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Facebook - WhatsApp

Politiker mit klaren Forderungen

Coronavirus: Fake-News machen die Runde - Absurde Falschmeldungen verbreiten im Netz Panik

Coronavirus: Wäre die Ausbreitung nicht schon schlimm genug, kommen jetzt auch noch Panikmacher ins Spiel. Vor diesen Fakenews sollten Sie sich in Acht nehmen.

  • Das Coronavirus* verbreitet sich mehr und mehr.
  • Wäre das nicht schon schlimm genug, kursieren jetzt auch noch Fakenews im Netz.
  • WhatsApp, Facebook & Co.: Bei diesen Nachrichten ist Vorsicht geboten.

München - Unsichere Zeiten, wie sie uns das Coronavirus derzeit beschert, bereiten den Boden für Panikmache und Fakenews. Sie kursieren im Moment durchs Netz und verängstigen Millionen Nutzer von WhatsApp, Facebook und Twitter -mit der Absicht, die User in diesen Nachrichten auf kostenpflichtige Links klicken zu lassen. Dahinter stecken meist Kriminelle. 

Coronavirus: Fakenews über Ibuprofen als Corona-Verstärker im Umlauf

Eine der spektakulärsten Falschmeldungen der vergangenen Tage war diese: Über WhatsApp wurde die Nachricht verbreitet, dass eine erhöhte Gefahr der Infizierung mit Covid-19 mit der Einnahme des Arzneimittels Ibuprofen einhergehe*. Das Medikament solle die Erkrankung noch verstärken. Die Nachricht verwies auf die Medizinische Universitätsklinik Wien. Diese stellte jedoch in den sozialen Medien klar, dass es sich hierbei um Fakenews handelte und die Universität nicht im Zusammenhang mit dieser Information stehe. 

Allerdings: Die WHO riet am Montag (17. März) dann plötzlich tatsächlich von der Einnahme von Ibuprofen ohne ärztlichen Rat ab.

Coronavirus: Fakenews kursieren im Netz - diese Tipps sollen angeblich helfen

Neben jener von Ibuprofen als Corona-Verstärker gibt es noch andere Meldungen, die zurzeit im Internet zahlreiche Menschen erreichen und potenziell manipulieren. So hieß es zum Beispiel, man solle viel Wasser - also alle 15 Minuten - trinken. Damit könne man das Coronavirus „herunterspülen“. 

Noch absurder wurde es in einem anderen Kettenbrief: Man solle alle zehn Minuten die Luft anhalten, hieß es darin. So könne man sehen, ob man infiziert sei. Schließlich kursierte auch noch diese Falschmeldung im Netz: Jegliche Atemschutzmasken* sollen gegen die Infizierung mit dem Virus helfen, weil es „zu groß“ sei, um diese zu durchdringen. Auch wenn Angst in unsicheren Corona-Zeiten oftmals die Oberhand zu übernehmen droht, kann der Einsatz des gesunden Menschenverstandes hier schon mal Abhilfe leisten.

Corona: Öffentliche Behörden warnen vor der Verbreitung der Fakenews

Verwirrt wurden Verbraucher laut der tz zudem durch die Nachricht, dass das Coronavirus bereits 2016 auf Beipackzetteln von Produkten gestanden haben soll. Tatsächlich handelte sich aber um das Corona-verwandte Sars-Virus, das dort verzeichnet war. 

Schließlich sollten auch noch Menschenketten gegen die Verbreitung des Virus geplant sein. Gerade jetzt, wo von Seiten der Behörden dazu aufgerufen wird, soziale Kontakte weitestgehend zu vermeiden, wären solche Pläne schlicht kontraproduktiv. 

Falschmeldungen rund um Corona - Politiker mit deutlicher Forderung

Ein härteres Vorgehen gegen die Verbreitung von Falschnachrichten fordert Boris Pistorius (SPD), Innenminister von Niedersachsen. Fake News seien brandgefährlich. „Sie können Panik, Hamsterkäufe und Konflikte auslösen und sind daher auf das Schärfste zu verurteilen“, sagte Pistorius dem Spiegel. „Daher müssen wir mit Bußgeldern oder sogar Strafandrohungen abschrecken“,  sagte er weiter. Der SPD-Politiker richtete einen Appell an die Bundesregierung, jetzt zu handeln. Es müsse verboten werden, Unwahrheiten über Themen zu Covid-19 zu verbreiten.

Nah an Fake-News kratzte derweil das Gerücht, Baden-Württemberg würde alle Fußballspiele bis zum 15. Juni wegen der Corona-Krise verbieten. Ganz so drastisch sind die Maßnahmen nicht, stellte das zuständige Ministerium klar.

Sowohl das österreichische als auch das deutsche Gesundheitsministerium mahnen deshalb zur Vorsicht. Vertrauen solle man ausschließlich seriösen Quellen schenken - also in erster Linie den Infos von Behörden und zuständigen Ministerien. Um nicht nur die Infektionskette des Corona-Virus sondern auch die Fakenews-Kette zu durchbrechen, sollten solche Nachrichten sofort gelöscht und niemals weitergeleitet werden.

Das kann übrigens jeder Einzelne tun, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern*.

Ihre Meinung ist gefragt: Was halten Sie von Sprachassistenten?  

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

jbr

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