenpflicht, droht ein Strafgeld von umgerechnet 50 Euro.

Update vom 18. April, 16.47 Uhr:  Die Cookinseln im Südpazifik haben sich offiziell zu einem coronafreien Gebiet erklärt. Es seien keine Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bekannt, und alle 900 Tests seien bislang negativ ausgefallen, teilte das Büro von Premierminister Henry Puna am Freitag (Ortszeit) mit.

Coronavirus: Ursprung nicht in Wuhan - erster Fall Monate früher? Cambridge-Studie überrascht

Update vom 18. April, 12.20 Uhr: Es wäre die Wende im aktuellen Konflikt Chinas um die Verantwortung für den Coronavirus-Ausbruch. Die Pandemie soll ihren Ursprung im chinesischen Wuhan genommen haben, da dort im Dezember Fälle einer bis dahin unbekannten Lungenkrankheit registriert wurden. Die University of Cambridge veröffentlichte nun die Ergebnisse einer Studie, welche ein überraschendes Ergebnis aufzeigte. So soll der erste Fall bereits am 13. September aufgetreten sein - drei Monate früher als bislang angenommen. In der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ wurde dies nun veröffentlicht.

Peter Forster, Leiter des internationalen Studienteams, stellte die Ergebnisse der Forschung vor. „Das Virus ist möglicherweise vor Monaten in seine endgültige, für den Menschen wirksame Form mutiert. Es blieb dann aber mehrere Monate in einer Fledermaus oder einem anderen Tier oder sogar einem Menschen, ohne andere Personen zu infizieren. Zwischen dem 13. September und 7. Dezember begann sich das Coronavirus dann zu verbreiten, immer mehr Menschen wurden infiziert.“ Der eigentliche Ursprung wird laut Forschern in einem südlicheren Teil Chinas vermutet. „Wenn ich auf eine Antwort gedrängt werde, würde ich sagen, dass die ursprüngliche Verbreitung eher in Südchina als in Wuhan begann“, meint Forster.

Im Rahmen der Studie wurden Virusstämme mithilfe eines Algorithmus, der die Bewegung von Organismen durch Mutation ihrer Gene abbilden kann, analysiert. Die Forscher fanden hunderte Mutationen, was bedeutet, dass sich das Virus wohl jahrelang in Wirtstieren verbreitete und schließlich auch Menschen infizierte. Endgültige Beweise hat das Forscher-Team jedoch nicht. „Dafür benötigt es die Analyse von mehr Fledermäusen, möglicherweise anderen potenziellen Wirtstieren, und konservierten Gewebeproben in chinesischen Krankenhäusern, die zwischen September und Dezember gelagert wurden“, so Studienleiter Forster. 

In Italien denkt man unterdessen über die Lockerung der Corona-Maßnahmen nach. Das droht Italien zu spalten.*

Coronavirus: Lockerungen treten im Iran in Kraft - die Bevölkerung bleibt zu Hause

Update vom 18. April, 11.25 Uhr: Obgleich die Bevölkerung des Irans skeptisch reagierte, hielt die Iran an den geplanten Lockerungen der Beschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus* fest. So wurden am Samstag in Teheran die Regeln entkrampft: Erste Geschäfte öffneten und viele Wirtschaftszweige nahmen die Arbeit wieder auf, trotzdem kehrte keine Normalität in der Hauptstadt ein. 

Die Mehrheit der Geschäfte blieb in weiten Teilen der Stadt leer, viele Iraner zogen es vor, zu Hause zu bleiben, um sich nicht mit dem Coronavirus* anzustecken. Die Straßen waren etwas voller, jedoch kam der Verkehr ohne den ansonsten üblichen Stau aus. Das empfohlene Abstandhalten wird weitestgehend eingehalten, auch in Verkehrsmitteln. Die meisten Menschen tragen Schutzmasken und Plastikhandschuhe.

Die Kontaktbeschränkung wurde in einigen Behörden jedoch nicht eingehalten, was zu wütenden Protesten seitens der Beamten sowie der Antragsteller führte.

Coronavirus: China weist Vorwürfe zurück - Singapur mit Rekord-Anstieg

Update vom 18. April, 10.55 Uhr: Das Gesundheitsministerium von Singapur meldete eine Rekordzahl von 942 neuen Coronainfektionen, was den bisher höchsten Anstieg bedeutet. Besonders Sammelunterkünfte für Gastarbeiter sind Sammelbecken für das neuartige Virus. Unter den Menschen mit Staatsangehörigkeit Singapurs und denjenigen, die hier ihren dauerhaften Wohnsitz haben, gibt es lediglich 14 neue Fälle. Bisher sind laut Spiegel Online insgesamt 5992 Coronavirus-Infektionen gemeldet worden, der Johns-Hopkins-Universität zufolge verstarben elf Personen an den Folgen des Virus. 

Update vom 17. April, 21.55 Uhr:Trotz weltweiter Maßnahmen gegen das neue Coronavirus  sind nach Daten von US-Forschern inzwischen mehr als 150.000 damit infizierte Menschen gestorben. Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen lag der Johns-Hopkins-Universität zufolge am Freitagabend (21.30 Uhr MESZ) bei mehr als 2,2 Millionen. Das bis vor gut drei Monaten praktisch noch völlig unbekannte Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

Die meisten Todesfälle infolge der Coronavirus-Pandemie gab es der Hochschule in Baltimore zufolge bislang in den USA (rund 34.000), Italien (23.000), Spanien (19.000), gefolgt von Frankreich und Großbritannien.

Coronavirus: China weist Vorwürfe zurück - Myanmar entlässt riesige Zahl Gefangener

Erstmeldung vom 17. April: Peking - Die akute Welle der Corona-Infektionen und -Todesfälle scheint sich in Europa und den USA etwas zu beruhigen und die strengen Auflagen in weiten Teilen Chinas sind gelockert. Nun ist offenbar für die Politik die Zeit gekommen, sich verstärkt mit der Entstehung und Verbreitung des Virus auseinanderzusetzen - und auch Kritik an China zu üben.

Zwei Vorwürfe werden immer lauter: Erstens habe China die wahren Zahlen* und Fakten* zur Dimension des Virus verschleiert. Zweitens sei die Übertragung des Virus durch Tiere* auf Menschen möglicherweise nicht auf dem Wildtiermarkt in Wuhan, sondern in einem Labor in Wuhan passiert, wo an infizierten Fledermäusen geforscht wurde. 

Dass gleichzeitig mit der WHO die größte internationale Gesundheitsorganisation ins Fadenkreuz gerät, stellt womöglich die Weichen für die nächsten Wochen: Wie wird die internationale Gemeinschaft zusammenarbeiten, um der Krise Herr zu werden? Wo werden sich Alleingänge zeigen, wo neue Formen der Zusammenarbeit?

Coronavirus: China weist die Vorwürfe zurück

"Es hat nie eine Vertuschung gegeben, und wir werden nie eine Vertuschung zulassen", versicherte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, in Peking angesichts der Vorwürfe mehrerer westlicher Staaten. Nach Donald Trumps Vorstoß hatten auch Frankreich und Großbritannien Kritik geübt. Kritische Worte kamen auch von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD)

Besorgniserregend seien vor allem die überraschend nach oben korrigierten Todeszahlen, erklärte er. Es handele sich um eine "verantwortungsvolle Korrektur" auf Grundlage von "Fakten", schrieb die chinesische Global Times, ein Propaganda-Blatt der Regierung, zu den Vorwürfen.

Coronavirus: Myanmar entlässt 24.000 Gefangene

In Myanmar wurden unterdessen fast 25.000 Gefangene vorzeitig entlassen. Die Amnestie fällt auf das burmesische Neujahrsfest, zu dem traditionell immer politische Gefangene entlassen werden, aber auch humanitäre Gründe und schwierige Schutzmaßnahmen* in überfüllten Gefängnisse scheinen eine Rolle zu spielen.

Gute Nachrichten teilt auch das thailändische Umweltministerium mit: Die Strände würden sich erholen. Das Meer sei sichtbar klarer geworden, sogar Korallen könnten sich erholen. „In Krisen liegt immer eine Chance“, erklärte Umweltminister Warawut Silpa-archa am Freitag. 

Mit einem ganz bestimmten Ziel ist eine 101-Jährige während der Corona-Krise aus einer Seniorenresidenz getürmt und hat sich dabei der Hilfe der Polizei bemächtigt.

In Italien könnten sogar im Land die Grenzen geschlossen werden, die Lombardei beklagt durch die Corona-Krise schon fünfmal so viele Tote wie im Zweiten Weltkrieg. Bayern setzt ab 27. April die Maskenpflicht um - wir erklären die Hintergründe.

Markus Söder lehnt weitergehende Lockerungen ab - zugleich spricht der CSU-Chef einer erschreckende Wahrheit aus.

kat

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Rubriklistenbild: © AFP / JOSE SANCHEZ LINDAO

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