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In der Corona-Krise sagen viele Menschen mit einer Geste danke.

„Ein gutes Gefühl“

Zusammenhalt in Coronakrise: Italien singt -  In Deutschland entsteht jetzt eine neue soziale Aktion

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In der Corona-Krise entstehen auch vielerorts schöne Gesten zwischen den Menschen. Während in Italien gesungen wird, etabliert sich nun auch in Deutschland eine soziale Aktion.

  • Das Coronavirus verändert das Leben in Europa aktuell komplett.
  • Dabei entstehen verschiedene soziale Aktionen.
  • In Deutschland wird nun vielerorts geklatscht, um Danke zu sagen.

Berlin - Das Coronavirus* sorgt aktuell dafür, dass das öffentliche Leben vielerorts komplett eingestellt oder zumindest eingeschränkt wird. Im Gegensatz zu Italien* gibt es in Deutschland allerdings noch keine Ausgangssperren. Dennoch bleiben Läden vielerorts geschlossen, während etwa Supermarkt-Angestellte oder Pflegepersonal weiter auf Hochtouren arbeitet. 

Während in der Corona-Krise einige, etwa mit Blick auf Hamsterkäufe*, über den Egoismus anderer klagen, entstehen aber auch soziale Aktionen, die den Zusammenhalt in der Gesellschaft zeigen. Aus Italien sorgten Videos von an Balkonen und Fenstern singender Menschen für Furore in ganz Europa - setzten sie doch ein Zeichen der Hoffnung und Menschlichkeit. Und während etwa in Bamberg ebenfalls gesungen wurde, scheint sich in Deutschland nun ein anderer sozialer Trend zu etablieren

Coronavirus fördert Zusammenhalt: Italien singt - Deutschland klatscht

In Berlin etwa standen am Mittwochabend Menschen um 21 Uhr auf ihren Balkonen und klatschten minutenlang. Bereits tags zuvor war es in Köln zu ähnlichen Szenen gekommen. Sie alle folgten einem Aufruf zu einer Solidaritätsaktion in der Corona-Krise, der über die sozialen Netzwerke verbreitet worden war. „Nun heißt es Zusammenhalt und Anerkennung zeigen!“, stand dort. „Kommt heute Abend alle an eure Fenster und auf eure Balkone und applaudiert für die Menschen, die derzeit immer noch für uns und die Gesellschaft arbeiten.“

Der Beifall in Wohnvierteln führte teils auch zum Austausch unter Nachbarn, die bis dahin gar nichts miteinander zu tun gehabt hatten: Sie grüßten sich mit Zurufen oder leuchtenden Handys über die Straße. Aus mehreren Stadtvierteln im Zentrum Kölns wurde eine starke Beteiligung gemeldet, so aus Ehrenfeld, dem Agnesviertel und der Südstadt. Die 35 Jahre alte Annabell sagte am Mittwoch: „Das war ein gutes Gefühl in der Situation.“

Klatschen in der Corona-Krise: Hamburg, Leipzig, Köln, Berlin und viele mehr machen mit

Auch in anderen Orten, darunter Hamburg und Leipzig, klatschten Menschen am Dienstag für Helferinnen und Helfer. Videos davon teilten sie in den sozialen Medien. Wer als Erster in Deutschland dazu aufgerufen hat, ist nicht bekannt. Es gibt aber bereits Aufrufe, diese Aktion nun jeden Abend fortzuführen.

Dieses Zeichen dürfte auch Kanzlerin Angela Merkel aus der Seele sprechen. Merkel hatte in einer TV-Ansprache* am Mittwoch noch einmal den Zusammenhalt in Deutschland angemahnt.

In Italien singen die Menschen gemeinsam von ihren Balkonen aus, wie musizieren in Deutschland in Krisenzeiten aussehen könnte zeigt dieses Video. 

rjs/dpa

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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