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Corona: AstraZeneca unerwünscht? Hunderttausende Dosen auf Lager - jetzt soll Hoffnungsträger kommen

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Von: Patrick Mayer

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In der Bevölkerung Deutschlands soll es Berichten zufolge erhebliche Bedenken gegen den Coronavirus-Impfstoff von AstraZeneca geben. Hunderttausende Impfdosen liegen angeblich auf Halde, ein weiterer Pharma-Hersteller beantragt derweil die Zulassung für sein Vakzin.

München - Die Coronavirus-Pandemie zieht sich immer mehr. Und dennoch ist die Skepsis innerhalb der Bevölkerung in Deutschland gegenüber dem Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca offenbar groß.

Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) aus Berlin an diesem Dienstag mitteilte, waren Stand 16. Februar erst 64.869 von insgesamt verfügbaren 736.800 Impfstoffdosen AstraZeneca verimpft. Die restlichen Impfstoffdosen würden demnach aktuell auf Halde liegen.

Corona-Impfungen in Deutschland: Offenbar Bedenken gegenüber AstraZeneca-Impfstoff

Zur Einordnung: Wegen fehlender Daten zur Wirksamkeit darf AstraZeneca in Deutschland Personen über 65 Jahren nicht verabreicht werden.

Das Wirtschaftsmagazin Business Insider berichtet jedoch auch von großen Bedenken bei den Bürgern, weswegen zum Beispiel Impftermine mit AstraZeneca ungenutzt blieben.

Eine Sprecherin des saarländischen Gesundheitsministeriums wird zitiert: „Uns sind Fälle bekannt, bei denen Personen das Impfangebot mit AstraZeneca ablehnen.“ Wie zudem der NDR an diesem Dienstag (16. Februar) berichtet, ließen sich 29 Mitarbeiter des Klinikums Emden nach Impfungen mit AstraZeneca krankschreiben. Sie hätten demnach über Kopfschmerzen, Übelkeit und Schüttelfrost geklagt. Grund zu Besorgnis?

Corona-Impfungen in Deutschland: Johnson & Johnson beantragt EU-Zulassung

„Die Symptome sind Ausdruck der Immunantwort, die zeigt, dass im Körper tatsächlich etwas nach der Impfung passiert. Die hier genannten Symptome wie Kopfschmerzen oder Fieber entsprechen auch ganz dem, was bereits in Studien publiziert wurde“, sagte der Erlanger Infektionsimmunologe Christian Bogdan der Deutschen Presse-Agentur

Indes wurde für einen Hoffnungsträger die EU-Zulassung beantragt: Der US-Hersteller Johnson & Johnson soll schon bald einen vierten Corona-Impfstoff auch nach Deutschland liefern.

Die EU-Kommission hat bislang 200 Millionen Impfstoffdosen von Johnson & Johnson bestellt. Verschiedenen Studien zufolge soll der Impfstoff leichter gelagert und transportiert werden können. (pm)

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