Renate Schulz (l) erhält eine Impfung des Moderna Impfstoffs gegen das Coronavirus von der Ärztin Laura Tosberg im neu eröffneten Corona-Impfzentrum im Velodrom Stadion.
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Die Bundesregierung soll laut einem Medienbericht an einer neuen Strategie bei der Corona-Impfung arbeiten. (Symbolbild)

„Distributionskonzept“ in Arbeit

Corona-Impfung ab April beim Hausarzt? Merkel-Regierung entwirft wohl komplett neuen Plan

Die Corona-Impfung in Deutschland soll laut einem Medienbericht ab April auch beim Hausarzt möglich sein. Die Bundesregierung soll an einem „Distributionskonzept“ arbeiten.

Berlin - Der Impfstart in Deutschland verlief holprig - und so richtig rund läuft es immer noch nicht. In der Bevölkerung gibt es unter anderem Bedenken gegenüber dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca. Berichten zufolge liegen hunderttausende Impfdosen davon auf Halde. Nun soll die Bundesregierung laut einem Medienbericht an einer neuen Impfstrategie arbeiten.

Corona-Impfung in Deutschland: Bundesregierung soll an „Distributionskonzept“ arbeiten

Laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Business Insider soll die Bundesregierung an einem sogenannten „Distributionskonzept“ arbeiten. Mithilfe dieser Strategie soll der Corona-Impfstoff demnach an die bundesweit rund 100.000 Arztpraxen verteilt werden, um die Bevölkerung dort zu impfen. „Bereits ab April, wenn deutlich mehr Impfstoff vorhanden sein soll, könnten sich Impfwillige dann bei ihrem Hausarzt melden, heißt es aus Regierungskreisen“, so die Informationen des Wirtschaftsmagazins.

Über die Hausärzte wären Impfungen deutlich schneller und kostengünstiger möglich, als bislang in den Impfzentren. Laut Berechnungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung könnten sich von den etwa 100.000 Praxen in Deutschland bis zu 75.000 an der Corona-Impfkampagne beteiligen.

Corona-Impfung ab April beim Hausarzt? Impfung der gesamten Bevölkerung bis Juni möglich

Doch bereits bei nur 50.000 teilnehmenden Praxen und etwa 20 Corona-Impfungen pro Tag könnten bundesweit rund fünf Millionen Menschen wöchentlich eine Spritze erhalten. Das ist in etwa fünfmal mehr als in allen 400 Impfzentren - auch unter guten Bedingungen - möglich wäre. Bereits im Juni könnten dadurch alle Deutschen geimpft sein.

Nach Informationen von Business Insider stehen bereits erste Punkte des „Distributionskonzeptes“ fest. Arztpraxen sollen demnach Impfstoff bis zu vier Wochen im Voraus bestellen können. Durchschnittlich sollen für jede Praxis rund 100 Dosen wöchentlich verfügbar sein. Diese sollen jeweils am Montag angeliefert werden. Begründet wird das mit der begrenzten Haltbarkeit des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer.

Auch Hausbesuche durch die Hausärzte sollen dem Bericht zufolge möglich sein. Falls weniger Corona-Impfstoff zur Verfügung stehen sollte als bestellt, sollen die bestellten Impfdosen in allen Praxen gleichmäßig anteilig reduziert werden, damit es nicht zu einem Wettlauf um Bestellungen kommt. Ein Experte aus Osthessen sieht allerdings Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Corona-Impfungen beim Hausarzt, berichtet die FuldaerZeitung.de* (ph) *Fuldaerzeitung.de ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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