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Neue Zahlen: So alt sind die Corona-Intensivpatienten in Deutschland - Eine Altersgruppe besonders betroffen

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Von: Christoph Gschoßmann

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Viele Intensivbetten in Deutschland sind durch Corona-Patienten belegt. Nun gibt es genaue Zahlen, wie alt diese sind.
Viele Intensivbetten in Deutschland sind durch Corona-Patienten belegt. Nun gibt es genaue Zahlen, wie alt diese sind. © Ole Spata/dpa

Das Coronavirus hält Deutschland noch immer in Atem. Erstmals wurden nun genaue Statistiken über das Alter der Covid-19-Intensivpatienten veröffentlicht.

München - Bei alten Menschen nimmt Corona* meist einen schwereren Verlauf, diese Annahme gilt schon seit Beginn der Pandemie. Nun gibt es aber erstmals detaillierte Zahlen darüber, in welchem Alter die Patienten mit schweren Corona-Fällen auf den Intensivstationen wirklich sind.

Anteil der 30- bis 39-jährigen Corona-Patienten auf Intensivstationen wächst

Das Intensivregister der Deutschen* Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) veröffentlicht nun erstmals täglich Zahlen dazu. Die meisten Covid-19-Patienten (fast jeder vierte - 25,4 Prozent) sind demnach zwischen 50 und 59 Jahren alt. Die nächstgrößere Gruppe ist die der 60- bis 69-Jährigen (22,3 Prozent). Insgesamt sind also knapp die Hälfte (47,7 Prozent) zwischen 50 und 69 (Zahlen jeweils Stand 9. September).

Die Zeitstränge zeigen, dass die schweren Erkrankungen bei den Patienten zwischen 60 und 69 Jahren in den letzten Monaten stark geschrumpft ist. Der Höchststand war am 13. Juli bei 37 Prozent. Im August waren die Patienten von 50 bis 59 erstmals die am schlimmsten Betroffenen. Auch die Anzahl intensivmedizinisch betreuten 30- bis 39-Jährigen hat in letzter Zeit stark zugenommen. Im April lag diese Gruppe noch bei drei, inzwischen liegt sie bei 8,3 Prozent.

Deutlich weniger 70- bis 79-Jährige wegen Corona auf den Intensivstationen

Sehr junge Menschen sind dagegen kaum auf Intensivstationen zu finden. Menschen von 0 bis 17 Jahren machen aktuell nur 0,8 Prozent aller Fälle aus, diese Zahl änderte sich in den letzten Monaten höchstens bis auf zwei Prozent. Die 18- bis 29-Jährigen sind im Moment zu 3,8 Prozent betroffen. Insgesamt stieg der Anteil dieser Gruppe aber an: Im Frühjahr lag er meist nur um ein Prozent.

Der Anteil des ältesten Teils der Bevölkerung auf Intensivstationen schrumpft dagegen. Hier scheint die Impfung Wirkung zu zeigen, denn bei den 70- bis 79-Jährigen sank der Anteil von 27 auf 16,8 Prozent. Bei den über 80-Jährigen blieb er relativ konstant bei sieben Prozent. (cg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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