Virologin Brinkmann zu Gast bei Markus Lanz (ZDF)
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Virologin Brinkmann zu Gast bei Markus Lanz (ZDF)

Nach Lockerung der Beschränkungen 

Corona: Virologin warnt eindringlich vor zweiter Welle - sie befürchtet weitere drastische Maßnahmen

Eine Virologin warnt nun eindringlich. Sie verdeutlicht, was Deutschland durch eine zweite Welle drohen kann. 

  • Dass das Leben schon bald wieder wie vorher werden könnte, bezweifelt Melanie Brinkmann.
  • Sie ist Virologin am Helmholtz-Zentrum und betreibt seit Beginn der Pandemie Forschung* zum neuartigen Coronavirus*.
  • Die Lockerungen der Schutzmaßnahmen* waren ein falsches Signal, meint sie.

Braunschweig - „Wir stehen immer noch am Anfang der Pandemie, das vergessen viele“, sagt Melanie Brinkmann. Sie ist Virologin am Helmholtz-Institut für Infektionsforschung in Braunschweig, eigentlich mit Schwerpunkt auf Herpesviren, beschäftigt sich aber seit Beginn der Pandemie mit Sars-CoV-2.

Dass jetzt L ockerungen der Maßnahmen eingeführt werden, macht ihr Sorgen - zu viele Menschen, auch in ihrem Bekanntenkreis - würden den Ernst der Lage verkennen und anfangen, wieder mehr Menschen zu treffen: „Wenn das passiert, stehen wir bald wieder da, wo wir am Anfang standen.“

Coronavirus: Virologin befürchtet zweite Welle

Besonders schwierig: Deutschland merkt erst sehr spät, wenn die Neuinfektionen wieder steigen - verzögert durch die Zeit der Inkubation, bis Menschen zum Arzt gehen, Testergebnisse* vorliegen und gemeldet werden. „Die Folgen für das Gesundheitssystem und die Wirtschaft wären dann noch viel schlimmer als jetzt, weil wieder nur drastische Maßnahmen im ganzen Land als Lösung bleiben würden“, so Brinkmann.

Coronavirus: Rückkehr zu mehr Normalität auf anderem Weg

Aus Sicht der Virologin kommen Lockerungen erst dann infrage, wenn es bessere Behandlungsmöglichkeiten gibt - die Rückkehr zu Normalität wie Urlaubsreisen mit Freunden erst, wenn es einen Impfstoff* gibt.

Die richtigen Schritte wären demnach:

  • dauerhaft „niedrige Fallzahlen“
  • die eine „konsequente Kontaktverfolgung“ ermöglichen
  • schnelle „digitale Unterstützung“ durch eine App, auch auf Kosten des Datenschutzes
  • dass Bürger sich nur in einem kleinen Kreis, der „stabil“ bleibt mit anderen Leuten treffen

*Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

kat

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