Deutsche und französische Grenzpolizisten gehen auf einem Bahnsteig entlang während Sie kontrollieren wer über die Grenze nach Frankreich einreisen möchte. Alle müssen einen negativen Corona-Test vorweisen der spätestens 72 Stunden vorher durchgeführt wurde.
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Deutsche und französische Grenzpolizisten gehen auf einem Bahnsteig entlang während Sie kontrollieren wer über die Grenze nach Frankreich einreisen möchte. Alle müssen einen negativen Corona-Test vorweisen der spätestens 72 Stunden vorher durchgeführt wurde.

Nach Tirol und Tschechien

Corona: Nach Tirol und Tschechien - Nächste Grenz-Region zu Deutschland Mutations-Hotspot

  • Richard Strobl
    vonRichard Strobl
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Nach Tirol und Tschechien wird nun offenbar die nächste deutsche Grenz-Region zum Hotspot der Corona-Mutationen.

Paris - Die Corona*-Mutationen sorgen für Besorgnis in Europa. Auch wegen der Varianten hatte Kanzlerin Merkel den Lockdown in Deutschland verlängert. Zudem werden an den Grenzen zu Tschechien und Teilen Österreichs Grenzkontrollen intensiviert, wie Innenminister Seehofer am Donnerstag bekannt gab. Dies ist eine direkte Reaktion darauf, dass in Tirol und in drei Regionen Tschechiens Corona-Mutationen für enorm hohe Inzidenz-Werte sorgen.

Jetzt wird offenbar die nächste Grenzregion zu Deutschland zum Mutations-Hotspot.

Corona-Mutation an deutschen Grenzen: Auch Moselle wird offenbar zunehmend zum Hotspot

In Frankreich ist die Variante aus Großbritannien nach Schätzungen der Regierung aktuell für 20 bis 25 Prozent aller Infektionen verantwortlich. Die südafrikanische und brasilianische Variante seien landesweit hingegen nur für etwa 4 bis 5 Prozent der Infektionen verantwortlich, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstagabend.

Besonders viele Fälle der Mutationen gebe es im Department Moselle an der deutschen Grenze, hieß es weiter. Dort seien innerhalb der vergangenen vier Tage rund 300 Fälle identifiziert worden, die auf die brasilianische und südafrikanische Variante zurückgehen. Véran wollte die Region am Freitag aufsuchen.

Corona-Mutationen in Frankreich verbreiten sich trotz strenger Ausgangssperre

Premierminister Jean Castex kündigte unterdessen an, nach dem Ende der Ferien an Grundschulen zunächst rund 200.000 Speicheltests pro Woche einzusetzen, um die Ausbreitung der Epidemie dort zu überwachen. Diese Speichel-PCR-Tests seien besonders geeignet, wenn Tests regelmäßig wiederholt werden müssten, hatte die Hohe Gesundheitsbehörde zuvor erklärt.

In Frankreich gilt seit einigen Wochen eine strenge Ausgangssperre ab 18 Uhr abends - aber es gibt keine generellen Ausgangsbeschränkungen am Tag. Der Einzelhandel und Schulen haben weitgehend geöffnet. Restaurants, Kultureinrichtungen oder Skilifte sind geschlossen. In den vergangenen 24 Stunden sind in Frankreich etwas mehr 21.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Seit Beginn der Epidemie sind mehr als 80.000 Menschen gestorben. Véran betonte, es gehe nun darum, zusammenzuhalten und Zeit zu gewinnen, um einen neuen Lockdown zu verhindern. (dpa/rjs)

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