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Corona in Deutschland: RKI meldet erneut schlimme Todeszahlen - besonders zwei Bundesländer mit Problemen

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Von: Patrick Huljina, Cindy Boden

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Tägliche Corona-Statistiken: Sie begleiten uns seit Beginn der Pandemie. Ende 2020 folgte ein trauriger Rekordwert auf den nächsten. Zurzeit steht im Fokus, wie sich die Feiertage auswirken.

Update vom 10. Januar, 10.04 Uhr: In den vergangenen 24 Stunden haben die Gesundheitsämter 16.946 Corona-Neuinfektionen und 465 weitere Todesfälle an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Die Corona-Fallzahlen liegen an Sonntagen erfahrungsgemäß meist niedriger, weil an den Wochenenden weniger getestet wird. Eine Interpretation der Daten ist momentan zudem schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt nach dem aktuellen Datenstand bei 162,2 (Vortag: 154), teilt das RKI mit. In Sachsen (357,6) und Thüringen (314,0) liegt dieser Wert deutlich über dem Durchschnitt.

Die Reproduktionszahl - kurz der R-Wert - liegt aktuell um 1. Das geht aus dem Covid-19-Lagebericht (Stand: 9. Januar) hervor. „Aufgrund der nach wie vor sehr hohen Zahl an infizierten Personen in Deutschland bedeutet dies weiterhin eine hohe Zahl von täglichen Neuinfektionen“, heißt es im RKI-Lagebericht. Das RKI weist ausdrücklich darauf hin, dass der R-Wert „eingeschränkt interpretierbar“ ist. Die Daten über die zurückliegenden Feiertage würden verzögert übermittelt und erfasst.

Auf einer Intensivstation müssen derzeit 5.311 Covid-19-Patienten behandelt werden (Vortag: 5414). 3.046 davon müssen künstlich beatmet werden (Vortag: 3.066). Das geht aus dem DIVI-Intensivregister hervor (Stand: 10. Januar, 10.31 Uhr). Momentan sind demnach 3.953 Intensivbetten frei.

Bisher haben 532.878 Menschen eine erste Dosis der Corona-Impfung in Deutschland erhalten, teilt das RKI mit (Datenstand: 9. Januar).

Update vom 7. Januar, 13.30 Uhr: Die Zahl der ans RKI gemeldeten Corona-Impfungen in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag um mehr als 46.000 gestiegen. Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Vakzin damit nun mindestens 417.060 Menschen in Deutschland injiziert worden. Diese Gesamtzahl ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Donnerstag (Stand: 11.00 Uhr) hervorgeht. Pro 1000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher fünf Menschen gegen Covid-19 geimpft worden.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (13,5), die wenigsten für Thüringen (2,5). In absoluten Zahlen kommt Bayern auf den höchsten Wert von mehr als 84.000 Geimpften. Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden.

Die meisten Menschen - mehr als 201.000 - wurden laut RKI-Daten aus beruflichen Gründen geimpft. Es kann sich dabei zum Beispiel um Ärzte sowie Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und um Personal in der Altenpflege handeln. Zudem wurde das Präparat inzwischen mehr als 168.000 Bewohnern von Pflegeheimen verabreicht.

Corona-Zahlen in Deutschland: RKI meldet mehr als 26.000 Neuinfektionen und 1070 Tote

Update vom 7. Januar, 6.35 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 26.391 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages gemeldet. Darüber hinaus wurden 1070 neue Tote binnen 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Donnerstagmorgen bekannt gab. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Durch die verzögerte Entdeckung, Erfassung und Übermittlung von Corona-Fälle über die Feiertage, bleibt eine Interpretation der aktuellen RKI-Daten schwierig.

Die 7-Tage-Inzidenz für Deutschland lag am Donnerstagmorgen bei 121,8. Damit sank sie, wie bereits in den letzten Tagen erneut. Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 269,8 und Thüringen mit 232,4. Den niedrigsten Wert wies Bremen mit 74,0 auf. Wegen der Feiertage sind die Wochenwerte allerdings ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

Seit Beginn der Pandemie zählte das RKI insgesamt 1.835.038 nachgewiesene Corona-Infektionen in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 37.607 an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.474.000 an.

Corona-Zahlen in Deutschland: RKI meldet mehr als 20.000 Neuinfektionen - 1019 neue Todesfälle

Update vom 6. Januar, 20.50 Uhr: Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Mittwoch bei 0,83 (Montag: 0,81). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betonte, dass der R-Wert wegen der Verzögerungen gegebenenfalls unterschätzt werde.

Update vom 6. Januar, 8.20 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 21.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Zudem wurden 1019 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten bleibt weiterhin schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert. „Wir erwarten, dass zum Jahresanfang mit der Öffnung von Arztpraxen und Teststellen wieder mehr Personen getestet werden“, hatte der erste Vorsitzende des Verbands, Michael Müller, am Dienstag erklärt. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind, hieß es auf Anfrage.

Die 7-Tage-Inzidenz für Deutschland lag am Mittwochmorgen bei 127,3. Nach dem gestrigen Corona-Gipfel bleibt der Zielwert von 50 noch in weiter Ferne. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern bleiben weiterhin groß. Die höchsten Inzidenzen hatten am Dienstag Sachsen mit 262,1 und Thüringen mit 244,6. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 73,7.

Corona in Deutschland: RKI meldet 11.897 neue Fälle am Dienstag - knapp 1000 Todesfälle

Update vom 5. Januar, 21.32 Uhr: Eine Interpretation der Coronavirus-Zahlen bleibt weiterhin schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte bei der Bund-Länder-Pressekonferenz am Dienstag Abend, dass eine klare Datenlage erst ab 17. Januar feststellbar sei. Die Befürchtung von nachträglich ansteigenden Zahlen scheint sich nun zu bestätigen. Am Dienstag Abend meldete focus bereits die übermittelten Zahlen der Bundesländer. Demnach steigen die Todesfälle auf 1133 an (Stand 20.59 Uhr) und die Zahl der Neuinfektionen auf 16.350 an. Ein trauriger Rekord.

Update vom 5. Januar, 6.30 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI 11.897 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das geht aus den aktuellen Zahlen des RKI-Dashboards vom Dienstagmorgen hervor. Zudem wurden 944 neue Todesfälle im selben Zeitraum verzeichnet. Eine Interpretation der Daten bleibt weiterhin schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die 7-Tage-Inzidenz lag am Dienstag für ganz Deutschland bei einem Wert von 134,7. Damit ist man am Tag des Corona-Gipfels noch weit entfernt von der angestrebten 50er-Marke. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte zuletzt, die Ziel-Marke auf einen Wert von 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zu senken. Die höchsten Inzidenzen hatten am Dienstag Sachsen mit 298,7 und Thüringen mit 241,8. Den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 77,1.

Das RKI zählte seit Beginn der Corona-Pandemie 1.787.410 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf insgesamt 35.518 an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.424.700 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Montag bei 0,85 (Sonntag: 0,91). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken.

Corona-Zahlen in Deutschland: Meldungen am Montag sind meist niedriger als an anderen Tagen

Erstmeldung vom 4. Januar: München - „Das RKI schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland insgesamt als sehr hoch ein.“ So steht es im täglichen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) für den 3. Januar. Die hohen bundesweiten Fallzahlen würden durch zumeist „diffuse Geschehen, mit zahlreichen Häufungen insbesondere in Haushalten und Alten- und Pflegeheimen“ verursacht werden. Die Lage in Deutschland bleibt also angespannt.

Am Montagmorgen gab das RKI 9847 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages bekannt. Im gleichen Zeitraum wurden 302 weitere Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen an einem Tag war am 30. Dezember erreicht worden.

Für politische Entscheidungen häufig interessant ist die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Am Montag lag dieser Wert bei 139,4. Viele Politiker und Mediziner wollen baldmöglichst einen Wert von 50, noch lieber sogar von 25 erreichen.

Doch die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind enorm: Für Sachsen liegt der Wert bei 323,0. Für Thüringen bei 251,4. Diese beiden Länder sind derzeitig traurige Spitzenreiter. Den niedrigsten Wert hat Schleswig-Holstein mit 78,2.

Weitere Zahlen im Überblick (Quelle: RKI):

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag am Sonntag bei 0,91. Rechnerisch stecken 100 Infizierte damit 91 weitere Menschen an. Er bildet das Infektionsgeschehen jedoch vor 8 bis 16 Tagen ab. Das RKI betont auch, dass die Zahl wegen Verzögerungen gegebenenfalls unterschätzt werde.

Corona in Deutschland: Impfungen laufen - unterschiedliche Zahlen aus den Bundesländern

Bislang wurden in Deutschland knapp 265.000 Menschen geimpft, so zumindest die gemeldete Zahl an das RKI. Auch dieser Wert könnte wegen Verzugs höher sein. Im Vergleich zum Vortag sind das über 22.000 Impfungen mehr. Doch darin könnten Nachmeldungen enthalten sein, weshalb die Zahl nicht als die tatsächlich pro Tag Geimpften gesehen werden sollte. Bei den Impfungen pro 1000 Einwohnern liegen Mecklenburg-Vorpommern (7,1), Sachsen-Anhalt (6,1) und Hessen (5,3) vorn. Die wenigsten Impfungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden bisher aus Thüringen (0,4), Niedersachsen (0,7) und Sachsen (1,2) gemeldet. Der Bundesschnitt liegt bei 3,2 Impfungen pro 1000 Einwohner.

Zahlen der Website der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zufolge (Stand: 4. Januar, 14.19 Uhr) sind derzeit 5749 Patienten in intensivmedizinischer Behandlung. Freie Betten gibt es demnach 4699 Stück.

Wichtiger Hinweis: Die aktuellen Daten sind nicht ohne Einschränkung zu interpretieren. Das RKI weist darauf hin, dass während der Weihnachtsfeiertage, zum Jahreswechsel und an den Tagen drumherum weniger Menschen zum Arzt gehen, daher weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Daher würden weniger Fälle an die Gesundheitsämter gemeldet. Zudem könne es sein, dass nicht alle Behörden aufgrund der Feiertage Werte übermitteln. (cibo/dpa)

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