Institut gibt Rat

RKI alarmiert in neuer Corona-Meldung Eltern: Rolle von Kindern scheint sich zu ändern - Zahlen verdoppelt

Das RKI veröffentlichte am Donnerstag sprunghaft ansteigende Zahlen, doch ein Bericht des Instituts dürfte Experten Sorge bereiten. Die Rolle von Kindern und Jugendlichen scheint sich drastisch geändert zu haben.

Berlin - Das Coronavirus greift in Deutschland weiter um sich, am Donnerstag verzeichnete das Robert Koch-Institut erstmals wieder mehr als 20.000 Neuinfektionen an einem Tag. Mit solch hohen Werten dürften Experten schon seit einigen Wochen gerechnet haben, schließlich befindet sich das Land durch die Corona-Mutationen erneut in einem exponentiellen Wachstum. Doch das RKI veröffentlichte am Donnerstag eine weitere Meldung, die bei vielen Experten Sorgen hervorrufen dürfte.

Corona in Deutschland: RKI stellt klar - Rolle der Kinder scheint sich innerhalb der Pandemie verändert zu haben

Nach Beobachtungen des Robert Koch-Instituts scheint sich die Rolle von Kindern und Jugendlichen bei der Ausbreitung des
neuen Coronavirus zu ändern. Die Covid-19-Fallzahlen stiegen in allen Altersgruppen an, besonders stark jedoch bei Kindern und
Jugendlichen, heißt es im jüngsten Online-Lagebericht des RKI. Ausbrüche beträfen momentan insbesondere private Haushalte, zunehmend aber auch Kitas, Schulen und das berufliche Umfeld, während die Anzahl der Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen abgenommen habe. Grund dafür könnten beispielsweise die weiter fortschreitenden Impfungen bei Älteren und Pflegebedürftigen sein.

Corona in Deutschland: RKI veröffentlicht aktuelle Zahlen - Infektionsfälle bei Kindern mehr als verdoppelt

Bei Kindern bis 14 Jahren haben sich die 7-Tage-Inzidenzen nach den RKI-Daten in den vergangenen vier Wochen bundesweit mehr als verdoppelt - auf zuletzt mehr als 100 Fälle pro 100 000 Einwohner. Für Kinderärzte kann neben dem zunehmenden Öffnen von Kitas und Schulen dabei aber auch vermehrtes Testen eine Rolle spielen. Die Öffnungen seien natürlich Anlässe für Eltern, ihre Kinder testen zu lassen, sagte Reinhard Berner, Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, dem Berliner „Tagesspiegel“. „Das ist vorher einfach oft nicht geschehen, wenn das Kind zuhause im Lockdown gehockt hat und Schnupfen hatte.“

Die aktuelle Entwicklung zeige sich besonders frühzeitig in der Altersgruppe bis fünf Jahre. Das betreffe auch die Daten zu Ausbrüchen in Kitas. Sie stiegen rasch an. Eine ähnliche Entwicklung deute sich auch nach der Öffnung der Schulen an. Bei dieser Entwicklung spiele die zunehmende Ausbreitung der leichter übertragbaren Variante B.1.1.7 eine Rolle.

Corona in Deutschland: Betroffene mit Symptome sollen Infektionsrisiko für andere minimieren

Familien und Beschäftigte sollten ihr Infektionsrisiko außerhalb von Kita oder Schule minimieren und bei Zeichen einer Erkrankung fünf bis sieben Tage zuhause bleiben, rät die Gesundheitsbehörde. Falls es zu Erkrankungen in einer oder mehreren Gruppen komme, solle eine frühzeitige Schließung der Einrichtung erwogen werden, um eine weitere Ausbreitung innerhalb der Kita und in die betroffenen Familien zu verhindern. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld

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