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Coronavirus in Deutschland: Studie skizziert Weg aus Lockdown - und formuliert scharfe Kritik an Merkels Regierung

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Die Coronavirus-Fälle in Deutschland nehmen zu. Experten und Forscher haben die Lage und Entwicklung immer im Blick. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nun eine klare Empfehlung bekommen.

+++ Alle neuen Entwicklungen in der Corona-Krise in Deutschland lesen Sie ab jetzt in diesem Ticker*.

Update vom 14. April, 7.00 Uhr: Wann welche Restriktionen des Corona-Lockdowns beendet werden können? Die Schulen und Kitas wieder öffnen? Das fragt sich derzeit nicht nur die Bevölkerung, sondern auch Politiker und Wissenschaftler. Eine Gruppe aus 26 der renommiertesten Professoren des Landes aus verschiedenen Fachgebieten haben nun eine Antwort gegeben. Für die Akademie der Wissenschaften („Leopoldina“) haben sie eine Studie entwickelt, die beim Weg aus dem Lockdown den Takt vorgeben soll.

Die Studie macht deutlich, dass bislang nicht alles richtig gelaufen und eine schnelle Rückkehr zum normalen Alltagsleben unmöglich ist. Die Kernaussagen des am Ostermontag veröffentlichten Dokuments mit dem Titel „Coronavirus-Pandemie - Die Krise nachhaltig überwinden“: Ein tatsächliches Ende des Ausnahmezustands werde erst in Sicht sein, wenn ein wirksamer Impfstoff gefunden sei. Außerdem wissen wir immer noch zu wenig über die tatsächliche Ausbreitung und die wirklichen Folgen der Pandemie im Land. 

Bisher konnten sich Bund und Länder auf einen ernorm großen Rückhalt aus der Bevölkerung stützen. Doch die Aktzeptanz der strikten Coronavirus-Maßnahmen lässt langsam nach. Das ergibt eine neue Umfrage von Ifratest dimap am 24. April.

Coronavirus in Deutschland: Leopoldina-Studie formuliert Kritik am Kurs von Merkels Regierung

„Zu viel Schätzung, zu wenig Messungen“, fasst ein Bericht von Bild.de die Kritik der Studie am bisherigen Kurs von Merkels Regierung zusammen. Solange nicht feststeht, wie stark die Virus-Infektion tatsächlich wo im Land wütet, basiert auch Expertenrat oft auf Annahmen und nicht auf Wissen. Und dadurch ist einiges, was die Politik anordnet, in der Bevölkerung nur schwer vermittelbar. 

Deshalb die deutliche Forderung der Top-Wissenschaftler: Vernünftige Messungen - landesweit und repräsentativ. „Die bisher stark symptomgeleiteten Datenerhebungen führen zu einer verzerrten Wahrnehmung des Infektionsgeschehens“, kritisieren die Experten. „Es ist daher wichtig, die Erhebung des Infektions- und Immunitätsstatus der Bevölkerung substanziell zu verbessern, insbesondere durch repräsentative und regionale Erhebung des Infektions- und Immunitätsstatus.“ 

Das bedeutet: Überall in Deutschland sollen in den einzelnen Landkreisen auf dem Land sowie in den Städten Testgruppen angelegt werden, die in Bezug auf Alter, Geschlecht und Gesundheitsstatus dem deutschen Durchschnitt entsprechen. Diese Gruppen sollen regelmäßig getestet werden. Die dadurch entstehenden Daten ergeben: einen Corona-Seismografen, der lokal anzeigt, wo die Infektionen weniger gehäuft auftreten und wo Brennpunkte sind. Das Ziel der Maßnahme ist, auf die lokalen Gegebenheiten reagieren zu können. 

Coronavirus in Deutschland: Experten fordern Mund-Nasen-Schutz 

Einzelne Forderungen für den Weg aus dem Corona-Lockdown listen die Experten auf 15 Seiten der Leopoldina-Studie auf. Unter anderem sprechen sie sich gegen die Aussperrung, also das Abschotten einzelner Risikogruppen, wie beispielsweise älterer Bürger, als staatliche Bevormundung aus. Weiter wird die schrittweise Öffnung von Grundschulen unter Einhaltung des Abstands in den Klassen verlangt, außerdem müsse in öffentlichen Einrichtungen und dem Personennahverkehr ein Mund-Nasen-Schutz Pflicht werden. 

Auch weitere Hilfspakete von Finanz- und Wirtschaftsministerien halten die Wissenschaftler für notwendig - auch nach dem Lockdown. Als Beispiele führt die Studie Steuererleichterungen, Liquiditätshilfen sowie das Vorziehen der Teilabschaffung des Solis bis hin zur Komplett-Abschaffung für alle an. Zudem müsse der Staat die Einschränkungen, die er den Bürgern und der Wirtschaft abverlangt, besser erklären und umfassender gegen die Grundrechte des Einzelnen abwägen. „Die Grundrechtseingriffe müssen in Maß und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zu Ziel und Zweck der Maßnahmen stehen“, heißt es in der Studie. 

Die Voraussetzung für all diese Schritte ist den Professoren zufolge Wissen - über wie tatsächliche Gefahr, den reellen Grad der Infektionen. Dies erhalte man nur mit repräsentativen Tests im ganzen Land. Denn aktuell sei die Politik in einer Rechtfertigungsfalle: Sie kann die ergriffenen Maßnahmen nicht mit echten, belastbaren Informationen untermauern, sondern nur mit Annahmen. Das tatsächliche Ausmaß der Corona-Infektionen in Deutschland ist nach wie vor ein dunkles Feld, die Annahmen basieren auf Tests in Kliniken, die wiederum nur durchgeführt werden, wenn Symptome auftreten. 

Coronavirus in Deutschland: Merkel berät am Dienstag und Mittwoch mit Bund und Ländern

Mit ihrer Forderung nach landesweiten repräsentativen Testungen könnten die Wissenschaftler bei Bundeskanzlerin Angela Merkel durchaus Gehör finden. Sie hatte Anfang der Vorwoche explizit auf die zu erwartende Leopoldina-Studie verwiesen. Die Veröffentlichung der Studie am Ostermontag ist außerdem alles andere als ein Zufall, denn am heutigen Dienstag tagt das Corona-Kabinett der Bundesregierung, einen Tag später die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zu Corona-Maßnahmen. Beide Gremien müssen die Studie nun in ihre Beratungen miteinbeziehen. 

Update 19.33 Uhr: Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 ist zehnmal tödlicher als die Schweinegrippe. Das gab die Weltgesundheitsorganisation WHO am Montag bekannt. Da inzwischen vermehrt Daten aus verschiedenen Ländern vorliegen, gibt es nun ein klareres Bild über die Auswirkungen von Sars-CoV-2

Das als „Schweinegrippe“ bekannte Virus H1N1, das 2009 eine Pandemie ausgelöst hatte, sei nach diesen neuen Erkenntnissen also wesentlich weniger tödlich gewesen. Inzwischen sei klar, dass das neue Virus "sich schnell ausbreitet und tödlich ist: zehnmal mehr als das Grippevirus 2009", so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Demnach könne man das neuartige Virus nur stoppen, wenn ein"sicherer und effizienter Impfstoff" entwickelt wird. 

Nach Angaben der WHO starben weltweit 18.500 Menschen an den Folgen der Schweinegrippe. Das medizinische Fachmagazin „The Lancelt“ schätzt die Zahl der Todesfälle aber auf 151.700 bis 575.400. Nach Zählungen der Johns-Hopkins-Universität starben bis Montagabend über 117.000 Menschen an den Folgen von Covid-19.* 

Coronavirus in Deutschland: Über 3000 Tote - Merkel hat klare Empfehlung von Beratern erhalten

Update 17.14 Uhr: 53 von 70 Bewohner eines Pflegeheims in Schleswig-Holstein wurden positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Die Einrichtung steht bereits seit Donnerstag unter Quarantäne, als die ersten positiven Tests bekannt wurden. Auch 19 Angestellte wurden positiv getestet. Die Bewohnerinnen und Bewohner seien überwiegend dement oder psychisch auffällig.

Wegen der räumlichen Situation sei es nicht möglich die negativ getesteten Bewohner zu separieren und auch das Personal solle vorerst weiterarbeiten, solange es keine Symptome aufweise. Bewohner seien schon durch die ausbleibenden Besuche belastet und sollten nicht zusätzlich durch einen Wechsel des vertrauten Personals verunsichert werden.

Update 16.50 Uhr : Gute Nachrichten im Zuge der Corona-Krise kommen am Ostermontag aus Sachsen-Anhalt. In Halle an der Saale wurde der Katastrophenfall aufgehoben. Im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus hatte die Stadt vor knapp drei Wochen den Katastrophenfall ausgerufen und um die Unterstützung von Polizei und Bundeswehr gebeten. 

Oberbürgermeister Bernd Wiegand sprach am Montag von einem „Schritt in die Normalität.“ Man wolle nun schrittweise wieder in den Normalbetrieb zurückkehren. In Halle wurden bislang neun Menschen registriert, die an den Folgen von Covid - 19 verstorben sind.

Coronavirus in Deutschland: Leopoldina spricht sich für Wiedereröffnung der Bildungseinrichtungen aus

Update 13.15 Uhr: Ist das eine Vorentscheidung? Am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten über die weiteren Corona-Schutzmaßnahmen nach dem 19. April entscheiden. Die Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, wichtige Berater der Bundesregierung, empfehlen jetzt: „Die Wiedereröffnung der Bildungseinrichtungen sollte sobald wie irgend möglich erfolgen, und zwar schrittweise und nach Jahrgangsstufen differenziert.“ 

Merkel bezeichnete die Stellungnahmen der Leopoldina als „sehr wichtig“ für die weiteren Beratungen. Nun fordert die Akademie also eine schrittweise Öffnung der Schulen. Zudem empfehlen die Experten eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. 

Der Trend, nachdem es mehr Genese als aktuell infizierte Corona-Patienten in Deutschland gibt, setzt sich fort. Am Montag teilt das Rober-Koch-Institut mit, dass es 4100 mehr Geheilte gibt als noch am Karsamstag. Demgegenüber kamen 2537 Neuinfektionen dazu. Das unterstreicht den positiven Trend: Es gibt weniger Neuinfektionen und mehr Menschen werden voraussichtlich immun. 

Update vom 13. April, 8.30 Uhr: Traurige Meldung am Ostermontag: Laut der Johns-Hopkins-Universität gibt es mittlerweile über 3000 Corona-Tote in Deutschland. Demnach seien es nun 3022 Verstorbene. Es gibt aber auch eine Zahl, die Mut macht: Über 60.000 Menschen, die positiv getestet wurden, gelten nun als geheilt. 

Coronavirus in Deutschland - Polizei zieht erste Oster-Bilanz - Halle vermeldet „traurigen Rekord“

Update vom 12. April, 17.58 Uhr: Am Osterstonntag haben sich die Deutschen weitgehend an die Corona-Regeln gehalten. Die Polizei in den einzelnen Bundesländern zeigt sich mit dem Verhalten zufrieden. Nur vereinzelt sei es zu Verstößen gekommen. 

In Halle (Sachsen-Anhalt) haben Polizei und Ordnungsamt zahlreiche Verstöße gegen Corona-Regeln festgestellt. Die Polizei 22 habe Anzeigen erstattet, das Ordungsamt habe 91 Anzeigen gestellt, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Sonntag. Er sprach in diesem Zusammenhang von einem „traurigen Rekord“.

Die Mehrzahl der Anzeigen sei auf Menschenansammlungen im gesamten Stadtgebiet zurückzuführen. In der Regel seien diese zwischen fünf und acht Personen groß gewesen.

Coronavirus in Deutschland: In Halle (Sachsen-Anhalt) gab es zahlreiche Einsätze wegen der Corona-regeln.

Lesen Sie auch: Bundespolizei fällt Gesundheitsministerium in den Rücken: „Zur Klarstellung ...“*

Coronavirus in Deutschland: Neue Zahlen lassen hoffen

Update vom 12. April, 10.23 Uhr: Das Coronavirus verbreitet sich bereits seit Wochen, mittlerweile steigen die Zahlen der infizierten Personen in Deutschland langsamer, als zunächst angenommen. Mit den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts könnte sich nun erstmals ein positiver Trend abzeichnen. 

Demnach übersteige die aktuelle Zahl der genesenen Personen erstmals die aktuelle Zahl der in Deutschland positiv auf Covid-19 getesteten Personen. Rund 60.000 Personen gelten demnach mittlerweile wieder als gesund. Rund 59.000 Personen kämpfen in Deutschland noch immer gegen das Virus an. Ist damit der Höhepunkt der Krise erreicht? 

Im Laufe des Tages aktualisiert das RKI die Zahlen der neu auf Covid-19 getesteten Personen. 

Drohen nach einer Infektion mit dem Coronavirus Langzeitschäden? Experten äußern nun einen Verdacht.

Coronavirus in Deutschland: Mehrheit der Deutschen ist für Schutzmaskenpflicht

Update vom 12. April, 7.39 Uhr: Werden die strengen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus schon bald gelockert? 

Die Mehrheit der Deutschen ist dafür, das Tragen von Schutzmasken zumindest an bestimmten Orten zur Pflicht zu machen. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wollen 33 Prozent eine solche Pflicht wie in Österreich auf Supermärkte beschränken. 

Weitere 21 Prozent meinen, dass generell in der Öffentlichkeit Schutzmasken getragen werden sollten, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Nur 37 Prozent sind gegen eine Schutzmaskenpflicht, 9 Prozent machten keine Angaben.

In Österreich hatte die Regierung Ende März das Tragen von Schutzmasken in Supermärkten verordnet. In Deutschland gibt es eine solche Pflicht bisher nur in der thüringischen Stadt Jena. Sie gilt für Geschäfte, Busse, Bahnen und weitere geschlossene Räume inklusive Arbeitsstätten vorerst bis 19. April. Der thüringische Kreis Nordhausen will nach Ostern nachziehen.

Bundesweit gibt es bisher keine entsprechenden Pläne. Unter Experten ist umstritten, inwieweit man sich mit einer Mund- und Nasenmaske selbst und andere vor der Übertragung des Virus schützen kann.

Corona-Krise in Deutschland: Franzosen an der Grenze beleidigt und mit Eiern beworfen - „geht gar nicht“

Update vom 11. April,  21.45 Uhr: Die Corona-Krise treibt seltsame Blüten und lässt in manchen Menschen eine unschöne Seite zum Vorschein kommen. So sollen Franzosen von Deutschen an den geschlossenen Grenzen zwischen beiden Ländern beschimpft und mit Eiern beworfen worden sein.

Wegen solcher Entgleisungen hatte sich bereits die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) per Tweet entschuldigt. Nun führte Bundesaußenminister Heiko Maas ihre Botschaft fort und schrieb via Twitter: „Es tut weh zu sehen, wie unsere französischen FreundInnen wegen Covid-19 bei uns teils beleidigt und angegangen werden.“

Weiter schrieb der SPD-Politiker: „So ein Verhalten geht gar nicht. Abgesehen davon: Wir sitzen im selben Boot!“

Update um 17.20 Uhr: Kontrolleure der Einhaltung der Corona-Kontaktregeln leben mitunter gefährlich. In Frankfurt wurden sogar Polizisten attackiert, mehrere Verdächtige mussten vorübergehend festgenommen werden.

Die Beamten waren am Freitagabend auf eine Personengruppe aufmerksam geworden. Als die Ordnungshüter die Regelbrecher zur Rede stellen wollten und dafür aus dem Auto stiegen, prallte ein großer Stein gegen ein Seitenfenster des Streifenwagens. Dieses ging zu Bruch. Anschließend liefen mehrere Personen davon und machten sich so aus dem Staub.

Wenig später sei eine zweite Streifenwagenbesatzung von etwa 20 Personen angegriffen worden. „Die Männer waren zum Teil mit Steinen, Dachlatten und Eisenstangen bewaffnet und bewegten sich drohend auf die Beamten zu“, erklärte die Polizei. Als die Streife den Rückzug antrat, lief auch die Gruppe weg. So nahmen die Beamten dann doch die Verfolgung auf, wurden dabei von einer Fünf-Kilo-Hantelscheibe beworfen. Diese verfehlte ihr Ziel, so dass niemand verletzt wurde.

Bei der anschließenden Fahndung nach den Störenfrieden war auch ein Hubschrauber im Einsatz. Schließlich trafen Polizisten in einer Wohnung sechs Verdächtige im Alter zwischen 23 und 31 Jahren an. Diverse Waffen wie Samurai-Schwerter, Dolche oder Schlagringe sowie Feuerwerkskörper wurden sichergestellt. Gegen die aufgegriffenen Personen wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und besonders schwerem Landfriedensbruch ermittelt.

Coronavirus in Deutschland: Spahn kündigt bestimmten Einmalzuschuss an

Update um 11.40 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant angesichts der Corona-Krise finanzielle Unterstützung für weitere Teile des Gesundheitswesens. Wegen einbrechender Patientenzahlen sollen nun auch Therapeuten, Zahnärzte und Reha-Einrichtungen für Eltern-Kind-Kuren finanziell unterstützt werden, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) am Samstag berichteten. Eine entsprechende neue Verordnung des Gesundheitsministeriums trete in der kommenden Woche in Kraft.

„Viele Patientinnen und Patienten sind derzeit verständlicherweise zurückhaltend, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen“, sagte Spahn dem RND. „Therapeuten und Zahnärzten brechen daher die Einnahmen weg.“ Auch Einrichtungen für Eltern-Kind-Kuren bräuchten Unterstützung. „Um gut funktionierende Strukturen zu erhalten, werden wir Verluste abfedern und Liquidität sichern“, sagte der Minister.

Konkret ist demnach geplant, dass sogenannte Heilmittelerbringer wie Physiotherapeuten, Logopäden oder Ergotherapeuten 40 Prozent der Vergütung aus dem vierten Quartal 2019 als Einmalzuschuss erhalten. Die Hilfen haben dem Bericht zufolge einen Umfang von rund 730 Millionen Euro.

Coronavirus in Deutschland: RKI vermeldet neue Zahlen - Die der Neuinfizierten geht zurück

Coronavirus - Frankfurt/Main

Update um 09.25 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Deutschland ist dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge um 4.133 auf 117.658 gestiegen. Positiv ist allerdings, dass die Zahl der Neuinfizierten im vergleich zum Vortag etwas weniger wurde - da wurden nämlich etwa 5.000 Fälle gemeldet. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 2.544 - das sind 171 mehr. Allerdings wurden zuletzt am Wochenende häufig Fälle zeitlich verzögert gemeldet. Zugleich legte die Zahl der genesenen Patienten binnen 24 Stunden um 3.530 auf 57.443 zu.

Update um 08.41 Uhr: Eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 kann sich nicht nur mit Fieber, Husten und Atembeschwerden äußern, sondern auch neurologische Symptome verursachen. Das ist das Ergebnis einer Studie chinesischer Wissenschaftler mit Patienten in Wuhan, dem Epizentrum der Pandemie, von dem aus sich das Virus weltweit ausbreitete. 

Wie die Mediziner im Fachblatt JAMA Neurology berichten, zeigte ein gutes Drittel der von ihnen untersuchten 214 Patienten Anzeichen dafür, dass das Virus das Nervensystem geschädigt hatte. Zu den häufigsten Symptomen gehörten Schwindel und Kopfschmerzen sowie Riech- und Geschmacksstörungen.

In den vergangenen Tagen hatten sich bereits Berichte darüber gehäuft, dass Corona-Patienten zumindest zeitweise ihren Geruchs- und Geschmackssinn verloren. Diese Symptome deuteten darauf hin, dass das Gehirn beteiligt sei, sagte der Infektiologe Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg. „Es gibt bisher aber nur ganz wenige Untersuchungen am Gehirn von Corona-Patienten. Da tappen wir noch im Dunkeln.“

Von Sars und auch Mers - ebenfalls auf einen Coronavirus zurückgehende Erkrankungen - ist bekannt, dass sie Schädigungen des Nervensystems bewirken können. Für beide Infektionen wurde experimentell belegt, dass das Virus über die Riechnerven in der Nasenhöhle ins Gehirn eintreten kann.

Corona in Deutschland: Virus greift wohl nicht nur die Lunge an - Stimmungswandel bei den Deutschen?

Update vom 11. April, 08.33 Uhr: Rauchen schadet der Gesundheit - das ist bekannt. Klar muss im Zuge der aktuellen Corona-Pandemie sein: Raucher mit tabakbedingten Erkrankungen sollten sich besonders vor einer Infektion mit dem Virus schützen.

Mit dem Coronavirus infizierte Raucher haben nach Überzeugung einer Expertin ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf der Lungenerkrankung Covid-19. „Studien aus China und USA zeigen, dass diese Gefahr bei häufig tabakbedingten Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen und Krebs höher ist“, sagte Ute Mons vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. 

Einzelne Studien verwiesen auf eine erhöhte Mortalität für diese Gruppe. „Die aktuelle Covid-19-Pandemie kann eine zusätzliche Motivation sein, mit dem Rauchen aufzuhören“, betonte die Leiterin der DKFZ-Stabsstelle Krebsprävention.

Corona in Deutschland: Stimmungswandel im Volk? Sachsen droht mit Psychiatrie

Update 21.20 Uhr: Gibt es einen beunruhigenden Corona-Stimmungsumschwung in der Bevölkerung? Wie der Spiegel berichtet, ergibt eine wöchentliche Befragung, dass die Deutschen die Gefahr das Coronavirus mittlerweile weniger ernst nehmen. Psychologin Cornelia Betsch von der Universität Erfurt wertete die Ergebnisse der Studie aus. Sie machte nun alarmierende Veränderungen aus. Das Risikobewusstsein der Deutschen nehme ab.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Civey-Umfrage. Demnach sind 62 Prozent der Deutschen eindeutig oder eher optimistisch, dass das Land gut durch die Corona-Krise kommt. Die Akzeptanz der staatlichen Maßnahmen schwinde - und besonders bei Jüngeren wachse der Unmut, schreibt der Spiegel.

Ähnliches ergibt sich aus einer Mobilitätsanalyse anhand von Handydaten. Dirk Brockmann von der Berliner Humboldt-Universität wertet die Bewegungsdaten aus und stellt fest: Die Deutschen sind wieder deutlich mehr unterwegs

Corona-Krise in Deutschland: Sachsen droht Verweigerern mit der Psychiatrie

Update 19.40 Uhr: Steht Deutschland die heftigste Corona-Woche bevor? Laut Berechnungen von US-Forschern des Institute for Health and Evaluation, der University of Washington soll in Deutschland der Höhepunkt der Coronavirus-Todeswelle am 19. April erreicht werden. Bis zum August soll es rund 8800 Corona-Tote in hierzulande geben.

Update 19.20 Uhr: Der MDR berichtet, dass Sachsen Quarantäne-Verweigerer in psychiatrische Kliniken sperren will. Das Sozialministerium des Freistaates teilte mit, dass man bereits 22 Zimmern in vier Kliniken freigeräumt habe, um Quarantäne-Verweigerer einzusperren. Gemeint sind Infizierte, die gegen Auflagen verstoßen. Die sächsische Sozialministerin Petra Köpping (SPD) sagte dem MDR dazu: „Falls es im Einzelfall dazu kommen sollte, dass sich Menschen den Anordnungen widersetzen, ist es aber notwendig, die von den Gesundheitsämtern angeordneten Maßnahmen mit Zwang durchzusetzen.“ Dann sei die Polizei gefragt. 

Update 17 Uhr: Bei Markus Lanz wurde am Gründonnerstag kontrovers über die tatsächliche Gefahr durch das neuartige Coronavirus gesprochen - mit überraschenden Thesen eines Gerichtsmediziners aus Hamburg*.

Update 13.01 Uhr: Covid-19-Patienten können schwere Symptome entwickeln. Ärzte der Uniklinik Aachen haben erstmals eine Studie über 50 Corona-Patienten vorgelegt. Dabei kommt gehen Erkrankte mit dem Thema Intubation unterschiedlich um.    

Corona in Deutschland: Drohnen und Zeppelin gegen Corona-Verstöße

Update 9 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat die italienische Polizei die Bevölkerung mit Drohnen überwacht. Die Polizei NRW testet aktuell den Einsatz von Drohnen, berichten Medien. Aus der Luft sollen besonders bekannten Treffpunkten in Düsseldorf und Dortmund die Kontaktsperren mit Drohnen überwacht werden. Die Polizei Baden-Württemberg hat bereits angekündigt Corona-Verstöße von einem Zeppelin aus zu überwachen.  

Coronavirus in Deutschland: Zahl der Corona-Todesfälle in Deutschland steigt auf 2373

Update vom 10. April, 8.32 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) um 266 auf 2373 gewachsen. Mittlerweile wurden 113.525 Corona-Fälle registriert. 5323 mehr als am Tag zuvor. 

Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 118.235 Infizierte und 2607 Tote. 52.407 Menschen sind demnach genesen.

Coronavirus in Deutschland: Kontaktsperre bringt Wende - sagen Forscher

Update vom 9. April, 22.31 Uhr: Diese Nachrichten sind wohl genau das, was viele Deutsche in der aktuellen Corona-Krise hören wollen: Laut einer Simulation von Göttinger Wissenschaftlerin können die Menschen in Deutschland schon bald auf eine Lockerung der Covid-19-Einschränkungen hoffen. „Wenn die Beschränkungen im sozialen Leben noch etwa zehn Tage aufrechterhalten werden, ist eventuell eine Lockerung der Maßnahmen möglich“, lautete eine Mitteilung des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation am Donnerstag. Es wurde aber auch betont, dass dazu die bestehenden Regeln zunächst weiter sehr sorgfältig eingehalten werden müssten. 

Der Simulation zufolge haben die Kontaktbeschränkungen die gefürchtete exponentielle Ausbreitung des Virus gebrochen. „Wir sehen eine klare Wirkung der Kontaktsperre vom 22. März, und natürlich den Beitrag von jeder einzelnen Person“, sagte Viola Priesemann, Leiterin eines Forschungsteams des Max-Planck-Instituts. „Unsere Gesellschaft kann wirklich stolz darauf sein, dass sie diese Wende geschafft hat.“ Die gesamte Entwicklung sei ermutigend, aber noch keine Entwarnung. „Wenn jetzt die Beschränkungen aufgehoben werden, sind wir wieder ganz am Anfang“, warnte Priesemann. „Wir sehen ganz klar: Die Fallzahlen in zwei Wochen hängen von unserem Verhalten jetzt ab.“

Während sich in Deutschland die gesellschaftliche Diskussion zunehmend auf Exit-Strategien fokussiert, droht die ecuadorianische Metropole Guayaquil in katastrophalen Zuständen zu versinken. Dort liegen Corona-Tote teils tagelang auf der Straße - und die Regierung ist offenbar völlig überfordert

Coronavirus in Deutschland: 112.600 Infizierte und 2301 Todesfälle offiziell bestätigt

Update vom 9. April, 20.51 Uhr: Bis Donnerstagabend sind in Deutschland mindestens 112.600 Corona-Infektionen registriert worden. Das ergab eine Auswertung der Deutschen Presse-Agentur, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Zum Vergleich: Am Vortag waren bis 20.15 Uhr mehr als 108.100 Infektionen bestätigt. Zudem sind mindestens 2301 mit dem Coronavirus infizierte Menschen bundesweit gestorben. Diese Zahl belief sich am Vortag um 20.15 Uhr auf 2071. 

Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts haben außerdem rund 46.300 Menschen die Corona-Infektion überstanden. Besonders hohe Infiziertenzahlen haben nach wie vor Bayern mit mehr als 29.200 Infektionen und mindestens 653 Todesfällen, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 23.600 Fällen und mindestens 456 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 22.200 Fällen und mindestens 564 Corona-Toten. 

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 223,8 die meisten Infektionen. Im Bundesdurchschnitt lag der Wert bei 135,5. Jedoch muss dabei berücksichtigt werden, dass die Anzahl der Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch ist. Nach wie vor gehen Experten außerdem von einer hohen Dunkelziffer aus. 

Coronavirus: Kommerzieller Rückflug für in der Türkei festsitzende Deutsche geplant

Gute Nachrichten gibt es unterdessen für Deutsche, die wegen der Corona-Krise in der Türkei festsitzen. Für sie soll es kurzfristig einen weiterenkommerziellen Direktflug in die Heimat geben. In einer am Donnerstag verschickten Mitteilung des deutschen Generalkonsulats in Istanbul hieß es, dass die Fluggesellschaft Eurowings für Samstag einen Flug von Istanbul nach Köln-Bonn plane. 

Über die Website der Fluglinie könne der Flug gebucht werden. Das Konsulat empfahl, „diese kommerzielle Reisemöglichkeit zu nutzen“. Ein Rückholprogramm der Bundesregierung sei für die Türkei nicht vorgesehen. Zudem sei nicht gewiss, ob und wann es weitere Reisemöglichkeiten geben werde. 

Coronavirus in Deutschland: Gericht kippt das Oster-Reiseverbot

Update vom 9. April, 18.06 Uhr: Obwohl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch am Donnerstagnachmittag in der Bundespressekonferenz davor gewarnt hatte, zu schnell zur Normalität zurückzukehren, hat das Oberverwaltungsgericht Greifswald nun eine Einschränkung zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung wieder aufgehoben. Es kippte am Donnerstag überraschend in zwei Eilverfahren das von der Landesregierung verfügte Reiseverbot für Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns. 

Sie dürfen nun doch über Ostern Tagesauflüge zu den Ostseeinseln, zur Küste und in die Seenplatte machen. Paragraf 4a der entsprechenden Verordnung sei bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache außer Vollzug gesetzt worden, teilte das Gericht mit. Unterdessen hat das Verwaltungsgericht in Stuttgart eine Bitte des Landes Baden-Württemberg erreicht. Das Land möchte eine Entscheidung zu Diesel-Fahrverboten in der Landeshauptstadt, die eigentlich im April gefällt werden sollte, aufschieben. Als Grund dafür führt sie unter anderem die Corona-Pandemie an

Das Coronavirus sorgt auch in NRW für Einschränkungen, nun legt eine große Kaufhauskette Klage dagegen ein.

Coronavirus in Deutschland: RKI-Chef warnt vor Überbewertung der Zahlen

Update vom 9. April, 15.13 Uhr: Auch RKI-Präsident Lothar Wieler hat im Rahmen der Bundespressekonferenz davor gewarnt, die durchaus positiven Entwicklungen der vergangenen Tage überzubewerten. „Von einer Entspannung kann man noch nicht wirklich ausgehen“, sagte Wieler mit Verweis auf die Zahlen der Neu-Infizierten, die im Moment noch stark schwanken würden. Darüber hinaus kündigte Wieler an, dass das RKI drei große Studien durchführen wolle, welche Aufschluss über die Dunkelziffer der Infizierten geben sollen. Mit ersten Ergebnissen könne man schon im Mai rechnen. Die ausführlichen Aussagen des RKI-Präsidenten können Sie hier nachlesen.

Update vom 9. April, 14.37 Uhr: In diesen Momenten findet in Berlin die Bundespressekonferenz statt. Gesundheitsminister Jens Spahn, Familienministerin Franziska Giffey und RKI-Präsident Lothar Wieler äußern sich dort vor Ostern noch einmal zu der aktuellen Lage in der Corona-Krise. 

Spahn betonte dabei, dass die Maßnahmen der Regierung Wirkung zeigen würden und ein Abflachen der Infizierten-Kurve bewirkt hätten. Zugleich warnte der Gesundheitsminister aber davor, zu schnell wieder zur Normalität zurückzukehren. Vor allem über die Osterfeiertage müssen man dafür sorgen, dass man das Erreichte nicht gefährde. Dann würden die Einschränkungen noch länger andauern. 

Coronavirus in Deutschland: Erntehelfer aus Rumänien in Berlin-Schönefeld gelandet

Update vom 9. April, 13.43 Uhr: Die ersten Erntehelfer aus Rumänien sind am Flughafen Berlin Schönefeld gelandet. Zwei weitere Flieger werden noch erwartet, sagte eine Flughafensprecherin. Insgesamt sollen am Donnerstag rund 530 Arbeiter in Schönefeld ankommen.

Coronvirus in Deutschland: Tausende Bundespolizisten wegen Corona-Verdacht in Quarantäne

Update vom 9. April, 13.33 Uhr: Das Coronavirus trifft die Bundespolizei. Wegen Verdachts auf eine Coronavirus-Infektion waren 1.042 Angehörigen der Bundespolizei bis zum Stichtag 31. März in Quarantäne. Das geht aus einer Auskunft des Bundesinnenministeriums an den FDP-Bundestagsabgeordneten Benjamin Strasser hervor, berichtet die Nachrichtenagentur dpa

Coronavirus in Deutschland: Virologe Streeck stellt erste Ergebnisse vor 

Update vom 9. April, 10.47 Uhr:Nordrhein-Westfalen infomiert in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Forschung im besonders betroffenen Kreis Heinsberg. Prof. Hendrik Streeck stellt ein Zwischenergebnis der Covid-19-Forschung vor. Demnach sind in der Gemeinde Gangelt 15 Prozent immun - also haben eine Coronavirus-Infektion durchgemacht hätten. Laut Virologe Streeck liegt die Sterberate bei Covid-19 mit unter ein Prozent, deutlich niedriger als bislang befürchtet. 

Wie geht es in Deutschland weiter in der Corona-Krise? Jens Spahn und das RKI geben am Donnerstag ein Corona-Update.*

Coronavirus: Die aktuellle Lage in Deutschland

Update vom 9. April, 9.56 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin vermeldet die aktuelle Fallzahlen in Zusammenhang mit Covid-19. In Deutschland sind demnach 108.202 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - ein Plus von 4974 seit dem Vortag. Bislang sind 2107 Todesfälle registriert. Das RKI berücksichtigt nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern und aktualisiert einmal täglich.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle/

100.000 Einw.

Todesfälle

Baden-Württem­berg

21.603

+923

195

519

Bayern

28.827

+1.263

220

635

Berlin

4.202

+174

112

37

Brandenburg

1.578

+106

63

30

Bremen

445

+21

65

11

Hamburg

3.320

+155

180

44

Hessen

5.242

+277

84

100

Mecklenburg-Vor­pommern

572

+17

36

11

Niedersachsen

6.804

+419

85

141

Nordrhein-West­falen

21.961

+1.032

122

384

Rhein­land-Pfalz

4.336

+188

106

50

Saarland

1.693

+56

171

23

Sachsen

3.261

+117

80

52

Sachsen-Anhalt

1.075

+55

49

16

Schles­wig-Holstein

1.932

+105

67

34

Thüringen

1.351

+66

63

20

Gesamt

108.202

+4.974

130

2.107

Quelle: RKI Stand 9. April 00.00 Uhr

Bayern hat sich in der Coronavirus-Pandemie zu einem Hot-Spot entwickelt. Ministerpräsident Markus Söder hält eine Maskenpflicht für unumgänglich. In den Augen von Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery liegt der CSU-Chef falsch, berichtet Merkur.de*  – nicht nur mit dieser Einschätzung. 

Coronavirus in Deutschland: Fastenmonat Ramadan 2020 ohne Fasten  

Update vom 9. April, 9.35 Uhr: Angesichts der Coronavirus-Pandemie rät der Islam-Dachverband Ditib Risikogruppen im islamischen Fastenmonat Ramadan zur Zurückhaltung. Kranke zum Beispiel seien ohnehin vom Fasten befreit und sollten diese Möglichkeit auch nutzen, sagte Generalsekretär Abdurrahman Atasoy gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Der Ramadan beginnt am 24. April und endet einen Monat später mit dem Zuckerfest.

Coronavirus in Deutschland: FC-Bayern Profi Arjen Robben warnt

Update vom 9. April, 6.11 Uhr: In Deutschland sind 113.296 Coronavirus-Fälle registriert, vermeldet die Johns-Hopkins-University. Die Zahl der Todesopfer liegt demnach bei 2.349 ( Stand: 9. April, 6.15 Uhr). Genesen an Covid-19 sind 46.300 Menschen.

Der ehemalige FC-Bayern-Profi Arjen Robben warnt jetzt davor, das Coronavirus zu unterschätzen, berichtet tz.de*. Zu seinem Leidwesen weiß der 36-Jährige, wovon er spricht.

Coronavirus in Deutschland: Dunkelziffer bei Corona-Fällen - nur jeder sechste Fall bekannt?

Update 8. April, 22.28 Uhr: Deutschland ist eines der Länder, die weltweit mit am meisten Corona-Infektionen und -Todesfälle verzeichnen. Doch nach Berechnungen von Göttinger Forschern liegt die Dunkelziffer wohl sogar noch um einiges höher. Unter Berücksichtigung dieser hohen Dunkelziffer hatten sich in Deutschland bereits bis Ende März mehr als 460.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert

Schätzungsweise seien bislang 15,6 Prozent der Infektionen festgestellt worden, errechneten die Entwicklungsökonomen Christian Brommer und Sebastian Vollmer, wie die Universität mitteilte. 

Um die Qualität der offiziellen Fallaufzeichnungen zu prüfen, nutzten die Forscher unter anderem Daten aus einer Studie zur Mortalität von Covid-19 und zum Zeitraum bis zum Tod von Betroffenen. Die Ökonomen gehen basierend auf dieser Grundlage davon aus, dass die Zahl der Corona-Infektionen womöglich in allen betroffenen Ländern deutlich höher liegt, als bisher angenommen. 

Coronavirus in Deutschland: 108.193 Infektionen und 2071 Todesfälle bestätigt

Die Wissenschaftler vermuten, dass bislang im Durchschnitt nur etwa sechs Prozent aller Infektionen nachgewiesen wurden. Ihren Berechnungen zufolge könnte die tatsächliche Zahl der Infizierten weltweit bereits mehrere zehn Millionen erreicht haben. Die offiziell bestätigten Coronavirus-Zahlen für Deutschland veröffentlichte die Deutsche Presse-Agentur am Mittwochabend. Bis dahin sind mindestens 108.193 Infizierte sowie mindestens 2071 Todesfälle infolge von Covid-19 gemeldet worden. Zum Vergleich: Am Vortag waren es bis 20.15 Uhr 103.036 Infektionen und 1815 Tote. 

Im Kampf gegen das Coronavirus scheint unterdessen auch in Deutschland eine Schutzmasken-Pflicht immer wahrscheinlicher zu werden. Zuletzt hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder angedeutet, dass die Pflicht in Bayern wohl kommen wird. Im Netz wurde nun Kritik an Söder laut. Anlass dafür war ein Auftritt des CSU-Politikers am Flughafen München, wo er eine Schutzmasken-Lieferung in Empfang nahm

Update vom 8. April, 17.52 Uhr: Bis Mittwochnachmittag sind in Deutschland mindestens 2007 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben. Das geht aus der täglichen Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Zum Vergleich: Am Vortag waren es bis 16.15 Uhr noch 1747. 

Coronavirus in Deutschland: Mindestens 107.700 Infektionen bestätigt

Bundesweit wurden außerdem mindestens 107.700 Infektionen mit Sars-CoV-2 registriert. Diese Zahl lag am Vortag noch bei 101.700 Infektionen. Schätzungen des Robert-Koch-Instituts zufolge haben hierzulande rund 33.300 Menschen die Corona-Infektion überstanden. Die Bundesregierung geht sogar von 46.000 Genesenen aus. 

Besonders hohe Infiziertenzahlen haben Bayern mit mehr als 28.000 nachgewiesenen Covid-19-Infektionen und mindestens 589 Corona-Toten, sowie Nordrhein-Westfalen mit mehr als 22.600 Fällen und mindestens 408 Toten. Zudem sind in Baden-Württemberg mehr als 20.600 Corona-Infektionen und mindestens 464 Todesfälle registriert. 

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 214,5 die meisten Infektionen. Im Bundesdurchschnitt waren es 129,6 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Unterdessen könnte es im deutschen Bundestag zu einer bemerkenswerten Corona-Reaktion kommen: Verzichten die Abgeordneten auf die Erhöhung ihrer Diäten?

Coronavirus in Deutschland: Fällt der Sommerurlaub 2020 aus?

Update vom 8. April, 17.09 Uhr: Wer gerade in seiner Bude hockt, schmiedet vielleicht gerade Urlaubspläne. Experten verpassen dem Fernweh einen Dämpfer. Laut Ärztepräsident Klaus Reinhardt wird auch der Sommerurlaub in Deutschland noch mit massiven Einschränkungen verbunden sein. 

„Ich glaube nicht, dass die Deutschen in diesem Sommer schon wieder Urlaubsreisen machen können“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Selbst bei schrittweiser Rückkehr in den Alltag werde die Pandemie das Land noch beschäftigen. Derzeit sind die Corona-Regeln noch extrem strikt. Ob der Staat damit zu weit geht? Darüber sind sich auch Experten nicht einig

Corona in Deutschland: Virologe macht wenig Hoffnung auf Normalität für alle

Update vom 8. April, 16.00 Uhr: Ostern und das traumhafte Wetter heizen die Debatte um die Lockerung der strengen Maßnahmen in Deutschland an. Einige Bundesländer lockern bereits ihre Corona-Regeln öffnen Baummärkte und Gartencenter, andere dagegen halten weiter akribisch daran fest. In Bayern ist es aktuell verboten ein Buch auf der Bank zu lesen*. Eine gültige Lösung für alle wird es wohl kaum geben, davon ist Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Hamburger Nocht-Institut für Tropenmedizin überzeugt. 

„Wir können gucken, was andere Länder machen, aber letztendlich gibt es zu viele spezifische Faktoren“, sagt Jonas Schmidt-Chanasit gegenüber ntv.de. Und die Liste dieser spezifischen Faktoren sei demnach lang. Dazu zählten sowohl die Art der Begrüßung, Familienstrukturen Einwohnerdichte und auch die öffentlichen Verkehrsmittel. Neue Infektionsketten seien mit jeder Lockerung der Maßnahme möglich und zudem schwer vorherzusagen.

Laut Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sei es nur möglich sich schrittweise heranzutasten und dann zu schauen, wie sich die Zahlen entwickeln würden. Es ginge aber auch nicht darum alles laufen zu lassen, sondern die Oberhand zu behalten und im Notfall wieder zu bremsen, gezielte Gegenmaßnahmen zu ergreifen.  

Coronavirus in Deutschland: Corona-Fälle - neue Zahlen

Update vom 8. April, 14.21 Uhr: In Deutschland ist nach Auswertung der Johns-Hopkins-Universität die Zahl der Coronavirus-Infizierten auf 107.663 angewachsen. 2.016 Todesfälle sind demnach registriert (Stand 8. April, 14.24 Uhr). Von Covid-19 genesen sind 36.081 Menschen.  

Coronavirus in Deutschland: Konzerte, Theater und Fitnessstudio - Gutscheine, kein Bargeld

Update vom 8. April, 13.06 Uhr: Konzerte, Theatervorstellungen finden derzeit wegen der Coronavirus-Maßnahmen nicht statt. Auch Fitnessstudios sind geschlossen. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch beschlossen, dass Kunden mit Gutscheinen statt Bargeld Vorlieb nehmen müssen. Die Gutscheine sollen bis Ende 2021 befristet sein. 

Gutscheine bei abgesagten Veranstaltungen und Reisen

Coronavirus in Deutschland: Niedersachsen lockert Corona-Regeln zu Ostern

Update vom 8. April, 12.07 Uhr: Niedersachsen hat seine Corona-Regeln zu Ostern gelockert. Osterbesuche von Familie und engen Freunden sind nun erlaubt. Baumärkte und Gartencenter haben seit Mittwoch wieder geöffnet. Es habe Baumarkt-Tourismus nach Bremen und Nordrhein-Westfalen gegeben. Andere Länder, wie Bayern können dabei nur neidisch werden. 

Corona in Deutschland: „Corona-Maßnahmen“ durch „positiven Trend“ erkennbar  

Update vom 8. April, 9.49 Uhr: In Deutschland sind laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) 103.228 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Im Vergleich zum Vortag sind es demnach 4003 Corona-Fälle mehr. 1861 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19 (Stand: 8. April, 7.50 Uhr). 

RKI-Chef Lothar Wieler äußerte sich erneut zuversichtlich in einem Interview mit dem Deutschlandfunk am Mittwoch. Die striken Maßnahmen zeigten seiner Meinung nach einen positiven Trend und seien in den Zahlen zu erkennen.

„Die Maßnahmen, die von den politischen Entscheidern eingeführt wurden, diese Maßnahmen helfen. Das ist gut“, sagte Wieler. Er betonte jedoch auch, dass es sich lediglich um eine Momentaufnahme handele. Entwarnung könne noch nicht gegeben werden.

Aktuell liegt die sogenannte Reproduktionszahl laut Wieler bei 1,3 - mit einer gewissen Schwankungsbreite. Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Ziel sei es diese Reproduktionszahl unter den Wert unter 1,0 zu drücken. 

Wie es weitergehen soll, diskutieren Experten inzwischen sehr kontrovers - auch das Thema der „kontrollierten Durchseuchung“ ist noch nicht vom Tisch.

Corona in Deutschland: Regierung organisiert „Luftbrücke“ zur Beschaffung von Schutzausrüstung

Update vom 8. April, 6.49 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Epidemie hat der Bund eine „Luftbrücke“ für Transporte mit dringend benötigter Schutzausrüstung aus China nach Deutschland organisiert. Damit ist man in der Lage, täglich eine Passagiermaschine der Lufthansa für 25 Tonnen Fracht nach Shanghai zu schicken, wie die Deutsche Presse-Agentur vom Bundesgesundheitsministerium erfuhr. Hinzu kommen demnach weitere Transport-Optionen über das Verteidigungsministerium. Beide Maßnahmen sollen dazu dienen, flexibel auf Warenströme reagieren zu können.

Schutzausrüstung für medizinisches Personal wie Atemschutzmasken und Anzüge sind derzeit weltweit knapp, der Markt ist außerdem massiv umkämpft. Die Bundesregierung ist daher in eine zentrale Beschaffung eingestiegen, um ergänzendes Material zum Weiterverteilen an Praxen, Krankenhäuser und Pflegeheime zu besorgen. Dabei bereiten Einkaufs- und Lieferbedingungen teils Schwierigkeiten - besonders in China, das für den Großteil der globalen Schutzmaskenproduktion steht.

Coronavirus - Airbus bringt Millionen Schutzmasken aus China

Corona in Deutschland: Inländische Unternehmen zur Maskenproduktion

Neben der Beschaffung auf den Märkten will der Bund Anreize setzen, um eine Herstellung von Masken und Vorprodukten wie Vlies-Material im Inland aufzubauen. Vorgesehen sind dafür Investitionszuschüsse, wenn Unternehmen ihre Produktion umstellen, und Abnahmegarantien. Ziel ist es laut Bundesregierung, einen nicht nur kurzfristigen Bedarf zu decken - sondern Nachschub für mehrere Monate.

Corona in Deutschland: Nicht zugelassener Wirkstoff soll bei Schwerkranken zum Einsatz kommen

Update vom 7. April, 22.01 Uhr: Mindestens 1.02.888 Personen sind laut offiziellen Angaben mittlerweile in Deutschland positiv auf Covid-19 getestet worden. Die Anzahl der Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden erhöhte sich in Deutschland um weitere 219 Personen. 

Update vom 7. April, 20.42 Uhr: Die Zahl der in Deutschland infizierten Personen steigt täglich weiter an, mittlerweile häufen sich auch die Infektionsfälle in deutschen Pflegeheimen. Wie das ARD-Magazin „Fakt“ am Dienstag berichtet, sollen bislang 226 Menschen in deutschen Pflegeheimen nach einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben sein. In mindestens 331 Pflegeheimen in Deutschland sind demnach mittlerweile Bewohner oder Arbeitskräfte positiv auf Covid-19 getestet worden. 

Corona in Deutschland: Nicht zugelassener Wirkstoff soll bei Schwerkranken zum Einsatz kommen

Update um 16.54 Uhr: Wenn alle anderen Mittel versagt haben, dürfen besonders schwer erkrankte Corona-Patienten künftig mit dem noch nicht zugelassenen Wirkstoff Remdesivir behandelt werden. Das hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn nun genehmigt, bestätigte ein Sprecher am Dienstag. 

Ursprünglich wurde der Wirkstoff von einem US-Pharmaunternehmen gegen Ebola-Infektionen entwickelt. Am vergangenen Freitag hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA mitgeteilt, dass es erste Anzeichen für eine Wirksamkeit auch gegen das Coronavirus gebe. Daraufhin hat die Behörde empfohlen, das Mittel bei Schwerkranken ohne Behandlungsalternative einzusetzen. Die deutsche Behörde folgte dieser Empfehlung nun. 

Coronavirus in Deutschland: Noch keine Aussagen zur Wirksamkeit von Remdesivir möglich

Zur Wirksamkeit des Medikaments ließen sich aktuell aber keine Aussagen machen, betonte der Sprecher der deutschen Arzneimittelbehörde. Es gebe nur Anzeichen. „Die Ergebnisse laufender klinischer Prüfungen bleiben abzuwarten“, hieß es. Im März seien bundesweit drei klinische Prüfverfahren für den Wirkstoff als Mittel gegen Corona-Infektionen genehmigt worden. Es lasse sich aber nicht voraussagen, wie lange diese Studien dauern würden. 

Update vom 7. April, 16.26 Uhr: Während Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Bevölkerung dazu auffordert, sich angesichts zurückgehender Corona-Neuinfektionen nicht in falscher Sicherheit zu wiegen, fordern zwei Pathologie-Fachverbände nun möglichst viele Obduktionen bei gestorbenen Coronavirus-Infizierten

Dies sei nötig, um mehr über die Erkrankung „und deren oft erstaunlich fulminanten Verlauf“ zu erfahren, teilten der Bundesverband Deutscher Pathologen (BDP) und die Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) am Dienstag mit. Aus den Erkenntnissen hoffen sich die Pathologen, weitere Optionen für die Behandlung abzuleiten. 

Coronavirus in Deutschland: Pathologie-Verbände fordern viele Obduktionen bei Corona-Toten

Mit ihrer Forderung widersprechen die Verbände eigenen Angaben zufolge den Empfehlungen der Robert-Koch-Instituts (RKI), wonach eine innere Leichenschau und andere Maßnahmen, bei denen winzige Tröpfchen produziert werden, vermieden werden sollten. Zwar sei das vom RKI betonte Infektionsrisiko ein wichtiger Aspekt, „aber als Entscheidungsgrundlage zu schmal“, erklärten die Pathologen. Bei Obduktionen werde der Schutz der Mitarbeiter sichergestellt, betonten die Verbände. 

„BDP und DGP bitten das RKI darum, die Gesundheitsbehörden entsprechend zu informieren“, hieß es in der Mitteilung der Verbände weiter. Demnach entstehe an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen derzeit ein Register für Covid-19-Obduktionen im deutschsprachigen Raum. 

Coronavirus in Deutschland: Lieferung von acht Millionen Schutzmasken auf dem Weg nach Bayern

Update vom 7. April, 14.02 Uhr: Schutzmasken sind wegen der Corona-Krise auch in Deutschland aktuell Mangelware. Nun gibt es aber erneut gute Nachrichten: Ein großes Frachtflugzeug bringt derzeit acht Millionen Schutzmasken für die Bundesregierung ins Land. Die Maschine war am Dienstagmorgen im chinesischen Shanghai gestartet und ist nach einer Zwischenlandung im südkoreanischen Seoul auf dem Weg nach München, wie die Lufthansa mitteilte. Am späten Nachmittag soll die Maschine planmäßig landen.

Und auch der Autozulieferer Prevent liefert eigenen Angaben zufolge angesichts der Corona-Pandemie Schutzausrüstung in die Bundesrepublik. „Die ersten Lieferungen nach Deutschland sind bereits auf dem Weg“, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung. Demnach sollen die Lieferungen an ein großes Pharmaunternehmen sowie mehrere Klinikbetreiber gehen. Das Unternehmen konnte zwar keine exakten Angaben zur Stückzahl machen. Allerdings sollen noch in diesem Monat Schutzmasken und Schutzanzüge im siebenstelligen Bereich geliefert werden.

Update vom 7. April, 13.06 Uhr: Anlässlich der Corona-Krise hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gemeinsam mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann ein Statement abgegeben. Spahn betonte, das Baden-Württemberg nach Bayern und Nordrhein-Westfalen mit am stärksten vom Coronavirus betroffen sei. „Corona kennt keine Landesgrenzen und keine Parteigrenzen - wir spüren, wie wichtig die Zusammenarbeit auf allen Ebenen ist“, betonte Spahn. 

Coronavirus in Deutschland: Spahn lobt Erfolge - warnt aber vor falschem Sicherheitsgefühl

Weiter warnte er angesichts der zuletzt gesunkenen Rate an Neuinfektionen: „Wir dürfen uns nicht in falscher Sicherheit wiegen. Die Lage ist ernst.“ Zwar sei durchaus etwas erreicht worden, betonte Spahn. Die Zahl der Neuinfektionen sei gesunken, die Zahl der Genesenen gestiegen und das Gesundheitssystem könne mit der aktuellen Lage umgehen. Doch diese Erfolge dürften nun nicht verspielt werden. „Ostern und die nächsten Tage werden sehr entscheidend sein, wenn es darum geht, das fortzusetzen, was wir die letzten Tage sehen“, kündigte Spahn an. 

Update vom 7. April, 10.47 Uhr: Auf Nachfrage mehrer Journalisten ging Wieler bei der Pressekonferenz des RKI erneut auf die Sterblichkeitsrate unter Corona-Erkrankten ein. „Wir berechnen ja ganz simpel die Zahl der offiziell amtlich gemeldeten Infektionen und darunter die Zahl der Verstorbenen - das ist ein simpler Dreisatz“, erklärte Wieler. Das RKI gehe jedoch davon aus, dass es eher mehr Todesfälle infolge von Covid-19 gebe, als das Institut aktuell erfasse

RKI-Chef Lothar Wieler 

Coronavirus in Deutschland: RKI-Chef ist sich nicht sicher, ob Kapazitäten künftig reichen werden

„Die Zahl derjenigen, die wirklich an Covid-19 verstorben sind, werden wir erst in einigen Monaten berechnen können“, kündigte Wieler an. Der entscheidende Punkt sei jedoch, dass wir genug Betten haben, um alle Erkrankten behandeln zu können. Und das sei momentan der Fall. Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob die Kapazitäten auch in Zukunft reichen werden, antwortete Wieler allerdings relativ zurückhaltend. „Zurzeit reichen die Kapazitäten, ich kann jedoch keine Prognose abgeben. Ich hoffe, dass sie reichen werden, bin mir aber nicht sicher.“

Wieler sei froh über jedes Bett und jedes Beatmungsgerät, das wir in Deutschland haben. „Denn jeder dieser Plätze wird Menschenleben retten“, betonte er. Deshalb sei es auch gut, dass viele Krankenhäuser ihre Kapazitäten hochgefahren haben. 

Weiter stellte Wieler bei der Pressekonferenz des RKI auch eine neue App vor, die dem Institut ab sofort bei der Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung helfen soll. Die „Corona-Datenspende“-App arbeitet mit Informationen, die Nutzer von Fitnessarmbändern und anderen Tracking-Geräten freiwillig zur Verfügung stellen können. Wie die App genau funktioniert lesen Sie ebenfalls auf Merkur.de*.

Update vom 7. April, 10.25 Uhr: Neben den aktuellen Fallzahlen informierte RKI-Leiter Wieler auch über die Reproduktionszahl, also die Anzahl der Personen, die ein Covid-19-Infizierter ansteckt. Diese Reproduktionszahl, genannt R0, liege derzeit (Stand 7. April, 0 Uhr) zwischen 1,2 und 1,5. Das heißt, ein Corona-Infizierter steckt derzeit im Durchschnitt 1,2 bis 1,5 weitere Personen mit dem Virus an. Es sei „sehr erfreulich“, dass die Reproduktionszahl in den letzten Wochen zurückgegangen sei, sagt Wieler. Jedoch sei R0 aktuell wieder etwas höher als in der vergangenen Woche. „Dabei handelt es sich jedoch um eine Momentaufnahme“, betonte Wieler. 

Coronavirus in Deutschland: Sterblichkeitsrate steigt an - aktuell bei 1,6 Prozent

Update vom 7. April, 10.18 Uhr: Häufigste Symptome der Corona-Infektion sind laut RKI-Chef Wieler Husten (bei 52 Prozent der Erkrankten), Fieber (bei 42 Prozent der Erkrankten) und Schnupfen (bei 22 Prozent der Erkrankten). Wie das RKI bereits in den vergangenen Tagen ankündigte, ist der Anteil der Todesfälle an den Corona-Erkrankten in den vergangenen Tagen gestiegen. Dieser Anteil liege aktuell bei 1,6 Prozent, sagt Wieler. 

Als Gründe für die steigende Sterblichkeitsrate nennt Wieler immer mehr Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen sowie generell eine steigende Anzahl älterer Erkrankter. Wieler kündigte außerdem an, dass die Anzahl der Todesfälle sowie die Sterblichkeitsrate in den nächsten Tagen weiter steigen werde. „Die verstorbenen Erkrankten sind im Durchschnitt 80 Jahre alt“, berichtet der RKI-Chef. „von den 1607 Todesfällen sind 1400 Personen 70 Jahre und älter.“ Die jüngste Person, die in Deutschland infolge einer Covid-19-Infektion verstorben sei, sei 28 Jahre alt und habe an Vorerkrankungen gelitten. 

Update vom 7. April, 10.11 Uhr: Wieler informierte außerdem, dass die Anzahl der neu übermittelten Fälle in Deutschland aktuell etwas geringer ausfalle. Man müsse jedoch abwarten, ob es sich dabei um einen Trend handele, oder ob es lediglich eine Schwankung ist. Weiter berichtete Wieler, dass im Bundesdurchschnitt 119 Corona-Infektionen auf 100.000 Einwohner kommen. Dabei gebe es jedoch starke regionale Unterschiede. So kommen in Bayern durchschnittlich 200 Corona-Infektionen auf 100.000 Einwohner, in Mecklenburg-Vorpommern sind es 33 Infektionen auf 100.000 Einwohner. Wieler sagte bei der Konferenz außerdem, dass das Durchschnittsalter der erkrankten Personen bei 48 Jahren liegt, wobei Männer und Frauen gleich häufig betroffen sind.

Coronavirus in Deutschland: RKI-Leiter Wieler referiert die aktuellen Covid-19-Zahlen

Update vom 7. April, 10.05 Uhr: Lothar Wieler, Leiter des Robert-Koch-Instituts, informiert nun wieder über die aktuellen Corona-Zahlen in Deutschland. Derzeit gibt es hierzulande insgesamt 99.225 gemeldete Covid-19-Infektionen sowie offiziell 1607 bestätigte Todesfälle infolge der neuartigen Lungenerkrankung. Die Todesfälle sind im Vergleich zum Vortag damit um 173 Fälle angestiegen. 

Update vom 7. April, 8.00 Uhr: In Deutschland sind bis Dienstagmorgen (8.00 Uhr) 103.375 Corona-Fälle registriert worden, teilt die Johns-Hopkins-University mit. 1.810 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19. Genesen sind 36.081 Erkrankte. Neben diesen registrierten Zahlen schätzt Virologe Professor Alexander S. Kekulé die Dunkelziffer an Corona-Infektionen deutlich höher* ein. 

Innerhalb Deutschlands ist Bayern aktuell das Bundesland mit den meisten Corona-Infektionen und -Todesfällen. Ministerpräsident Markus Söder will sich am Dienstag erneut in einer Pressekonferenz zur Corona-Lage in Bayern äußern. Außerdem informiert auch das Robert-Koch-Institut um 10 Uhr wieder in einer Pressekonferenz über die neuesten bestätigten Fallzahlen und den weiteren Umgang mit der Pandemie. Unterdessen sorgt ein Foto im sozialen Netzwerk für Belustigung. Es dokumentiert, wie sich offenbar einige Münchner in der Corona-Krisenzeit zu Hause beschäftigen*. 

Corona-Pandemie: Deutsche haben relativ wenig Angst vor Corona-Erkrankung

Update vom 7. April, 7.48 Uhr: Das neue Coronavirus hat die Ängste der Deutschen vor einer schweren Erkrankung laut einer aktuellen Umfrage bisher kaum befeuert. Im Vergleich zu 2019 stieg diese Sorge lediglich moderat um 6 Punkte von 35 auf 41 Prozent, heißt es in einer repräsentativen Sonderumfrage der R+V-Versicherung zu den Ängsten der Deutschen. Das sei in diesem Bereich der zweitniedrigste Wert seit 1992.

Indes wird die Kritik an Schwedens Sonderweg in der Corona-Krise immer lauter. Führt es direkt in eine „Katastrophe“?

Corona in Deutschland - Weitere Todesopfer in Pflegeheimen

Update vom 6. April, 19.45 Uhr: In einem stark vom Coronavirus betroffenen Pflegeheim in Hamburg sind in der vergangenen Woche drei Bewohner durch Covid-19 gestorben. „Den Zusammenhang können wir bestätigen“, erklärte ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde am Montag. Bei den drei Todesopfern soll es sich um Bewohner mit Vorerkrankungen gehandelt haben. 

Nach Angaben der Behörde vom Montag haben sich in der Einrichtung im Stadtteil Wellingsbüttel mittlerweile 47 Menschen mit dem Coronavirus infiziert: 38 Bewohner sowie neun Pflegekräfte. Um die negativ auf Covid-19 getesteten Bewohner zu schützen, insgesamt 19 Senioren, wurden diese laut Behörde in eine andere Pflegeeinrichtung verlegt. 

Coronavirus in Deutschland: Können Polizisten das Virus weitergeben? 

Update vom 6. April, 18.55 Uhr: Überall in Deutschland kontrollieren Einheiten der Landespolizeien und der Bundespolizei die Einhaltung des Kontaktverbots - teils in Gruppen. Das Social Distancing, das sie überwachen sollen, können sie selbst kaum einhalten.

Geht dabei eine Ansteckungsgefahr von den Polizisten aus? Mehr noch: Sind sie vereinzelt regelrechte Corona-Superspreader *? Eine Spurensuche.

Update vom 6. April, 16.49 Uhr: In einer Pressekonferenz am Montagnachmittag sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel über eine mögliche Lockerung der aktuellen Corona-Maßnahmen.

„Wir wären eine schlechte Bundesregierung, wenn wir nicht intensiv darüber nachdenken würden, wie wir, auch bei Einhaltung des Gesundheitsschutzes, das Leben wieder hochfahren könnten“, sprach Merkel einen möglichen Exit-Plan an. Die Bundesregierung sei gleichzeitig aber auch schlecht, wenn sie jetzt ein konkretes Datum nennen würde, so Merkel weiter. Es sei jedoch auch klar, dass der Gesundheitsschutz auch bei Öffnung des öffentlichen Lebens immer oberste Priorität habe. „Wir leben weiter in einer Pandemie.“ Das Virus werde nicht einfach verschwinden. 

Die Fallzahlen würden jedoch zeigen, dass man einen Schritt vorangekommen sei, so Merkel. Die Zeit sei jedoch noch nicht gekommen, um Entwarnung zu geben. 

Coronavirus in Deutschland: Bundeskanzlerin Merkel über mögliche Lockerungen

„Sobald es die gesundheitliche Situation nachlässt, werden wir selbstverständlich zu dem freien Leben, wie wir es kennen, zurückkehren“, sagte die Bundeskanzlerin. Das werde Schritt für Schritt passieren. Details oder ein konkretes Datum nannte Angela Merkel jedoch nicht. 

Eine Mundschutzpflicht sei bislang noch kein Thema - insbesondere weil es aktuell auch gar nicht genug Masken gebe.

Unsere Erstmeldung: Corona in Deutschland: Über 100.000 Infizierte - Merkel veröffentlicht neue Details zum „Exit-Stichtag“ 

Berlin - Das Coronavirus* hat Deutschland fest im Griff. Das öffentliche Leben steht still, die Menschen bleiben weitgehend zu Hause und folgen den Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen. 

Coronavirus in Deutschland: Lockerungen der Corona-Maßnahmen? - Seibert bezieht Stellung

Deutschland befindet sich im Standby-Modus und die Menschen warten sehnlichst auf eine Lockerung der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus*. Schulen und viele Geschäfte sind geschlossen, Fußballspiele wurden abgesagt. Folgt Deutschland schon bald Österreich und vollzieht eine Lockerung der Schutzmaßnahmen?

Aktuell sieht es nicht danach aus. Denn anders als Österreich, nennt die Bundesregierung weiter keinen festen Termin für eine schrittweise Lockerung der Corona-Maßnahmen. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies am Montag auf die Äußerungen von Kanzlerin Merkel (CDU) vom Wochenende, wonach aus den Infektionszahlen noch kein sicherer Trend abzulesen sei. Er verwies auf Merkels Aussage, es sei unverantwortlich, jetzt falsche Hoffnungen zu wecken. 

Coronavirus: Bundesregierung nennt „keinen Exit-Stichtag“ für Deutschland

Die Einhaltung aller Regeln bleibe daher "absolut notwendig". Seibert warb um Verständnis, "dass die Bundesregierung jetzt keinen Exit-Stichtag, keinen festen Termin nennen kann", ab dem die Maßnahmen gelockert werden könnten. Es sei „nicht sinnvoll, über einzelne mögliche Schritte zu sprechen“, fügte der Regierungssprecher hinzu. 

Merkel hatte in ihrem am Freitagabend veröffentlichten wöchentlichen Podcast gesagt, es gebe erste Anzeichen für eine Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus*. Es sei aber "definitiv viel zu früh, um darin einen sicheren Trend zu erkennen, und erst recht ist es viel zu früh, um deswegen auch nur an irgendeiner Stelle die strengen Regeln, die wir uns gegeben haben, schon wieder zu lockern", betonte die Kanzlerin

Coronavirus in Deutschland: Mehr als 100.000 Infektionen 

Nach wie vor breite sich das Virus "mit hoher Geschwindigkeit" in Deutschland aus, so Merkel. Und das zeigen auch die aktuellen Corona-Fallzahlen. So hat Deutschland am Montagnachmittag der John-Hopkins-University zufolge mehr als 100.000 Infektionen (Stand: 6. April, 15.32 Uhr). 1.584 Menschen seien der Statistik zufolge an Covid-19 gestorben.

In Italien fürchtet man indes eine zweite Virus-Welle. Unterdessen hat Spanien Italien überholt. Dennoch gibt es einen Hoffnungsschimmer. An der Heinsberg-Studie wird Kritik laut - auch Virologe Christian Drosten bringt sich ein. Donald Trump könnte in den USA zu den Gewinnern der Corona-Krise zählen - dabei wird er von seinem derzeit wichtigsten Berater bloßgestellt.

*Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © dpa / Markus Schreiber

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