Bill Withers ist tot - "Ain't No Sunshine" zählte zu seinen größten Hits - Todesursache wohl bekannt

Bill Withers ist tot - "Ain't No Sunshine" zählte zu seinen größten Hits - Todesursache wohl bekannt

Experten befürchten hohe Dunkelziffer

Coronaviren: Was steckt genau hinter der Lungenerkrankung? Alles was wir darüber wissen sollten

Ein neues Coronavirus hat bereits viele Menschen getötet und breitet sich rasant aus. Ein ähnliches Virus hat in der Vergangenheit bereits 1000 Menschen das Leben gekostet.

  • Ein neues Virus versetzt seit Januar 2020 die Weltgemeinschaft in Unruhe.
  • China informierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 31. Dezember erstmals über eine mysteriöse Lungenkrankheit. 
  • Trotz drastischer Maßnahmen verbreitet sich das neuartige Coronavirus rasant.

Wuhan - In China breitet sich eine neuartige Epidemie rapide aus. Innerhalb weniger Wochen ist die Zahl der Infizierten laut offiziellen Angaben auf mehrere tausend angestiegen, Experten gehen von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus. Mindestens 3000 Menschen waren bereits Mitte März an der Lungenkrankheit gestorben.

In Deutschland gibt es aktuell landesweite Vorsichtsmaßnahmen. Bereits über 7000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus sind bekannt. Doch die Zahl der Infizierten könnte viel höher sein. 

DieBetroffenen leiden zumeist unter Fieber und Husten, in schweren Fällen kommt es zu einer Lungenentzündung. Besonders gefährlich macht das Virus dieÜbertragung von Mensch zu Mensch. In der chinesischen Millionenstadt Wuhan, wo das Virus ausgebrochen ist, haben sich mehrere Pfleger bei Patienten angesteckt.

Coronavirus: Der Erreger wurde als Mitglied der Familie der hochvariablen Coronaviren identifiziert

Die gute Nachricht ist, dass der Erreger bereits identifiziert wurde. Experten der chinesischen Gesundheitskommission konnten ihn der Familie der Coronaviridae zuordnen. Die meisten Typen dieser Virusfamilie befallen lediglich bestimmte Arten, durch ihre Variabilität können sie sich aber auch an neue Wirte anpassen.

Die Erkrankung, mit der es die Infizierten zu tun haben, trägt die Bezeichnung Covid-19 - eine Lungenkrankheit, die Fieber, trockenen Husten und Atemprobleme mit sich bringt. Hoch ist die Gefahr besonders für immunschwache Menschen. Was die Inkubationszeit betrifft, beträgt diese laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchschnittlich fünf bis sechs Tage. Maximal wird von einem Zeitraum bis zu 14 Tagen ausgegangen. Allerdings war teilweise auch von über 20 Tagen die Rede.

Coronavirus: Wie alles begann

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass die Krankheit von einem Fischmarkt in Wuhan ausging. Die ersten Erkrankten waren Verkäufer auf diesem Markt, wo neben Fisch auch Geflügel und andere Tiere feilgeboten wurden. Die chinesischen Behörden haben den Markt Anfang des Jahres geschlossen.

Coronaviren: Das Sars-Virus kostete bis zu 1000 Menschen das Leben

Beim Menschen äußern sich Infektionen mit Coronaviren zumeist nur in leichten Erkältungssymptomen. Einige Varianten der Familie können aber überaus gefährlich werden. Zum Beispiel dasSars-Virus, das in den Jahren 2002 und 2003 schätzungsweise bis zu 1000 Menschen das Leben kostete.

Im Fall des neuen Erregers, der den vorläufigen Namen 2019-nCoV trägt, ist die Letalität (Tödlichkeit) noch unklar. Grundsätzlich ist die Gefahr für alte oder geschwächte Personen immer größer. Alle bisherigen Opfer waren über 60.

Coronavirus: Risiko für Deutschland wird als hoch eingestuft

Die Zahl der Infizierten ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) weltweit inzwischen größer als in China. In China seien es 81.000 und im Rest der Welt 86.000, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. „Zur Zeit ist Europa im Fokus der Pandemie.“Das Virus soll zudem bereits mehr als 7000 Leben (17.März 2020) gefordert haben. 

Damit hebt das Robert-Koch-Institut (RKI) seine Risikoeinschätzung der Coronavirus-Pandemie in Deutschland auf „hoch“ an. Das teilte der Leiter des RKI Lothar Wieler am Dienstag (17.03.2020) bei einer Pressekonferenz in Berlin mit. Grund für die neue Einstufung seien einerseits die „weiter steigenden Fallzahlen“ sowie die „Alarmsignale aus dem Gesundheitssystem“. Auch gut ausgestattete Krankenhäuser meldeten dem RKI demnach bereits Probleme. Bislang hatte das RKI insgesamt von einer „mäßigen“ Gefährdung in Deutschland gesprochen.

Coronavirus: Ab wann zählt man zur Risikogruppe?

Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt laut Robert-Koch-Institut (RKI) ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können, durch das weniger gut reagierende Immunsystem, schwerer erkranken. Auch Vorerkrankungen wie z.B. Herzkreislaufprobleme, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen unabhängig vom Alter können den Krankheitsverlauf erschweren.

Coronavirus: Ist das Virus für schwangere Frauen und Kinder gefährlich?

Wie die Bundesregierung in einer offiziellen Erklärung informiert hat, sind aus den bisherigen Untersuchungen, keine schweren Krankheitsverläufe festgestellt worden. Inwieweit sich eine Infektion der Mutter mit dem Coronavirus auf das neugeborene Kind auswirkt, lässt sich noch nicht sagen. Es wird angenommen, dass eine Übertragung über den engen Kontakt zwischen Mutter und Kind und eine Tröpfcheninfektion möglich sind. Ein Nachweis des Virus in der Muttermilch lässt sich nicht finden. Bei Kindern scheint die Erkrankung laut Weltgesundheitsorganisation ( WHO) vergleichsweise seltenaufzutreten und wenn doch, dann mild. Schwere oder gar kritische Verläufe wurden nur bei einem sehr geringen Teil der betroffenen Kinder und Jugendlichen in China beobachtet. Welche Rolle Kinder und Jugendliche bei Übertragungen spielen und ob sie generell weniger anfällig für das Virus sind, konnten nicht eindeutig beantwortet werden.
pks

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona in Deutschland: Mehr als 1000 Tote im Land - Ärzte und Pflegekräfte schlimm betroffen
Corona in Deutschland: Merkel appelliert an das Durchhaltevermögen der Bürger. Aldi wird unterdessen kreativ, um für Spaghetti-Nachschub zu sorgen.
Corona in Deutschland: Mehr als 1000 Tote im Land - Ärzte und Pflegekräfte schlimm betroffen
Münchner Corona-Experte macht im „heute journal“ Hoffnung auf Medikament - und schildert Zustände aus Schwabinger Klinik
Prof. Clemens Wendtner arbeitet in der München Klinik Schwabing und ist einer der Corona-Experten des Landes. Im ZDF erklärt er, in welches Medikament er Hoffnungen …
Münchner Corona-Experte macht im „heute journal“ Hoffnung auf Medikament - und schildert Zustände aus Schwabinger Klinik
Mehr als 83.700 Corona-Nachweise in Deutschland
Berlin (dpa) - In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 83.700 Infektionen (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 77.500) mit dem neuen Coronavirus registriert …
Mehr als 83.700 Corona-Nachweise in Deutschland
Coronavirus-Karte: Infektionen und Todesfälle - Fallzahlen in Deutschland und weltweit
Coronavirus-Karte: Ein deutsches Data-Scientists-Team veröffentlicht eine Karte, die die Ausbreitung des Virus in Echtzeit zeigt - auch weltweite Zahlen sind abrufbar.
Coronavirus-Karte: Infektionen und Todesfälle - Fallzahlen in Deutschland und weltweit

Kommentare